Zitat von Julchen79:Ich setze mich glaube ich extrem selbst unter Druck,
Guten Morgen liebes Julchen,
also das Problem, das wir Ängstler haben ist wohl, dass wir Dinge, Gefühle, Symptome und allgemein unsere Psyche viel intensiver Wahrnehmen oder sagen wir mal: ihr viel mehr Aufmerksamkeit schenken, als Andere.
Oft passiert es mir Folgendes: Ich erzähle meinem Mann oder Freunden etwas in der Art: "Ich hatte Das und Das (körperliche Empfinden, besorgniserregendes Gefühl etc.), was könnte das sein?" oder "Ich bin besorgt, ich schlafe immer so schlecht." oder "Ich empfinde immer das und das, in der und der Situation. Was habe ich?"
Dann schauen die mich verdutzt an und sagen: "Ja und? Das hatte ich auch schon. Ist doch nicht schlimm. Geht wieder vorrüber."
Wenn ich meiner Mutter sowas erzähle kommt Folgendes: "Echt? Was ist nur los bei dir? Das besorgt mich. Geh mal zum Arzt/Psychologen. Welche Problem hast du Momentan?"
Wie du siehst, reagieren die Leute unterschiedlich. Ich vermute das ist eine Mischung aus dem entsprechenden Charakter, Erlebnissen/Traumata, Erziehung, Umfeld/Freundes- und Familienkreis und der aktuellen Situation (soziales Leben, Beruf, Partnerschaft, Hobbies, Stressfaktoren).
Was ich dir damit sagen will?
Ich glaube, du kannst erst wieder gut schlafen, wenn du dir nicht mehr darüber den Kopf zerbrichst.
Das ist leichter gesagt, als getan. Aber du musst versuchen deinen Gedanken-Fokus umzulenken. Das dauert. Aber es geht.
Such dir Ablenkung. Hobbies. Triff dich mit Freunden. Mach Sport.
Such dir Entspannung. Versuch dir Freiräume zu schaffen. Mach Yoga. Versuch dich zu spüren. Deinen Körper. Deine Seele. Nimm Kontakt mit dir auf und finde heraus, was dich quält.
Ich weiß, es klingt immer rech sekten-mäßig. Aber ich denke, so bekommst du wieder eine "vernünftige Gleichgültigkeit" gegenüber all den kleinen und großen Symptome der Angst und kannst dich voll und ganz auf den Kampf gegen das eigentliche Problem einsetzen.
Was träumst du denn?
Kannst du damit was anfangen?
Was "denkt" dein Unterbewusstsein?
Die Träume sind deshalb gut für dich, weil das heißt, dass du schön langsam anfängst, Dinge zu verarbeiten. Jetzt musst du damit arbeiten, um zu begreifen, was da los ist bei dir? Sagt dir das Alles was? Verstehst du es?