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Hallo,

ich habe die letzten Tage wieder ziemlich schlimm mein 'schwindlig'-Problem. Ich habe das eigentlich seit etwa meinem 12 Lebensjahr, zwischendurch mal besser und auch mal jahrelang weg.
Es äußert sich so:
Mir ist immer irgendwie flau zumute und total unsicher. Ich habe das Gefühl, wo ich sitze, stehe, schwankt alles und ich kippe gleich um. Wenn ich den Kopf drehe, habe ich das Gefühl, mein 'Gehirn bewegt sich nach der anderen Seite' - klingt doof, ist aber sehr unangenehm. Manchmal wird mir auch wirklich ganz heftig schwindlig und alles dreht sich. Passiert auch, wenn ich im Bett liege, aber auch, wenn ich am PC sitze oder sonstwas mache.
Wenn es so heftig wird, bekomme ich sofort wahnsinnig Herzrasen und mir wird furchtbar heiß, weil ich Angst bekomme, gleich ohnmächtig zu werden. Wenn es nicht so schlimm wird - also das Allgemeine Tägliche - dann habe ich ständig noch eiskalte Hände und Füße und fühle mich total verkrampft, weil ich ja dauernd das Gefühl habe, 'herunterzufallen'.

An zusätzlichen Beschwerden habe ich noch (aber nicht immer und nicht immer gleichzeitig mit obigem):
-plötzliches Stechen im Kopf
-manchmal 'Flattern' des Herzens, oder Stolpern, jedenfalls unregelmäßig
-Aufstoßen und Bauchschmerzen
-beständige Atemwegsentzündung (Schnupfen und Husten), angeblich Heuschnupfen, ist aber Quatsch, weil ich das das ganze Jahr über habe, damit in Verbindung Kopfschmerzen und Nebenhöhlenschmerzen
-Rücken-Kreuzschmerzen (aber das kann auch von der schiefen Wirbelsäule kommen)

Da ich nicht glaube, einen Gehirntumor zu haben (meistens jedenfalls glaube ich das nicht), weil ich dann wahrscheinlich schon vor 20 Jahren tot umgefallen wäre, schätze ich, daß es was anderes sein muss. Meine momentanen Überlegungen gehen in Richtung Fibromyalgie (aber ich habe eigentlich nicht solche enormen Dauerschmerzen, nur ab und zu halt sticht es hier und da, und mein Kreuzschmerz eben) oder einer bisher unentdeckten Allergie.

Zum Arzt gehen hab ich vor einigen Jahren aufgegeben, weil da nie etwas rauskam und man schon behandelt wurde, als wolle man sich vor irgendwas 'drücken'.
Ach ja, ausser dem 'Heuschnupfen' wurde eine Rechtsschenkelblockade des Herzens festgestellt (angeblich ungefährlich), sowie zu niedriger Blutdruck.

Ich glaube nicht, daß es BLOSS Panik ist mit meinen Beschwerden, aber natürlich hab ich Panik, wenn es los geht.

Hat irgendjemand Ideen, was es sonst noch sein könnte, und worauf ich den Doc vielleicht mal 'heben' könnte, ohne als Simulant heimgeschickt zu werden? Hab mit diesen Schwindelatacken schon ganz die Lebensfreude verloren und traue mich nirgends mehr hin.

27.01.2009 15:33 • 19.03.2009 #1


3 Antworten ↓


Hallo Aelhi,

eine Leidensgeschichte wie Deine ist sicherlich manchmal ziemlich zermürbend. Du bist längere Zeit - wenn ich das richtig beurteile - immer den gleichen Weg gegangen, um dahinter zu kommen, was mit Dir los ist (ärztliche Untersuchungen; ständig Informationen einholen, was es denn noch sein könnte u.a.m.). Das führt natürlich auch dazu, dass die Beschwerden immer mehr im Mittelpunkt stehen, Deine Aufmerksamkeit schon gewohnheitsmäßig darauf gerichtet ist und sie einen doch gewichtigen - zu gewichtigen - Teil Deines Lebens bilden.
Psychische Prozesse und körperliche Erscheinungen sind dadurch immer mehr verwoben und können kaum auseinander gehalten werden - "was ist Henne und was ist Ei?"

Das kann wohl niemand mehr sagen. M.E. ist auch nicht sinnvoll, immer weiter danach zu suchen.

Meine Erfahrung ist, dass man an so einem Punkt die Entscheidung treffen muss, einen neuen Weg einzuschlagen. Dass es weniger um die Diagnose geht, sondern eher darum, wie Du aus dem Kreislauf wieder herauskommst.

Deshalb würde ich Dir empfehlen, noch einmal EINE gründliche ärztliche Generaluntersuchung machen zu lassen - am besten in einer Klinik, der Du die notwendige Kompetenz zutraust (z.B. Uniklinik).
Sollte kein eindeutiger Befund zu erstellen sein, solltest Du den Weg wechseln. Dann wäre es sinnvoll. einen Psychotherapeuten aufzusuchen, um die psychische Seite abzuklären. Bei Deinen Symptomen kann es sich durchaus um körperliche Begleiterscheinungen psychischer Konflikte oder Probleme handeln, die sich verselbständigt haben und wo Dir bestimmte Zusammenhänge nicht mehr bewusst werden. Da können Unsicherheit und Ängste eine Rolle spielen, auch depressive Entwicklungen kommen in einer "somatisierten" Form vor. Krankheitsängste, hypochondrische Tendenzen u.ä.m. kommen in Frage. Und auch wenn hierbei nichts völlig Klares zu Tage trete würde, wäre für mich bei Dir dann das Ziel, wie Du mit den Beschwerden so umgehen kannst, dass sie nicht Dein Leben so negativ beeinflussen (Lernen von Bewältigungsstrategien).

Ich wünsche Dir bald mehr Klarheit oder zumindest, dass Du einen Weg findest, mit Deinen Beschwerden konstruktiver und lösungsorientierter umzugehen.

Herzlichen Gruß

Bernd Remelius

30.01.2009 11:01 • #2



Schwindlig und Flau

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Ich wollte nur kurz das Ergebnis mitteilen (ich hoffe, daß ist ok nicht extra oben einen Thread aufzumachen?)

War beim Hausarzt, und man kann das Ergebnis kurz zusammenfassen: "es könnte nichts ernstes sein, da ich es schon seit 20 Jahren habe" (mag sein, aber es schränkt doch mein Leben stark ein...^^), "ich soll nicht noch mehr untersuchen lassen" und "ein positives Körpergefühl entwickeln" (ja, das geht prima, wenn einem immer schwindlig ist^^) und ich soll halt Sport treiben und das Leben genießen (ok, ich höre sofort auf zu arbeiten und ziehe an die kalifornische Küste^^)

Ich komme mir WIE IMMER total vera.... vor!

19.03.2009 15:48 • #3


Hallo Aehli,

jetzt jammere mal nicht rum und höre auf mit Deinem Selbstmitleid. Was ist denn passiert? - Da hat ein Hausarzt das gemacht, was er von seiner Ausbildung her kann - nicht mehr und nicht weniger.

Du hast jetzt immer noch die Freiheit, selbst zu entscheiden, was Du weiter machen willst. Nutze diese Freiheit. Ich habe Dir in meiner ersten Antwort einige Möglichkeiten aufzuzeigen versucht. So lange Du Alternativen hast und statt sie zu nutzen nur jammerst oder auf einen Zauber hoffst, wird alles so bleiben wie es ist. Du kannst Dich für diesen Weg entscheiden, aber dann trage auch selbst die Konsequenzen und schiebe sie nicht auf irgendeinen Hausarzt, der es nur gut gemeint hat, auch wenn nicht immer alles gut ist, was so gemeint ist.

Du kannst natürlich jetzt auch auf mich schimpfen, welch ein Idiot ich bin und dass ich Dich nicht verstehe und dir niemand hilft und so weiter.

Wenn Du Dich nicht so entscheiden willst, dann höre auf mit deinem Selbstmitleid, trete Dich in den Hintern und ergreife eine der weiteren Optionen, die Du hast.

Nach diesen - zugegebener Maßen - etwas harten Worten bleibt mir nur, Dir noch zu sagen, dass ich dies so ausgedrückt habe, weil Du mir am Herzen liegst und ich nicht möchte, dass Du Dich selbst aufgibst und das noch auf andere schiebst. Du hast genügend Kraft, einen Weg für Dich zu finden, auch wenn es Dir manchmal nicht so erscheint. Du musst aber loslaufen und Dich nicht nur im Kreise drehen !

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung und Kraft, Dich selbst anzustossen, anders zu tun, als das, was Du bis jetzt getan hast.

Lieben Gruß

Bernd Remelius

19.03.2009 17:19 • #4