Hallo du liebe! Ohne dir deine Sorgen gänzlich nehmen zu können (oder wollen), mag ich dir aus eigener mittlerweile 20 jähriger schwerer psychischer Leidensgeschichte und zahlreichen Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis sagen, was auch die schulmedzinische Wissenschaft (die für mich tendenziell nen ähnlich hohen Stellenwert hat wie die Neujahrsansprache von Angela Merkel) nicht mehr abstreitet: Psychisches und und körperliches Befinden, insbesondere auch von Darm und Haut, hängen UNMITTELBAR zusammen. Es gibt sogar ein paar richtig böse Zungen die behaupten, dass ein Großteil aller sogenannten chronischen/Autoimmun-Erkrankungen eigentlich auf die seelisches Leid, festsitzende Traumata und damit dauerhaft erhöhte stille Entzündungen („silent inflammation) im Körper zurückzuführen sind. Wenn du also auch schon ne Weile lang mit der Psyche zu kämpfen haben solltest, ist es überaus realistisch, dass deine Magen/Darm-Beschwerden mit seelischem Stress zusammenhängen und im wahrscheinlichsten Fall auch zeitnah wieder verschwinden, wenn sich dieser irgendwann und irgendwie etwas beruhigt. Was zwar nicht bedeutet, dass es nicht theoretisch auch irgendwas davon unabhängiges, schwerwiegendes sein könnte, aber die Wahrscheinlichkeit scheint (mir) tatsächlich sehr sehr (sehr) gering (es sei denn du bist schon Mitte siebzig oder so und hast dein Leben lang so richtig Gas gegeben mit Tabletten, Fertigfraß und co. - dann würde ich sagen könnte es beiderseits durchaus realistisch sein). Ich hab vor 6 Wochen mein jahrelang eingenommenes Antidepressivum abgesetzt und mir geht’s dadurch gerade psychisch wenig überraschend maximalst beschissen.. und.. meine Magen/Darm-Probleme, die ich ebenfalls psychosomatisch und/oder jahrzehntelanger Medikamenteneinnahme verschuldet zuordne, sind seitdem ungefähr doppelt so heftig wie vorher. Ich schaffe es gerade glücklicherweise trotzdem etwas besser mich nicht mehr ganz so heftig da reinzusteigern und es einfach mal zu akzeptieren für den Moment.. dass eine jahrzehntelang schwer leidende Seele eben auch mal ein paar äußere Symptome zeigen kann, ganz logisch sogar. Aber hatte auch schon öfter mal hypochondrische Ansätze, daher kann ich deine Sorgen trotzdem verstehen.. und eben leider auch nicht nehmen.. aber kommt trotzdem kommts aufs selbe hinaus: es ist verdammt plausibel, dass es nichts Schlimmes ist und spätestens bei passenden Gegebenheiten wieder gänzlich verschwinden wird, ohne große Schäden zu hinterlassen. Jap =)
Heute 00:42 •
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