Ach du gott. Offenbar passt ihr ja jetzt gar nicht mehr zusammen.
Und glaube mir, es wird wohl kaum besser
denn
Jetzt hat er keine Zeit weil er sich was neues aufbauen will (obs nun funktioniert oder nicht sei mal dahingestellt)
und
später hat er keine Zeit weil der Laden brummt.
Als Gastronom hat man ein extrem schweres Leben wenn man selber noch "arbeiten" muss!
Wenn man groß ist und "nur die Organisation" machen muss ist das etwas anderes.
Da kann man nach 8h Feierabend machen. Das sollte dir klar sein. Dein Mann sieht das so nicht.
Wird er auch nicht. Ich habe das selber durch bzw. befinde mich gerade in diesen Kreislauf.
Ich selber kann mit meine Frau sehr gut kochen und irgendwie wollen wir das mit unserer Welt teilen.
Aber wir beide wissen eben wie hart es ist Kunden im heimischen Lokal zu beköstigen.
Der Laden muss 8h geöffnet haben und danach sitzt man noch 2h um alles sauber zu machen.
Davor sitzt man noch 2h rum um alles für den Tag vorzubereiten. Nur das Tagesgeschäft.
Überobligatorische Dinge die immer mal anfallen kommen oben drauf. Und das für eine sehr kleine Marge.
Darüber hinaus genügt es nicht nur gut zu kochen. Das A und O ist auch das die Leute einen
weiterempfehlen und das die Leute wissen das es euch gibt. Niemand bestellt wenn keiner in
den Laden kommt und weis das es euch gibt. Die Tatsache besteht mit und ohne Bilanz.
Die Bilanz ist also nur die halbe Wahrheit. Wir haben hier in Magdeburg viele Schnellrestaurants
und Restaurants wo ich mich frage wie die existieren können. An die Qualität des Essen liegt es
mit absoluter Sicherheit nicht. An den Preisen teilweise schon gar nicht.
Mich würds interessieren warum die Leute dahin gehen

Bei euch scheint es ähnlich wie mit mir und meiner Frau zu laufen. Ich arbeite, Sie hilft ab und zu mal mit,
aber sie merkt nicht das sie dadurch einen Vorteil hat. Ich kann ihr erzählen was ich will. Sie merkts nicht.
... Aber, ich mache im wesentlichen um 15-16Uhr Feierabend und die Papiere zeigen von Jahr zu Jahr Umsatzsteigerungen
sodass ich daran glaube das es früher oder später bequem reicht. In diesen Jahr ist es so das ich ca 10-15% weniger
Umsatz haben werde als letztes Jahr, aber ich war auch ca. 2Monate Arbeitsunfähig und arbeite die letzten 3 Monate auch nur noch
ca. 6h täglich. Ein Geschäftszweig musste ich oben drein völlig einstellen und in den 6h Arbeit geht im Schnitt eine Stunde
für Jobcenter oder andere Behörden drauf weil ich arm bin. So gesehen ist dieses Jahr dann erfolgreicher
als das letzte Jahr. Nur laufen meine Maschinen noch immer nicht so wie ich will. Das kann aber bis März geändert werden.
Dann könnte ich theoretisch in der gleichen Zeit doppelt so viel Umsatz machen. Das erste Ziel ist es die Maschinen vorzubereiten.
Dann 1 Jahr versuchen so viel Geld zu machen das es reicht. Reicht es nicht, wird das Geschäft aufgegeben oder umgestellt.
Mein Geschäft besteht A Entwicklung und Produktions sowie Verkauf von Flüssigkeitskühler für Halbleiterelemente und B
Importirrung von Elektromotore aus China. Nebenbei entwickle, produziere und verkaufe ich Tischtennishölzer für den Wettkampfsport.
Die Regel war ca. 12h Arbeit pro Tag. Seit dem wir vorübergehend zusammen gewohnt haben arbeite ich nur noch 8-10h. Im September
hatte ich einen Totalausfall und habe erst einmal eine Woche nur das gemacht worauf ich Lust hatte damit überhaupt mal wieder etwas
positives passiert. Danach 2 Wochen lang nur gearbeitet wann ich Lust hatte. Und seit dem Arbeit nur noch ca. 25-35h/Woche.
Ich wurde krank weil alles negativ war. Kunden nervten (ab und zu zurecht, ab und zu zu unrecht), Jobcenter hat mir tief hinten rein geguckt.
Schriftwechsel umfasst ca. 1500 Seiten Papier pro Jahr. Meine Frau nervte und zickte tierisch. Ständige Überarbeitung weil kein Urlaub
und zu wenig Pausen. Kompletter Umschwung im Sport. Neuer Verein mit neuen Leuten wobei das Problem primär darin bestand und noch
besteht zum Sport zu gelangen...
Die Folge aus den Ärger waren Panikattacken. Das Geschäft der Flüssigkeitskhler wurde nun auf unbestimmte Zeit eingestellt.
Ich konzentriere mich ab Januar stärker auf die Hölzer und Elektromotore. Da arbeite ich ca. 2h pro Tag und mit der Hilfe des Jobcenters
kann ich mich erst mal erholen. Ich hoffe das ich es mir leisten kann die Flüssigkeitskühler im Juli 2017 wieder zu eröffnen.
Eine neue Website befindet sich gerade im Bau. Bis dahin muss auch geklärt werden wohin die Reise geht.
Normalerweise brauche ich eine Zweite Person an meine Seite die ca 60-80h pro Monat in diesen Bereich arbeitet
und mich entlastet. Dabei gibt es aber ein großes Problem. Es gibt kein Personal. Es muss angelernt werden.
Das ist tricky. Der optimale Partner wäre meine Frau. Es gibt jedoch gute Gründe die dagegen sprechen.
Mehr als die die dafür sprechen. Jmd fremdes muss wie erwähnt auch erst mal angelernt werden, ist auch nicht so Verständnisvoll.
Denn in einer 1Mann Firma läuft das anders als in einer Firma mit 20 oder 50 Mitarbeiter...
Es ist auch vorstellbar das die Flüssigkeitskühlergeschichte gar nicht mehr weiterläuft. Das wäre sogar mein Wunsch.
Erspare ich mir viel Ärger. Aber, ich bräuchte einen Ersatz. Der Ersatz wäre die Produktion von Schwibbögen und ähnlichem.
Allerdings ist das ein Thema wo meine Frau helfen könnte. Sie könnte das Design und den Verkauf erledigen und ich
kümmere mich um die Produktion. Aber weist du was? Meine Frau macht gar nichts. Wir wollten letztes Jahr schon einen Versuch starten...
Dann wollten wir dieses Jahr nen Versuch starten und ich hatte Sie mitte November soweit das sie sagte das Anfang Dezember ein Design steht.
Vor paar Tagen fragte ich nach dem Design und sie sagte das es nicht stimmt das ein Design fertig werden sollte... Verkaufsstart sollte Oktober 2016 sein...
Mehr muss ich wohl hinsichtlich Alternative und Integration meiner Frau in das Unternehmen nicht schreiben oder?
Ich habe bereits jetzt 3 Maschinen die pro Tag theoretisch 400€ machen könnten. Wenn ich täglich 8h an den Maschinen sitzen könnte.
Kann ich aber nicht weil ich den ganzen Bürosalat und Kundenbetreuung übernehmen muss. Eine Maschine soll noch ein großes Update bekommen.
Dann macht die nicht 200€ am Tag sondern 400€ pro Tag. Die Investitionen beliefen sich summiert auf insgesamt 20000€ die in den letzten 3 Jahren investiert wurden.
Wenn ich am Anfang gewusst hätte, was für ein Weg vor mir liegt. Hätte ich mich nie selbstständig gemacht.
Naja, aber nun steht ich kurz vorm Knall und muss weiter machen um zu sehen ob es funktioniert. Denn ich
stehe jetzt kurz davor alle technischen Voraussetzungen geschafft zu haben um wirklich Geld mit dem Geschäft verdienen zu können
Mal zu Euch:
Natürlich ist ein Scheidungskind nicht toll. Aber viele Kinder sind Scheidungskinder und denen gehts gut.
Ich kenne das von meiner Ex. Da kam das Kind gar nicht mehr drauf klar und sie hat den Mann wieder wieder reingelassen. 2 Wochen hats gedauert...
Dann hat der Mann wieder Daheim gewohnt. Sowie ich richtig gesehen habe hat sie sich aber letztes Jahr oder dieses Jahr nun doch von ihm getrennt
und hat nun einen Neuen. Sie sagte damals das das Kind aus den gröbsten raus sein solle und sie es dann vermutlich noch einmal wagen würde.
Offenbar hat sie das auch getan.
Der Partner eines angehenden Selbstständigen muss sehr viel Opfer bringen und viel Leid ertragen.
ABER du solltest dir nicht anhören müssen das du Schuld bist das er kein Geld verdient.
Es ist sein Unternehmen und er muss dafür sorgen das er alleine das Unternehmen in den Griff bekommt. Er darf sich nicht darauf verlassen
das andere ihn regelmäßig den Karren aus den Matsch ziehen. Ich kenne das. Ich habe das leider auch so praktiziert das ich Aufgaben von anderen hab machen lassen.
Allerdings mache ich das nun nicht mehr. Weil es einfach nicht fair ist. Es ist mein Unternehmen. Ich hab mir das so ausgesucht
also muss das Unternehmen nicht zu Lasten meiner Mitmenschen zum laufen bringen. Es muss ohne sie funktionieren.
Man rutscht da so schnell rein und man merkt es nicht. Man merkt es erst wenns knallt oder irgendwas passiert was das Leben ändert.
Bei mir war es der Totalausfall im September.
Was aber drin sein muss, das der Partner in Extremsituationen auch mal helfen muss. Das dient zum Wohle Aller.
Aber es darf nicht die Regel werden!
Ich würde das deinen Mann so verklickern das es sein Unternehmen ist und er zusehen muss das er das Unternehmen alleine führen kann.
Kann er das nicht, wird er auf die Schnauze fallen. Er muss begreifen das das Unternehmen funktionieren muss ohne das es die Mitmenschen
belastet und ohne das die Mitmenschen helfen müssen. Also in Form von das sie mitarbeiten müssen um das Unternehmen am laufen zu kriegen.
Du kannst Ihm ja anbieten etwas zu helfen. ETWAS ZU HELFEN... ... nicht arbeiten... Was du ja mit den Papierkram ja offenbar machst.
Das ist ok. Du kannst ihn auch gerne Ideen und Inspiration geben. Das kostet nichts und ist ebenso eine Unterstützung die helfen kann.
Ich mache das bei meiner Frau auch so. Ich finde auch vieles Schwachsinnig was sie macht oder machen möchte.
Aber wenn Sie darin einen Sinn findet... ... helfe ich ihr trotzdem. ... ein blindes Huhn trinkt auch mal einen Korn

Was jedoch problematisch ist, ist das du dich dort nicht wohl fühlst. Dein Mann hat jetzt ganz sicher andere Sorgen
als jene die du pflegst. Er hat sich zur Aufgabe gemacht das er ein Geschäft eröffnen will. Das ist seine Priorität.
Dabei sieht er alle anderen Dinge als nicht so wichtig an. So nach dem Motto: Jetzt 3 Jahre Ar. zusammen kneifen
und wenns läuft entspannt sich alles und alles wird besser und die Probleme werden dann gelöst. Ungefähr so wird wohl dein Mann denken.
Aber das ist falsch. Er muss sich jetzt um sich und seine Mitmenschen kümmern. Da jetzt das Problem besteht.
Die Probleme werden ja nicht besser wenn man sie ignoriert. Das muss man lernen. Nach 8 Jahren Selbständigkeit
hat man einiges erlebt und mit den Totalausfall hat man viel gelernt. Dein Mann wird das früher oder später auch lernen.
Womöglich auf die harte Tour... Aber er wird lernen. Es ist nur die Frage in welcher Form das passiert...
Ich bin zwar mit meinen 31 Jahren noch jung und habe einen Teil meiner besten Jahre durch die Selbständigkeit verschenkt...
Aber umso Stärker gehe ich da jetzt wieder heraus und weiß welche Fehler ich nicht mehr machen darf und könnte somit die
kommenden Jahre besser nutzen.
Das mit den Pferd ist natürlich auch gar nicht so schön.
Aber wenn, im Falle eines Falles, kannst du dir doch den neuen Halter aussuchen. Du könntest doch vorab klären, Notfalls auch schriftlich,
das du dein Pferd jeder Zeit bei Anmeldung besuchen und ausreiten könntest. So bleibt ihr euch weiter hin treu.
Das wäre auch im Sinne von Mensch und Tier.
Wohnsituation:
Du musst herausfinden ob du dich irgendwie arrangieren kannst, oder ob du das nicht kannst oder willst. Dann heist es das du raus musst.
Wenn du es versuchen willst da zu bleiben, musst du dir einen Plan machen wie du dort glücklich werden kannst.
Schreib auf was du dir von deinen Wohnort erwartest und schreib auf was du dazu brauchst. Dann kannst du dir überlegen wie du das kriegst was du brauchst.
Natürlich liegt einen das Ruhige Klima nicht jedem, aber vielleicht kannst du dir das ruhige Klima in deinen Wohnort zu nutze machen?
Ich find Ruhe und Natur toll. Meine Frau auch. Obwohl wir in einer normalen Stadt leben ~200.00 Einwohner... ... wobei es meiner Frau wie ein Dorf vorkommt da in Ihre Heimatstadt bis zu 9.000.000 Menschen leben O.o ... Eigentlich sollte man überall Leute finden mit denen man sich austauschen kann. Schnell und einfach findet man Leute beim Sport. Speziell Mannschaftssport.
ach einigen Wochen ist vielleicht auch jmd dabei dem man sich öffnen kann. Den Kontakt zu deiner alten Heimat könntest du ja trotz allem aufrecht erhalten.
Mit Besuche und oder Internet. Wenn dein Mann nicht mit will ... ... dann fahre eben in den Ferien ohne ihn! Kannst ihn ja mal fragen ob das Geschäft oder die Kinder und Familie wichtiger sind.
Nötige Ihn dir mitzuteilen was er unter dem Wort Familie und Vater sein versteht. Es sollte klar sein das nur Geld zu geben nicht ausreicht.
Es sollte auch klar sein das wenn man zu wenig Geld hat, es keinen Sinn macht mehr zu arbeiten um mehr Geld zu haben, sondern es macht mehr Sinn etwas anderes zu arbeiten
oder anders zu arbeiten. Es gibt nicht umsonst die 43h Regel die dauerhaft nicht überschritten werden darf. Weil man halt krank wird durch zu viel Arbeit.
Zu viel Arbeit = Zu wenig Familie. Ganz einfache Rechnung. Und Familie bedeutet zusammen glücklich sein. Dazu gehört kein Geld und kein spezieller Wohnort!