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Hallo ihr Lieben,

Ich möchte gerne einiges loswerden, weil ich denke langsam das ich verrückt werde.
Zunächst einmal. Ich bin weiblich 24 Jahre alt und von der Statur normal bis ein klein wenig moppelig. Und seit circa 2 Monaten geht es mir von Tag zu Tag schlechter. Ich fange mal vorne an.

Alles fing an, damit das ich von Zuhause weg auf eine Insel gezogen bin. Von Anfang an hat mich schlimmes Heimweh geplagt und mich doch sehr belastet. Das ist jetzt ein halbes Jahr her und ich vermisse meinen Freund so so sehr, dass ich gekündigt habe und demnächst wieder umziehe..

Aber jetzt zu meinen Beschwerden. Für einen Teil der Beschwerden, habe ich mittlerweile tatsächlich eine Diagnose, was mich natürlich aufatmen lässt.
Seit Monaten habe ich diffuse Beschwerden von Tinitus, tauben Gesichtsteilen bis vibrierenden Kopf über stechenden Schmerz in der Leiste, tauben Arm etc. -gruselig was. Diese Beschwerden haben mich sehr sehr viele Nerven gekostet,weil sie immer mit sehr viel Panik meinerseits einhergingen. Allgemein reagiere ich auf Angst und Stress mit schlimmen Magenschmerzen/brennen. Als Diagnose für die oben genannten Beschwerden habe ich eine CMD bekommen. Eine craniomanibuläre Dysfunktion des Kiefergelenks. Mag das jetzt hier nicht weiter ausführen, für den der mag gerne einfach mal in Internet nachschauen. Das ist alles total schlüssig und es ist klar, dass mein Körper deshalb total aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Ursachenbehebung wird dauern und ist ein Prozess, aber zumindest habe ich jetzt nicht mehr jedes mal eine schlimme Panikattacken wenn mein Arm taub wird o.ä.

Mein aktuelles (bzw schon öfter und immer wieder auftretendes Problem) ist mein Magen. Ich habe im Verdacht am Roehmheld Syndrom zu leiden,da ich einen immer sehr gereizten Magen habe, auf Stress und Panik mit Durchfällen reagiere und ich oft aufstoßen muss..Dabei habe ich oft das Gefühl keine Luft zu bekommen & mein Herz stolpert.
Gerade aktuell bin ich heute auf die Insel zurück gefahren. Und was soll ich sagen. Auf der Fähre fing mein Magen an zu brennen wie Feuer. Mein Magen/Oberbauchbereich wird dann auch richtig heiß. Was mir jetzt total Panik macht. Ich habe an und an (erstmalig) so ein zucken/vibrieren oben links an Oberbauch. Ich schiebe total Panik weil ich denke evtl. habe ich ein Aneurysma. Ich weiß gar nicht wann ich angefangen habe so in meinem Körper reinzuhorchen. Das fing an, als es mit den CMD Beschwerden heftigerwurde. Ich bin übrigens auch Krankenschwester, was die Sache nicht besser macht. Ich denke natürlich es hat viel mit der Psyche zu tun. Vor allem bin ich hier auf einer Insel und ich bin nicht wirklich überzeugt von der ärztlichen Versorgung. Bereits zwei mal habe ich aus einer Panikattacke mit krassen Magen/Herzbeschwerdwn den Notdienst aufgesucht. Dort wurde ich total abgestempelt.Seit dem hab ich auf der Insel eine allgemeine Unruhe,weil ich weiß das ich in einem Notfall hier nicht die Hilfe bekommen würde wie am Festland..Seit dem höre ich total in mich hinein, um ja auch etwas schlimmes festzustellen bevor es passiert, damit die Leute handeln können.

Ich mache mich total verrückt und bin mittlerweile ein psychisches Wrack. Und das obwohl es mir bis vor einem Jahr noch super ging. Und hin zu kommt die nicht aufhörende Panik das jetzt gerade das vibrieren in meinem Oberbauch etwas schlimmes ist.

Nur zur Info nebenbei:EKG letztens war gut. Mein Blutdruck steigt immer stark an in Paniksiuationen (200/100) ist hinterher wieder gut..Allgemein ist aber in Stresssituationen und z.b in letzter Zeit hier auf der Insel mein Blutdruck immer erhöht (135/86-90) Während meines Aufenthaltes zuhause am Festland zwei Wochen, hat sich mein Blutdruck wieder total normalisiert (110-120/69-80)

Ich bin einfach JETZT gerade und allgemein ein totales Wrack..Ich habe große Angst und das Gefühl bald durch zu drehen.

Hilfe.

09.09.2018 22:07 • 10.09.2018 #1


5 Antworten ↓


Rastaman
Ich habs auch mit dem Magen zu tun. Bei mir ist es eher mit Säurereflux, obwohl noch nie eine Enzündung in der Speiseröhre entdeckt worden ist. Momentan habe ich auch starke Schmerzen nach dem Essen. Der Magen kann wohl ein Sensibelchen sein und wirklich brutale Schmerzen verursachen. Dabei sagen die Beschwerden oft nicht über den wahren Zustand Bescheid. Manchen gehts einfach blendend mit dem Säurebeutel und sind plötzlich totkrank damit.

Wenn es Dir abseits der Insel besser geht, wird wohl ein grosser Anteil der Beschwerdelast vom Kopf kommen. Wenn Du aber sicher gehen willst, lass Dir doch mal den Magen spiegeln. Sicherlich kommt dabei nichts raus oder vielleicht eine leichte Entzündung oder Reizung.
Ich verstehe aber Deine Ängste, das kann einen wirklich kaputt machen und die Symptome werden immer stärker.

Warum bist Du überhaupt auf die Insel rauf?

10.09.2018 00:38 • #2



Ich drehe langsam durch Magenprobleme und mehr

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kopfloseshuhn
Zitat von panikmacherin94:
Bereits zwei mal habe ich aus einer Panikattacke mit krassen Magen/Herzbeschwerdwn den Notdienst aufgesucht. Dort wurde ich total abgestempelt.Seit dem hab ich auf der Insel eine allgemeine Unruhe,weil ich weiß das ich in einem Notfall hier nicht die Hilfe bekommen würde wie am Festland..Seit dem höre ich total in mich hinein, um ja auch etwas schlimmes festzustellen bevor es passiert, damit die Leute handeln können.

Hallo. Ich möchte gerne hierzu etwas sagen....
Im Grunde hattendie Ärzte ja aber doch Recht. Was heißt schon abgestempelt?
Du warst da, wegen psychosomatischer Beschwerden und Panikattacken. UNd eben NICHT wegen einem Herzinfarkt.
Ich würde mal annehmen, dass bei einer ernsten Erkrankung auch ernst gehandelt wird.
Ntürlich ist es tragisch, wenn die Ärzte einen nicht so ganz ernst nehmen, wenn sie unfreundlich werden oder sonst etwas, nur weil man Panikattacken hat.
Aber letztendlich würde ich wirklich wirklich vermuten, dass man so genausogut auf dem ,,festland,, so behandelt wird, wenn man mit psychosomatischen Beschwerden auftaucht.

Letzenendes machst du dich selbst verrückt ja. Aber du kannst auch anders. Anders denken.
Derzeit glaubst du noch, wenn nur genug Krankenhäuser da wären, wenn ich nur auf den Festland wäre, wenn ich nur bei meinem Freund wäre...dann wäre alles wieder gut. Und das ist ein Fehlschluss.
Am Ende läuft das auf Vermeidung hinaus. Nur weg weg weg von da, wo man glaubt in Gefahr zu sein. Und dein Gedanke von Gefahr auf der Insel macht einen Großteil deiner Probleme aus.
Und du wirst dieser Angsterkrankung nicht davon laufen können.
Daher empfehle ich dir dringend, dir einen Therapeuten zu suchen.

Grüße

10.09.2018 07:30 • #3


Rastaman
Ja, "nur" psychosomatisch und "nur" Panikattacke. Dass es sich doch um stark beeinträchtigende Erkrankungen handelt, daran denken viele Ärzte nicht.
Dass das auch mal richtig gefährlich werden kann, zeigt das berühmte Beispiel eines extremen Nocebo-Effekts: Ein junger Mann nahm an einer Studie zu Antidepressiva teil. Da er sich mit den Tabletten umbringen wollte, nahm er eine gehörige Menge davon. Was folgte, waren Vergiftungsanzeichen und ein extrem Schwacher Blutdruck. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Dort waren die Ärzte von der Ernsthaftigkeit der Sache überzeugt und dachten schon, der Patient würde versterben. Nachdem aber klar wurde, dass er ein Placebo bekam, also nur Zuckertabletten, und er davon erfuhr, ging es ihm plötlich wieder ganz gut.
Das ist natürlich ein Extrembeispiel, aber man sollte die Kraft der Psyche auf dem Körper nicht unterschätzen.

10.09.2018 10:27 • #4


kopfloseshuhn
Korrekt. Und deswegen sage ich: Mach dich nicht mehr verrückt als nötig.
Das Beispiel ist eben auch ein klassisches Beispiel dafür, wie sehr man mit seinen Gedanken Einfluss hat auf den Körper.
UNd daran haben wir selbst einen großen Einfluss.
Der Mann in dem beispiel war absolut davon überzeugt eine tödliche Dosis von was-auch-immer genommen zu haben. Und entsprechend ging es seinem Körper.
Und je mehr man sich in Schmerzen und andere Symptome hereinsteigert, umso heftiger werden auch diese.
Selbstverständlich steht allen voran eine Untersuchung und Diagnostik. Denn ohne die, kann man natürlich nicht davon ausgehen, dass es ,,nur,, psychosomatisch ist.
UNd ich bin mit ziemlich sicher, dass selbst die letzten Deppen einer Notaufnahme zumindest ein EKG hinbekommen und es auch machen, wenn der Hinweis da ist auf eine Herzerkrankung zum Beispiel.
Wenn das EKG aber in Ordnung ist, ja was dann?
Dann kann man natürlich noch alle anderen Kardiologischen Untersuchungen machen. Ambulant versteht sich.

UNd am Ende?
Am Ende steht, dass man sich selbst verrückt macht. MIT SEINEN GEDANKEN!
Oh gott, jetzt bin ich wieder auf der Insel, oh gott mir gehts so schlecht, oh gott ichmuss sterben.
Bei solchen Gedanken, wie soll der Körper denn auch anders reagieren?

Ich kenne das selbst zur Genüge. Ich habe 10 Jahre auf Atemprobleme verschwende, dieichnicht habe. Alles Panik. Wollte ich abernicht glauben. Vermutete Asthma und und und und....immer Panik, immer erstickungsangst.
Bis ich endlich die Erklärung fand. Meine Angst selbst, die verspannungen, der Kiefer, der Klos im Hals. Alles hängt zusammen.
Ich habe 10 Jahre mit dauerhafter Panik verbracht und vergeudet und durchdieses HIneinsteigern ständig in Todesangst gelebt.

Ich sag nicht NUR Angstund Panik ich kenne es doch selbst.
Das ist keine Abwertung. Nur die Erfahrung nach etlichenJahren. Und was es bringt, seine Gedanken zu verändern.
Ich bin die letzten 10 Jahre nicht daran gestorben. Und wenn das Gefühl und die Panik wiederkmmt, bekomme ich sie HEUTE in den Griff. MIT MEINEN GEDANKEN

10.09.2018 10:49 • x 1 #5


Rastaman
Du hast es quasi geschafft. Ich steh da noch am Anfang. Ich komme aus der Angst-->Symptomverstärkung-Spirale noch nicht raus.

10.09.2018 15:35 • #6




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