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Katjaeinfach
Hallo ich brauche dringend Hilfe und rat, ich bin mit den Nerven am Ende. Seit Donnerstag verweigert mein Sohn 7 das Essen umd oder bzw das trinken.

Am Mittwoch gab es bei uns Spagetti und er hat so schnell gegessen das ihm eine Nudel um Hals steckte, er sprang panisch auf und weinte. Er trank was und alles war gut.

Am Donnerstag und Freitag war nur auffällig das er weniger als sonst nach der Schule was, machte ich mir keine Gedanken. Heute war der Höchststand, ich habe beobachtet das er nicht was und das er seine Spucke im Mund sammelt und ausspuckt. Aus heiteren Himmel hatte er am Vormittag eine Panikattacke. Da ich auf Arbei war weiß ich nicht inwieweit und wie lange, mein Freund beaufsichtigte ihn und könnte ihn auch beruhigen.

Wo ich von Arbeit kam bin ich auch direkt ins Krankenhaus in die Notaufnahme gefahren, dort wurde Sauerstoff usw gemacht, alles in Ordnung.
Der Doctor erklärte den kleinen das alles gut ist und er keine Angst haben brauch.

Nix halt im Auto ging es weiter, da er sehr gerne zu Mc Donalds geht dachte ich ich kann ihn damit locken, er nahm keine einzige Pommes zu sich, zu hause das gleiche nix wollte er, kein Pudding, kein Grießbrei keine Milchschnitte nix. Eine Tasse Tee und eine kleine Milch.

Ich habe darauf hin bei uns in der kinderpsychartrie angerufen, wo ich aber erst morgen früh nochmal anrufen soll und dann könnten wir einen notfalltermin bekommen. Leider bin ich psychisch auch noch so gut drauf, nun sitze ich da und heule und Male mir die schlimmsten Dinge aus, da er sehr sensibel ist, kann ich mir nicht vorstellen ihn alleine in der Klinik zu lassen.

Danke fürs lesen

17.03.2019 21:09 • 19.03.2019 #1


28 Antworten ↓


kritisches_Auge
Ich würde das Kind unter keinen Umständen allein in der Psychiatrie lassen, dann wird er ja noch einmal traumatisiert.

Es muss eine Möglichkeit geben, dass er Infusionen bekommt, u.U. kann das sogar der Hausarzt machen.

Ambulante Gespräche wären eine gute Möglichkeit, vielleicht in deinem Beisein.

17.03.2019 21:18 • x 1 #2



Kind verweigert das Essen und schlucken

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la2la2
Hey,
hast du ihn mal gefragt ob er irgendwo Schmerzen hat oder sich irgendwas unangenehm anfühlt?
Hat er "Angst" vor Essen oder funktioniert das Essen nicht, also dass er sich beschwert, dass das Schlucken nicht klappt?
Ein 7 jähriges Kind kann die beiden Fragen problemlos beantworten.

17.03.2019 21:20 • x 3 #3


Katjaeinfach
Zitat von la2la2:
Hey,
hast du ihn mal gefragt ob er irgendwo Schmerzen hat oder sich irgendwas unangenehm anfühlt?
Hat er "Angst" vor Essen oder funktioniert das Essen nicht, also dass er sich beschwert, dass das Schlucken nicht klappt?
Ein 7 jähriges Kind kann die beiden Fragen problemlos beantworten.


Er hat keine Schmerzen und er sagt er kann nicht schlucken, obwohl er auch trinkt.

17.03.2019 21:24 • #4


Katjaeinfach
Zitat von kritisches_Auge:
Ich würde das Kind unter keinen Umständen allein in der Psychiatrie lassen, dann wird er ja noch einmal traumatisiert.

Es muss eine Möglichkeit geben, dass er Infusionen bekommt, u.U. kann das sogar der Hausarzt machen.

Ambulante Gespräche wären eine gute Möglichkeit, vielleicht in deinem Beisein.



Sehe ich auch so, aber ich muss da morgen erstmal hin, ambulant werde ich nicht so schnell einen Termin bekommen.

17.03.2019 21:25 • #5


la2la2
Zitat von Katjaeinfach:
er sagt er kann nicht schlucken

Hak mal nach: Hat er Angst, dass wieder was stecken bleibt? Fühlt es sich unangenehm an, wenn er jetzt was schluckt? Frag mal genauer nach.

Zitat von Katjaeinfach:
Wo ich von Arbeit kam bin ich auch direkt ins Krankenhaus in die Notaufnahme gefahren, dort wurde Sauerstoff usw gemacht, alles in Ordnung.

Und in den Hals geschaut?

Zitat von Katjaeinfach:
Ich habe darauf hin bei uns in der kinderpsychartrie angerufen, wo ich aber erst morgen früh nochmal anrufen soll und dann könnten wir einen notfalltermin bekommen.

Wenn er nicht stark untergewichtig ist, ist das egal, wenn er mal ne Woche nichts oder wenig isst - so lange er trinkt. Da passiert nichts......

17.03.2019 21:27 • x 1 #6


Katjaeinfach
Waren ja in der notfallambulanz er hat ihn durchgecheckt und sagte Hals, Lunge alles okay, er hat Angst das er sich wieder verschluckt.

17.03.2019 21:34 • #7


kritisches_Auge
Ach trinken tut er wenigstens.
Hast du einmal probiert ihn auf deinen Schoß zu nehmen und ihn vor dem Essen zu beruhigen?

17.03.2019 21:35 • #8


Katjaeinfach
Gestreichelt, versucht ihn das Essen zu reichen, fernsehe zur Ablenkung angemacht nix er macht zu und fängt an zu weinen.

Ja trinken tut er komischer Weise...

17.03.2019 21:38 • #9


la2la2
Auch schon Brei / geriebenen Apfel /...... ausprobiert?

17.03.2019 21:39 • #10


Katjaeinfach
Griess, Pudding, Pommes, Apfelmuss, Banane, usw...es geht nix....

17.03.2019 21:49 • #11


la2la2
Warte mal noch ein paar Tage..... früher oder später wird der Hunger die Angst besiegen....

17.03.2019 21:50 • #12


Katjaeinfach
Zitat von la2la2:
Warte mal noch ein paar Tage..... früher oder später wird der Hunger die Angst besiegen....



Jetzt schläft er und ich hoffe es auch das er vor Hunger dann wieder anfängt zu essen, aber was ist wenn er dies nicht tut. Ich kann nur warten und immer wieder ihn was anbieten. Morgen den Termin wahrnehmen und schauen was rauskommt.

17.03.2019 21:52 • #13


kritisches_Auge
Mit einer Nudel passiert das natürlich nicht, aber ich habe einen Bekannten dem ein Stück Fleisch im Hals steckenblieb, er konnte nichts mehr essen, alles wurde ausgespuckt, der Durchgang war zu.

Vielleicht könnte ein Arzt ihm einmal ganz sachlich erklären, warum das mit weichen Sachen nicht sein kann.

wARUm ißt das Kind so schnell, es ist doch besser und gesünder langsam zu essen.

17.03.2019 22:19 • #14


kalina
Zitat von Katjaeinfach:
er hat Angst das er sich wieder verschluckt


Ja, ist klar, dass es genau um das Problem geht. Wie man das löst weiß ich zwar auch nicht, aber je eher man dagen therapeutisch angeht, umso besser. Essen muss er ja früher oder später wieder.
Erstmal nur Gemüsebrühe zur Not.

17.03.2019 22:45 • #15


Wie habt ihr reagiert als er sich verschluckt hat? Gab es da panische Reaktionen (wäre ja verständlich)? Ich kann mir vorstellen dass diese ganze Situation ihn sehr geängstigt hat. Ich würde ihn gar nicht so zum Essen nötigen wollen. Sondern eher erklären was da im Körper passiert wenn man Nudeln zu schnell isst. Also dass die Lunge sie durch Husten dann wieder rausbefördert. Und dass ganz weiche und klein gekaute Sachen auf keinen Fall stecken bleiben können. Also Joghurt, Pudding usw. Kann er auf jeden Fall essen. Damit würde ich anfangen. Und die Situation nochmal besprechen, auf seine Angst eingehen. Meine Tochter hat sich auch schonmal an Spaghetti verschluckt und wollte nicht mehr weiter essen. Musste sie auch nicht. Am nächsten Tag gab es dann mit Joghurt und irgendwann war es wieder gut. Ich wünsche euch das beste . Liebe Grüße

18.03.2019 09:52 • x 4 #16


waage
Hallo,

ich denke auch dein Sohn hat sich so erschrocken und reagiert jetzt panisch, daß muß erstmal wieder aus seinem Kopf raus. Aber natürlich geht das nicht so schnell, jetzt brauchst du viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Ihm immer wieder was anbieten und erklären , was mit seinem Körper passiert.Viel Ablenkung und an die Luft, steigert vll auch den Appetit sodaß er wieder was isst. Alles Gute.

L.G. Waage

18.03.2019 10:03 • #17

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kritisches_Auge
Ganz genauso wie Mina würde ich es machen.
Und mich interessiert immer noch warum das Kind so schnell ißt.

18.03.2019 10:09 • #18


Hallo ! Bei meinem Kind hilft es oft schon, wenn ich erzähle, dass mir das auch schon passiert ist und dass man zwar sehr erschrickt aber eine normale und sinnvolle Reaktion des Körpers ist.
Wenn Mama es auch schon mal überlebt hat dann kann es nicht ganz so schlimm sein....
Liebe Grüße und deinem Sohn alles Gute!

18.03.2019 14:43 • #19


kalina
Ganz genau das ist ja das Problem. Jedes Kind verschluckt sich ab und zu. Das ist aber normalerweise kein Grund zur Panik.
Eine besonnene Mutter bleibt ruhig, klopft dem Kind auf den Rücken bis die Nudel wieder raus rutscht und schenkt dem Vorfall keine weitere Beachtung. Das Kind lernt: alles kein Grund zur Besorgnis und fertig.

Eine ängstliche Mutter reagiert selbst auf den Vorfall ängstlich oder mit Panik und das Kind übernimmt diese innere Gefahrenbewertung des Vorfalls von der Mutter.

Auch auf diese Art und Weise können (nicht unbedingt, aber oftmals) auch Angsterkrankungen an die Kinder weiter gegeben werden.

18.03.2019 15:23 • x 1 #20



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