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Seele74
Mitglied

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Hallo Zusammen,

es gibt da wieder etwas, was mir Sorge bereitet.

Dieses Problem besteht schon seit ca 1 Jahr, dass wenn ich heftig lache, mir Schwindelig wird so das ich das Gefühl habe gleich umzukippen.

Wenn ich dann wieder normal Atme, ist es wieder verschwunden.

Je nachdem wie heftig ich lache, ist auch das Gefühl des Schwindels auch weniger Stark.

Kennt das Jemand?

Ich mache mir Sorgen.

Die Seele

11.12.2025 #1


18 Antworten ↓


sensibelchen98
Mh, vielleicht eine Schwankung der Sauerstoffsättigung durch die veränderte Atmung beim Lachen? Vielleicht ein verspannter Nackenmuskeln der dadurch getriggert wird?
Ich hatte das eine Zeit lang dass mein Körper derart in Stress-und Alarmbereitschaft war dass er bei starkem Lachanfall in Panik übergegangen ist, weil er so überlastet und überfordert war das jede Emotion zu viel wurde. Wäre vielleicht auch eine Erklärung.

x 1 #2


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Beim lachen starker Schwindel

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Zitat von sensibelchen98:
Mh, vielleicht eine Schwankung der Sauerstoffsättigung durch die veränderte Atmung beim Lachen? Vielleicht ein verspannter Nackenmuskeln der dadurch getriggert wird? Ich hatte das eine Zeit lang dass mein Körper derart in Stress-und Alarmbereitschaft war dass er bei starkem Lachanfall in Panik übergegangen ist, ...

Hallo Sensibelchen,

danke für Deine Antwort.

in der letzten Zeit habe ich auch wieder vermehrt Panikattacken.

Das äußert sich mit Benommenheit und leichte Atemnot. Ist immer kurz vor den Untersuchungen. Ich leide an Hypochondrie.

Blutbild, Lunge, Herz und Ultraschall Bauch waren in Ordnung.

Vor 8 Monaten bevor ich zur Mammographie ging hatte ich das auch.

Beim lachen diesen starken Schwindel.

Nackenverspannung habe ich seit Jahren-

In Panik gehe ich jetzt nicht über-. Aber ich bekomme Panik beim Schwindel. Ich höre dann schlagartig mit dem lachen auf.

VG Seele

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sensibelchen98
@Seele74 das ist total schade, wenn es dir dein Lachen nimmt. Körperliche Ursachen kann man anhand deiner Untersuchungen vermutlich ausschließen. Hypochondrie habe ich auch, da horcht man ja auch gerne mal mehr in sich rein als man sollte. Eventuell doch ein überlastetes Nervensystem durch die vermehrt auftretenden Panikattacken?

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Zitat von sensibelchen98:
@Seele74 das ist total schade, wenn es dir dein Lachen nimmt. Körperliche Ursachen kann man anhand deiner Untersuchungen vermutlich ausschließen. Hypochondrie habe ich auch, da horcht man ja auch gerne mal mehr in sich rein als man sollte. Eventuell doch ein überlastetes Nervensystem durch die vermehrt auftretenden ...


vor 3 Jahren wurde ein MRT Kopf und ein Ultraschall Halsschlagadern gemacht-war auch alles okay.
Es kann gut sein, dass ich momentan ein bisschen wieder mit meiner Angst zu kämpfen habe und deswegen das Problem habe. ich vertraue den Ärzten nicht so ganz.. Schlimm.!

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Yuber
Sensibelchen hat es schon treffend geschrieben. Das sieht sehr stark nach Angstreaktion auf Körpersignale aus.
Da hilft es, den Körper mal runterzuschalten mit Atemübungen und PMR. Etwas später hilft da Sport auch sehr gut, da dieser die Atmung trainiert und das Vertrauen aufbaut in den Körper. Wichtig die Übungen müssen regelmässig jeden Tag gemacht werden. Viele die unter Angst leiden haben sich ein falsches Atemmuster antrainiert und atmen oft zu schnell und zu viel. Dadurch fällt der CO2 Wert ab und das löst unangenehme Dinge aus im Körper. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper dann auch etwas an diese falschen CO2 Lvl aber dadurch wird der Puffer immer kleiner und die "Panikgrenze" schneller erreicht.

x 1 #6


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Zitat von Yuber:
Sensibelchen hat es schon treffend geschrieben. Das sieht sehr stark nach Angstreaktion auf Körpersignale aus. Da hilft es, den Körper mal ...

Mir gehts eher um den schwindel beim lachen.

#7


FluffyEvoli
Ich habe es auch ab und zu, weiß aber auch nicht, woher das kommt.
Wenn ich weine, ist mir aber auch schwindelig, also es ist nicht nur beim Lachen so.

x 1 #8


S
Zitat von FluffyEvoli:
Ich habe es auch ab und zu, weiß aber auch nicht, woher das kommt. Wenn ich weine, ist mir aber auch schwindelig, also es ist nicht nur beim Lachen ...

Hast du es abklären lassen?

#9


FluffyEvoli
Zitat von Seele74:
Hast du es abklären lassen?

Ja ich hatte es beim Hausarzt und Lungenarzt angesprochen.
Beim Lungenarzt wurde ein Lungenfunktionstests gemacht,.weil ich auch Asthma habe, aber da war alles ok.Meine Lunge wurde auch geröntgt auch da alles ok.
Bin da leider auch ratlos:/

#10


S
Zitat von FluffyEvoli:
Ja ich hatte es beim Hausarzt und Lungenarzt angesprochen. Beim Lungenarzt wurde ein Lungenfunktionstests gemacht,.weil ich auch Asthma habe, aber da ...

Was hat die Lunge damit zu tun?

#11


FluffyEvoli
Zitat von Seele74:
Was hat die Lunge damit zu tun?

Wenn was mit der Lunge nicht ok ist, dann kann es auch zu Schwindel führen.
Und gerade beim Lachen atmen wir ja auch anders.

#12


S
Zitat von FluffyEvoli:
Wenn was mit der Lunge nicht ok ist, dann kann es auch zu Schwindel führen. Und gerade beim Lachen atmen wir ja auch anders.

Dann hat man aber diese Probleme nicht nur beim lachen, sondern auch in Ruhe.

Meine lunge wurde 2 mal abgehört. War alles okay.

#13


Yuber
Da meine Erkkärung wohl ungenügend war ->

Dieser Effekt tritt nicht nur bei Angst auf, sondern auch beim Weinen, Lachen oder wenn man wütend ist.
Denn in all diesen Situationen wird die Atmung unregelmäßiger oder schneller, und das Gehirn schaltet – besonders bei Angst – eher auf Kampf-oder-Flucht-Reaktion.
Ein ähnliches Gefühl bekommt man auch, wenn man versucht einen Luftballon aufzublasen, weil man dabei häufig zu viel und zu schnell atmet. Hier tritt sehr oft dieser Schwindel auch auf.

Ein weiterer Effekt, der auch mitschuldig sein kann, ist das bekannte Bodychecking welche stark auf die Atmung fokussiert ist.

Regelmäßiges Atemtraining kann helfen, den Körper an höhere CO₂-Toleranz zu gewöhnen. Dadurch verbessert sich der Atem-Puffer und solche Atemprobleme treten weniger auf – auch beim Lachen, Weinen oder Wütendsein. Bei Angst kann das ebenfalls helfen, weil Atemnot bzw. der subjektive Lufthunger ein häufiger Auslöser für Panik ist.
Sport kann zusätzlich unterstützen, weil der Körper belastungsfähiger wird und die Atmung effizienter arbeitet.

Heisst Atemnot muss nicht immer dabei sein, machmal ist es nur der diffuse Schwindel. Tritt der oft auf wenn man mehr Puste geben muss, kann das eine chronische Hyperventilation sein.

Es gibt auch CO2 Toleranztests (unangenehm!) da würde man es sogar bildlich sehen können.

Was manchmal unterschätzt wird auch - sind tatsächlich starke Kiefer - Nackenverspannungen. Beim Lachen werden massiv viele Muskeln angesteuert und wen sich da was löst, kann das eine Reaktion auslösen wie Schwindel und Schweissausbruch.

x 1 #14


S
Zitat von Yuber:
Da meine Erkkärung wohl ungenügend war -> Dieser Effekt tritt nicht nur bei Angst auf, sondern auch beim Weinen, Lachen oder wenn man wütend ...

Okay, deine antwort ist ausführlich. Beim aufblasen eines luftballons ist mir auch schon schummerig geworden. Beim kerzen ausblasen jetzt nicht so schlimm. Aber du hast recht Smile

x 1 #15


Yuber
Zitat von Seele74:
Okay, deine antwort ist ausführlich. Beim aufblasen eines luftballons ist mir auch schon schummerig geworden. Beim kerzen ausblasen jetzt nicht so schlimm. Aber du hast recht Smile

😇

Durch eine chronische Fehlatmung steigt der Trigger-Level, und der Atem-Puffer wird immer kleiner. Das bedeutet, dass man bereits bei kleinen Belastungen – wie z. B. beim Ausblasen einer Kerze – Schwindel oder ein Gefühl von Atemnot bekommen kann. Dann ist da leider oft gerade bei Leuten mit Hypochondrie Teufelchen welche massiv auf das Gefühl fokussiert -> Das wiederum triggert die Angst und wie es so ist, die Angst triggert dann noch mehr ne falsche Atmung. Geht halt nicht gut mit 8 Atemzügen gegen einen Bär zu kämpfen (bildlich gesprochen zwinkern ) .
Am Ende manifestiert sich dann oft auch noch eine Ewartungsangst (Kerze ausblasen = Schwindel) und schon nur die, ist auch alleine fähig Schwindel auszulösen.

Hyperventilation kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen. Besonders tückisch ist, dass sich dabei Brustmuskulatur, Zwerchfell und andere Atemhilfsmuskeln verspannen können. Ich selbst hatte dieses Problem etwa ein Jahr lang. Ein Besuch beim Osteopathen hat mir damals geholfen – während der Behandlung wurde viel gelockert, und beim Aufstehen fühlte es sich an, als würden meine oberen Organe ein Stockwerk tiefer rutschen.
Anschließend machte ich eine Atemtherapie, um mein fehlerhaftes Atemmuster umzustellen. Das hat gut funktioniert – heute habe ich weder Lufthunger noch Schwindel.

Noch als Hinweis: Auch wenn die Symptome sehr beängstigend sein können, ist eine Hyperventilation in diesem Rahmen ohne zugrundeliegende Erkrankung in der Regel ungefährlich. Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine kurzzeitige Ohnmacht – ähnlich wie man es manchmal bei Fangirls sieht, die vorne beim Konzert stehen, kreischen und durch starkes Hyperventilieren in Ohnmacht fallen.

Grösstes Problem ist, es braucht halt Zeit und ne strikte Regelmässigkeit mit den Atemübungen. Bis die Hirnzellen das einfach gelernt und das alte verlernt haben.

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S
Hallo,
Kennst du das gleiche Schwindelgefühl auch aus anderen Situationen? Ich kenne es, wenn man ganzes Nervensystem sowieso schon übererregt ist und mir schwindelig durch Verspannungen und Panikattacken wird, dass dann die gleichen Symptome auftreten, wenn ich lache oder mich über etwas freue. Eines meiner Probleme besteht darin, dass ich bei Stress immer sehr stark die Kiefer- und Zungenmuskeln anspanne und dann sind die Muskeln im Gesicht alle so überlaste, dass dass auch das anannen beim Lachen zu Schwindel, führt.

#17

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Yuber
Zitat von Sandra91:
Hallo, Kennst du das gleiche Schwindelgefühl auch aus anderen Situationen? Ich kenne es, wenn man ganzes Nervensystem sowieso schon übererregt ist und mir schwindelig durch Verspannungen und Panikattacken wird, dass dann die gleichen Symptome auftreten, wenn ich lache oder mich über etwas freue. Eines meiner ...

Das Ding ist ja, dass durch die Panik oft auch eine Fehlatmung ausgelöst wird. Durch das schnelle, tiefe Atmen wird das Blut alkalischer, weil zu viel CO₂ abgeatmet wird. Dadurch verändert sich die Bindung von Calcium im Blut: Es steht weniger frei verfügbares Calcium zur Verfügung, was die Nerven übererregbar macht.

Deshalb empfehlen Therapeuten häufig die Lippenbremse-Atemübung, damit die Hyperventilation nicht zu stark wird und durch das langsame Ausatmen der Parasympathikus aktiviert wird. Mit etwas Übung kann man so einen Panikanfall stoppen, bevor er sich zu einer sehr starken Panik steigert.





Hier noch eine 10 Minuten Übung. Am Anfang wird man evtl Mühe haben aber wer das regelmässig macht wird merken, dass die Atmung langsam besser wird und auch etwas die Anspannung mildert (bei einigen evtl sogar ganz weg). Einfach jeden Tag 1 - 2 mal machen. Am besten Morgens und Abends vor dem Schlafen 😉 Es kann sein, dass einem etwas Schwummrig werden kann dabei, aber das ist nicht gefährlich. Bitte die Drehübung nicht machen bei Halswirbel Erkrankungen.

#18


S
@Yuber welche übungen kann man da machen?

#19


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Dr. Matthias Nagel
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