Pfeil rechts

Ihr Lieben, ich möchte hier versuchen Kontakte zu finden mit Menschen die ihre Angst vor Krankheiten überwunden haben oder die mit einem Menschen zusammen leben der ständig Angst hat schwer krank zu sein.Mein Partner bildest sich ein eine schlimme Erkrankung zu haben, leider ist ein Blutwert auch tatsächlich erhöht!! Nun liegt er im Krankenhaus, lässt sich Literweise Blut abzapfen und alle Ärzte sagen ihm, dass die Erkrankung die er meint zu haben sehr, sehr untypisch für ihn sei. Den Blutwert haben sie ihm auch erklärt, sehr plausibel, warum er zu hoch sei. Er denkt die Ärzte spinnen und rennt nun zu Heilpraktikern, die ihm viel Gutes für viel Geld verkaufen. Wenn ich ihn beruhigen möchte, ist er böse und sagt, dass ich seine Person nicht ernst nehme und er doch nur die Angst hätte, weil er Beschwerden hat und Der Blutwert erhöht sei. Seit bald einem Jahr spricht er über nichts anderes mehr, möchte meine VOLLE AUFMERKSAMKEIT. Ich soll bei allen Untersuchungen dabei bleiben ( was schier unmöglich ist mit Arbeit, Kinder, Haushalt ) und überfordert mich sehr. Er liest stundenlang im Netz, findet super Sachen- die auf ihn zutreffen- weiß wie ein Arzt Bescheid, erzählt mir darüber alles und wenn ich etwas davon falsch wiedergebe oder zynisch bin, dann ist er sehr gereizt und empfindet das als sehr schlimm, da er ja elendich zu Grunde geht. Er kontrolliert sich täglich, misst Fieber, misst Blutdruck, ist bei zig Ärzten. Und bekommt nun tatsächlich auch noch sichtbare Beschwerden wie z.B. eine schmerzhafte Rötung am Körper. Ich denke das es alles von der Seele herrührt und das er wirklich hysterisch ist und sich selber nur in Unruhe begibt. Wie soll da ein Körper gesund bleiben? Kennt ihr so etwas? Ich bin ehrlich gesagt sehr überfordert und weiß nicht mehr weiter.

Freue mich über einen Austausch

Lieben Gruss

15.07.2009 23:04 • 24.07.2009 #1


6 Antworten ↓


Hallo Seelenstaub! Gab es irgendeinen Auslöser für seine Panik? Ist er im Moment komplett überfordert?
Ich denke er sollte schon auch mal zu einem Psychologen gehen.
Liebe Grüße

16.07.2009 06:19 • #2



Leben mit einem Mann der ständig Angst vor Krankheiten hat

x 3


Er braucht dringend psychologische Hilfe, da kommt er alleine nicht wieder raus!
Mir gings/gehts genau so. Die Psyche kann leider sehr viele körperliche Symptome auslösen.
Der größte Fehler den er macht ist im Internet nach Symptomen zu suchen, das macht alles noch viel schlimmer!

Ich kann es nachvollziehen, diese Angstzustände sind der Horror, weil man wirklich denkt man stirbt oder sowas.

Bitte versuch ihn zu überzeugen, dass er zu einem Psychologen muss!

Nimmt er denn irgendwelche Angstlösenden Medikamente (Antidepressiva)?

16.07.2009 08:27 • #3


Er nimmt keine Antidepressiva, er slber findet sich selber auch völlig normal. Wir haben wirklich deswegen eine Krise! Er hat im November 2008 Beschwerden in Armen und Beinen bekommen. Kein Arzt konnte etwas finden. Dann habe ich ihn, weil ich glaube ein gesundes EMG würde ihn überzeugen, in eine Muskelsprechstunde geschickt. Und was passiert?? Das EMG fiel nicht gut aus. Deswegen meinte die Neurologin er sollte eine Muskelbiopsie machen lassen. Nun wurde er grade stationär für 3 Tage aufgenommen und es lief so alles schief was nur schief laufen konnte. Und das auch noch bei einem der solche Angst hat! Er wurde entlassen ohne die Biopsie und spricht nun von nichts anderem als diese nun machen zu lassen und ich glaube, weil die Ärzte so positiv sprachen, dass nichts dabei raukommen wird, wird er nicht ruhen. Er wird alle Register ziehen Und alles was möglich ist untersuchen lassen. Er hatte sicherlich eine schlimme Kindheit, mit Traumata. Ich sage ihm er ist hysterisch, er sagt er ist allein, weil ich ihm nicht Beiseite stehe.

17.07.2009 15:24 • #4


Hallo Seelenstaub,

kann es gut nachvollziehen, wie Du dich fühlst. Mein Mann war auch Angstpatient vor etlichen Jahren. Ich bin mit ihm zu allen Ärzten gelaufen und nie ist was rausgekommen. Mittlerweile geht es ihm doch besser, woduch kann er selbst nicht sagen, jedoch leide ich nun seit geraumer Zeit auch unter Angstattacken. Dabei ist das doch nicht ansteckend . Ich weiß jetzt wie er sich damals fühlte und ich kann nur sagen, nicht gut und er kann meine Stimmungen nachfühlen. Es ist für beide Partner die Hölle. Der der glaubt krank zu sein, sucht ständig und beobachtet sich selbst und der andere versucht zu helfen, kommt da aber meist nicht weiter. Ich selbst mache mittlerweile eine Psychotherapie, nachdem bei mir der Leidensdruck zu groß war. Allerdings habe ich damals selbst gemerkt, daß ich nicht mehr kann. Wie Du schreibst sieht Dein Mann das Problem ja noch nicht, da ist es echt schwierig. Ich glaube wichtig ist,höre ihm zu, aber versuche nicht bei allen Arztterminen mitzugehen. Zeige ihm, daß Du da bist, aber frage nicht zu oft, wie es ihm geht. Es braucht viel GEduld und Kraft.

Viele Grüße

pelzmaus

22.07.2009 17:48 • #5


Hey, ich kenne das nur zugut.
Ich bin 15 Jahre alt und leide jetzt ca 1 Jahr unter Angstattacken.
Sobald ich mich zb an einem Dorn gestochen habe, habe ich angst
das es eine Blutvergiftung werden könnte. Dann kontroliere ich sofort ob sich ein roter Strich bildet, suche im Internte nach Symthomen einer Blutvergiftung, laufe zu meiner Mutter und frage sie aus und im Endeffekt fahre ich dann zum Arzt und lasse ihn drüber schauen erst dann fühle ich mich wieder sicher. Und so geht das dann bei jeder kleinigkeit. Eine Zeit lang war es fast weg und doch kam es wieder.

Du solltest vielleicht mit deinem Mann zu einem Phsychologen gehen ich könnte mir vorstellen das es bestimmt hilft. Vielleicht fühlt sich dein Mann auch alleine gelassen, so ist es bei mir ( sobald ich viel liebe von meinen Eltern bekomme,die leider getrennt sind, ist fast alles gut für eine Zeit) aber ich weiß ja nicht wie das Leben bei euch ist.

Ich wünsche dir viel Erfolg

23.07.2009 21:29 • #6


Ihr Lieben,
vielen Dank für eure lieben Antworten. Ich denke sehr viel nach über eure geschriebenen Worte. Es steckt viel darin. Ja, es ist sicherlich so, dass er Liebe und Zuneigung sucht, Angst hat alleine zu sein und deswegen über diesen Weg auch Zuneigung sucht... Er wird eine Therapie eingehen und ich werde mir auch Psychologische Hilfe suchen, denn für mich ist es sehr schwer ( in Stresssituationen: Kinder, Haushalt, Arbeit ) da lieb und ruhig zu bleiben und liebevolle zu antworten. Ich möchte mich für eure Offenheit sehr herzlich bedanken. Mir wird klar, dass ich vielleicht einiges seelische nicht so gut fühlen kann und das besser verstehen muss.
Ich wünsche euch, von ganzem Herzen, dass ihr eure Ängste in einen Bereich bekommt der es für euch wieder lebenswert macht!
Liebste Grüsse

Seelenstaub

24.07.2009 20:41 • #7





Prof. Dr. Heuser-Collier