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Hallo liebe LeserInnen,
ich weiß seit dem Wochenende nicht mehr, was mit meinem Kopf plötzlich los ist. Daher möchte ich meine Erfahrung kurz mit euch teilen. Eventuell gibt es hier "Gleichgesinnte", denen es ähnlich (er)geht, mit denen man sich austauschen kann?! Vielleicht gibt es gar welche, die Tips geben können, ob man das nochmal rückgängig machen kann, was da im Kopf scheinbar kaputt ist. Oder zumindest eine Erklärung wissen, warum es nie so war...bis eben zum letzten Samstag.

Also... erstmal kurz der Hintergrund:
Ich war seit meiner Jugend Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr. Vor etwa 6 Jahren musste ich leider aus beruflichen und privaten Gründen sehr viel kürzer treten bis hin zu langen Phasen in denen ich gar nicht mehr aktiv dabei sein konnte.
Nun habe ich dieses Jahr beschlossen, nach ein paar Jahren Pause, dieses Hobby wieder aufzunehmen.
Weit gekommen bin ich allerdings nicht...

Was ist passiert?
Am Samstag hatte ich seit der langen Pause meine erste Übung unter "schwerem Atemschutz", d.h. mit Atemschutzmaske und Atemluftflasche auf dem Rücken.
Uns wurden die Masken abgeklebt, um "Null-Sicht" zu simulieren, und wir in einen Raum mit einem engen Hindernisparcours geschickt.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Schon nach ein paar Minuten musste ich diese Übung abbrechen.

Zuvor hatten wir eine Runde im dunklen Raum gemacht, aber eben ohne abgeklebte Maske, so dass wir wenigstens ab und zu den Lichtblitz einer Taschenlampe zur Orientierung benutzen konnten. Da war ich noch wegen meiner Ruhe gelobt worden.
Was mir seitdem im Kopf rumgeht:
Wie gesagt, sind mir Übungen dieser Art und ihre Notwendigkeit nicht unbekannt.
Ich konnte mich übers Wochenende sogar an relativ viele solcher Übungen erinnern, wo das Abdecken meiner Maske und somit völliger "Blindheit" keine Probleme bereit haben. Auch eine total vernebelte, riesige Tiefgarage, in der wir uns total verlaufen haben, hat mir damals nie ein Problem bereitet.
Das war alles in meinen 20ern, jetzt gehöre ich inzwischen zur Gruppe Ü40.
Ich erinnere mich an kein Ereignis, dass mein so plötzlich verändertes Verhalten erklären kann. Richtige Klaustrophobie scheint es (noch) nicht zu sein. Ich fahre Fahrstuhl, fliege mit dem Flugzeug, gehe auf Veranstaltungen mit Menschenmassen, etc.
Kann mir jemand helfen, dieses Phänomen zu erklären? Kann sowas mit dem Alter zu tun haben, dass der Kopf halt immer besorgter wird um alles was passiert?
Ist hier noch jemanden mal was ähnliches passiert? (ich weiß, sehr unwahrscheinlich hier noch andere Feuerwehr-ler zu treffen. Und falls doch, vielleicht ist das sogar ein Tabu-Thema?).
Hat jemand eine Empfehlung, was ich jetzt machen könnte?
Ich bin derzeit rat-und hilflos und eben auch traurig, weil es, wie es dann ja ausschaut, dieses Hobby nicht mehr ausüben kann, obwohl es mich fast mein Leben lang begleitet hat und mir auch in den letzten Jahren zunehmend gefehlt hat.

Würde mich über Austausch zu dem Thema freuen!
Vielen Dank fürs Lesen!
Yannick