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Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und verfolge aber schon einige Wochen Eure Beiträge.
Im September wurde bei mir eine Generalisierte Angststörung festgestellt, aber ich kann heute noch nicht Glauben, dass meine ganzen körperlichen Leiden wirklich von einer psychischen Krankheit kommen sollen.
Versteht Ihr was ich meine?

Mir geht es seit 2-3 Monaten rund um die Uhr nur schlecht. Ich fühle mich nur noch schlaff, abgeschlagen, wackelig auf den Beinen und kriege andauernd ein Gefühl von Atemnot. Dazu kommt noch ein rund um die Uhr Schwindel, mal mehr mal weniger da und ein Gefühl als könnte ich jeden Moment einfach "weg" sein.
Das alles hab ich aber nicht nur bei einer akuten Angst, sondern einfach andauernd und überall.
Ist das bei Euch auch so?

Das macht mir wirklich große Angst.
Ich denke immer, dass bei mir zuerst die Symptome da sind und dann erst die Angst. Oder ist da garkein Unterschied?

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen und ich finde ein paar Leute, denen es ähnlich geht und wir kommen zusammen wieder da raus!

Liebste Grüße

21.12.2012 18:23 • 06.01.2013 #1


29 Antworten ↓


Hallo Melissa

Was du beschreibst kenne ich sehr gut. Leider muss man erst wirklich verstehen das es nur die Angst ist die diese ganze Symptome auslöst. Dein Körper steht den ganzen Tag unter Stress wegen dem erhöhten Adrenalin. Das Heisst du bist angespannt und hoch aufmerksam. Auch wenn du das gefühl hast nicht ängstlich zu sein zumindest für den Moment kanns doch sein das du unter hoher Anspannung leidest. Daher verschwinden die Symptome auch nie ganz. Achte mal auf so Kleinigkeiten ob du die Schultern nach oben ziehst oder die Zähne fest zusammen beisst, das sind meistens schon kleine Anzeichen für Angespanntheit. Bist du denn in Psychologischer Behandlung? Wenn nicht würde ich dir auf jeden Fall dazu raten. Ein Psychologe kann dir meistens sehr genau erklären was mit deinem Körper passiert und hilft dir auch deine Symptome in den Griff zu bekommen.

LG

22.12.2012 11:36 • #2



Durchgehend das Gefühl krank zu sein

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Vielen dank für die liebe Antwort!
Ja, ich hatte bis jetzt 4 Sitzungen bei einer Psychologin.
Sie versucht mir immer zu erklären dass die Angst und allein schon die Gedanken an die Symptome
So viel anrichten können.
Aber ich bin einfach immer so drauf fixiert, ich kann einfach nicht einsehen dass die Psyche Auswirkungen auf den Körper haben soll...
Das schlimmste ist dieses Wackelpudding Gefühl in Armen und Beinen und dass mein Kopf irgendwie immer so benebelt ist.
Vermutlich kennt ihr das ja alles ...

22.12.2012 13:32 • #3


Kenne ich. Hatte ich auch schon in allen Formen. Ich bin aber auch wirklich sehr oft krank. Erkältungen, verschleimt sein, schlapp auf den Beinen, schlechte Zähne, oft Entzündungen (Hals, Zähne), Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle. Ich habe schon Gott weiß was ausprobiert und Geld hierhin und dorthin getragen. Jeder hatte ne andere Erklärung. Ganz seinem Fachgebiet entsprechend. Genutzt hat es nix. Öhm naja doch. Den Behandlern natürlich, die mir versichert haben, nach so und sovielen Sitzungen wäre es weg. Nix ist. Pustekuchen. Schulmediziner erklären mich für gesund. Naturheilkundler haben alle möglichen Erklärungen und Wässerchen, die man kaufen soll. Wem soll man nun glauben?!
Alles kommt bestimmt nicht von der Angst. Auch als Angstpatient kann man ja noch körperlich krank sein.

23.12.2012 11:34 • #4


liebe Melissa,
es ist leider so.
Ich habe jetzt drei Monate nonstop inneres (und auch mal äußeres) Zittern und Herzrasen. Natürlich nicht, wenn ich gut abgelenkt bin, gerade Therapie hatte oder von der Homöopathin komme.Dann gehts mir gut. Aber ansonsten, auch ohne konkretes Angstgefühl sind die Symptome da, die sich eben verselbstständigt haben, um mir zu sagen: "Wir sind noch da, es ist NICHT alles in Ordnung.
liebe Grüße
Apfelsinenmutter

23.12.2012 23:24 • #5


Hallo Apfelsinenmutter, auch die danke für die beruhigenden Worte.
So verrückt es klingt, es hilft von anderen zu hören dass es ihnen auch so geht.
Und natürlich dass sie trotzdem noch leben.
Manchmal gibt es Tage an denen ist es fast erträglich.
Da danke ich " na siehst du, wieder ein Tag mit Symptomen überlebt. Vielleicht ist es ja wirklich nur die Angst"
Aber oft ist es so schlimm dass ich fürchte die nächsten 3 Stunden nicht zu überleben.
Ich hoffe dass zumindest das irgendwann aufhört

25.12.2012 23:40 • #6


Hallo,
ich kenne das auch nur zu gut. Weiß gar nicht wo ich anfangen soll.. ich war in den letzten 2 Jahren eigentlich durchgehend krank. Ich hatte auch sehr viele Krankheiten, das ganze wahrscheinlich ausgelöst durch sowas wie Burnout, viel zu viel Stress. Ich lag wochenlang im Bett, wenn es mal ging, konnte kaum noch essen. Mir war oft schwindlig, nach dem Essen hatte ich Schüttelfrost, mein Gesicht glühte. Und dann ging es wieder besser. Magen-Darm spielte verrückt. Dann wieder Schüttelfrost aus heiterem Himmel. Und die Ärzte fanden nichts, es wurde fast alles untersucht. Zwischendurch hatte ich viele Infekte, Salmonellen, alles mögliche, weil mein Immunsystem total am Ende ist. Hab mir eingebildet einen Pilz zu haben - oder hatte ihn, zumindest alle Symptome- und kaum noch gegessen, 12 Kilo abgenommen.

Mein damaliger Mann konnte damit nicht wirklich umgehen und hat sich auch mehr für sich interessiert, was schließlich in unserer Trennung und leider auch der Scheidung geendet hat. Mit unschönen Momenten dabei, was für mich mehrere Nervenzusammenbrüche und ich würde mal sagen danach Depression mitgebracht hat. Es ist von allem was mit dabei. Und wurde immer schlimmer. Bin aus dem schlimmsten Tief nur durch die Unterstützung meiner Eltern und meines neuen Freundes, damals besten Freundes rausgekommen. Er hat mich auch dazu gebracht, zu seinem Arzt zu gehen und der hat mir zwar die Krankheiten, die ich hatte diagnostiziert, aber auch gemeint, dass es vor allem auch psychischer Natur wäre und ich so viel Angst vor allem habe, dass ich mir vieles schon selbst einrede. Er nannte es die Angst vor der Angst und ich wusste erst nicht genau, was er damit meint, aber er hatte recht. (denke ich zumindest^^)

Ich hatte im letzten Sommer Angst rauszugehen, weil mir oft schlecht wurde. Nach dem Essen, wenn ich mit jemandem auswärts essen war, wurde mir oft schwindlig und ich musste schnell an die frische Luft. Beim Einkaufen wurde mir schlecht, wieder das glühende Gesicht, Durchfall und ich musste auch oft so schnell wie möglich wieder nach Hause. Hab mich kaum noch mit Freunden getroffen. Ich war schon fast sicher, dass ich umkippen würde, wenn ich nur das Haus verlassen würde. Bin nur noch raus, wenn es nicht mehr so heiß war. Das war keine schöne Zeit... dazwischen war ich auch mal eine Zeit lang sicher, dass ich nicht mehr lange zu leben hätte. Lag nur noch matschig im Bett und hab mich furchtbar gefühlt. Auch diese Zeit ging zum Glück vorbei. Auch da hat mich mein Freund zum Glück oft aufgemuntert. Und mich so oft von irgendwo abgeholt, weil mir wieder schlecht wurde. :/

Was mir auch geholfen hat war dann, dass mir der Arzt irgendwann Neurexan verschrieben hat. Ich musste es damals stündlich nehmen, als die Angstzustände und die Unruhe sehr schlimm waren. Ich bin wohl sehr viel ruhiger geworden und ich hab mich besser gefühlt. Ich hab die ganze Packung leer gemacht und danach war eine Weile Ruhe. Jetzt nehme ich es ab und zu, wenn ich mich unwohl fühle, oder weiß, dass etwas Unangenehmes ansteht. Ist bestimmt auch ein großer Placeboeffekt dabei. Als nächstes hätte ich Antidepressiva bekommen, aber das will ich nicht und das wollte auch der Arzt erst mal nicht. Will jetzt aber keinem das Medikament empfehlen, das ist schon Sache des Arztes, ist bestimmt nicht das Allheilmittel für alle. Wenn ich früher aufgeregt war, hab ich mir Lavendelöl auf die Hand gemacht und oft dran gerochen, vielleicht hilft das manchen ja viel mehr..

Also werde ich das Übliche versuchen, was mir alle raten. Wieder Sport machen oder zumindest spazieren gehen (ich hab früher viel Sport gemacht, aber in den zwei Jahren fast gar nicht) und mir ein neues Hobby suchen. Leicht gesagt. Versuche auch schrittweise wieder was mit meinen Freundinnen zu machen und in der letzten Zeit ging es immer besser.
Das ist alles so chaotisch und ich weiß nicht, ob das überhaupt jemandem weiterhilft. Bei mir kommt so viel zusammen. Bin auch seit längerem am Überlegen, ob ich in Therapie gehen soll, aber bisher hab ich gehofft, dass es ohne geht.

28.12.2012 22:06 • #7


Hallo Melisse,
Musste schmunzeln...genau das will auch nicht in meinen Kopf..."wenn die Symptome nicht wären, hätte ich auch keine Angst". Solange ich keine Symptome habe, bin ich ein sehr lustiger, Unternehmungsfreudiger, lebensfroher Mensch, der das leben in vollen Zügen genießt...noch dazu kann ich es auch wirklich genießen, das leben hat es gut mit mir gemeint...lebe in einer glücklichen Beziehung, haben ein Haus zum Wohlfühlen, viele Freunde, guten Job...alles läuft. Doch dann aus dem nichts heraus treten Symptome auf (Schwindel, Beklemmungen, unruhe und herzstolpern sind am häufigsten an meiner Seite
Gute nacht

29.12.2012 01:54 • #8


Sonne32,
genau so ist es! Es fängt mit den Symptomen an..., die Angst springt sofort an, man hat DOCH was ganz schlimmes..., man steigert sich rein... Irgendwann hat man es wieder mal überlebt und macht einfach weiter..., bis zum nächsten Mal...
Wenn man sich den Arm bricht: ok, klarer Fall: Arm gebrochen. Aber diese diffusen Symptome: Schwindel, Beklemmungen, komische Gefühle in den Beinen und Armen, man sieht vielleicht verschwommen, Muskelschmerzen, Stechen im Unterleib, Magen-Darm-Probleme und und und...., die verunsichern so.... Man will zum Arzt und doch irgendwie nicht, weil man sich mittlerweile blöd vorkommt, aber gleichzeitig diese Angst hat und Entwarnung braucht...

schei. Angst, das Leben könnte doch so schön sein!

29.12.2012 13:38 • #9


Hallo lostinfear,rosaroja und sonne32!
Danke auch für euren lieben Antworten.
Mir geht es meist ganz genauso. Kaum kommt ein Symptom bin ich wieder total verunsichert.
Obwohl es schon viel besser geworden ist, denn ich saß vor zwei Monaten noch durchgehend 24/7 auf der Couch und war nur am zittern unter Todesangst.
Mittlerweile geht es schon wieder mit dem einkaufen und alles, obwohl mir oft noch mulmig wird zwing ich mich aber fast immer weiter zu gehen. Das wird schon besser.
Aber immer die Unsicherheit dass die Symptome vielleicht doch was anderes sind.
Meistens bin ich überzeugt nur noch ein paar Stunden zu leben, das ist wirklich das schlimmste.
Und dann wie bei euch auch immer diese ungewissen Dinge wie Benommenheit, Schindel, Sehstörungen und dieses "komische Gefühl". Einfach schlimm.
Ich wüsste auch zu gerne mal was das alles ausgelöst hat, Diese ganze Angstgeschichte.
Was war es bei euch?

29.12.2012 17:17 • #10


Huhu,
lebe schon seit 18 Jahren mit der angststörung, bin jetzt 36. Rückblickend hatte ich verschiedene Phasen...angefangen hat alles mit typischen panikattacken an bestimmten Orten, in bestimmten Situationen...dann kamen die unterschiedlichsten Symptome neben den Pa hinzu, phasenweise herzprobleme, beklemmungen, schwindel, die reinen Pa wurden weniger, aber es entwickelte sich eine Angst vor Krankheiten und vor dem Tod, einhergehend mit ner Menge arztbesuchen (ich habe wahrscheinlich mehr Ekgs im Computer meines Arztes als sein ältester Patient ). Mittlerweile glaube ich nur noch selten, dass in mir eine tödliche Krankheit steckt, da siegt mein Verstand...dann wäre ich nämlich schon längst gestorben! Aber ich mache mir schon Gedanken, ob nicht irgend etwas organisches vorliegt, nichts schlimmes, aber irgendetwas...wenn man die Symptome spürt, kann man sich einfach nicht vorstellen, dass es nur psychisch ist. Vor allem weil für mich der Auslöser so unklar ist, wie schon geschrieben, sie können in jeder Situation, in jeder Gefühlslage kommen...kein Muster erkennbar. Warum ich eine angststörung habe ist mir ebenso unklar...ich habe seit ich denken kann wirklich ein schönes leben und wenige Schicksalsschläge erfahren müssen. Manchmal denke ich, dass ich vielleicht zu viel Glück habe, andere Menschen so viel leid ertragen müssen, dass ich doch auch mal dran bin. Versteht ihr wie ich das meine? Meine Mutter war und ist sehr besorgt um mich, bin Einzelkind und sie hat mich schon immer sehr behütet, aber ob sich deshalb eine angsterkrankung bildet?! Wie ist es bei euch?
Liebe Grüße

30.12.2012 01:31 • #11


Darin finde ich mich ein bisschen wieder, denn auch ich bin ein (über)behütetes Einzelkind, dem eigentlich noch nichts " schlimmes" passiert ist im Leben.
Zwar hatte ich als Säugling eine Herz-OP, aber daran kann ich mich nicht erinnern und überhaupt habe ich aufs Herz bezogen auch komischerweise gar keine Ängste.
Denn ich weiß, dass damit alles abgeklärt und in Ordnung ist.
Nur alles andere, diese unsicheren Symptome die für so viele verschiedene Dinge stehen könnten...
Die machen die meiste Angst.
Gestern hatte ich bis zum Abend zum Beispiel sogut wie garkeine Angst, obwohl wir in einem großen Kaufhaus waren und abends in einem überfüllten Restaurant essen. Aber das Angstlevel war erträglich.
Heute morgen steh ich auf und kann schon nicht mitgehen zu einem Geburtstagsbrunch.
Gibt es bei euch auch diese Phasen?
Ein Tag ist es gut und man denkt es müsste doch jetzt stetig Bergauf gehen und am nächsten ist es wieder schlechter?

30.12.2012 12:39 • #12


Hallo Melissa90,

auch ich kenne dieses Gefühl. Hatte gerade über ein Jahr lang Ruhe von Krankheiten und auch von meinen Panikattacken und dann vor 6 Wochen hatte ich mir einen Magen-Darm-Virus eingefangen. Habe mich nachts alle paar Stunden übergeben müssen, tagsüber wurde es dann mit MCP-Tropfen langsam besser.
Allerdings lag ich dann die ganze Woche flach, den Tag danach ging es mir recht gut aber dann fingen starke Kopfschmerzen an und die Übelkeit kam wieder (allerdings ohne Erbrechen). Und dann fing die ganze Spirale mal wieder an, mir war ständig übel, ich traute mich nicht mehr bestimmte Sachen zu essen und ständig war dieser Magendruck da. Habe dann 3 Wochen später ein Blutbild machen lassen - natürlich mit dem Ergebnis das alles ok ist.

Jeder andere wäre dann erleichtert gewesen, allerdings fingen dann bei mir die Panikattacken an, ich hatte aufeinmal ein beklemmendes Gefühl wenn es Abends dunkel wurde und die Panikattacken kamen dann auch verstärkt in den Abendstunden immer mit Übelkeit, starkem Magendrücken, Durchfall und Zittern. Wie als wenn ich einen Virus hätte... Versuche mir nun aber immer vor Augen zu halten, dass es psychisch ist und ich mir keine Sorgen um meine körperliche Gesundheit machen brauche.....

Wie schön wäre es doch, wenn alles wieder normal laufen könnte....

30.12.2012 15:12 • x 1 #13


Huhu,
dass es an manchen Tagen gut geht und dann ohne ersichtlichen Grund wieder ein sch...Tag folgt, kenne ich, so ist das immer bei mir. Deshalb ist es für mich auch so schwierig zu glauben, dass es psychisch ist. Ich glaube aufgrund meines Wissens, dass ich mir über die Jahre zum Thema Angst angeeignet habe, könnte ich damit locker umgehen, wenn die Symptome nur an einem best Ort oder in einer best Situation auftreten würden. Dann liegt es ja auf der Hand, dass es psychischer Natur ist. Aber dadurch das keinerlei nu
Muster zu erkennen ist, macht es mir die Sache recht schwer...ich gehe beispielsweise an einem Tag total entspannt mit Freunden essen, kann es genießen wie ein normaler Mensch und an einem anderen Tag sitze ich total angespannt bei einem solchen essen, bin mit meinen Symptomen beschäftigt und einfach nur heilfroh, wenn ich wieder zuhause bin. Kennt ihr das auch? Ein Vorteil hat es natürlich...früher, in denen die Angst nur in best Situationen auftrat, hab ich diese vermieden, wenn ich wirklich gar nicht in der Lage war mich an diesem Tag mit der Angst auseinanderzusetzen. Heute gelingt das nicht mehr, weil sie ja wirklich überall auftreten kann...also meide ich keine Situationen mehr.
Heute fühl ich mich zum Beispiel wie benebelt im Kopf und ein essen mit Freunden steht an, ich bin gespannt...
Liebe grüße

30.12.2012 18:01 • #14


Aber andererseits denke ich dann: gibt es denn bei körperlichen Krankheiten mal bessere ud mal schlimmere Tage?
Denn die Krankheit müsste ja immer gleich sein, oder?
Dass der Arzt sagt ich sei kerngesund ist mir gerade zu schleierhaft.
Wenn er sich fühlen würde wie ich, sagt er dann das gleiche?es macht mich an manchen Tagen echt verrückt

30.12.2012 18:26 • #15


Hallo, (und ein gutes Neues )
bei mir ist es auch ein ständiges Auf und Ab. Bei der Weihnachtsfeier im Büro ging es mir am Anfang noch gut, dann gab es ein Dessert mit Sahne und ich hab einem erzählt, dass ich dieses Jahr immer mal wieder keine Sahne vertragen habe.. und prompt wurde mir nach dem Essen schlecht. Ich hab meinem Freund eine sms geschrieben, ob er mich abholen kann, weil ich gedacht hab, ich würde es nicht mehr alleine nach Hause schaffen mit der Bahn. (ca. halbe Stunde Heimweg) Ich hatte Magenkrämpfe und Durchfall und mein Gesicht hat geglüht. Er hat die sms erst zu spät gelesen und über eine Stunde später ging es mir wieder gut und ich bin meinem Freund entgegengelaufen und hab die frische Luft sogar genossen.

Kurz danach war ein Geburtstag, mit ein bisschen zu langer Stehphase, bevor man sich setzen konnte und ich habe die ganze Zeit über auf die Uhr geguckt.. Am Ende bin ich geflüchtet, ohne mich von einem Teil meiner guten Freunde zu verabschieden, weil mir so unwohl war. Musste auch wieder dringend auf die Toilette und irgendwie war mir alles viel zu anstrengend, mit den ganzen Leuten und dem Rumsitzen. Hab gesagt, ich hätte noch viel zu erledigen und muss früh ins Bett.

Vorgestern war ein Geburtstag (im Dezember war ich auf zwei, das war Rekord seit Langem..) und ich war bei den letzten Gästen mit dabei, hab mich gut gefühlt und gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergeht... und es waren zum großen Teil die gleichen Leute wie beim Letzten.

Leider scheint es kein Muster zu geben, nur, dass meistens irgendwas ist, wenn ich mir vorher schon drüber Gedanken mache, was alles passieren kann.

01.01.2013 23:24 • #16


Hallo rosaroja,

dir (und allen anderen) auch ein frohes neues Jahr!

Ich weiß genau was du meinst, gestern auf der Silvesterfeier war ich total angespannt.
Mir war am Tisch oft schwindelig und obwohl es mir eigentlich gefallen hat sind wir schon um 1 gefahren weil ich so unruhig wurde.
Zuhause dann war ich völlig k.o. Und das, obwohl ich mich schon sehr auf den Abend gefreut habe.
Heute war es dann den ganzen Tag völlig ok und symptomfrei, bis ich dann am frühen Abend von meinem Freund aus heim gefahren bin.
Wegen der Arbeit sehen wir uns erst am Freitag wieder und mir kommt sofort der Gedanke, ich würde bis dahin nicht überleben und ihn zum letzten Mal sehen. Das ist doch völlig verrückt!
Seitdem sind wieder alle möglichen diffusen Symptome da....

01.01.2013 23:33 • #17


Zitat von Melissa90:
Aber andererseits denke ich dann: gibt es denn bei körperlichen Krankheiten mal bessere ud mal schlimmere Tage?
Denn die Krankheit müsste ja immer gleich sein, oder?
Dass der Arzt sagt ich sei kerngesund ist mir gerade zu schleierhaft.
Wenn er sich fühlen würde wie ich, sagt er dann das gleiche?es macht mich an manchen Tagen echt verrückt


Das frage ich mich auch oft. Denn manche Symptome kehren ja immer wieder und wenn es eine "echte" Krankheit wäre, dann wären die doch nicht tage- bzw. wochenlang weg, oder?

02.01.2013 12:05 • #18


Gute Frage.
Genau deswegen bin ich wohl auch so unsicher und kann nicht glauben dass es nur psychisch sein soll.
Das schlimme ist auch, dass ich die Symptome meistens gar nicht richtig beschreiben kann.
Man kann nicht eindeutig sagen " genau hier tut es weh" oder so.
Es sind immer so diffuse Sachen wie "ich sehe irgendwie verschleiert" oder "ich hab so ein ungutes Gefühl" oder
"ich fühle mich als wären meine Arme und Beine aus Pudding und ich knicke jeden Moment ein".
Oft fühle ich mich so, als würde ich eine Stufe auf der Treppe auslassen beim Runtergehen, als würde etwas von oben nach unten in mir hinunterfallen. Dann bekomme ich Richtig Panik.
Niemand versteht diese Symptome so richtig und niemand kann sie nachvollziehen.
Geht es euch auch so?

02.01.2013 13:40 • #19


Genauso geht es mir auch...ich denke oft, wenn mein Zustand einige Freundinnen hätten, würden sie durchdrehen. Oder beispielsweise war ich gestern bei einer bekannten im Krankenhaus, sie hatte einen kleinen Eingriff...da kh eh für mich furchtbar sind, hatte ich natürlich meinen Schwindel, Unruhe und "matschbirne" mitgenommen und ich habe mich wahrscheinlich kränker als sie gefühlt...sie wurde dann betreut und ich habe nur beim Anblick der Ärzte gedacht "wenn ihr wüsstet wie ich mich fühle"...während ich das schreibe, fällt mir auf, dass man meinen könnte, ich müsste immer im Mittelpunkt stehen (liest man ja auch häufig bei möglichen Ursachen einer angsterkrankung), aber ihr könnt mir Glauben, dass das nicht so ist...will einfach nur das leben genießen, gerne ohne Hauptrolle . Ich bin gespannt, ob das jemand nachvollziehen kann...
Liebe Grüße

02.01.2013 14:59 • #20



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