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-IchBins-
Ich war heute bei meiner Lungenfachärztin, die mir eine Überweisung zur CT mitgegeben hat, um Bronchieektasen auszuschließen und auch, ob irgendwas mit der Lunge ist.
Wer hat Erfahrung mit einer CT? Wie lang dauert die Untersuchung vom Thorax? Da ich unter normalen Umständen eine derartige Untersuchung nicht durchführen lassen kann (Damaliger Abbruch in einer offenen MRT wegen Panikattacke), brauche ich eine Beruhigung in Form von einer Spritze oder Tablette. Wer hat Erfahrung?
Ich kann leider einfach nicht still liegen oder sitzen, sobald man mir sagt, dass ich mich jetzt nicht bewegen darf, kommt die Panik wieder hoch und ich verfalle in Bewegungsdrang bzw. Fluchtmodus. Ebenso kann ich die Vibration im Körper von den lauten Geräuschen im MRT nicht aushalten. Ist das beim CT leiser?

11.01.2021 20:54 • 28.01.2021 #1


36 Antworten ↓


Lillibeth
Hallo, das CT dauert in der Regel nicht lange. Ist ja mehr wie Röntgen. Meins hat auch keinen Lärm gemacht. Frage dich vorher in der Praxis nach. Dann brauchst Du die Tablette vielleicht gar nicht. Da hast du echt lange was von .

11.01.2021 20:56 • x 1 #2



Klaustrophobie und Panik im MRT / CT und Venen Manschette

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-IchBins-
Ich habe gerade auf der Seite von der Radiologie gelesen, dass man 1 bis 1,5 Liter Kontrastmittel in der Praxis trinken muss. Das nächste Problem wäre dann meine Blase (schon als Kind), dass ich dann andauernd zur Toilette muss. Wie soll ich diese Untersuchung bloß überstehen, frage ich mich...

11.01.2021 21:07 • #3


-IchBins-
Wie wird man die Panik bei Untersuchungen bloß los?
Wenn ich die Geräte schon sehe, bekomme ich Angst, die Untersuchung wieder abbrechen zu müssen.

Das Problem ist, sobald ich weiß, dass ich mich nicht bewegen darf, kommt die Panik hoch und ich will raus aus der Situation. Sogar in einer offenen Röhre im Krankenhaus damals konnte ich das nicht durchhalten. Obwohl ich weiß, dass mir nichts passiert, ist es immer wieder das Gleiche. Dieses "Eingesperrt" sein und nicht weg zu können, besonders schlimm sind die lauten Geräusche, diese Vibration im Körper. Mein Stresslevel schnellt dann in die Höhe und schon kommt die Panik. Es wird gesagt, je öfter man sich dem stellt, flacht die Panik ab. Bei mir ist es leider umgekehrt. Es fing gut an und wurde von Untersuchung zu Untersuchung immer schlimmer, bis zum Abbruch, obwohl ich nichts Schlimmes erfahren hatte.
Ich sage mir zwar jedesmal, dass ich sicher bin, mir nichts passieren kann, trotzdem bekomm ich das nicht hin.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und Tipps?

Ich habe mit der Radiologie telefoniert und sie schlugen mir vor, eine Beruhigungsspritze zu geben, im äußersten Notfall. Das beruhigt mich schon ein wenig, soll aber nicht zur Dauerlösung werden.

18.01.2021 15:01 • #4


Ich habe sowas in Ansätzen. Ich sage mir immer: ich versuchs und wenns nicht klappt, breche ich ab. So habe ich im Vorhinein keine Angst, in die ich mich noch weiter reinsteigern könnte und mit einer gelassenen Grundhaltung baut man natürlich schwieriger Angst auf.

Ich bin übrigens kein Freund von "Augen zu und durch" oder "immer wieder machen bis man keine Angst mehr hat". Ich finde die aktuellen Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft viel einleuchtender. Diese besagt, dass sich durch das ständige Wiederholen von panikartigen Zuständen diese Erfahrung tief in die neuronalen Bahnen eingräbt, was ein darüber hinwegkommen immer schwieriger macht. Das soll nicht heißen, dass man diese Situationen meidet, sondern dass man sich im Vorfeld wappnen soll, um sie weniger ängstlich oder sogar "normal" zu meistern. Nur so lernt der Körper, dass er keine Angst haben muss.

Für deinen Fall könnte die Taktik sein: Erlaube dir ohne schlechtes Gewissen die Situation jederzeit abbrechen zu können und/oder nimm so Angebote wie Beruhigungsspritzen an, um wiedee gute Erfahrungen mit der Situation zu sammeln

18.01.2021 15:22 • x 1 #5


-IchBins-
@Pauline333
Danke für deine Antwort, diese Untersuchungen sind schon wichtig und kosten ja auch einiges, was die Kasse bezahlt. Deshalb denke ich, ich muss das jetzt schaffen, ich will ja ein Ergebnis, um dann handeln zu können.
Aber die Dame in der Radiologie war sehr nett und vielleicht bekomme ich es auch hin. Vielleicht hast du recht und ich sollte mir die Möglichkeit offen lassen, zu wissen, dass ich abbrechen kann oder eben ein Beruhigungsmittel annehmen darf.

18.01.2021 16:00 • #6


Schlaflose
Zitat von -IchBins-:
Ich habe mit der Radiologie telefoniert und sie schlugen mir vor, eine Beruhigungsspritze zu geben, im äußersten Notfall. Das beruhigt mich schon ein wenig, soll aber nicht zur Dauerlösung werden.


Du wirst ja wohl nicht dauerhaft ins MRT oder CT müssen. Selbst wenn das einmal im Jahr vorkäme, würde ich die Spritze nehmen.

18.01.2021 16:07 • x 2 #7


Calima
Ich würde auch für die Spritze plädieren. Ohne Panikerlebnis da raus zu kommen, ist sicher heilsamer für das Loslassen der Angst, als sich immer weiter reinzusteigern.

18.01.2021 16:09 • x 1 #8


-IchBins-
Zitat von Schlaflose:
Du wirst ja wohl nicht dauerhaft ins MRT oder CT müssen. Selbst wenn das einmal im Jahr vorkäme, würde ich die Spritze nehmen.


Natürlich muss ich nicht dauerhaft zur Untersuchung, aber jedesmal eine Spritze zu bekommen, kann auch nicht die Lösung sein. Jetzt steht erst einmal die CT Untersuchung bevor und ich habe heute mit dem Arzt darüber gesprochen, dass ich evtl. noch zur MRT muss wegen einer anderen Sache in absehbarer Zeit.

18.01.2021 16:35 • #9


Hattest du schonmal ein CT? Das dauert nur Sekunden und ist eine offene Konstruktion. Gar kein Vergleich zu MRT.

18.01.2021 16:43 • #10


Calima
Zitat von -IchBins-:
aber jedesmal eine Spritze zu bekommen, kann auch nicht die Lösung sein.

Warum willst du den zweiten Schritt vor dem ersten machen? Die Idee wäre, dir erst mal EIN positives Erlebnis zu verschaffen. Vielleicht reicht das bereits, um beim nächsten Mal wieder entspannter ranzugehen. Vielleicht entscheidest du dich auch dann für eine Spritze - aber auch das wird kein Procedere für die Ewigkeit werden. Du kannst dich doch jedes Mal neu entscheiden.

18.01.2021 16:44 • x 1 #11


-IchBins-
Zitat von Pauline333:
Hattest du schonmal ein CT? Das dauert nur Sekunden und ist eine offene Konstruktion. Gar kein Vergleich zu MRT.

Nein, deswegen auch, weil es neu für mich ist. Ich hoffe, dass ich viel Platz habe in dem Ring.

18.01.2021 22:20 • #12


Meistens bekommt man eine Tablette zur Beruhigung. Hatte ich zu Beginn auch bekommen. Spritzen allerdings habe ich noch nie gehört oder erhalten. Wieso bist du denn so gegen Beruhigungsmitteln? Bist doch nicht immer dort. Ist aber deine Wahl

18.01.2021 22:32 • #13


-IchBins-
Zitat von orion:
Meistens bekommt man eine Tablette zur Beruhigung. Hatte ich zu Beginn auch bekommen. Spritzen allerdings habe ich noch nie gehört oder erhalten. Wieso bist du denn so gegen Beruhigungsmitteln? Bist doch nicht immer dort. Ist aber deine Wahl


Ich habe Angst, was das mit mir macht, da ich allein unterwegs bin, ohne Auto und danach mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren muss. Dass ich vielleicht umkippe, weil ich keinen Halt habe oder so benommen bin, dass ich vielleicht in den falschen Bus einsteige usw. Leider ist die Untersuchung weiter weg und mit einem Taxi wäre das viel zu teuer. Vielleicht kann ich mich dort noch ein wenig nach der Beruhigung etwas erholen, hoffe ich...

19.01.2021 06:17 • x 1 #14


Jetzt verstehe ich dein Problem viel besser. Also die geben eigentlich ein Beruhigungsmittel, welches wirklich für kurze Zeit wirkt (z.B. Midazolam "Dormicum") und diese haben wirklich sogenannte kurze Halbwertszeiten (das ist die Zeitspanne, in der das Mittel zur Hälfte im Körper abgebaut wird und bei Midazolam/Dormicum sind es beispielsweise 1 bis 2 Stunden). Dass du jetzt davon umkippst oder deine Umwelt überhaupt nicht mehr wahrnehmen kannst, ist bei solchen Medikamenten fast ausgeschlossen. Ok, fahren dürfte man danach wirklich nicht mehr, das stimmt. Aber du kannst ruhig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein und keine Sorge, du nimmst schon nicht den falschen Bus oder den falschen Zug. Nee, das sind Medikamente, die die Angst aufheben und davon kippst du auch nicht um. Brauchst dir hier wirklich keine Sorgen zu machen und ich spreche echt aus Erfahrung, denn ich mache solche Sachen seit 14-15 Jahren sprich bei mir werden immer wieder MRTs vom Kopf gemacht. Du brauchst dir wirklich absolut keine Sorgen zu machen. Versprochen!

19.01.2021 12:59 • x 1 #15


-IchBins-
@orion
Vielen Dank, das beruhigt mich wirklich sehr. Ich bin nur froh, wenn die Untersuchung vorbei ist und hoffentlich nichts Schlimmes bei heraus kommt. Daaaanke

19.01.2021 13:35 • x 1 #16


Gar kein Problem und wirklich mach dir da keine Sorgen. Die machen das ja nicht zum ersten Mal und außerdem bin ich mir sicher, dass du dich danach etwas dort erholen kannst. Bis die Bilder fertig sind und das anschließende Gespräch mit dem Radiologen vorbei ist, ist auch schon die Wirkung von dem Beruhigungsmittel fast weg. Und meistens nimmt man tatsächlich Midazolam "Dormicum" sprich Wirkstoffe mit kurzem Verweildauer. Die Zeit, in der die Bilder gemacht werden, sind etwa 20-25 Minuten und schon während dieser Zeit baut sich das Beruhigungsmittel nach und nach ab. Bis du die Praxis verlassen hast, ist auch die schöne beruhigende Wirkung schon vorbei Wirst mir nach der Untersuchung zustimmen, glaubs mir

19.01.2021 13:43 • x 1 #17


-IchBins-
@orion
Das klingt wirklich sehr beruhigend. Die Untersuchung ist erst am 28.1. und ich mach mir jetzt schon andauernd Gedanken darüber, wie ich das überstehen soll. Aber ich werde mich für die Spritze entscheiden. Vielleicht ist es dann bei der nächsten Untersuchung nicht mehr allzu schlimm und ich kann es ohne schaffen.
Darf ich fragen, warum du öfter zur MRT musst? MRT steht vielleicht auch noch bevor und das war eine Horrorerfahrung das letzte Mal, sogar in der offenen Röhre musste ich abbrechen. Schlimm war, dass man bei einer Schädel-MRT noch so eine Art Maske aufgesetzt bekommt, das hat mir den Rest gegeben. Ich habe mich wie in einem Grab gefühlt.

19.01.2021 13:47 • x 1 #18


Ja, wenn die Spritzen verwenden statt Tabletten, ist das auch in Ordnung. Die Spritze wirkt auch schneller und wirst dich durch das Mittel schön beruhigt fühlen. Außerdem gibt man da auch keine Elefantendosis. Die Helferinnen und auch die Ärzte wissen genau, was sie da tun. In einer radiologischen Praxis ist sowas Routine. Wieso bei mir immer wieder MRTs gemacht werden? Weil ich MS (Multiple Sklerose) habe und bei dieser Erkrankung können immer wieder Entzündungen im Gehirn auftreten. Mindestens einmal im Jahr wird da bei mir eine Kontrolluntersuchung gemacht. Und ja, bei mir wird auch diese Maske aufgesetzt und kenne das also auch. Früher hat man die Untersuchung ohne dieses Ding da gemacht. Also bei mir ist die Angst all in den Jahren nach und nach verschwunden und mittlerweile lasse ich die Untersuchungen komplett ohne Beruhigungsmittel machen. Man ist auch nicht wirklich komplett in der Röhre, sondern nur bis zu den Schultern und man hat ja auch diesen Alarmknopf in der Hand. Den habe ich in den 14-15 Jahren nur einmal benutzt und das ist wirklich eine ganze Weile her. Wirst die Entscheidung das Mittel zu nehmen nicht bereuen und mir schon während der Untersuchung zustimmen und sagen "orion hatte nicht gelogen" Und das gleiche gilt auch für die CT. Versuch dich während der Untersuchung nicht zu bewegen (egal ob MRT oder CT), denn dann gibts nur verschwommene Bilder. Gehörschutz gibts mittlerweile auch bei den Untersuchungen übrigens. Dieses Hämmern kriegt man dadurch fast nicht mehr mit. Die Bilder entstehen übrigens während des "Hämmerns" sprich dich da bitte nicht bewegen. Hatte da mal nämlich extra nachgefragt und lag mit meiner Vermutung richtig dass die Bilder während all den Geräuschen entstehen. Dir kann und wird absolut rein gar nichts passieren und ich bin auch auf deine Meldung am 28.1. hier im Forum gespannt

19.01.2021 14:13 • x 1 #19


-IchBins-
@orion
Oh je, das tut mir sehr leid. Aber du gehst damit gut um, wenn ich das so rauslesen kann?
Ich habe das Problem, sobald ich weiß, dass ich mich jetzt nicht bewegen darf, kommt die Panik hoch. Warum das so ist, kann ich gar nicht sagen. Ich hatte in der Vergangenheit etwa 5 MRT Untersuchungen, hauptsächlich den Rücken betreffend. Anfangs konnte ich das noch, mit Schlafmaske ging es auch noch in der Geschlossenen, aber es wurde immer schlimmer, also bei mir war es quasi umgekehrt. Je öfter ich eine Untersuchung machen lassen musste, umso ängstlicher und panischer wurde ich. Bei der Venenuntersuchung (obwohl man da nur Manschetten um die Beine bekommt und frei liegt) war es auch so, aber die Helferin war mit mir im Raum und ich bat sie, mit mir zu sprechen und sie erzählte mir irgendwas von ihrem Urlaub oder so, dann ging es. Schon komisch.

19.01.2021 15:14 • x 1 #20



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