Hallo ihr lieben Mädels,
es war eben richtig schön von euch zu lesen.
Bei mir hat sich heute vormittag etwas getan:
Ich hab mir den Überweisungsschein für die Darmspiegelung bei meinem Hausarzt rausgeholt.
Auf der Überweisung stand einfach nur: "Vorsorge-Koloskopie erbeten" - ohne Altersbegrenzung.
Und dann hab ich mir gedacht, ich versuche jetzt einfach mal bei einem Gastro-Arzt einen zeitnahen Termin zu bekommen.
Zum Glück gibt es in meiner Stadt einige Gatroenterologen.
Ich hab mir einfach einen rausgesucht, den eine Nachbarin von mir mal für gut befunden hat und bin mit dem Überweisungsschein persönlich dort hingegangen.
Ich hatte das große Glück, dass ich gleich zur Blutentnahme und Besprechung dableiben konnte, weil gerade ein Patient abgesagt hatte.
Mir wurden zwei Röhrchen Blut abgenommen - ihr wisst ja, auch vor Blutergebnissen hab ich große Angst.
(Ich werde aber tapfer sein und nicht vorab nach den Ergebnissen fragen)
Außerdem wurde ich über meine Ernährung in den Tagen vor der Untersuchung und die Anwendung des Abführmittels aufgeklärt.
Danach musste ich mich ins Wartezimmer setzen, weil noch ein persönliches Gespräch mit der Ärztin anstand.
Im Wartezimmer kam ich mit einem Mann ins Gespräch. Dessen Frau hatte vor wenigen Wochen ihre erste Vorsorge-Koloskopie und es wurde ein bereits entarteter, äußerst bösartiger Polyp entdeckt.
Das hat mich ziemlich runtergezogen.
Dann wurde ich zur Ärztin reingerufen - und hab gleich gemerkt, dass die Chemie zwischen uns überhaupt nicht stimmt.
Als erstes fragte sie, warum ich noch vor meinem 55. Geburtstag zur Darmspiegelung komme, obwohl ich keine Beschwerden habe.
Ich hab ihr geantwortet, dass ich es so schnell wie möglich hinter mich bringen möchte.
Sie darauf: "Was ist Ihnen an der Untersuchung denn so unangenehm? Das vorherige Hungern kann es ja nicht sein, so dünn wie sie sind."
Den Spruch hätte sie sich wirklich sparen können.
Ich hab ihr dann gesagt, dass es bei mir vor allem die Angst vor einem eventuellen Befund ist.
Tja, und damit hat sie mich dann komplett in die Pschoecke gestellt.
Ich durfte mir dann auch nicht mehr aussuchen, ob ich während der Endoskopie sediert werden möchte oder nicht.
Eine ängstliche Patientin muss unter Narkose gesetzt werden - sonst stört und nervt sie nur.
So, das war mein Bericht.
Ich weiß nicht, was ich von all dem halten soll.
Ich weiß nur, wenn ich die Spiegelung überstanden habe, werde ich diese Ärztin mit dem A**** nicht mehr angucken -
und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Ach ja: die Spiegelung ist nächste Woche Mittwoch.
Ich muss sagen, dass ich es gerade bitter bereue, dorthin gegangen zu sein. Für mich war dieser Arztbesuch ein weiteres Zeichen dafür, dass Vorsorgeuntersuchungen einfach nur doof sind.
Tani, da kommt definitiv kein Anruf mehr. 14 Tage waren das Maximum an Zeit bis zu einem eventuellen Anruf.
Du bist jetzt dicke aus der Gefahrenzeitzone.
Du hast allen Grund zur Freude.
