Zitat von lagra:Ich habe Angst das ich so verzweifelt bin und es wirklich mache damit der Gedanke endlich aufhört
Hier liegen genau die Anteile in dir, die dein Thema beschreiben. Es ist deine Hilflosigkeit und der Zorn, die Wut, überhaupt so hilflos zu sein. Führt dazu, dass befürchtet wird, man könnte austicken.
Wieder hilflos, diesmal sich selbst gegenüber. Und damit lautet dein Thema: wie kann ich aus diesem Gefühl der Hilflosigkeit entkommen?
Wenn bekannt ist, dass man schon in jungen Jahre diese Hilflosigkeit erfahren musste, sollte man das mal akzeptieren und zwar ganz und gar. Ist das erfolgt, kommt der nächste Schritt, sich zu überlegen, 1. Ob man weiterhin in der Vergangenheit Leben möchte, oder 2. Schritte unternimmt, die aus der Hilflosigkeit herausführen. Ist natürlich eine enorme Denkarbeit, und beinhaltet Tun.
Bei Ängsten kommt keiner drumrum, sich damit auseinanderzusetzen und bewusst und gewollt Veränderungen anzugehen.
Bei den Gedanken, irgendjemand was antun zu wollen, kannst du dich fragen, 1. Was würde das bringen und 2. Was für Konsequenzen hätte mein Handeln. Und wäre ich bereit, die Konsequenzen zu tragen. Und als nächstes, wenn du quasi "durchdrehen solltest", kommst du in Sicherheitsverwahrung . Und das fürchtest du ja am meisten, denn das bedeutet, wieder hilflos ausgeliefert zu sein.
Ergo kommen wir immer zum Thema Hilflosigkeit zurück. Ist ein Grundthema meiner Meinung nach bei jeder Angst. Setzt dich damit auseinander und verliere dich nicht in irgendwelche Persönlichkeitsstörungen, die du gar nicht hast. Du hast eine Angsterkrankung, weil du dich vorm Leben fürchtest, und die kann man angehen.