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Hallo,

Am Mittwoch wurden mir 2 Weisheitszähne und 1 Backenzahn entfernt. Ich halte mich natürlich an die Instruktionen des Arztes: Nur Brei essen, nach dem Essen mit Kinderzahnbürste die Zähne putzen (jedoch nicht das Areal der Wunde), mit Chlorhexamed 3x täglich spülen und Kühlen. Die Schmerzen haben sich sehr in Grenzen gehalten (kaum vorhanden) und es ist auch kaum eine Schwellung zu sehen.

Seit heute ist es allerdings so, dass eine Wunde des Weisheitszahnes drückt und pocht (nach meinen Puls). Jetzt habe ich extreme Angst dass dies ein Zeichen einer Entzündung ist. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Pochen direkt von der Wunde kommt, oder ob ich das Pochen meiner Halsschlagader auf die Position der Wunde projeziere. Auch habe ich krasse Angst, dass ich eine trockene Alveole bekommen könnte da die Blutpfropfen hin und wieder etwas zusammen gefallen sind.

Wie werde ich diese verdammten Ängste los?

06.10.2017 19:41 • 12.02.2020 #1


25 Antworten ↓


Angor
Hallo

Falls sich was entzündet, was ja leider vorkommen kann, wird Dir der ZA ein Antibiotikum aufschreiben.

Villeicht ist beim Ziehen auch etwas abgesplittert, dass hatte ich bei einem Backenzahn, das kommt aber von allein raus.

Aber ich denke, es ist einfach nur der normale Wundschmerz, es ist ja grad erst zwei Tage her, gute Besserung!

LG Angor

06.10.2017 19:48 • x 1 #2



Angst vor Komplikationen nach Zahnextraktion

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Ich denke auch das es der normale Wundschmerz ist. Und 2 Tage ist im grünen Bereich.

Als mir mein Weisheitszahn gezogen wurde war dieser entzündet und ich habe mich 1,5 Wochen von zerdrückten Kartoffeln und Bananen sowie Supper ernährt aus Angst es könnte sich irgendwie was festsetzten oder so.

Also auch wenn es schwer fällt Kopf hoch es ist alles im grünen Bereich.

Und ich bin selber Angstpatientin beim Zahnarzt und das ist echt ein mieses Gefühl.

Gute Besserung

06.10.2017 20:05 • x 1 #3


Gandalf der Graue
Ich hatte nach der letzten Weißheitszahn-OP 2 Wochen Schmerzen. Das soll so eigentlich nicht sein, aber entzündet war trotzdem nichts. Zumindest konnten die Ärzte nichts feststellen. Die Wunde hat einfach etwas länger gebraucht um zu verheilen.

Ich war nach den OPs nach 3 Tagen nochmal da, und beide Male konnten direkt ein paar Fäden gezogen werden. 7 Tage nach der OP dann die Standardkontrolle und das Ziehen der restlichen Fäden.

Klingt bis jetzt nicht extrem ungewöhnlich bei dir. Nimmst du denn Schmerzmittel? Wenn nicht, könnte das ein Hilfsmittel sein, um das Wochenende zu überstehen. Aber kein Ar. bzw Paracetamol, da das Blutverdünnend wirkt und Nachbluten der Wunden wollen wir ja möglichst vermeiden. Wenn es Montag nicht besser ist würde ich an deiner Stelle das ganze nochmal anschauen lassen.

06.10.2017 20:55 • x 1 #4


Ich hatte nach der Entfernung von 3 Weisheitszähnen eine so dicke Backe, dass ich sie selbst aus dem Augenwinkel sehen konnte. Dazu ein Bluterguss der von der Backe mit der Schwerkraft auf meine Brust zog. Geraucht habe ich danach auch wieder. Aber es hat sich zu keiner Zeit was entzündet. Deine Schmerzen sind normal, denn Du hast da jetzt ein Loch, das bis auf den Kieferknochen reicht. Das braucht seine Zeit.

IBU 800 war mein Hilfsmittel für einige Tage.

06.10.2017 20:59 • x 1 #5


Vielen Dank für eure Antworten,

Ich nehme kein Schmerzmittel weil ich keine Schmerzen habe (nur dieser leichte Druck im Zahnfleisch und dieses leichte Pochen). Das doofe ist, ich fahre mit der Zunge hin und wieder über die Wunden was mich weiter beunruhigt: Bei der einen Wunde ist dieser gallertartige Blutpfropfen weg, die Stelle fühlt sich weich und matschig an und an der Seite (Richtung der Backe) fühle ich einen Huckel (fühlt sich an wie ein Blutpfropf) der etwas hartes oben drauf hat. Ich denke dass das Harte die Fäden sind die zur Seite hin verrutscht sind. Jetzt habe ich große Angst dass sich an dieser Stelle eine trockene Alveolitis Sicca bildet und das auch etwas mit den Fäden nicht in Ordnung ist. Ich male mir hier gerade Horrorgeschichten aus.

07.10.2017 04:15 • #6


Das passt schon. Der Pfropfen wird nicht bis zum Kieferknochen weg sein. Solange es nicht blutet, ist auch alles dicht. Bleib mit der Zunge davon und warte ab. Mehr kannst Du nicht machen.

Und noch wichtiger: Hör auf zu googlen!

07.10.2017 06:55 • x 1 #7


Angor
Du müsstest schon daran saugen oder ziemlich dolle spülen, dass der ganze Blutpfropf weg ist, der reicht ja bis runter in den Kieferknochen.

Und irgendwann geht der Blutpfropf auch weg, wenn die Heilung anfängt. Die Spülung mit Chlorhexamed ist prophylaktisch, um grad einer trockenen Alveole vorzubeugen. Die entsteht ja nur, wenn zuviel Keime in die Wunde gelangen.

Falls Du doch noch Schmerzen bekommen solltest, würde ich den ZA aufsuchen, aber das wird schon.
Mir hatte man auch schon etliche Zähne ziehen müssen, ich hatte alles, Schwellungen, Pochen und Schmerzen, aber nie eine trockene Alveole.

Gute Besserung!

07.10.2017 07:40 • x 1 #8


Zitat:
Gute Besserung!


Danke.

Da ich eine Blutgerinnungsstörung habe (Thrombozytopenie), hat die Wunde (Weißheitszahn links oben) gestern noch leicht geblutet. Ich habe dann mit einem Aufbisstupfer auf die Wunde gebissen. Die Blutung ist jetzt zum Glück komplett weg. Kann man mit solch einen Tupfer den Blutpfropfen bis zum Knochen hin zerstören, denn erst seitdem ist das gallertartigen Blut-Jello nicht mehr vorhanden?

07.10.2017 09:17 • #9


So,

Meine Mum hat mir mal in den Mund geleuchtet und gesehen, dass an der Stelle kein Blutpfropf mehr ist, nur zugenähtes Zahnfleisch und winzige Blutpunkte. Oh man, ich werde noch verrückt vor Angst, ich wünsche ich hätte die mir nie entfernen lassen. Wenn kein Blutpfropf sichtbar ist, dann ist doch eine trockene alveole vorprogrammiert. Ich verliere noch den Verstand. ICH WILL UND WERDE NICHT WIEDER INS KRANKENHAUS GEHEN!

07.10.2017 12:34 • #10


Wenn Du Dich schon in den Wahnsinn googlest, dann lies es auch richtig:

Eine Alveolitis sicca verursacht etwa zwei bis vier Tage nach einer Zahnextraktion starke Schmerzen (= dolor post extractionem) im Wundbereich. Das Koagulum (Blutgerinnsel) ist zerfallen oder verloren gegangen, was mit unangenehmen Gerüchen (foetor ex ore) einhergehen kann. Der Knochen liegt frei. Die Wunde ist an den Wundrändern mitunter gerötet und das Zahnfach erscheint leer oder enthält das aufgelöste, übelriechende Koagulum.

DU HAST KEINEN OFFENEN KIEFER!
Du hast nicht mal genug Schmerzen, um Dir eine IBU einzuwerfen.

07.10.2017 16:09 • x 3 #11


Miyako
Ich denke auch, dass das auch einfach Wundschmerzen sind. Bei meiner Knie-OP dachte ich hinterher auch "tut ja fast nicht weh"... Naja, das kam noch. Richtig gemerkt habe ich von der OP auch erst was als ich schon wieder zuhause war. Und als dann leider Komplikationen aufgetreten sind, wurde der Schmerz um einiges schlimmer und wenn da was gewaltig nicht stimmt, dann merkt man das zumeist einfach auch eindeutig.
Mit Zähnen habe ich zwar keine Erfahrung, aber das ist ja ebenfalls ein operativer Eingriff und sowas kann einfach nunmal Schmerzen mit sich bringen. ^^

07.10.2017 16:25 • x 1 #12


kalina
Lass die Wunde vor allem in Ruhe, halte den Kiefer möglichst ruhig, hör auf mit der Zunge daran rumzumachen.
Vorsichtig essen und vorsichtig mit Chlohexamed spülen und bei Bedarf Kiefer von außen kühlen. Die Wunde ist beim Weisheitszahn tief und das braucht schon Zeit. Sei froh, dass Du keine total dicke Backe hast, sowas kann nämlich schon ne Woche oder länger anhalten. Nicht gucken, nicht rumpfriemeln, ruh Dich einfach aus, so heilt alles am besten. Finger weg von Google.

07.10.2017 17:59 • x 1 #13


Danke für eure Antworten, das weiß ich sehr zu schätzen.

Ich war vor ca. 1 Stunde beim Notdienst, der hat sich die Wunden angeschaut und alles sieht ganz gut aus. Es besteht keine trockene alveole. Ich bin so erleichtert. Ich habe zwar heute erstmalig leichte Schmerzen am Backenzahn wo die Wurzeln rausgefräst wurden mussten, das liegt aber sicher daran dass heute der erste Tag ist an den ich nicht mehr kühle und eben noch eine tiefe Wunde besteht.

07.10.2017 18:45 • #14


kopfloseshuhn
Als mir meine vier Weisheitszhne unter Vollnarkose entfernt wurden (die mussten ausgebuddelt werden, lagen komplett schief) hatte ich 3 Wochen Schmerzen und ich hab mir eine Ibu nach der nächsten eingeschmissen.
Das tut nunmal auch wirklich weh!
Gute Besserung.

07.10.2017 19:01 • x 1 #15


Also genau wie wir es gesagt haben.
Alles ein Produkt Deiner Angst.

07.10.2017 19:02 • x 1 #16


Zitat von Mutexia:
Also genau wie wir es gesagt haben.
Alles ein Produkt Deiner Angst.



Richtig. Ich habe gerade Babybrei (ab 12 Monate) mit Kartoffelstückchen gegessen, ich glaube das hätte ich nicht tun sollen denn die Stückchen könnten sich irgendwo absetzen, oder? Ich habe gerade nochmal mehrfach mit Wasser und danach mit Chlorhexidin gespült. Hoffentlich geht das gut. :/ Ich glaube ich bleib die nächsten Tage doch nur bei Feinpüriertem.

07.10.2017 19:22 • #17

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Quatsch. Das spült sich raus. Das ist jetzt keine offene Wunde mehr.

Ich hab auch fast direkt wieder normal gegessen. Nur halt auf der anderen Seite gekaut. Von spitzen und scharfkantigen Lebensmitteln solltest Du aber die Finger lassen. Chips und härtere Brötchen zum Beispiel.

07.10.2017 19:25 • x 1 #18


Zitat von Mutexia:
Quatsch. Das spült sich raus. Das ist jetzt keine offene Wunde mehr.

Ich hab auch fast direkt wieder normal gegessen. Nur halt auf der anderen Seite gekaut. Von spitzen und scharfkantigen Lebensmitteln solltest Du aber die Finger lassen. Chips und härtere Brötchen zum Beispiel.


Ok. Harte Nahrung werde ich sowieso für ein paar Wochen noch meiden.

07.10.2017 19:31 • #19


kopfloseshuhn
Ich hab auch alles außer scharfkantiges gesessen. naja gelutscht trifft es wohl eher.
Da passiert nix. Keine Sorge

07.10.2017 19:45 • x 1 #20



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Dr. Matthias Nagel