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Ich habe seit einem Monat fast durchgehend einen mittelstarken Druck auf meinem rechten Ohr. Der HNO-Arzt hat alles (Hörtest, Druckausgleich, Innenohrzellen, etc.) durchgecheckt und meinte, meine Hörleistung sei einwandfrei (für mein Alter, 40). Möglicherweise sei der Druck nervlich bedingt.

Das käme sogar sehr gut hin: Seit Monaten habe ich Stress wegen meiner Wohnung, auf Grund von Baulärm konnte ich nicht mehr wie üblich zu Hause arbeiten, sondern musste auf andere Orte ausweichen. Und weil die Baustelle bis Ende des Jahres andauern soll, habe ich mich entschlossen, umzuziehen. Dass in dem Zusammenhang mein Körper Stress-/Angstsymptome entwickelt, wundert mich also gar nicht. Mich plagen aktuell starke Zukunftsängste, und wegen des Ohrdrucks hat sich meine Angst in den zurück liegenden Wochen extrem "verselbstständigt". Ich habe mittlerweile große Schwierigkeiten, morgens aufzustehen. Auch traue ich mich nicht mehr so recht aus dem Haus, weil ich befürchte, der Druck würde stärker (und eventuell ginge am Ende irgendetwas richtig "kaputt"). Objektiv habe ich aber (noch) keine Hörüberempfindlichkeit. Panische Angst habe ich davor, dass der Druck chronisch bleibt (und mein Leben wesentlich einschränkt).

Ich habe bereits mit meiner Psychoanalytikerin (bei der ich seit 3 Jahren wegen anderer Dinge in Behandlung bin) gesprochen, die mir sehr zuversichtlich signalisiert hat, dass aus Ihrer Sicht alles wieder gut würde. Aber: Psychotherapeuten neigen ja berufsbedingt dazu, vieles auf die Psyche zu schieben.

Ist das mit dem Stress also eine passende Erklärung? Ich habe da meine Zweifel, weil's lediglich einseitig auftritt. Druck auf beiden Seiten kenne ich jedenfalls, weil dieser in der Vergangenheit tatsächlich bei mir in Stresssituationen aufgetreten ist, jedoch beim Entspannen schnell wieder zurück ging.

Wer hat ähnliches erlebt und kann mir helfen, die "Sache" einzuordnen?

04.02.2012 21:24 • 11.02.2012 #1


7 Antworten ↓


hallo
ich hatte das auch mal eine lange Zeit bin auch von Arzt zu Arzt gerannt und keiner stellte etwas fest ,mein letzter Weg war dann der Zahnarzt der dann feststellte das es vom kiefer kommt ich beisse in verschiedenen situationen ständig mit den Zähnen und da ich auf der einen Seite keinen geraden Gegenbiss mehr habe da dort ein backenzahn fehlt wird das wohl ausgelöst .schau mal im Netz unter CMD das kann vielle Sachen auslösen .Habe eine Aufbissschiene für Nachts bekommen und seid dem ist es nicht mehr so extrem geworden .Aber wenn ich es jetzt mal habe macht es mir wenigstens nicht mehr so eine Angst .Kann ja sein das es bei Dir auch an sowas liegt .


LG:Tini

05.02.2012 09:47 • #2



Einseitiger Ohrdruck - psychisch?

x 3


Hallo, dass das Problem vom Kiefer kommen kann, kann ich nur bestätigen.
Bei mir hängt noch die HWS mit drin. Auch habe ich an einem Morgen, wo ich
auf einem Ohr vor lauter Druck richtig taub war gemerkt, dass der Druck sich verstärkt hat, wenn ich mich nach vorne beuge.
Da du im Moment ja viel Stress hast, kann es schon sein, dass du dich nachts so verspannst und Zähne knirschst, dass das Ohr mitleidet.
lg

05.02.2012 13:47 • #3


Vielen Dank für Eure Antworten. Ich werde das mit dem Kiefer wohl mal genauer abchecken.

Noch ein kleiner Nachtrag: Bei mir ist es so, als ob der Druckausgleich über die Eustachi-Röhre nicht so recht funktioniert, also so, wie bei einer Erkältung.

War das bei Euch vorher auch solch ein Gefühl? Dann hätte ich die Hoffnung, dass sich auch bei mir was machen lässt...

10.02.2012 23:38 • #4


sprinty
Heyho Sandmann!

Ich bin aktuell auch noch dabei meine Ärztetour endlich zu beenden
Deshalb war ich erst gestern beim HNO, der mit mir auch quasi auch alle Untersuchungen am Ohr durchgenommen hat, die eigentlich möglich waren. Auch den Gleichgewichtstest, etc.

Letzten Endes ist es so, dass vom Ohr her, nichts rührt!
Er tastete dann die rechte Kiefereinhängung ab und prompt schoss mir ein Schmerz durch die rechte Gesichtshälfte, bis hoch in die Kopfhaut!

Er meinte, es hänge damit zusammen, dass ich bei Stress und auch im Schlaf, wohl zu heftig und konstant aufbeiße. Das würde nicht nur die Kaumuskulatur heftig beeinträchtigen, sondern bei Gelegenheit auch den Trigeminus-Nerv reizen, was beispielsweise Gleichgewichtsprobleme und Druckempfinden im jeweiligen Auge auslösen kann.

Deshalb steht auch bei mir, ein Termin beim Zahnarzt an

11.02.2012 00:53 • #5


Hallo Sprinty,

Zahnarzt und Orthopäde stehen bei mir demnächst auch an.

Ein bisschen Sorge habe ich, dass der Druck auch hierher rühren könnte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Endolymphatischer_Hydrops

Was denkt Ihr?

11.02.2012 20:12 • #6


Nachtrag zu meiner These "Endolymphatischer Hydrops":

Wenn's das wäre, wäre das ja eine Erklärung für meine kurzzeitige (einige Sekunden) Besserung beim s.g. Druckausgleich: Der Druckausgleich drückt die krankhaft angeschwollene Hörschnecke für einen Moment wieder in ihre Ausangslage, bis sie sich wieder hervorschiebt und auf die Eustachsche Röhre drückt.

11.02.2012 20:25 • #7


sprinty
Ne ne... So einfach ist das nicht. Bei dem Spaß würden zwangsläufig Schmerzen beigefügt werden, auf Grund der Raumforderung. Außerdem wär das Hörvermögen konstant beeinträchtigt - mehr als nur Druck.

Ich bleib beim Trygeminus

11.02.2012 20:47 • #8




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