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Es kam noch schlimmer!!!
Bin etwa vor einer Stunde nach Hause gekommen !
1. Meiner Tochter geht es gut! Sie hat nur eine ordentliche Beckenprellung und das wird noch ein paar Tage weh tun ... aber ...
wie wir da so in der chirurgischen Ambulanz saßen und warteten sind auch immer Notfälle reingekommen ... wir mußten noch schmunzeln über den Jugendlichen, der in Begleitung zweier Polizisten kam - aber dann kam ein Krankenwagen und sie brachten Jemanden. Ich dachte noch so bei mir "da ist bestimmt Jemand gefallen" und ich hatte so ein ganz komisches Gefühl im Bauch - supereklig! Dann konnte ich das Gesicht sehen und ich habe laut aufgeschrien (alle haben geguckt) "OMA!" Die Sanitäter blieben auch direkt stehen und ich konnte hinlaufen ... meine Oma lag da und weinte. Ich hab direkt angefangen ihr Gesicht zu streicheln und mich erkundigt was passiert ist. Sie war auf der Bahre festgeschnallt und meine große Tochter erzählte mir gerade, dass sie und die Kleine geweint haben, weil sie auf einmal so Angst hatten ... und nicht verstanden, was los war. Der Sanitäter erklärte mir, dass sie gefallen ist und wahrscheinlich die Hüfte gebrochen wäre ... sie nahmen mich gleich mal mit zur Anmeldung, weil sie nicht alle Daten hatten. Meine Kleinen saßen da völlig hilflos und verängstigt. Dann ging alles sehr schnell. Man rief uns zur Untersuchung rein, damit ich anschließend bei meiner Oma bleiben konnte. Ich konnte mich gar nicht um die Mäuse kümmern und meine Oma weinte so vor Angst und Schmerzen! Ich rief dann meinen Ex an, dass er die Kids holen kommen und zu seiner Mutter bringen solle. Denn eigentlich wollten wir in die KH Cafeteria essen gehen ... ging ja jetzt alles nicht mehr! Er holte dann die Kinder ab und ich konnte mit zum Röntgen. Konnte meine Oma schreien hören, wie sie sich drehen mußte. Es war nicht schön. Das war der Moment wo ich dachte, jetzt ticke ich gleich aus ... merkte wie die Panik kam. Schnell ein Bonbon in den Mund und den Stein feste in die Hand! Naja und dann nahm alles seinen Lauf - zur Aufnahme, Gespräch mit der Narkoseärztin, auf die Station und dann gleich in den OP ... ich hab automatisch alles geklärt und geregelt und dann konnte ich ja auch nichts mehr machen ... habe gewartet, bis sie in den Aufzug ist und bin dann zitternd zum Auto. Erstmal meine Mama angerufen und der Bescheid gesagt ... die geht dann gleich nach der Arbeit mal nachhören. Heute und morgen früh ist meine Oma erstmal auf der Intensiv und dann werde ich eine Tasche hinbringen und mal nachhören, wie es ihr geht! Meine Stunde habe ich heute Abend abgesagt und werde gleich nur noch meinen Aushilfsjob bei meinem Physiotherapeuten machen und muß ihm ja auch Bescheid sagen, da er mit meiner Oma ja auch Krankengymnastik macht ... und dann die Tasche packen gehen und die Medis raussuchen für meine Oma ... danach muß ich mich mit meinen Kindern beschäftigen. Ich habe ihnen eben mal in Ruhe erklärt, was mit der Uroma los ist und dass sie sich keine Sorgen machen müssen - da fingen die beiden auch an zu weinen. Das war auch für die beiden ein Schock! Ich habe fürchterliche Kopfschmerzen und noch nichts gegessen und getrunken seit heute Morgen. Mache mir Sorgen und wünschte die OP wäre schon rum! Gott, jetzt weiß ich, worauf mich mein Traum von meinem 1.Ex letzte Nacht warnen wollte - worauf ich mich vorbereiten sollte! Denn es wird sich für uns alle hier einiges ändern - denn ich glaube nicht, dass meine Oma nach dieser Geschichte noch alleine bleiben kann und will!
Gott, ich bin sowas von angespannt und würde so gerne jetzt weinen! Ich tu es aber nicht, weil ich dann den Kindern Angst machen würde ... ich warte damit noch, bis sie schlafen - hoffentlich gibt es keine Panikattacke bei meiner Großen heute Nacht - sie hat nämlich Angst, dass die Uroma stirbt ... Verlustangst halt wieder mal ...
Ich muß mich jetzt fertig machen - vielleicht lenkt mich die Arbeit in der Praxis jetzt gleich ein bißchen ab und hilft mir, mich zu entspannen.