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Idontknow92
Hallo zusammen,

Lang ist es her, als ich das letzte Mal in diesem Forum unterwegs war.

Mittlerweile bin ich 29 und hatte die letzten 5-7 Jahre keine Panikattacken, Angst vor Krankheiten oder sonstiges.

Nun ist es so, dass vergangenes Jahr im Sommer meine Mutter schwer Krebskrank geworden ist. Inzwischen hat sie zum 2. Mal Krebs. Im Allgemeinen lief die Behandlung sehr gut und meine Mutter befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Allerdings merke ich das mich diese letzte halbe Jahr sehr mitgenommen hat.

Alles fing irgendwie ganz komisch bei mir an.
Aufgrund dessen das ich sehr viel für meine Mutter erledigt habe, was Papierkram und Pflege betrifft, bekam ich starke Beschwerden im rechten Knie. Teilweise so stark, dass ich gar nicht auftreten konnte.
Als ich mir das Knie anschaute sah ich einen kleinen weichen Knubbel auf der Kniescheibe. Direkt läutete die Alarmglocken bestimmt Thrombose oder so. Bin zum Arzt und Orthopäden alles soweit gut , das einzige was diagnostiziert wurde ist, dass sich meine Schleimhaut zwischen Knie und Kniescheibe eingeklemmt hat. Und der Knubbel ist eine Vene die rausgesprungen ist, aufgrund der Überlastung.

Alles so weit so gut die Schmerzen legten sich und ich dachte alles sei vorbei.

Dann fing das neue Jahr an und ich hatte von jetzt auf gleich sehr starke Magendarmbeschwerden mit allem Drum und dran. Von Verstopfung bis schmerzen im kompletten Bauchbereich und Hämorrhoiden. Ich bin direkt zum Arzt und er stellte eine Magenschleimhautentzündung fest.

Natürlich war ich der Diagnose erstmal skeptisch weil ich noch nie so viele unterschiedliche Beschwerden gleichzeitig hatte.

Und natürlich dachte ich dann, alles klar das wars Darmkrebs.
Ich habs geschafft zu ignorieren und die Beschwerden gingen nach einem Monat weg.

Kaum waren diese Beschwerden auch weg plagte mich die nächste Sache. Mein Rücken im linken Lendenbereich war dauerhaft angespannt und ich hatte teilweise Schmerzen.
Zur Behandlung hab ich die Stelle eingecremt und gewärmt. Leider hat nichts davon geholfen.
Auch Mass. haben die Schmerzen nicht gelindert.

Als ich dann an meinem Rücken fühlte spürte ich ein 2-3 Finger breiten weichen Knubbel. Es ließ sich verschieben und tat auch nicht weh. Und dann sind gefühlt bei mir alle Sicherungen hinsichtlich Angst vor Krankheiten geplatzt.

Ich bin bin zum Hausarzt, anschließend zum Hautarzt der verwies mich direkt ins Krankenhaus und zwei Wochen später wurde ich operiert.

Was kam dabei raus? Nichts schlimmes ein Lipom ein fettgeschwülst unter der Haut rein gutartig. Ich habs bekommen weils genetisch bedingt ist.

Alles schön und gut , es hat keine 2 Tage nach der vollständigen Heilung der Wunde gedauert bis mich die nächsten Beschwerden plagten.

Leistenbeschwerden. Ich hatte noch nie in meinem Leben leistenbedchwerden, fühlte sich so an wie als würde ständig Druck ausgeübt werden auf den oberen linken leistenknochen.
Zusätzlich kommt noch das ich im leidtenbereich in der Muskulatur noch einen kleinen Knoten ertasten habe. Und dann gings direkt wieder los in meinem Gedanken.

Schonwieder ein Lipom?
Angeschwollene Lymphknoten?

Und ich war zu der Zeit im Urlaub und wollte mir nicht die Stimmung vermiesen. Also hab ich nicht mehr daran gedacht. Ich habe ein paar Hüftbeuger Übungen gemacht und die Beschwerden sind nahezu verschwunden. Auch dieser Knoten ist kaum noch ertastbar und kleiner geworden.

Ich dachte mir alles gut und alles ist wieder in Ordnung.

Nun wollte ich mich heute rasieren und sehe unter den Achseln einen ganz kleinen Knoten/Huggel/Knubbel was auch immer. Nichts großes und sieht so aus als würde es direkt unter der Haut liegen. Die stelle ist auch dunkel und ich vermute ein paar Haare haben sich eingewachsen. Mit einem Knoten oder Lipom überhaupt nicht vergleichbar.

Was mache ich? Natürlich wieder Gedanken ohne Ende und gegoogelt. Ich dachte mir kann doch nicht sein. Ich will nicht für jede Kleinigkeit zum arzt nur um mich bis zum nächsten Symptom erneut beruhigen zu lassen.

Ich bin mir auch einerseits sicher das es nichts schlimmes ist aber dennoch habe ich diese Gedanken.

Zusätzlich kommt das bei meiner Mutter festgestellt worden ist das ihre beiden Krebskrankheiten genetisch bedingt sind und ich glaube diese ganzen Punkte in Verbindung auf Ihre Krankheit erneut eine Angststörung in mir ausgelöst haben.

Wie ergeht es euch? Hattet ihr auch ähnliche Erfahrungen?

Oder ähnliche Symptome?

Wie geht ihr damit um?

Hat das alles mit der Psyche zu tun?



Mich würden gerne Eure Meinungen und Erfahrungen interessieren


LG
Idontknow

03.05.2022 13:52 • 11.05.2022 #1


10 Antworten ↓


Beebi
@Idontknow92 hey , ich schreibe dir einfach mal , da dir noch niemand geantwortet hat .

Viel kann ich dir diesbezüglich leider nicht schreiben ..

Mir tut das mit deiner Mama sehr leid , so etwas ist immer alles andere als schön . Ich wünsche dir und deiner Mama , dass alles gut gehen wird !

Zu deinen Symptome kann ich nur sagen , dass ich mir bei deinem ganzen Stress dem du ausgesetzt bist , wirklich vorstellen kann , das manches von der Psyche sein kann . Ich glaube irgendwann nimmt es uns im unter Bewusstsein so mit , dass unser Körper mit den verschiedensten Symptome reagiert !
Auf jeden Fall würde ich den Knubbel von einem Arzt anschauen lassen . Und wenn er grünes Licht gibt , dann kannst du evtl. etwas beruhigter sein .!
Du musst dir zwischendurch einfach mal Ruhe gönnen und etwas schönes für dich machen , sonst gehst du irgendwann am Stock .

Ich wünsche dir und deiner Mutter nur das beste ! LG

04.05.2022 10:35 • x 1 #2



Knubbel unter den Achseln / Lipom oder Krebs?

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Idontknow92
@Beebi
Hey vielen Dank für die netten Worte

Ja man merkt einfach, es muss die Zeit langsam kommen wo man seinem Körper und Geist die Ruhe gibt.
Ständig unter Strom zu sein belastet und strengt zu sehr an.

Es ist 100 pro psychisch, da mittlerweile gefühlt jeden tag ein anderes Symptom hinzukommt.
Und alles aufeinmal zu haben klingt sehr unwahrscheinlich

Ich habs vor vielen Jahren schonmal geschafft, also werde ich es dieses Mal auch schaffen

VG
Idontknow

05.05.2022 18:17 • #3


Beebi
@Idontknow92 Bestimmt schaffst du das, vor allem mit so einer guten Einstellung . Gönn dir ab und zu einfach mal ein wenig Ruhe und trinke ein Tee !
Ich wünsche dir alles erdenklich gute . LG

05.05.2022 18:25 • #4


Zitat von Idontknow92:

Was mache ich? Natürlich wieder Gedanken ohne Ende und gegoogelt. Ich dachte mir kann doch nicht sein. Ich will nicht für jede Kleinigkeit zum arzt nur um mich bis zum nächsten Symptom erneut beruhigen zu lassen.



tja... genau deswegen habe ich jetzt entschieden mich mal hier ans Forum zu wenden... leider läuft es bei mir genau darauf hinaus, alle paar Wochen tritt etwas Neues auf und die Panik beginnt wieder von vorn. So kann es nicht weitergehen

08.05.2022 19:22 • #5


Idontknow92
Ne kann auch nicht so weitergehen. Insgeheim weiß ich ja das es die psyche ist, nur es ist halt so, je schwächer die psyche gerade ist, desto schlimmer kommen einem die Symptome vor.

Ich mach mich verrückt, da meine Mutter schweren Krebs bekommen hat und ich den kompletten krankheitsverlauf mitbekommen habe von A-Z.

Und kaum ertaste ich einen Knoten, denke ich es ist was schlimmes. Genauso wie jetzt an der Leiste.
Ich habe seit längerem leistenbeschwerden und die Bänder ziehen ab und zu in der Oberschenkelregion und natürlich fühle ich und taste ich daran und bemerke einen Knoten.
Und schon werde ich wieder verrückt. Ist es ein Lymphknoten ist es ein Lipom (fettgeschwulst)? Der ist auch an sich gar nicht groß max. wenn überhaupt 1cm.

Vom Prinzip her ist die Tatsache und Diagnose logisch: Meine Leistenmuskulatur ist angespannt und entzündet und dann ist es klar das der Lymphknoten in der Region anschwillt. Nur sind es jetzt über 2 Wochen und die Beschwerden sind teilweise noch da. Und da man selbst kein Arzt ist verlässt man sich nicht da drauf.

Ich werde nach der Arbeit entspannt zum Arzt fahren und um einen Termin bitten.

Ich denke wenn man wirklich sehr sehr krank sein sollte, bekommt man das schon mit.

VG
Idontknow

09.05.2022 15:08 • #6


Genau diese Erkenntnis hatte ich gestern Abend auch, in einem ruhigen Moment.
Wie läuft es denn normalerweise? Man lebt sein Leben, und wenn was wirklich gravierendes (!) auftritt, das einem deutlich auffällt, geht man dann zum Arzt. Manche beobachten es sogar erst noch eine Weile , ob es sich verändert, das könnte ich z.B. nicht.
Aber ein kaum wahrnehmbares Rauschen im Ohr oder vllt. Herzklopfen, ein Knoten bei dem man sich nicht sicher ist ob es überhaupt einer ist, usw. ..ich denke das ist in den allerseltensten Fällen wirklich was schlimmes.. ich denke wir müssen uns entscheiden, ob wir uns wirklich unser Leben kaputtmachen wollen mit der zwanghaften Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit... oder ob man es nicht doch schafft einfach rquszugehen und sein Leben zu leben..
das mit deiner Mutter ist unfassbar schlimm, aber es wäre ein seltsamer Zufall wenn es dich nun fast zeitgleich auch treffen würde.

Dennoch, den Beitrag könnte ich auch selbst geschrieben haben, da brauchst du nur meinen aktuellen Thread anzuschauen.. ich kenne das leider zu gut

09.05.2022 21:43 • #7


Idontknow92
Wir beobachten es auch, allerdings wollen wir direkt die Ursache für das Symptom feststellen und gehen immer vom schlimmsten Szenario aus.

Es wird häufig von seltenen Fällen gesprochen und ich glaube die Sorge ist, was den Unterschied zwischen uns und tatsächlich kranken Menschen macht, nicht auch zu den seltenen Fällen zu gehören.

Ja ich habe deinen Thread gelesen und es ist nahezu das Gleiche.

Bei meiner Mutter ist es so, sie vertraut jeden Arzt der Sie behandelt hat blind. Und bis jetzt ist Sie damit gut gefahren. Bis auf eine Ausnahme.
Meine Mutter wird dieses Jahr 66 und aktuell ist Sie trotz Krankheit fit wie ein Turnschuh und hat Spaß am Leben.

Was ich gelernt habe ist, es gibt immer einen Weg, egal wie Aussichtslos die Sache erscheint

10.05.2022 13:46 • #8


Ja, das trifft die Sache recht gut.. ich komme absolut nicht mit dieser Ungewissheit klar.

Vertrauen ist auch ein ganz großes Thema. Das Internet ist voll von Fällen, in denen teils mehrere Ärzte meinten es ist nichts und am Ende kommt eben doch was raus und keiner hat damit gerechnet. Wie soll man da noch vertrauen?
Aber man muss vielleicht auch überlegen, wie oft es eben wirklich nichts ist - all diese Fälle, vermutlich Millionen, landen erst gar nicht im Internet.

Ich bewundere Menschen wie deine Mutter. Wahrscheinlich geht man so viel leichter und gesünder durchs Leben...

Naja. Ich finde meistens leider genau diese Sachen (oder sie mich), die ziemlich miese Aussichten haben...da sind die Wege dann sehr begrenzt..

10.05.2022 14:14 • #9


Kareen
ja eine gute Eistellung, die @Beebi da vermittelt.Schließe mich ihr an

10.05.2022 15:10 • x 1 #10


Idontknow92
Guten Morgen zusammen,

Also ich war heute Morgen beim Arzt, er hat den Knoten an der Leiste überprüft.
Bei dem Knoten handelt es sich um einen Lymphknoten dieser ist laut dem Arzt weich und leicht beweglich und macht keinerlei Anzeichen, dass man eine größere Untersuchung durchführen müsse. Also nicht mal großes Blutbild etc. In dem Fall harmlos

Als Grund dafür sieht er meine Lipom OP, welche Ende März durchgeführt wurde am Rücken im Lendenbereich links. Dadurch das sehr viele Nervenstränge an der Leiste dorthin verlaufen, ist es eine ganz normale Reaktion des Körpers, bis es vollständig geheilt ist.
Zu dem muss ich sagen das die Narbe auch recht groß ist mit 8cm und ich teilweise an der Stelle noch schmerzen habe.

Ich soll in 6 Wochen nochmal zur Kontrolle und dann sollte alles gut sein

VG
Idontknow

11.05.2022 08:55 • x 2 #11



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