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tweety007

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Moin,

ich habe schon viele Jahre eine große Angst vor irgendeiner schweren Krankheit.....

Es fing schon als junge Erwachsene an, dass ich wegen heftigem Herzrasen im Krankenhaus gelandet bin....nach einigen Untersuchungen, wo nix dabei herauskam, wurde ich als "kleiner Vegetativling" entlassen...

Dann im Rahmen einer Personaluntersuchung kam ein pathologisches EKG zum Vorschein. Ich muss wohl nach einer Grippe eine leichte Herzbeutelentzündung gehabt haben, dass nun seitdem mir dieses EKG beschert....

Aufgrund dieses EKG's sollte Jahre später fast eine ambulante Fuß-OP nicht statt finden. Es folgte daraufhin eine große kardiologische Diagnostik bis hin zum Herzkatheder, wobei rauskam, dass das Herz gesund ist, nur eine kleine Anomalie läge vor. Die Fuß-OP fand danach wie geplant statt.

Jetzt aktuell fühlte ich mich schlapp, müde....nach der Blutuntersuchung stand fest, die Schilddrüsenwerte sind zu hoch.....deswegen die Schlappheit. Ich sollte eine höhere Dosis nehmen und gut ist....
Anfang Juni bekam ich dann im Auto heftiges Herzrasen, Schmerzen im Brustkorb, Atemnot, ...ich befürchtete Schlimmeres....am nächsten Tag wurde beim HA auf Herzinfarkt geprüft...negativ.....im Herzecho kam dann raus, eine Herzklappe ist undicht.....Im erneuten Herzkatheder....Herz funktioniert gut....

Seit Jahren plagen mich Gelenkbeschwerden überall....fast alle Gelenke.....und im re. Fuß hat sich ohne Trauma das Mittelfuß-Gelenk "aufgelöst". Es mußte operiert, versteift werden. Dann ist dort die Platte gebrochen, nochmal OP...Material raus....der Fuß war weiter instabil....nochmal OP....neue Platte rein.....Fuß tat wieder weh....Ermüdungsbruch.....wegen zuwenig Vit. D unter anderem.....

Wegen der Gelenkbeschwerden bin ich bei der Rheumaärztin.....die nahm genügend Blut ab....entzündlich ist erstmal nix, aber umso mehr Arthrose....mit 44...
Aber beim Blutergebnis kam raus, dass ich eine Anämie habe, meine Immunwerte zu niedrig sind, ein Eiweißwert zu niedrig.....Sie fragte mich dauernd nach Beschwerden im Magen-Darm-Trakt...ich verneinte....
Nun hat sie nochmal Blut abgenommen....

Und sie meinte das MRT wäre merkwürdig.....sie muss erstmal eine Radiologin befragen.....

Ich habe zuhause die Laborergebnisse gegoogelt und krieg so richtig die Krise.....
Da war von nephrotischem Syndrom, Blutkrebs, Knochenkrebs usw. die Rede.....

mist...und der nächste Termin ist erst am 1.9. ....wie soll ich denn die Zeit bis dahin überstehen?
Hoffentlich ruft die Ärztin mich an, wenn es etwas ernstes ist....

panische Grüße....

08.07.2015 13:22 • 09.07.2015 #1


4 Antworten ↓


Hotin

Hotin


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Hallo tweety007,

Zitat:
ich habe schon viele Jahre eine große Angst vor irgendeiner schweren Krankheit.....


Dann hast Du Dir ja schon viele Jahre umsonst Sorgen gemacht.
Warum?


Die anderen Symptome und Deine Gelenkprobleme sind ja nicht gerade schön.
Dieses scheint aber behandelbar zu sein.
Zitat:
Ich habe zuhause die Laborergebnisse gegoogelt und krieg so richtig die Krise.....
Da war von nephrotischem Syndrom, Blutkrebs, Knochenkrebs usw. die Rede....
.

Intelligent scheint das nicht zu sein, wenn Du Deine Laborergebnisse googlest.
Wer googlet muss auch in der Lage sein, richtige Schlüsse aus dem zu ziehen,
was an Ergebnissen angezeigt wird. Sei mir nicht böse, Du scheinst das nicht zu können.
Zitat:
und der nächste Termin ist erst am 1.9. ....wie soll ich denn die Zeit bis dahin überstehen?


In dem Du abwartest und Dir selbst keine Horrorfilme im Kopf ausdenkst.
Sage Dir immer wieder. "Ich habe keine schwere Krankheit.
Ich habe nur zu häufig Angst vor Dingen die ich mir vorstelle.
Also sollte ich versuchen, nur das zu sehen, was wirklich nachweislich so ist."

Wünsche Dir viel mehr innere Ruhe und Gelassenheit

Hotin

08.07.2015 22:30 • #2


tweety007

tweety007


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Das ist nicht einfach, sich keine Gedanken zu machen.....die Ängste sind halt da.

Gegen die Ängste und auch gegen die Panikattacken möchte ich ja eine Therapie anfangen. Die beginnt aber erst ab 28.7.

Ich werde mir im Urlaub viel vornehmen, um mich abzulenken.....klar....

09.07.2015 15:51 • #3


mattes

mattes


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Hallo tweety007,
du musst deine Angst vor dem Tod in den Griff bekommen. Das ist das ganze Übel. Solange du nicht akzeptierst und zwar gänzlich, das der Tod zum Leben gehört, er kommen wird wann er es für richtig hält, du absolut gar keinen Einfluss darauf hast, da kannst du zu Ärzten rennen soviel du willst, solange wirst du leider nicht zur Ruhe kommen

09.07.2015 16:11 • #4


Hotin

Hotin


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Hallo Tweety007,

Zitat:
Das ist nicht einfach, sich keine Gedanken zu machen.....die Ängste sind halt da.


Da hast du recht. Ängste sind Gefühle. Daher ist es ok, das Du Deine Gefühle spürst.
Also Deine Angst vor einer Krankheit ist doch verständlich. Die belastet Dich nur viel zu stark.
Und das solltest Du in einer Therapie lernen, diese Ängste wieder
leiser werden zu lassen. Weg gehen werden sie nie.

Du solltest Dir auch nicht "keine Gedanken machen". Dann macht Dich
Dein Gehirn nervös.
Du sollst Dir aktiv selbst etwas sagen. Sage Dir, "Aus jahrelanger Erfahrung weiß
ich, das ich nicht ernstlich krank bin. Meine Angst akzeptiere und verstehe ich.
Sie ist nur viel zu stark. Also versuche ich zu lernen nicht sofort bei jedem
Angstgedanken gleich an etwas schlimmes zu denken.

Du wirst sehen, so was funktioniert.

Viele Grüße

Hotin

09.07.2015 16:24 • x 1 #5



Dr. Matthias Nagel


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