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Hallo alle zusammen!
Bin seit gerade eben hier angemeldet und nach diesem Tag voller Ängste, sehr erleichtert hier gelandet zu sein, da es ja tatsächlich Menschen gibt, die auch solche Ängste haben wie ich.

Auf jeden Fall bin ich seit einigen Tagen/Wochen fertig mit der Welt und es wird schlimmer...
Mit 21 Jahren, glaube ich Krankheiten zu haben, die mich vor die Hunde bringen.

Vor einem Monat fing es mit einem Taubheitsgefühl im Gesicht an (Schlaganfall?). Einfach so fühlte sich meine Haut plötzlich ''fremd'' an. Erst im Gesicht, dann auch die Arme. Ich rief den Notarzt und war am nächsten Tag bei meinem Hausarzt, doch es konnte nichts festgestellt werden, etwas neurologisches sei ausgeschlossen.
Dann sagte mir der Hautarzt, dass das eine Reaktion der Haut sein kann, da ich mir zu der Zeit diese Scabies (Krätzmilben) eingefangen hatte. Naja...

In den letzten Tagen und Wochen habe ich mit meinem Blutdruck zu kämpfen. Manchmal hat mein Kopf pulsiert und meine Ohren waren rot, ich bekam richtig Panik. Innere Unruhe, schwindel und alles was dazu gehört. Immer wenn ich den Blutdruck messen möchte, überkommt mich die Panik und das Ergebnis ist hoch.
Sobald ich meinen Puls beim messen spüre, habe ich einfach nur Angst.

Ich habe auch öfter Schwindelattacken, verstärkt bei der Arbeit oder beim Einkaufen. Die ständige Angst umzukippen oder Ohnmächtig zu werden begleitet mich Tag für Tag. Vom Herzstolpern kann ich auch Lieder singen. Herz oder Brustschmerzen habe ich auch in den letzten Tagen, habe ich jetzt gleich einen Herzinfarkt?
Heute hatte ich durch den leichten Schwindel und die Herzstiche, die Befürchtung Wasser in der Lunge zu haben, weil ich manchmal husten musste...
Oder sobald ich komische Bauchschmerzen habe, fürchte ich gleich, dass der Blinddarm raus muss.

Und so weiter, und so weiter...
Wenn ich das selbst lese, denke ich mir schon, dass das verrückt klingt, aber es ist leider so.

Jeder Tag zur Arbeit ist eine Qual, aus Angst dort umzukippen oder das etwas anderes passiert.


Wer macht auch sowas in diesem Umfang durch? Hat jemand Tipps für mich?

18.03.2013 21:26 • 20.09.2018 #1


11 Antworten ↓


Ich habe das alles schon sehr lange. Angst, umzukippen und allein zu sein vor allem. Krankheitsängste hin und wieder obendrauf. Gehe aber deswegen nicht (mehr) zum Arzt.
Inzwischen geht es mir teilweise schon wieder wesentlich besser. Weil ich es eh nicht ändern kann und weil ich mir nun jeden Tag sage, dass es mir egal ist.

18.03.2013 21:30 • #2



Blutdruck, Herzstolpern, Schwindel, die ganze Palette

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Ich glaube hier haben zig Menschen die gleichen Sypmptome, die Du hast.
Ich habe das auch,volles Programm.
Auf der Arbeit auch sehr schlimm.
Da denke ich aber, dass der daran liegt,dass uns Angshasen gerade da wo besonders viel los ist mega "peinlich" waere umzukippen,somit setzt Du Dich unter Druck und es wird noch schlimmer.
Ein Teufelskreis!
Aber kannst beruhigt sein, es ist "nur" die Angst.

18.03.2013 22:23 • x 1 #3


Ich kann dir so gut nachempfinden... Habe seit Ca 5 Wochen das selbe. Angefangen hat es mit Herzrasen und stechen in der Brust, Atemnot, Schwindel... Und ich hatte täglich diese Attacken. Bin von Kopf bis Fuß durchgecheckt alles ti Top. Bin jetzt bei einem Psychiater. Dort wird eine verhaltennsTherapie mit mir gemacht. Ich kann dir nur dazu raten. Schäm dich nicht dafür und geh vlt auch in Behandlung. Wenn ich so eine Attacke bekomme lege ich mich hin leg die Hände auf den bauch und atme ganz bewusst in den bauch. Manchmal kaue ich einfach kaugummi oder geh eine Runde um den block. Versuch das auch mal das hilft und denk immer daran du hast nichts das ist nur die Angst

LG

18.03.2013 23:38 • #4


Bei mir ist auch das allerselbe aber erst nach dem ich am herz operiert worden bin. Obwohl ich komplett checkt bin und kerngesund bin sagt mei kopf was anderes :/ was wird na bei so na verhaltenstherapie gemacht?

19.03.2013 01:57 • #5


Ja, vor dem alleine sein, hab ich mittlerweile auch Angst. Es könnte ja was passiere und keiner ist da, der mir helfen kann...


Ich denke auch, dass man an einer Therapie nicht rum kommt. Man will sein Leben ja genießen können!

19.03.2013 09:29 • x 1 #6


Mir würde weniger der reine Vorgang umzukippen Angst machen als viel mehr die Angst, dass ich mich a) verletzen könnte, b) keiner daheim ist und mich aufrafft und c) dass es dann womöglich einen schlimmen Grund dafür geben könnte.
Man sagt Angstpatienten ja immer, dass das nie passieren wird. Wenn es mir doch passieren würde, wäre ja alles Einreden, dass nix passiert, umsonst gewesen und dann würde es mir, glaube ich, erst recht schlecht gehen.
Diese ganzen Sachen, die man dann machen soll (auf die Atmung achten usw.) helfen bei mir überhaupt nicht. Ich habe dann so schlimme Angst, dass nix hilft.

19.03.2013 10:11 • x 1 #7


Also ich war jetzt erst zweimal dort... Aber alleine schon das reden hilft. Ich muss jetzt 10-15 Seiten schreiben über mein komplettes Leben. Irgendwo war ein knack Punkt warum ich jetzr so bin. Das baut sich ja teilweise über Jahre auf.

19.03.2013 14:16 • #8


Holly83
Zitat von tonymontana1111:
Ja, vor dem alleine sein, hab ich mittlerweile auch Angst. Es könnte ja was passiere und keiner ist da, der mir helfen kann...


Ich denke auch, dass man an einer Therapie nicht rum kommt. Man will sein Leben ja genießen können!


Das kenn ich nur zu gut. Mir geht es auch so.zu den "normalen "Ängsten kommt dann noch die Angst vor dem allein sein und alle Symptome sind da sobald ich alleine bin. Letzte Woche ging es mit dem allein sein einigermaßen...aber diese Woche ist es ganz schlecht und schlimm.

Ständig Horch ich in mich hinein ,prüfe puls und denke bei jedem Symptom das ich gleich umfallen werde und mir dann niemand helfen kann .
Seit Montag auch extremes Würgen jeden Tag am morgen sobald ich allein bin noch dazu....

Bin seit ein paar Wochen in Verhaltenstherapie, Medis hab ich keine ausser Tavor bei Bedarf.
Habe aber nicht das Gefühl das ich bis jetzt große Fortschritte mache ......aber vieleicht bin ich auch zu ungeduldig und erwarte zu viel zu schnell.

20.09.2018 10:17 • #9


Joyou
Hey Tony,

Mir geht es genauso. Magst du mal beschreiben wie viele spürbare Stolperer du so über den Tag verteilt hast und wie du den Schwindel empfindest?

20.09.2018 18:29 • #10


Olli91
Zitat von Holly83:

Das kenn ich nur zu gut. Mir geht es auch so.zu den "normalen "Ängsten kommt dann noch die Angst vor dem allein sein und alle Symptome sind da sobald ich alleine bin. Letzte Woche ging es mit dem allein sein einigermaßen...aber diese Woche ist es ganz schlecht und schlimm.

Ständig Horch ich in mich hinein ,prüfe puls und denke bei jedem Symptom das ich gleich umfallen werde und mir dann niemand helfen kann .
Seit Montag auch extremes Würgen jeden Tag am morgen sobald ich allein bin noch dazu....

Bin seit ein paar Wochen in Verhaltenstherapie, Medis hab ich keine ausser Tavor bei Bedarf.
Habe aber nicht das Gefühl das ich bis jetzt große Fortschritte mache ......aber vieleicht bin ich auch zu ungeduldig und erwarte zu viel zu schnell.


Solltest du auch nicht erwarten nach ein paar Wochen, der Effekt tritt meistens bei Leuten erst in einem hjalben Jahr bis Jahr ein. Also dann wenn man schon länger damit kämpft. Bin auch in Therapie und kann das nur bestätigen. Bei mir sind es jetzt 8 Wochen. Hat sich schon was verändert aber noch nicht viel. Dies sollte man aber auch nicht erwarten, denn sonst entsteht wieder die Erwatungsangst.

Also locker bleiben und weiter durchziehen. Du packst das

20.09.2018 18:38 • x 1 #11


Holly83
Zitat von Olli91:

Solltest du auch nicht erwarten nach ein paar Wochen, der Effekt tritt meistens bei Leuten erst in einem hjalben Jahr bis Jahr ein. Also dann wenn man schon länger damit kämpft. Bin auch in Therapie und kann das nur bestätigen. Bei mir sind es jetzt 8 Wochen. Hat sich schon was verändert aber noch nicht viel. Dies sollte man aber auch nicht erwarten, denn sonst entsteht wieder die Erwatungsangst.

Also locker bleiben und weiter durchziehen. Du packst das



Fast das gleiche wie du hat mir mein Therapeut heute auch gesagt
Ich soll Geduld haben und mich mit meiner Störung und allen Problemen Grad so einfach annehmen und akzeptieren und nicht noch Frust dazu aufbauen weil es mir nicht schnell genug geht . Es dauert halt bis man jahrelang eingeredete Ängste und Gedanken gegen gesunde Gedanken tauschen kann und sich diese dann auch glaubt.

Meine fit bit uhr soll ich ablegen und wegsperren um nicht ständig meinen Puls zu kontrollieren oder irgend auszuwerten wie der Puls über Nacht so war.

Das werde ich dann schweren Herzens auch machen, wobei seit der Therapie meine Kontrollen und Beobachtungen schon deutlich weniger geworden sind.

20.09.2018 18:45 • #12



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