@mattes
genial ! Ich finds einfach nur toll, was du schreibst!
@torti
ich kann sehr sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. ich habe ähnliches erlebt, nur leider ist meine mutter nicht mehr da. sie hat symptome an ihrem körper ignoriert und ist viel zu spät zum arzt gegangen. lymphdrüsenkrebs. er war schon so weit fortgeschritten, dass es keine chance mehr gab. uns kindern hat sie immer gesagt, sie stirbt nicht (wir waren damals noch klein!). sie wird das überleben. sie hat es mir versprochen.
und dann? ist sie gestorben ! .... da ich keinen vater hatte, war meine mutter für mich alles. wie für jedes andere kind auch.
zum thema schwindel... meine erste panikattacke hatte ich mit gerade mal 11 jahren. begonnen hat sie mit schwindel. mit wirklich krassem schwindel. und die angst einfach tot um zu fallen. meine mutter war damals schon 1 jahr erkrankt.
meine erklärung dafür? meine mutter hat mich "angeschwindelt" und im grunde hab ich es gewusst... es stimmte etwas nicht. sie würde sterben (deshalb die angst tot um zu fallen). Kinder sind so sensible kleine wesen, die so gut wie alles mitbekommen und alles spüren. sie sind noch nicht so kontrolliert und abgestumpft wie erwachsene. vielleicht auch ein grund, weshalb ich heute mit kindern arbeite.
versuche deine symptome zu ergründen. was will dir dein körper damit sagen? was sind die hintergründe?
ich hatte JAHRELANG ständig angst. nur schwindel, nur panik, ich war mir ganz sicher, ich sterbe an krebs und habe keine chance. ich bin wegen JEDER kleinigkeit zum arzt gerannt. wirklich wegen jedem schei.. ich habe gedacht, ich könnte dem ganzen niemals entkommen und ich habe das selbe schicksal wie meine mutter.
noch heute habe ich extrem damit zu kämpfen, es anders zu sehen. zu wissen, ich bin nicht meine mutter. und ich habe nicht ihr schicksal. ich habe ein eigenes. auch mir passiert es, dass ich von jetzt auf nun denke, mein körper ist voller tumore und ich habe keine chance mehr, egal was ich tu. (siehe mein thread letztens zum thema geschwollener lympfknoten, der übrigens immer noch leicht geschwollen ist, aber ich habe der ärztin vertraut und gewartet... nun gehe ich zum ultraschall, weil sie es mir empfohlen hat... aber nicht aus panik, sondern aus vernunft!)
aber weisst du.... dann nehme ich mein inneres kind in den arm, was verängstigt in mir brüllt und sage ihm, dass ich da bin. und nichts passiert, weil ich auf die kleine dani in mir aufpasse.
das mag etwas strange klingen, aber so ist eben mein weg.
ich werde immer das kleine, verängstigte, schreiende kind in mir innewohnen haben. aber ICH, die große dani, kann es schützen und ihm helfen, seine angst zu verlieren.
harter weg. viel arbeit. aber machbar.
