103

Ewigeangst

Ewigeangst


4869
10
4480
Ihr macht aber echt nicht gerade viel damit eure extreme hypochondrie besser wird...mein Gott wenn ich da lese was ihr alles für extreme überdiagnostik führt das ist ja nicht zum glauben....und ich dachte echt ich bin ein zu extremer hypochonder.....

14.08.2019 12:31 • #21


junebug


41
5
27
Dann wüsste ich gern, was man denn "machen" soll, damit es besser wird? Ich finde ehrlich gesagt auch nicht unbedingt, dass man das vergleichen kann und einer jetzt "schlimmer" ist als der andere. Es ist ja erfreulich, wenn man scheinbar besser damit klarkommt als andere, aber das hilft den anderen jetzt auch nicht wirklich weiter...
Zurück zur Ausgangsfrage und zum "machen". Ich bin, wie gesagt, seit einem halben Jahr in Therapie und ich denke, mit meiner Therapeutin habe ich da durchaus jemand Kompetentes an meiner Seite, die auch besser beurteilen kann, was ich mache oder nicht als das übers Internet der Fall ist. Dass es nicht hilft, ständig von Arzt zu Arzt zu rennen, ist wohl allen hier klar und da arbeite ich sehr wohl auch mit meiner Therapeutin dran. Was sie jedoch zuletzt gesagt hat, war, dass es auch nicht immer hilfreich ist, die Angst krampfhaft zu bekämpfen, sich alles zu verbieten (kein Googeln, kein Arzt etc.), weil man dadurch seinen Körper nochmal zusätzlich unter Stress setzt. Der erste Schritt ist, zu akzeptieren, dass man Angst hat, denn wenn man das schon so lange hat, wird die Angst auch mit der besten Therapie nicht vollständig weggehen und man ist plötzlich "geheilt" von jeglichen Krankheitsängsten. Und wenn es einem in dieser Phase besser geht, wenn man auch mal zum Arzt geht oder im Internet nachliest, dann ist es halt so. Es sagt ja niemand, dass das für immer so bleiben soll, dass es ratsam ist, jeden Tag zum Arzt zu gehen etc., aber es ist nunmal ein Prozess. Das ist eine Angst, die sich bei vielen hier über Jahre, teils Jahrzehnte aufgebaut hat, und die bekommt man sicher nicht dadurch weg, dass man sich von heute auf morgen verbietet, zum Arzt zu gehen, zu googeln etc. Ich denke, keiner hier findet den momentanen Zustand toll oder geht gerne zu Ärzten. Von daher finde ich es ein kleines bisschen unfair, zu sagen, man würde nicht gerade viel machen. Viele hier sind bereits in Therapie oder bemühen sich um einen Therapieplatz und arbeiten Tag für Tag hart an sich. Trotzdem ist es nicht leicht, trotzdem gibt es Rückfälle und schlechte Phasen und gerade als jemand, der selbst unter Krankheitsängsten leidet, sollte man da doch mehr Verständnis aufbringen können oder sich, falls nicht, eben einfach nur seinen Teil denken und sich für sich selbst freuen, dass man scheinbar schon "weiter" ist.

14.08.2019 12:56 • x 1 #22


Ewigeangst

Ewigeangst


4869
10
4480
Hier geht es aber nicht um Verständnis haben oder nicht...und das es einem hypochonder nicht passt wenn er hört das er nicht zum Arzt soll ist mir schon klar....nur eines sollte euch klar sein...nur ihr selbst könnt machen das es euch besser geht...kein Therapeut und kein Medikament gibt euch die Heilung,sie helfen und bringen und auf den richtigen weg..aber rauszukommen das könnt ihr nur alleine....und doch ich bleibe dabei das das googlen absolut verboten ist bei hypochondrie...und die Rückversicherung durch einen Arzt ist absolut tabu und lernt man als erstes in jeder Therapie gegen hypochondrie.....schaffen müssen wir es aber selber.....aber wenn ich hier lese was für extreme übertrieben Diagnostik ihr zum teil wegen lapalien machen lasst...tut mir leid nein da habe sogar ich als starker hypochonder kein Verständnis dafür

14.08.2019 13:03 • x 1 #23


Mutexia

Mutexia


294
7
159
Zitat von Ewigeangst:
Wenn ihr aber in therapie seit solltet ihr wissen das der gang zum arzt das falsche istIm kampf gegen die hypochondrie heisst es...keine rückversicherung durch einen arztSonst kommt man nie raus aus diesem mist


Grundsätzlich vollkommen richtig, aber natürlich sollte man bei akuten Dingen, die bereits länger als 7 Tage bestehen, zum Arzt gehen. Nur eben nicht bei Symptomen wie Kopfschmerz = Hirntumor.

14.08.2019 13:31 • x 3 #24


evelinchen

evelinchen


3936
8
3786
Zitat von kritisches_Auge:
Kennt ihr das?


Nur zu gut.
Ein neues Symptom macht mir immer Angst und meistens möchte ich es
dann auch abgeklärt haben.
Ein Altes macht mir keine Sorgen , das hatte ich ja dann schon und habe es "überlebt".

14.08.2019 13:36 • x 1 #25


Lara1204

Lara1204


339
1
183
Ich kenne das auch zu gut. Bin auch ne Zeitlang von Arzt zu Arzt um mir immer wieder eine Bestätigung zu holen.
Jetzt gehe ich nur noch wenn ich das selbe Symptom über Tage /Wochen habe.
Ist ja auch alles sehr Zeitintensiv das Arzt gerenne.

14.08.2019 13:42 • #26


kritisches_Auge

kritisches_Auge


4591
21
2430
Gibt es hier auch jemanden der überzeugt davon ist, dass seine Symptome auf eine schlimme Krankheit hindeuten der aber den Gang zum Arzt scheut wie der Teufel das Weihwasser?

14.08.2019 13:52 • x 1 #27


junebug


41
5
27
Zitat von Lara1204:
Ich kenne das auch zu gut. Bin auch ne Zeitlang von Arzt zu Arzt um mir immer wieder eine Bestätigung zu holen.Jetzt gehe ich nur noch wenn ich das selbe Symptom über Tage /Wochen habe.Ist ja auch alles sehr Zeitintensiv das Arzt gerenne.


Ich schreibe mir inzwischen auch auf, was ich schon für Symptome habe abklären lassen und wenn diese dann erneut auftreten, weiß ich: Okay, das hattest du schonmal, das ist abgeklärt, du musst deswegen nicht gleich zum Arzt rennen. Und ich gehe auch (außer ich habe jetzt z. B. Fieber und brauche deshalb eine AU) bei neuen Symptomen nicht sofort zum Arzt, sondern warte i. d. R. 1-2 Wochen ab - je nach Symptom ist das für mich extrem hart. In großen Ausnahmefällen gehe ich auch eher, aber normalerweise warte ich eben diese Zeit ab und dann finde ich es auch als Hypochonder nicht verkehrt, zum Arzt zu gehen. Wenn mein Freund mir sagen würde, dass er seit 2 Wochen unter ständigen Magenkrämpfen leidet, würde ich ihn auch zum Arzt schicken bzw. er würde auch selber gehen. Es ist da oft schwierig zu differenzieren, was jetzt überängstlich und was normal und vertretbar ist, aber ich finde es eben durchaus in Ordnung, das ein oder andere, wenn es länger besteht und noch nicht 100x untersucht wurde, dann eben auch abklären zu lassen. Dafür sind Ärzte schließlich auch da.

14.08.2019 13:54 • x 1 #28


evelinchen

evelinchen


3936
8
3786
[quote="kritisches_Auge"]Gibt es hier auch jemanden der überzeugt davon ist, dass seine Symptome auf eine schlimme Krankheit hindeuten der aber den Gang zum Arzt scheut wie der Teufel das Weihwasser? [/q
Ersteres: immer
Zweiteres: nein

14.08.2019 13:55 • #29


blue1979


296
3
147
Also bei atemwegsInfekten warte ich ne Woche und dann einmal beim Arzt abhören lassen und gut.

Bei neuen Symptomen geh ich einmal zum Arzt, weil es mit Angst nichts zu tun hat: im April geschwollenes Bein-) Thrombose wurde ausgeschlossen und war eine gefässentzündung.

Dann kam pulssynchrone ohrgeräusche und der erste hno Arzt wollte durafistel mittels mrt Ausschließen. Ich war beim Zahnarzt und er hatte das selber und es lag an kaputtem Kiefergelenk . Mrt mach ich nicht.

Ich quäle mich nicht mit unklaren Beschwerden wie früher ab , sondern lasse es einmal abklären.
Das nenne ich selbstverantwortung und nun hab ich Ärzte , denen ich vertraue .

14.08.2019 14:42 • x 1 #30


Ylz_Dgn2985


86
4
25
Zitat von Ewigeangst:
Hier geht es aber nicht um Verständnis haben oder nicht...und das es einem hypochonder nicht passt wenn er hört das er nicht zum Arzt soll ist mir schon klar....nur eines sollte euch klar sein...nur ihr selbst könnt machen das es euch besser geht...kein Therapeut und kein Medikament gibt euch die Heilung,sie helfen und bringen und auf den richtigen weg..aber rauszukommen das könnt ihr nur alleine....und doch ich bleibe dabei das das googlen absolut verboten ist bei hypochondrie...und die Rückversicherung durch einen Arzt ist absolut tabu und lernt man als erstes in jeder Therapie gegen hypochondrie.....schaffen müssen wir es aber selber.....aber wenn ich hier lese was für extreme übertrieben Diagnostik ihr zum teil wegen lapalien machen lasst...tut mir leid nein da habe sogar ich als starker hypochonder kein Verständnis dafür



Wenn du dafür kein Verständnis hast, dann bist du auch kein richtiger Hypochonder. Das was für dich eine Lappalie ist, ist für den anderen schlimm genug. Jeder empfindet es an seinem Körper anders. Was ist denn für dich eine übertriebene Diagnostik?

14.08.2019 15:05 • x 3 #31


Lara1204

Lara1204


339
1
183
Zitat von kritisches_Auge:
Gibt es hier auch jemanden der überzeugt davon ist, dass seine Symptome auf eine schlimme Krankheit hindeuten der aber den Gang zum Arzt scheut wie der Teufel das Weihwasser?

Wenn ich was habe dann habe ich grundsätzlich was schlimmes. Im Vordergrund steht bei mir Krebs. Aber ich gehe regelmäßig zum Arzt. Also mache alle Vorsorgeuntersuchungen mit. Zum Frauenarzt gehe ich 2mal im Jahr. Meine Familie ist vorbelastet, deshalb wahrscheinlich auch meine Angst vor Krebs und Herzinfarkt.

14.08.2019 15:10 • #32


Ylz_Dgn2985


86
4
25
Zitat von kritisches_Auge:
Gibt es hier auch jemanden der überzeugt davon ist, dass seine Symptome auf eine schlimme Krankheit hindeuten der aber den Gang zum Arzt scheut wie der Teufel das Weihwasser?




Ja klar. Aber nicht zum Arzt zu gehen vergrößert meine Angst. Also dann lieber zum Arzt gehen

14.08.2019 15:13 • x 1 #33


kritisches_Auge

kritisches_Auge


4591
21
2430
Ja, manches erledigt sich, das Gerstenkorn das verschwindet und nichts Schlimmes sein kann, manches erledigt sich nicht und dann ist der Arztbesuch fällig.

14.08.2019 15:22 • #34


kritisches_Auge

kritisches_Auge


4591
21
2430
Ich denke gerade nach, eigentlich muss doch dann die Hoffnung bestehen, dass es nichts Schlimmes ist und der Arzt euch erlösen kann, wenn ich davon überzeugt bin, dass ich nicht mehr lange zu leben habe will ich mir noch die paar Tage Nichtwissen gönnen.

14.08.2019 15:41 • #35


Lara1204

Lara1204


339
1
183
Wir können alle von heute auf morgen umfallen. Deshalb sollte man ja jeden Tag so gestalten das man Freude und Spaß hat. Auch leichter gesagt als getan, aber einfach mal machen. Ich bin da gerade auf ein guten Weg.

14.08.2019 15:44 • #36


Ewigeangst

Ewigeangst


4869
10
4480
Zitat von Ylz_Dgn2985:
Wenn du dafür kein Verständnis hast, dann bist du auch kein richtiger Hypochonder. Das was für dich eine Lappalie ist, ist für den anderen schlimm genug. Jeder empfindet es an seinem Körper anders. Was ist denn für dich eine übertriebene Diagnostik?

Also hör mir mal gut zu...ich weis sehr wohl was es heisst Angst und Panik zu haben aufgrund der Schmerzen und Symptomen...ich lebe seit 18 Monaten in Panik aufgrund von Schmerzen und Angst vor akuten Krankheiten...nur das ich selber einiges dafür tue das es besser ist und wird...ich gehe nicht mehr wegen jedem Mist zum Artz denn das ist falsch bei einer hypochondrie...ich bin in Therapie und war 2 mal stationär in der Klinik für 17 Wochen....nur im Gegensatz zu dir und den meisten anderen hier kenne ich auch die andere Seite...ich hätte 2011 aufgrund eines ärtzepfusches beinahe mein leben verloren...ich hatte bereits 2 mal Notoperationen...und ich habe zum 3 mal bösartigen krebs...also sag mir nie mehr das ich euch nicht verstehe oder etwas in der Art...seit doch einfach froh das ihr gesund seit...du kannst mich wohl eher nicht verstehen....der ewige Gang zum Arzt nährt nur die Angst....und überflüssige Diagnostik ist das meiste was ich hier lese...denn es wird nur aufgrund Ängsten gemacht und nicht weil es notwendig ist...und ich bin sehr dankbar das mein Arzt mir keine Diagnostik erlaubt die er nicht für sinnvoll hält...

14.08.2019 15:49 • #37


Lara1204

Lara1204


339
1
183
Zitat von Ewigeangst:
Also hör mir mal gut zu...ich weis sehr wohl was es heisst Angst und Panik zu haben aufgrund der Schmerzen und Symptomen...ich lebe seit 18 Monaten in Panik aufgrund von Schmerzen und Angst vor akuten Krankheiten...nur das ich selber einiges dafür tue das es besser ist und wird...ich gehe nicht mehr wegen jedem Mist zum Artz denn das ist falsch bei einer hypochondrie...ich bin in Therapie und war 2 mal stationär in der Klinik für 17 Wochen....nur im Gegensatz zu dir und den meisten anderen hier kenne ich auch die andere Seite...ich hätte 2011 aufgrund eines ärtzepfusches beinahe mein leben verloren...ich hatte bereits 2 mal Notoperationen...und ich habe zum 3 mal bösartigen krebs...also sag mir nie mehr das ich euch nicht verstehe oder etwas in der Art...seit doch einfach froh das ihr gesund seit...du kannst mich wohl eher nicht verstehen....der ewige Gang zum Arzt nährt nur die Angst....und überflüssige Diagnostik ist das meiste was ich hier lese...denn es wird nur aufgrund Ängsten gemacht und nicht weil es notwendig ist...und ich bin sehr dankbar das mein Arzt mir keine Diagnostik erlaubt die er nicht für sinnvoll hält...

Ja, so ein Ärztepfusch kenne ich auch, leider.
Bekommst du gerade Chemo?

14.08.2019 16:04 • x 1 #38


Ewald


98
3
22
Mich arbeitet trotz Therapie die Angst auf alles was ich versuche ist so gut wie zwecklos . Bei der kleinsten Kleinigkeit reagiere ich sehr impulsiv gegenüber meiner Tochter und Freundin obwohl ich normal ein sehr ruhiges Wesen habe . Ich hoffe das legt sich wieder aber wie komm ich dagegen an ? Ich bin auch ständig nervös wenn wir beim einkaufen einen Bekannten treffen kann ich nicht ruhig stehen bleiben und kann auch nicht an einem Gespräch teilnehmen von lauter Angst und Nervosität. Und die Bauchschmerzen die immer noch auftauchen mit Durchfall der Arzt meint mittlerweile Reizdarm und Reizmagen was ich ihm nicht glaube . Ich weiß nicht mehr was ich machen soll ich kann mich kaum auf wichtige Sachen konzentrieren weil ich nur abgelenkt bin von der Angststörung mit ihren körperlichen Symptomen. Geht es jemand ähnlich.
Ewald

15.08.2019 13:51 • #39


Ewigeangst

Ewigeangst


4869
10
4480
Ja natürlich,mir geht es so und den meisten hier drinnen auch....die Frage ist nur was man dagegen macht und wie man es macht.....

15.08.2019 13:53 • x 2 #40




Dr. Matthias Nagel

Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag