Zitat von crazy030:
Das kommt mir verdammt bekannt vor!!
Ja, so ähnlich läuft das in meiner Therapie. Und tatsächlich fällt irgendwann der Groschen, wenn man sich nicht komplett verschließt.
Es ist so, dass da wenige Leute "rausfliegen", den die Mehrheit kapiert es doch, dass ihnen da wirklich geholfen wird und dann bleiben sie bei der Stange. Sie könnten ja selber abbrechen, aber sie tun's nicht, weil sie die Erfolge sehen, sehen, dass es ihnen besser geht, dass es an ihnen liegt, aus dem Teufelskreislauf auszusteigen. Der "Trick" ist nicht, dass man rausgeht und sich immer wieder der Angst aussetzt. So arbeiten doch nur altbackene VTler. Es geht drum, zu kapieren, dass man keine Angst haben braucht und deshalb auch keine mehr hat. Das ist eine kognitive Sache, es muss tatsächlich "KLICK" im Hirn machen und dann ist der Rest nicht mehr halb so schwer.
Und hier wird viel zu viel gepämpert und vor allem in den falschen Situationen, bei den falschen Leuten.
Besonders toll, wenn sie dann ihre ganze Lebensgeschichte auffahren und auf die Tränendrüse drücken. Das kann ich auch, null Problemo, da müsste erst mal einer kommen, der's topen könnte...
Aber wie der gute Therapeut im Video gesagt hat:
DA GEHEN WIR DEFINITIV NICHT HIN!!
Jeder ist für sich selbst verantwortlich, ganz egal, was mal war. Das muss jeder Traumapatient als Erstes lernen, ganz egal, ob was er erlebt hat, da wird auch bei Folteropfern kein Pardon gegeben, es funktioniert nämlich nicht, wenn man immer die Umwelt für zuständig erklärt!! So heilt keine Störung!
Wenn ich irgendwie ablenken wollte oder weg von mir ging oder auf Vergangenheit hingewiesen habe, hat mein Thera nur gesagt:
"Ich hör' mir das nicht an!".
Recht hatte er. Ich hab' auch geschluckt und auf Empathie gewartet. Ich hab' inzwischen kapiert, warum er das nicht gemacht hat, was soviele andere Therapeuten machen. Zuviel Gehätschel sorgt dafür, dass Menschen krank bleiben. Und er erspart dieses traurige Los, das so viele Therapeuten ihren Patienten einbrocken, seinen Leuten. Und er nimmt nicht die kleinen, harmlosen Fälle, sondern die schweren, die keiner will und die überall anderswo als austherapiert gelten.
@ Eulalia:
Dein Beitrag spricht mir aus tiefster Seele!