Zitat von mcadam:@Icefalki - ich habe Therapien hinter mir, Medikamente in mir, viele gute Phasen aber auch alle Jahre wieder diese Angst... wie komme ich da dauerhaft raus? Oder klappt das erst mit dem Ableben?
Vielleicht hilft, wenn man seine Angst besser versteht. Hast du dir schon darüber Gedanken gemacht, warum du Angst hast?
Meine Angst war, dass ich nicht genüge. Das wurde mir in der Kindheit vermittelt. Wer dieses Selbstbild von sich hat, wird alles tun, damit das nicht auffällt. Und richtig bewusst sind einem die wahren Hintergründe natürlich auch nicht. Egal, was nun dahintersteht, WENN man seine wirklichen Ängste kennt, dann kann man daran arbeiten.
Ein Beispiel von mir. Als ich habe erkannt, dass dieses Nicht genügen, dieses "alle müssen mich mögen", meine Unfähigkeit, mich sachlich gegen Unstimmigekeiten zu wehren, und und und.....
der echte Grund für meine Panik waren. Reine Hilflosigkeit dem Leben gegenüber, immer mit dem Damoklesschweet im Nacken, es könnte ja.
Und natürlich verstellt man sich, sagt ja, wenn Nein das Richtige wäre, meint, mit Eifer und Erfolg diese innere Angst zu kaschieren.
Als ich das begriffen habe, natürlich unter Medis, würde es besser. Ich habe viel verändert, allerdings bleibt eine Stressintoleranz zurück. Wenn es dann zuviel wird, reagiere ich auch wieder mit Problemen.
Aber auch das habe ich akzeptiert. Hilft ja alles nichts, meine Macke gehört zu mir. Allerdings bringt mir meine Macke auch eine wahnsinnige emotionale Intelligenz. Oder war die immer schon sehr ausgeprägt, und der Schutzmechanismus dagegen nicht.
Man kann durchaus relativ gut damit leben, wenn man dieses Warum begriffen hat.