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M
Hallo,

ich habe eine etwas ungewöhnliche Hypochondrie. Um ehrlich zu sein habe ich ziemlich lange gebraucht um überhaupt zu erkennen, dass es sich um eine Hypochondrie handelt.

Das Problem, das ich habe ist, dass bestimmte Symptome auftauchen (ohne, dass ich eine Krankheit dahinter vermute) und ich vor den Symptomen Angst kriege.

Inzwischen kriege ich das Problem schon bedeutend besser unter Kontrolle indem ich mir klar mache, dass ich die Symptome nicht beachten darf bzw. mehr mit Gleichgültigkeit betrachten muss. Zudem hilft es mir wenn ich mich über meine Hypochondrie selbst lustig mache.

Aber ich wüsste dennoch ganz gerne weitere Tricks durch die ich das Problem noch besser unter Kontrolle kriegen kann.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Danke für alle Antworten im Voraus

26.10.2010 18:15 • 28.10.2010 #1


18 Antworten ↓


B
Hallo Mr. Froussard,

hmmm, ich glaube, du bist da schon einen Schritt weiter als ich.
Hört sich aber sehr plausibel an.
Ich beachte meine Symptome noch viel zu stark und lasse den Ängsten dann auch noch viel zu viel Raum.
Das mit dem 'drüber lustig machen' muss ich direkt mal ausprobieren.

Und diesen Thread werde ich gespannt weiterverfolgen.
Trifft er meine Problematik doch auf den Punkt.

Sei ganz lieb gegrüßt.

26.10.2010 18:18 • #2


A


Kennt jemand Tricks zur Bekämpfung von "Phantom"-Symptomen?

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M
Danke

Der Trick mit dem 'drüber lustig machen' funktioniert übrigens meistens sehr gut.

Zeitweise habe ich es schon soweit hinkriegen können, dass die Phantom-Symptome zwar noch auftraten, aber dann gleich wieder verschwanden. Fast so als hätten sie Angst davor sich lächerlich zu machen.

Liebe Grüße

26.10.2010 18:31 • #3


P
Hallo,

Ich litt auch eine ganze Weile lang an solchen durch Stress und Anspannung und Angst verursachten Symptomen, und mir half sehr mich immer wieder zu fragen:
Was würde ein ganz normaler Mensch jetzt tun?
Menschen die mit ihren Zimperlein normal umgehen warten nämlich meist erst mal ne Woche bevor sie überhaupt auf die Idee kommen zum Arzt zu gehen
Die beobachten und bewerten auch nicht immer gleich Alles. So hab ich's mit der Zeit dann auch gemacht, und irgendwann war ich sie los.

Liebe Grüße,
Bianca

26.10.2010 18:54 • #4


E
[quote=Pilongo]Hallo,

Hallo, vielleicht kennt ihr Ähnliches. Habe durch Streß, Traurigkeit und meine Ängste totale Verspannungen in der Nacken- und Rückenmuskulatur. Steigere mich da dann völlig rein und denke, ich habe irgendwo in der Wirbelsäule einen Tumor sitzen oder ich bekäme einen Schlaganfall(hatte meine Mutter nämlich in diesem Jahr) oder Herzinfarkt. Rufe öfter auch mal den Notdienst an, weil häufig die Symptome abends auftreten. Bin ganz verzweifelt und weiß mir keinen Rat mehr.

Liebe Grüße,
Engelchen63

26.10.2010 19:06 • #5


B
Ich gehöre ja eher zu den 'Angsthasen', die sich gar nicht trauen zum Arzt zu gehen...
Ich bewundere euch ja immer eher für euren Mut, dass ihr -wenn natürlich auch viel zu oft- zum Arzt geht. Das könnte ich nie im Leben!
Beruhigt euch das dann nicht, dass der Arzt sagt, ihr seid okay?
Oder ist das dann immer nur kurzfristig?

Liebe Grüße und gute Besserung für euch alle!

26.10.2010 19:23 • #6


M
@Pilongo
Ist auf jeden Fall ein guter Trick. Mir hilft er leider weniger, da derartig eigenartige Symptome - wie sie bei mir auftreten - ohnehin bei niemand sonst auftreten würden.

@Engelchen
mach Dir deswegen keine Sorgen. Sobald Du genügend Tricks kennst die Hypochondrie unter Kontrolle zu kriegen, geht das Problem von selbst weg. Deiner Beschreibung nach hast Du zudem definitiv keinen Tumor. In dem Fall wären die Symptome etwas anders. (die tatsächlichen Symptome kenne ich von meiner Großmutter)

@brinisan
In vielen Fällen kann es tatsächlich hilfreich sein, wenn einem der Arzt erklären kann warum die betreffende Krankheit nur eine Hypochondrie sein kann.
Wobei es mir am meisten gebracht hatte mir klar zu machen, dass ich schon dermaßen oft auf die Pseudo-Symptome reingefallen bin, dass es diesmal mit Sicherheit nur wieder eine Hypochondrie sein kann.

26.10.2010 20:51 • #7


B
Auf diese Erkenntnis in mir warte ich leider noch, trotz mehrerer Jahre Panikattacken und Ängste.
Aber ich gebe nicht auf!

26.10.2010 21:45 • #8


Bastian
Irgendwann fängt man an dem Arzt nicht mehr zu vertrauen, aber ja es beruhigt zum Arzt zu gehen

Hat jemand schon mal ein Medikament verschrieben bekoomen wegen diesen Ängsten ?

26.10.2010 23:20 • #9


L
ja ich befinde mich gerade auf der schwelle keine krankheit/keine angst ! klappt nicht so ganz.
habe ja gute blutergebnisse gehabt, bin aber heut morgen mit den gleichen blöden gedanken aufgewacht wie die wochen zuvor.
auch wenn mein blut okay ist könnte es ja sein das.............
da muß ich jetzt durch und da muß ich jetzt echt die negativen gedanken bekämpfen. und dann kommt die psychische krankheit ins spiel.............
ein gesunder mensch sagt blut okay mensch gesund.
wir sagen blut zwar okay ABER !!!
und dieses aber geht mir so auf den sack ! naja morgen habe ich wieder therapie und viel zu erzählen

euch alle liebe grüße lotti

27.10.2010 06:24 • #10


B
Gib dir Zeit, Lotti.
Auch negative Gedanken sind 'Gewohnheitstiere', was du im Kopf lange aufgebaut hast, kannst du nicht von heute auf morgen wieder abbauen.
Ich finde das hört sich alles sooo gut an bei dir, du bist garantiert auf dem richtigen Wege!

Sei ganz lieb gedrückt!

27.10.2010 08:54 • #11


L
danke brinisan,
ja in der theorie bin ich ein meister die umsetzung klappt nicht so wie ich es gerne hätte !
aber du hast recht man muß sich zeit nehmen und zeit geben. es geht nicht alles sofort und gleich.
ich denke ja ich bin auf dem richtigen weg und eigentlich bin ich auch garnicht der mensch der sich zurück lehnt und nix dagegen tut.
jetzt gehts mir auch schon viel besser als heut morgen.
negative gedanken haben wir alle mal nicht wahr ?!
ach ich danke dir für deine netten worte und wünsche dir auch viel kraft, geduld und durchhaltevermögen.
wir schaffen es bestimmt alle der eine früher der andere später aber WIR schaffen das !
lg lotti

27.10.2010 09:44 • #12


B
In der Theorie sind wir hier sicherlich alle Meister.
Wir haben Therapien, lesen Bücher, sind hier im Forum und googlen usw.
Wir wissen ja eigentlich, wo der Knackpunkt liegt.
Die Umsetzung ist aber immernoch schwer, nicht?
Aber du hast Recht, wir schaffen das! Ganz sicher!

Hab einen schönen Tag Lotti!

27.10.2010 09:51 • #13


M
Was negative Gedanken betrifft habe ich die in letzter Zeit immer leichter abbauen können.

Ich mache mir mehr Sorgen darüber, dass mir langsam die nervlichen Ressourcen ausgehen, da ich kaum noch schlafen kann.

Letzte Nacht habe ich ca. 1,5 Stunden geschlafen, war aufgewacht habe dann wieder ca. 1 bis 2 Stunden geschlafen und lag dann den Rest der Nacht wach.

Dabei hatte ich vor jedem Schlafversuch eine Baldrian-Pastille (400mg) eingenommen.

Dann kamen irgendwann die Sorgen es nicht mehr zu schaffen.

27.10.2010 10:49 • #14


S
Oh man, das mit dem ABER::: kenne ich nur zu gut

27.10.2010 10:56 • #15


M
Nicht aufgeben sherly1!

Zudem scheint es Dir doch noch recht gut zu gehen. Deinem Profil zufolge gehst Du noch arbeiten und hast Tiere um die Du Dich noch kümmern kannst.

Ich dagegen liege seit Wochen zuhause rum und grübel darüber wie ich wieder gesund werden kann.

27.10.2010 11:29 • #16


L
ja so hat jeder SEINE eigene geschichte !
die einen arbeiten viel und haben ängste, die anderen sitzen nur zuhause rum und haben ängste, wieder ein anderer hat eigentlich alles was er braucht um glücklich zu sein und doch leidet er an ängsten.
es kann JEDEN treffen, leider ! mir sagen sie immer alle ich soll mich ablenken, arbeit suchen oder ein hobby. tja ob das meine ängste auslöscht ? glaube ich nicht !?
ich habe mal gelesen das man die angst lernen muß auszuhalten, nur dan hat man ne chance dem körper zu zeigen das die ängste unbegründet sind.
angst zu haben ist ja was normales.
mich abzulenken dagegen wenn ich gerade angst habe ? mh weiß nicht ob das der schlüssel sein soll ?!
ich hatte ja mal ein riesen problem beim auto fahren und da hat auch nur geholfen : immer wieder hinters steuer !!!
aber wie macht man das bei krankheiten ? kann mich ja nicht bewusst anstecken lassen nur damit ich merke das ich z.b. an einem durchfall nicht sterben werde !
bei dieser art der angst kann man keine konfrontation machen, aber wie dann ?? einfach die angst aushalten ?

27.10.2010 14:25 • #17

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S
Tja das ist eine gute frage Lottikarotti,

ic habe es so verstanden mit dem aushalten das wenn die Angst kommt,egal wo du gerade bist, sie sozusagen zu begrüßen und mit ihr alles ganz normal weiter machen. Nicht davon laufen und abbrubt etwas anderes machen, sich quasi ablenken.
Dann merkt man das garnichtspassiert und die Angst wird weniger. Oder wie mein Therapeut immer sagt das ich zu ende denken soll(wovor ich gerade Angst habe). Dann wird die Angst zwar für einen kurzen mom stärker aber sie verschwindet auch wieder schneller..
Klappt ganz gut in der Therapie selber, alleine geht es noch nicht sogut... Aber ich versuche zu lernen

Ja Mr.Froussard, du hast recht, eigentlich geht es mir gut oder viel mehr sollte es mir gut gehen. ABER... und da ist es wieder habe ich meine Ängste nicht unter kontrolle leider

27.10.2010 14:39 • #18


M
Wenn es in der Therapie klappt ist es doch schon mal ein guter Anfang. Dann wird es Dir früher oder später auch gelingen es im realen Leben umzusetzen.

28.10.2010 09:52 • #19


A


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