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Hey, ich bin auf der Suche nach Gleichgesinnten
Ich bin noch sehr jung (17) und trotzdem mache ich mir seit einiger Zeit wieder Durchgängig Sorgen um meine Gesundheit. Ich habe eine generalisierte Angststörung, schon mein ganzes Leben lang; jedoch äußert diese sich nur phasenweise, ca alle 2 Jahre für ein paar Wochen bis Monate. Normalerweise litt ich in der Phase immer unter Herzangst bzw. der Angst zu ersticken. Es find dieses Mal an mit der Angst vor einem Hirntumor, da ich oft Kopfschmerzen hab. Ich habe Probleme mit der HWS bzw dem Rücken allgemein, deshalb ist es gut möglich dass es daher kam/kommt. Ich komme alleine klar, kann mich mit Freunden treffen, zum Sport gehen, einkaufen gehen etc. Aber besonders wenn ich alleine bin fang ich einfach an zu weinen, es scheint alles aussichtslos und ich bin mir sicher dass ich wirklich krank bin. Ich kann mich nichtmal entscheiden was ich sagen würde, wenn ich zum Arzt/ins KH gehen würde. Irgendwie hab ich alles, irgendwie hab ich eigentlich aber auch nichts. Wenn das Sinn macht. Die Symptome reichen von Sehstörung, über Brustschmerzen, Kopfschmerzen, einem Kloß im Hals, Übelkeit und so weiter. Meine liebe Hausärztin versucht auch mich immer zu beruhigen, genauso wie meine Eltern und mein wunderbarer Freund. Ich hab einfach Angst, dass ich bald nicht mehr bei ihnen bin, ich bin eigentlich ein sehr glücklicher, präsenter Mensch aber immoment möchte ich nur weinen und zum Arzt gehen im Wechsel. Ich bin schon in Therapie, aber dort ist gerade Sommerpause für 10 Tage und jetzt verzweifle ich. Danke wenn das jemand durchliest, ih freue mich sehr über Tips, beruhigende Worte und Gleichgesinnte!

30.07.2020 13:51 • 30.07.2020 #1


2 Antworten ↓


Hallo,

Ich bin ganz neu hier, aber bin über deinen Beitrag gestolpert und kann mich gut damit identifizieren. Helfen kann ich dir nicht, da es mir selber schlecht geht, aber vielleicht kann ich dir wenigstens das Gefühl geben nicht allein damit zu sein!
Ich hatte vor einigen Jahren eine generalisierte Angststörung mit schlimmen Panikattacken. Die Therapie hat damals gut angeschlagen und nachdem ich mein Leben komplett umgekrempelt habt, ging es mir blendend. Bis jetzt... seit einiger Zeit habe ich schon gemerkt, dass ich mir ständig Sorgen über meine Gesundheit mache. Jedes kleine Ziehen interpretiere ich als Todesurteil fehl.
Ich habe viel an mir gearbeitet und es ging mir dann besser. Bis vor ca 4 Wochen. Dort wurde alles von einem auf den anderen Tag anders. Seitdem leide ich an Schwindel, Benommenheit und Derealisation. Ein Zustand, den ich kaum aushalten kann. Natürlich war ich beim Arzt, das Gefühl, dass er mich ernst nimmt, habe ich nicht. Er hat mich direkt in die Psychoecke gestellt. Ich habe das große Problem, dass ich gerne zum Arzt gehen möchte und der soll mich am liebsten komplett auf den Kopf stellen und was körperliches ausschließen. Natürlich tut das aber kein Arzt. Nächste Woche habe ich meinen ersten Termin bei meiner Psychologin.
Ich kann dich so gut verstehen. Das Leben ist so anstrengend mit der dauernden Angst und Panik. Wie oft sage ich mir selbst: jetzt reiss dich mal zusammen! Ich habe zusätzlich furchtbare Zukunftsangst. Ich habe einen tollen Job und habe Angst ihn zu verlieren durch die Erkrankung. Ich habe einen tollen Partner, wir wollen eigentlich eine Familie gründen, aber ich habe Angst auch ihn zu verlieren, samt Haus und Hund! Es ist zum verzweifeln!

30.07.2020 14:20 • x 1 #2


Vielen Dank für deine schnelle und so ausführliche Antwort! Es ist wirklich zum verzweifeln und ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Psychologin und freue mich, wenn sich noch mehr Leute melden, damit wir uns weniger alleine fühlen!

30.07.2020 14:30 • #3




Dr. Matthias Nagel