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E

Einfachnina
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Hallo zusammen, ich habe schon mal so einen Beitrag verfasst aber ich wollte gerne nochmal mehr ins Detail gehen. vielleicht gibt es Menschen die etwas ähnliches haben?
Ich leide seit 1,5 Jahren unter Brust Beschwerden: Herzrasen, herzstolpern, schmerzen in der Brust. Ich war sehr oft beim Arzt und es hieß immer alles sei gut und mein Herz ist gesund. es sind nur Panikattacken. Ich habe mehrere Medikamente ausprobiert, habe mich in eine Klinik einweisen lassen und unheimlich viele Dinge ausprobiert damit es mir besser geht. Alles ohne Erfolg. nach nun 1,5 Jahren die Diagnose: reentry Tachykardie und eine leicht eingeschränkte pumpleistung. Das haute mich natürlich mehr als einfach nur aus den Socken. Endlich wusste ich was mit mir los ist und das es nicht “nur” Panikattacken waren… Die Panik und Angst kam irgendwann dazu weil ich nicht mehr wusste was mit meinem Körper passiert.
Seit der Geburt meines Sohnes (vor ca. 3 Monaten) kam die starke Angst vor dem plötzlichen Herztod… Es ging alles langsam an bis es so schlimm wurde das ich nicht mehr alleine auf die Toilette konnte. mein Leben wurde so stark eingeschränkt das ich jeden Abend bei meinem Mann im Arm weine und ihn anflehe das es aufhört. Ich habe so ein schlechtes Gewissen meinem Baby gegenũber. es ist gerade die schönste Zeit meines Lebens und ich sollte glücklich sein aber ich kann es einfach nicht. Also versteht mich nicht falsch ich liebe meinen Sohn über alles und ich kümmere mich wirklich gut um ihn! Mir fehlt einfach so dieses “alles ist gut”. Ich habe so Angst das meine Sorgen sich auf den kleinen übertragen… Ich stehe morgens auf und habe eine Panikattacke nach der anderen… Ich liege auf dem Sofa und schrecke hoch auf und schnappe nach Luft weil es sich so anfühlt als würde mein Herz stehen bleiben. Ich habe so eine furchtbare Angst zu sterben das ich es mich selbst nicht mehr ertrage… Ich wünsche mir nix mehr als das es mir und meiner Familie gut geht und ich psychisch und körperlich gesund bin…

06.10.2024 #1


89 Antworten ↓
L

Lvoe
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@Einfachnina er ist schon drei Jahre alt und ich hab das seit der Geburt von ihm, dass ich ständig diese Angst hab. Niedriger Puls hab ich schon seit gefühlt zehn Jahren aber hab mich nie damit beschäftigt. Erst seit 1,5 Jahren fällt es mir extrem auf. Gestern hab ich mich nur kurz ans Handy gesetzt, als mein kleiner geschlafen hat und hatte einen Puls von 38. Natürlich sofort eine Panikattacke bekommen. Ich bin nicht sportlich, man sagt ja bei Sportler ist so ein niedriger Puls normal. Aber ich bin total das Gegenteil von sportlich. Ich hab auch seit der Geburt 15 Kilo mehr, also ich bin auch nicht schlank und wie gesagt auch nicht sportlich. Und normalerweise hatten ja wenn man etwas mehr auf den Hüften hat und kein Sport macht einen höheren Ruhepuls. Das macht mich verrückt, dass ich so ein niedrigen Ruhepuls hab. Auch heute. Beim einkaufen hatte ich nur einen Puls von 50, obwohl ich ja gelaufen bin, getragen und geschoben habe… an der Kasse. Als ich dann noch mehr zur Ruhe gekommen bin und warten musste, hab ich richtig gemerkt, wie der Puls immer weiter runtergeht und ich natürlich sofort eine Panikattacke bekommen.
Habe im August mal die Apple Watch weggelassen, dass ich den Puls gar nicht die ganze Zeit überwache, hatte das Gefühl, das hat mir etwas geholfen, dass ich meinen Puls gar nicht immer im Blick habe. Aber trotzdem weiß man ja, dass es da ist

Ich war auch schon beim Arzt und er meinte es ist alles okay, ich hab auch schon deswegen einmal den Notruf gerufen ganz am Anfang, als ich meine erste Panikattacke hatte aufgrund des niedrigen Puls, und die sagten mir auch es ist alles okay.

05.10.2024 12:15 • x 1 #52


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Angst an einem Herztod zu sterben

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S

Svaneke
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@Einfachnina
Das war ein glücklicher Zufall. Noch vor meinen Klinikaufenthalt hatte ich für September einen Termin beim Kardiologen gemacht. Hatte ich vergessen, aber Doctolib hat mich zum Glück erinnert. Hab meinen Klinikbericht abgegeben und wollte EKG checken, da man das bei Venlafaxin regelmäßig machen soll. Als ich aufgerufen wurde, kam er aus seinem Arztzimmer und ging mit mir aus der Praxis raus in einen anderen Bereich. Auf einmal saß ich in einem Raum…Sessel, Gemälde, Pflanzen, dachte mir wo bin ich denn jetzt hier. Wo ist mein geliebtes EKG. Und auf einmal erzählte er, dass er Kardiologe ist, aber auch Psychotherapie mit Kernthema Kardiophobie anbietet. Ich hatte Gänsehaut und hätte fast geheult. Ab November bietet er mir halt Tiefenpsychologie für erstmal 5 Std. an und dann schauen wir weiter.

Hypnose…ja, teuer, aber ich hatte einen meiner schönsten angstfreien Tage nach einer Sitzung. Das hat mir gezeigt, es IST der Kopf bzw. das Unterbewusstsein. Jetzt gehe ich zu einem Spezialisten der auch in die Tiefe geht und nachhaltig den ein oder anderen Schalter finden und ausknipsen will. Mal schauen, ich hab nichts zu verlieren und da ich mittlerweile Selbsthypnose gut kann (als Entspannung) bin ich von diesem Therapieansatz auch überzeugt, dass es helfen kann. Wir schaffen das!

06.10.2024 13:01 • #90


Zum Beitrag im Thema ↓


U
Hat dein Arzt dich denn aufgeklärt, dass die AVNRT zwar unangenehm ist aber nicht Lebensgefährlich?
Hast du über eine Ablation nachgedacht wenn du dich so beeinträchtigt fühlst?

An sonsten musst du lernen deinem Körper wieder zu vertrauen und du musst die Tachykardie Phasen akzeptieren. Die sind nun einmal da...die sind eklig aber nicht wirklich gefährlich. Sie gehören halt zu dir und werden immer da sein. Mit der Zeit wird auch eine Gewöhnung eintreten. Dann sagst du dir auch nur noch...hach da sind Sie wieder...machst deine Übungen oder nimmst dein Medikament und gut ist.

#2


E
@Urkelwurkel ja er sagte es ist Sau unangenehm und macht auch Angst ist aber nicht gefährlich..

Er hat mir eine Ablation ans Herz gelegt ja.. ich hatte vorgestern ein MRT gehabt er wollte gerne noch das MRT abwarten und dann ggf. die EPU mit der Ablation in die Wege leiten..

Ich versuche mir immer wieder klar zu machen das es nicht gefährlich ist.. aber dann fängt die ganze Panik an, mir wird schwindelig ich zittere und fange an zu spucken.. und dabei verspüre ich diese Todesangst..
Solche Zustände habe ich auch ohne die Tachykardien.. Ich denke einfach jedes Mal gleich könnte dein Herz aufhören zu schlagen und du wärst tot…
Ich bin lange schon nicht mehr gläubig und das ich vermutlich das was mir auch so eine Angst macht.. von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben gerissen zu werden und alles ist vorbei.. Die Vorstellung an nichts macht mir enorme Angst…

#3


U
Das kann ich verstehen. Gerade mit der jungen Familie.
Leider kann das jeden von uns treffen und es ist schwer zu akzeptieren.
Hast du dich denn schon um eine Therapie bemüht? Ich denke an dem Umgang mit der Situation kann man arbeiten. Da ist es auch ein Vorteil, dass du nun auch weißt was du hast.
Ich hatte in den 20ern eine ähnliche Situation. Herzinfarkt...durch glück am richtigen Ort für Reanimation.
Danach hatte ich auch lange zu tun und immer wieder wahnsinnige Angst bei jedem Herzstolperer.

#4


E
@Urkelwurkel ja so ist es.. Ja ich war bereits 3 Wochen stationär in einer Klinik was leider nicht so viel gebracht hat… Und nun fange ich ambulant eine Therapie bei einem Psychotherapeuten an🙏

Hattest du irgendwelche Erkrankungen die zu einem Infarkt geführt haben? Hattest du eine Nahtoderfahrung? Entschuldige wenn es zu privat ist, das musst du natürlich nicht beantworten 🙏

#5


U
Nein die Ursache für den Infarkt wurde nie gefunden. Eventuell angeborene Engstelle oder zu hoher BD in der Jugend aber das lies sich natürlich schwer nachvollziehen.

Nein ich hatte keine Nahtoderfahrung. Ich hab nur gesagt mir wird schwummrig und dann war ich weg und bin erst im Herzkatheter wieder wach geworden. Dazwischen war rein gar nix. Ging alles super schnell, so dass keine Schäden außer einer mini Narbe in der Herzspitze geblieben sind.

Du könntest vllt. Richtung Psychokardiologie schauen. Dafür gibt es auch eine Reha und Psychologen mit der Sonderzulassung dafür. Das würde in deinem Fall ganz gut passen.

x 2 #6


U
@Urkelwurkel wenn diese engstellen vorhanden sein sollten wie kann man diese herausfinden ?

#7


Cathy79
@Einfachnina hallo Nina, ich habe dasselbe wie du, auch avnrt, wenn auch nicht so ausgeprägt wie du. Dienstag lasse ich die Ablation machen. Das ist für mich auch ein riesiger Schritt. Aber ich kann auch nicht ständig in der Angst vor dem nächsten Anfall leben.

#8


E
@Urkelwurkel danke dir! Ich schaue und höre mich mal um🙏

#9


E
@cathy79 wie oft hast du deine Anfälle? Und beruhigen die sich immer von selbst oder bekommst du medis?

#10


U
@UMAIR
Herzkatheter oder mittlerweile auch Angio CT. Bei starkem Verdacht wird aber meist der Katheter gemacht, da man den ja eh zur Behandlung machen muss.

An sonsten gibt es noch indirekte tests. Dabei wird das Herz belastet und dabei beobachtet. (Stress MRT/Stress Echo)

x 1 #11


E
@Urkelwurkel ich glaube auch das man es im MRT sieht🙏 Aus diesem Grund wurde bei mir das mrt gemacht.. meine ich… ich will hier aber auch keine Unwahrheiten verbreiten🙈

x 1 #12


Cathy79
@Einfachnina zum Glück nur sehr selten. Und manchmal auch nur ganz kurz. Der letzte war vor 3 Wochen und hat sich nicht wieder beruhigt. Es konnte dann in der Notafnahme per EKG aufgezeichnet werden und seitdem habe ich auch erst die Diagnose. Ich nehme seitdem Betablocker, aber die helfen auch nur bedingt bzw. Die Wirkung lässt irgendwann nach. Und mit der Ablation hat man über 90 Prozent die Chance geheilt zu werden.

x 1 #13


U
@Urkelwurkel ich hatte ein ganz Körper MRT da wird es aber nicht sichtbar sein. Belastungs EKG ebenfalls und ein Ultraschall vom Herzen. Hab da auch meine Bedenke, da meine Mutter eine angeborene Verengung hat aber die Ärzte es bei mir ausschließen ohne wirklich nachzugucken. Hab ein hohen Puls wenn ich auf den Beinen mit und ein erhöhten diastolischen Blutdruck.

#14


E
@cathy79 ja so kenne ich es auch.. Ich wurde dann auf der Rhytmologie aufgenommen und in der ersten Nacht hatte ich direkt einen Anfall.. das war mein “Glück” weil es aufgezeichnet wurde.. Also ähnlich wie bei dir🙏

Weist du ob die Ablation in Narkose gemacht wird?

#15


U
Man sieht nicht die Gefäße an sich im MRT aber die Durchblutung des Herzens. Man bekommt im Stress MRT was gespritzt und dann buppert das Herz ne Weile schneller und dabei wird die Durchblutung beobachtet. Wenn die OK ist dann ist keine relevante Engstelle vorhanden.
Eine richtige MRT Angiographie hat sich noch nicht etabliert. Es gab aber Studien darüber. Wird bestimmt auch noch kommen.

#16


E
@UMAIR nein leider nicht.. also die müssten wenn dann schon speziell auf das Herz schauen.. Und dann bekommst du auch was gespritzt.. zumindest war es so bei mir..

Bewegst du dich viel? Oder eher weniger? Und was heist für dich ein hoher Puls? Hast du schon mal ein Lz ekg machen lassen?

x 1 #17

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E
@Urkelwurkel ja genau so hatte ich es auch.. Habe auch was gespritzt bekommen 🙈

#18


U
@Einfachnina bewegen tu ich mich wenig. Puls von 120-140. sobald ich liege ist er wieder normal. Ich bin wiege 74 kg bin 181 cm groß. langzeit EKG hatte ich auch. Da viel der hohe Puls auf. Es heißt nur beweg dich mehr.

#19


U
@Einfachnina Kontrastmittel vermutlich.

#20


A


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