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204

P

psycho-idiot
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Hallo. Schwedische Studie 2023. hypochonder leben 5 Jahre kürzer. Gründe sind ständiger Stress u dadurch geschwächtes Immunsystem.Wie damit umgehen ?

18.02.2025 x 1 #1


165 Antworten ↓
C

Cbrastreifen
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Zitat von Hypochonder-Man:
Die Vermutung, durch Lesen der Nachrichten oder auch durch Lesen solcher Studien vielleicht "vorbereitet" oder besser informiert zu sein, ist eine totale Illusion - Zwang nach Kontrolle übrigens (kennen wir Hypochonder ja sehr gut - den Zwang, die Kontrolle über seinen Körper/sein Leben haben zu wollen).

Du kannst Deine eigenen Schlüsse ziehen. Besser als die Bundesregierungen der Verganagheit zu sein, ist keine große Kunst und bei Spekulationen über einen evtl. Kriegsverlauf, bieten sich durchaus verschiedene Optionen an, die man abklopfen kann.

Auch Hypochonder sind durchaus nicht dulle, wie wir ja auch hier wieder lesen. Man muss schon ein paar Hintergründe kennen, um sich kompetent Sorgen machen zu können und sich hartnäckig nicht beruhigen zu lassen. Da man hinter Wissen, was man hat in der Regel nicht zurück kann, hilft da oft nur die Flucht nach vorne, um sich noch besser auszukennen.

Mir hat das mehr oder weniger zufällige Eintauchen in dei medizinische Praxis geholfen, meine Hypochondrie zu verlieren. Mein Spezialgebiet war zwar über Jahre eine ausgeprägte Herzangst, aber ansonsten hatte ich auch Krebsarten und was man eben so aufschnappt im Programm.
Im medizinischen Alltag gewinnt man zwar natürlich auf theoretisches Wissen, besonders in meiner Position (Springer in der Pflege eines Krankenhauskomplexes, jedes mal ein anderer Fachbereich) sieht man aber allerlei Krankheitsverläufe. Was mir halt war, dass ich das Ende von Vorsorge und Hochrechnungen immer wieder mal erlebte und Menschen sterben sah, die noch gar keine Zeit hatten, viel falsch zu machen.
Da zerschellten dann bei mir die Kontrollphantasien, der Schuss hätte vielleicht auch nach hinten losgehen können, ist er aber nicht, ich konnte mich entspannen.

28.11.2024 09:16 • x 3 #130


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Hypochonder sterben 5 Jahre früher

x 3


H

Hypochonder-Man
Gast

Zitat von Häkelini:
ist es immer eine Frage, was mache ich nun mit der Info? Und in dem Fall der Studie wird das bloße Wissen wohl erstmal nichts nützen in dem Sinne. Außer dass es mich vielleicht noch mehr runter zieht und oder lähmt, weil es genau an meine Ängste andockt.

Völlig richtig.
Für die meisten hier werden solche Studien absolut keinen positiven Nutzen haben. Wie auch? Die Studie ist eine Feststellung, an der man nichts ändern kann. Das ist so, wie wenn man in der Zeitung liest, dass das Wetter mit hoher Wahrscheinlichkeit nächste Woche durchgehend schlecht wird. Ich kann mich darüber aufregen, traurig sein etc oder ich kann es akzeptieren und abschütteln. Mit den Ängsten über den Krieg in der Ukraine drüben im anderen Faden ist es ja ähnlich. Was bringen einem Infos über den Kriegsverlauf oder neue Nachrichten darüber? Sie bringen einem nichts, nur noch mehr Kopfzerbrechen und weitere Ängste. Die Vermutung, durch Lesen der Nachrichten oder auch durch Lesen solcher Studien vielleicht "vorbereitet" oder besser informiert zu sein, ist eine totale Illusion - Zwang nach Kontrolle übrigens (kennen wir Hypochonder ja sehr gut - den Zwang, die Kontrolle über seinen Körper/sein Leben haben zu wollen).

Ok - ich überlege gerade - man könnte sich durch die Studie vielleicht (!) angespornt fühlen, noch mehr zu tun, um von seiner Hypochondrie geheilt zu werden (damit man also sozusagen nicht in diese Statistik fällt), aber das ist glaube ich eher unrealistisch in der Praxis. Eher wird man wie du sagst getriggert werden wie durch das Googeln von Symptomen.
Vielleicht könnte man es wie bei meinen Überlegungen oben nutzen als Training für das AUSHALTEN, sich also bewusst darauf einlassen und verinnerlichen, dass man nichts an der Sache ändern kann und diese Zukunftsangst durch sich hindurch lässt. Ich stelle mir das ein bisschen so vor wie bei den Panikattacken, die viele von uns ja kennen. In Bezug auf diese lernt man ja auch oft, dass man diese bewusst zulassen/aushalten soll, also durch die Angst hindurch, anstatt dagegen anzukämpfen oder sich abzulenken. Mir fiel das übrigens auch ewig lange schwer. So langsam wird es aber.
Trotzdem ist das alles nicht einfach.

Zitat von Häkelini:
Aber natürlich ist dort auch jeder individuell.

Absolut. Daher gibt es nicht den Pauschalweg für jeden und auch nicht die ideale Therapie für jeden. Es ist eben leider vieles Trial&Error. Das mag frustrierend sein, weil es jahrelang dauern kann, bis man Dinge oder Wege findet, die einem dann überhaupt einmal langsam helfen oder wo ein zumindest kleines Aha-Erlebnis kommt. Insgesamt ist alles aber schon ein sehr steiniger Weg, bei dem man viel aushalten muss 🙁 .

27.11.2024 13:19 • x 3 #128


Zum Beitrag im Thema ↓


H
Zitat von psycho-idiot:
Wie damit umgehen ?

Akzeptieren, dass das sein kann, aber für keinen von uns sicher ist.
So wie es auch sein kann, dass man durch nicht-ideale Ernährung wohl eher stirbt oder wenn man nicht genug Sport macht usw.

Jeder von uns ist anders. Auch wir Hypochonder sind nicht alle gleich. Jeder hat seine Erkrankung früher oder später im Leben bekommen. Jeder geht anders damit um oder schafft es mehr oder weniger, dem üblichen Stress mit Entspannungsübungen etc entgegenzuwirken.

#2


W
@psycho-idiot andere sagen Hypochonder leben länger weil sie früher zum Arzt gehen.
Gibt immer zwei Seiten der Medaille, wie bei allem anderen auch. Fraglich ist, von welcher Seite man es betrachten will.

x 5 #3


sun7
@psycho-idiot
hi, ich kenne mich damit nicht so gut aus. deshalb meine frage:
ist man auch ein hypochonder, wenn die schmerzen durch depressionen oder angstzustände kommen?
oder gehört das nicht dazu?

denn ich glaube, dass manche meiner schmerzen doch meiner psyche entspringen. die scham ist auf jeden fall groß!

#4


Lerchen
@psycho-idiot

Da wäre ich hier mit solchen Aussagen bitte vorsichtig. Es könnte viele User mit Hypochondrie triggern. Warum hast du es denn jetzt hier in das Forum reingesetzt? Um auf was genau aufmerksam zu machen? Oder nur um unnötige Ängste auszulösen?

x 2 #5


Sonnenzauber
@psycho-idiot Hypochonder sterben überhaupt nicht sie sind nämlich unsterblich. Weil sie sich den ganzen Tag um ihre Gesundheit sorgen 😂

x 1 #6


Schlaflose
Zitat von sun7:
ist man auch ein hypochonder, wenn die schmerzen durch depressionen oder angstzustände kommen?
oder gehört das nicht dazu?

Nein. Hypochonder denken, dass ihre Symptome von einer körperlichen Erkrankung kommen müssen und wollen nicht wahrhaben, dass es von der Psyche kommt.
I

x 1 #7


Sonnenzauber
@Schlaflose ja eine sehr anstrengende Krankheit vor allem für alle Ärzte zu denen sie rennen. Notaufnahmen, Krankenhäuser. Komisch dass Therapie da so wenig hilft. Zum Glück bin ich kein Hypochonder bei den Symptomen die ich jeden Tag habe.

#8


sun7
@Schlaflose
das wollte ich eigentlich schreiben bzw. das meinte ich. danke!

#9


H
Zitat von sun7:
hi, ich kenne mich damit nicht so gut aus. deshalb meine frage:
ist man auch ein hypochonder, wenn die schmerzen durch depressionen oder angstzustände kommen?
oder gehört das nicht dazu?

Die Frage/Überlegungen sind eigentlich irrelevant.
Ich kenne die Studie nicht, aber ich vermute, dass die Kernerkenntnis sein dürfte, dass Hypochonder verständlicherweise vermehrt Stress-Hormone ausschütten. Dass diese langfristig nicht so gut für die Gesundheit sind, ist keine neue Erkenntnis. Diese überhöhte Stress-Hormon-Belastung haben aber so gut wie alle Betroffenen mit Angststörungen und auch viele "normale" Leute haben das nicht selten durch zu viel Stress im Job und Alltag.
Ich bin bei solchen Erkenntnissen immer sehr skeptisch und sehe es eher lässig/locker, denn wie gesagt: Dass STRESS der Gesundheit schadet, ist nun wirklich keine neue Erkenntnis. Ebenso ist anders herum nicht neu, dass zu viel Schonung und das komplette Vermeiden von jeglicher Art von Stress auch gesundheitsschädigend ist und sehr wahrscheinlich die Lebenserwartung verkürzt. Daher würde es nicht nicht wundern, wenn man per anderer "Studie" zur Erkenntnis kommt, dass auch Depressionen die Lebenserwartung verkürzen, weil die Betroffenen überdurchschnittlich wenig Bewegung und wenig soziale Kontakte haben.
Insgesamt ist das alles sehr weitläufig und das sogar über unsere Probleme hier hinaus bzw. eben auch in der "normalen" Bevölkerung verankert.
Die Balance zwischen Stress und Schonung muss eben einigermaßen passen im Leben, egal ob mit oder ohne psychische Erkrankung. Daran können wir arbeiten, aber zaubern können wir nicht und was wir nicht ändern können, ist eben so und sollte akzeptiert werden.

Also bitte nicht verrückt machen und Panik schieben wegen so einer "Studie".

@Lerchen hat eigentlich völlig Recht, dass es sicherlich bedenklich ist, so einen möglichen Trigger hier zu posten, denn wie immer werden einige hier in negativer Hinsicht darauf anspringen. Andererseits müssen wir auch lernen, mit solchen Triggern umzugehen bzw. es lernen, denn ein ständiges Ausweichen im Leben und auch Online ist eben nicht möglich. Außerdem ist es eine falsche Vermeidungstaktik.

x 3 #10


Cornelie
Zitat von psycho-idiot:
Hallo. Schwedische Studie 2023. hypochonder leben 5 Jahre kürzer. Gründe sind ständiger Stress u dadurch geschwächtes Immunsystem.Wie damit ...

Danke für den Hinweis

#11


Cornelie
Zitat von Sonnenzauber:
@Schlaflose ja eine sehr anstrengende Krankheit vor allem für alle Ärzte zu denen sie rennen. Notaufnahmen, Krankenhäuser. Komisch dass Therapie ...

Und dann gibt es noch die hypochonder die sich aus Angst nicht zum Arzt trauen.

x 2 #12


Sonnenzauber
@Cornelie echt die gibt’s auch macht doch gar keinen Sinn. Kenne keinen Hypochonder der nicht zum Arzt rennt wegen jedem schei.. Man kann Angst vor Ärzten haben wegen traumatischen Erfahrungen aber das hat ja nichts mit Hypochondrie zu tun das ist eher die Generalisierte Angst Störung das wird unterschieden im ICD Schlüssel.

#13


Cornelie
Zitat von Sonnenzauber:
@Cornelie echt die gibt’s auch macht doch gar keinen Sinn. Kenne keinen Hypochonder der nicht zum Arzt rennt wegen jedem schei.. Man kann Angst vor ...

Ich z. B

x 3 #14


Sonnenzauber
@Cornelie dann hast du aber eher Angst vor Ärzten die Frage warum?

#15


Sonja77
Bei uns in Italien sagt man das Hypochonder 100 Jahre alt werden…..

Und eine solche Studie in ein Angst Forum zu setzen was voller Hypochonder ist finde ich persönlich nicht in Ordnung
Denn so haben diese User noch mehr Angst als sie sowieso schon haben

x 7 #16


Lerchen
Nun hier noch ein Hypochonder, der eher Arztbesuche meidet. So selten ist es nicht. Und nein, das ist keine Angst vor Ärzten, geht eher in die Vermeidungstaktik.

x 4 #17

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H
Zitat von Sonnenzauber:
Kenne keinen Hypochonder der nicht zum Arzt rennt wegen jedem schei..

Doch, die gibt es. Ich kenne einige und ich war selbst einige Jahre in dieser, "anderen" Phase. Es ist eine Vermeidungstaktik bzw. Fluchtverhalten nach dem Motto "Wenn ich nicht zum Arzt gehe, dann kann der nichts finden". Hypochonder ersparen sich damit die Angst vor dem Besuch oder dem Warten auf das Ergebnis. Das ist dann oft eher die Phase nach jahrelangen Arztbesuchen. Dann rutschen einige ins Gegenteil und wollen gar nicht mehr zum Arzt und akzeptieren am Ende sogar, dass Krankheiten übersehen werden durch die normalen Checks.

Wie immer: Die "goldene Mitte" wäre das Mittel der Wahl.
Nicht zu viel zum Doc, aber auch nicht gar nicht mehr zum Doc - so, wie es eben vernünftige, psychisch-nicht erkrankte Menschen tun. Diese Balance zu treffen ist aber genau das Problem von Hypochondern.

x 3 #18


Cornelie
Zitat von Sonnenzauber:
@Cornelie dann hast du aber eher Angst vor Ärzten die Frage warum?

Ich habe hypochondrie. Keine Krankheit die ich nicht schon hatte, oder noch bekomme.
Angs.t vor den Krankheiten. Bei Untersuchungen vor dem Ergebnis ....
Hypochonder & Ängstler die Mischung ist perfekt. Übringens laut meiner Ärzte nicht selten.

Dazu kommt das diese Menschen da relativ selten drüber reden.
Sie bekommen immer die gleiche Antwort....gehe doch mal zum Arzt 🙈

x 3 #19


Sonnenzauber
Naja wenn man nix hat muss man auch nicht zum Arzt so einfach ist das. Halt die regelmäßigen Kontrollen im Jahr wie Zahnarzt, Frauenarzt, Augenarzt. Denke mal der normal gesunde Mensch kommt mit 5-6 Arzt Terminen pro Jahr aus.

#20


A


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