Trigger
Zitat von DerKalle31: Ich denke meine Angst kommt daher das ich vor ca 8 Jahren meine Freundin tot in der Wohnung aufgefunden habe. Das sagt auch mein Psychologe dass das der Auslöser sein wird auf dem alles aufbaut.
(Ich setze solche Details gerne in Trigger, aus Rücksicht auf andere Mitglieder - nur zur Info).
Ja, das klingt stimmig. Acht Jahre hören sich lange an, aber das war zweifelsohne eine traumatische Erfahrung und in diesem Alter hat man sich idR noch nicht viel mit Krankheit und Tod beschäftigt.
Wie lange bis Du schon bei dem erwähnten Psychologen (Therapeut?)?
Zitat von DerKalle31: Ich habe mir nun vorgenommen, dass wenn alles untersucht ist und alles in Ordnung ist, das dann dafür benutze um es mir immer zu sagen. Dass ich gesund bin und nichts ist.
Ja, das ist sicher ein gutes Ritual, um wieder Vertrauen in sein Körper-Geist-Gefüge zu bekommen. Obwohl ich festgestellt habe, dass es (leider) viele nicht schaffen, den entwarnenden Arztbefunden wirklich zu vertrauen. Insbesondere, wenn weiterhin Symptome vorherrschen, wirken oft medizinische "Fakten" nur bedingt.
Zitat von DerKalle31: Ich hätte niemals gedacht dass die Psyche so mächtig ist und das alles machen kann.
Ganz genau! Diesen Satz habe ich schon oft verwendet, als es mir so schlecht ging und diese Einsicht "greift" heute immer noch... Es kommt nun darauf an,
was Du aus dieser Einsicht machst!
Denn sie kann auch nach hinten losgehen indem Du vor ihrer "Macht"
selber eine große Angst entwickelst. Das wäre dann lediglich eine Angst
verlagerung vom Körperlichen auf´s Mentale. Deshalb rate ich Dir jetzt schon mal:
Definiere den Begriff "Macht" im
positiv-perspektivischen Sinne! Du
bist mächtig (= hast Macht).
Verstehe, dass "die Psyche" nicht ein Organ oder ein Aspekt von "Dir" ist sondern ein Spiegel dessen,
was Du bist. Was der Geist (hier: die Psyche)
oft erwägt,
dahin neigt sich das Herz (hier: die Emotionen).
Das, womit Du Dich
oft (intensiv) beschäftigst,
dahin strebt Deine Wahrnehmung. Das hat nichts mit Örtlichkeit zu tun sondern lediglich mit
Perspektive, mit der Ausrichtung des Spiegels.
Sich mit dem möglichen allgegenwärtigen Tod zu beschäftigen, kann man wahrlich als sehr intensiv, ja - buchstäblich
existenziell - bezeichnen. Somit neigt sich Dein Herz in Richtung Todesgefahr - sie
sieht die Gefahr in jeder Wahrnehmung (= Spiegelung). Somit
wirst Du gewissermaßen
selber zur Gefahr!
Hast Du vielleicht bereits eine Idee, wie diese Wahrnehmung umzukehren ist?