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E-Mili
Liebe Betroffene!
Ich habe mich neu hier im Forum angemeldet. Ich leide seit ca. 2,5 Jahren an Panikattacken und Agoraphobie (was ich aber erst seit ca. 3 Monaten weiß). Seither habe ich immer mal wieder für ein paar Tage gearbeitet und war dann immer wieder krank geschrieben. Laut Arzt sollte ich dringend in Reha, was aber, da ich nicht in psychologischer Behandlung war, abgelehnt wurde. Das Widerspruchsverfahren habe ich abgebrochen, da ich nicht in der dunklen Jahreszeit von Zuhause weg wollte. Außerdem hatte sich mein Mann gerade selbständig gemacht und ich wollte ihn nicht mit unseren 3 Kindern alleine lassen.
Da die Krankenkasse nicht mehr mitspielte und ich nicht wusste wie ich wieder auf die Beine kommen sollte, beantragte ich ein Jahr unbezahlten Urlaub.
Mir geht es mittlerweile schon besser, auch weil ich seit kurzem bei einer Psychotherapeutin eine Verhaltenstherapie begonnen habe.
Leider habe ich große Angst, ob ich das mit dem Arbeiten hinbekomme. Ich habe total Angst, dass es mir am Arbeitsplatz wieder schwindlig wird und ich wieder "versage".
Kennt das jemand?
Über einen Austausch, was euch geholfen hat würde ich mich sehr freuen!
Liebe Grüße
E-Mili

07.08.2018 17:18 • 17.09.2018 #1


13 Antworten ↓


la2la2
Zitat von E-Mili:
Da die Krankenkasse nicht mehr mitspielte und ich nicht wusste wie ich wieder auf die Beine kommen sollte, beantragte ich ein Jahr unbezahlten Urlaub.

Was heißt die Kasse spielte nicht mehr mit? Also weil du immer nur ein paar Tage krankgeschrieben warst?

Zitat von E-Mili:
Mir geht es mittlerweile schon besser, auch weil ich seit kurzem bei einer Psychotherapeutin eine Verhaltenstherapie begonnen habe.
Leider habe ich große Angst, ob ich das mit dem Arbeiten hinbekomme.

Wie schätzt die Therapeutin denn die Lage ein? Meint die du solltest versuchen wieder arbeiten zu gehen oder besser noch abwarten?

Zitat von E-Mili:
Leider habe ich große Angst, ob ich das mit dem Arbeiten hinbekomme. Ich habe total Angst, dass es mir am Arbeitsplatz wieder schwindlig wird und ich wieder "versage".

Dann setzt du dich halt hin und trinkst ein Glas Wasser. Ist doch kein Problem, wenn dir mal schwindlig wird. Dein Arbeitgeber weiß durch den Urlaub eh, dass du gesundheitliche Probleme hast. Besteht vielleicht die Möglichkeit, dass du langsam einsteigst mit vll. 25% der Stunden und dann jeden Monat um 25% erhöhst, bis du wieder bei der ursprünglichen Arbeitszeit bist?

07.08.2018 18:35 • #2



Wieder arbeiten gehen - wer hat Erfahrung?

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squashplayer
Hallo E-Mili,

ich habe auch Agoraphobie und werde bald meine Wiedereingliederung starten. Ich war zwei Monate in einer psychosomatischen Station.

Vielleicht wäre eine Wiedereingliederung auch was für dich. Erst mal mit 2h am Tag anfangen und dann mal sehen?

Und mit dem schwindlig: was würde dann passieren, wenn dir schwindlig wird? Außer dass es unangenehm ist, wird es wieder weggehen.

VG

07.08.2018 19:09 • #3


E-Mili
Danke für eure Antworten.

@la2la2 Die Krankenkasse hat mir, nachdem ich ein paar Monate am Stück krankgeschrieben war, mitgeteilt, dass ich nun wieder arbeitsfähig sei. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber bereits meinen Arbeitgeber kontaktiert und um den Urlaub gebeten. Ich wusste damals auch noch nicht, dass ich Agoraphobie habe und war deshalb sehr verzweifelt, da ich das Haus nicht mehr verlassen konnte. Mein Hausarzt hat mich immer selbst behandelt und war der Überzeugung, dass es bei mir hauptsächlich organisch bedingt sein muss. Er war der Meinung, dass mein Hashimoto und die Wechseljahre eine Rolle spielen. Nachdem aber auch nach der optimalen Einstellung der Schilddrüsenwerte keine nennenswerte Besserung eintrat, war er doch der Meinung, dass die Beschwerden von der Psyche verursacht werden.

Dachdem ich mich selbst viel mit dem Thema beschäftigt habe und wurde es allmählich etwas besser. Ich habe mich gleich auf die Warteliste einer Therapeutin setzten lassen und nach 9 Monaten endlich mit der Therapie beginnen können. Dies hat mir sehr geholfen.

Meine Therapeutin ist der Meinung, dass ich den Arbeitsbeginn auf keinen Fall mehr hinauszögern soll. Sie denkt, dass ich jetzt so weit wäre diese "letzte Hürde" zu nehmen. Ich habe aber trotzdem Angst, dass alles wieder von vorne losgeht, da ich die ersten Panikattacken bei der Arbeit hatte.

Ich werde erst einmal für 3 x 4 Stunden in der Woche beginnen. Aber schon vor dem Anfahrtsweg (mind. 1/2 Stunde mit dem Auto) habe ich etwas Angst. Ich kann deshalb halt nicht schnell nach Hause.

Ihr habt Recht, ich muss mich dem einfach stellen, was passiert, wenn mir schwindlig wird und ich umkippe (das ist meine größte Angst)? Da es noch nie passiert ist, wird es auch nicht passieren. Aber das Gefühl sagt mir halt was anderes. Aber ich schaffe das!

08.08.2018 11:11 • #4


la2la2
Zitat von E-Mili:
Die Krankenkasse hat mir, nachdem ich ein paar Monate am Stück krankgeschrieben war, mitgeteilt, dass ich nun wieder arbeitsfähig sei.

Einfach so als willkürliche Behauptung oder nachdem du persönlich vom MDK begutachtet wurdest?
Falls es willkürlich war und nochmal vorkommen sollte: Genauso dreist antworten: "Nein, ich bin noch nicht wieder arbeitsfähig." und nichts weiter sagen.
Wichtig ist, dass du ärztliche Krankschreibunungen hast. Dagegen kann die Kasse nichts machen.

Zitat von E-Mili:
Meine Therapeutin ist der Meinung, dass ich den Arbeitsbeginn auf keinen Fall mehr hinauszögern soll. Sie denkt, dass ich jetzt so weit wäre diese "letzte Hürde" zu nehmen.

Dann fange auch wieder an.


Zitat von E-Mili:
Ihr habt Recht, ich muss mich dem einfach stellen, was passiert, wenn mir schwindlig wird und ich umkippe (das ist meine größte Angst)? Da es noch nie passiert ist, wird es auch nicht passieren. Aber das Gefühl sagt mir halt was anderes. Aber ich schaffe das!

Was soll denn schlimmstenfalls passieren?
Wenn du wirklich umkippst und nicht mehr ansprechbar bist, werden die Kollegen den Krankenwagen rufen. Zu Hause würdest du dann alleine irgendwo liegen und niemand was mitbekommen.
Und wenn dir einfach nur schwindlig ist, legst du dich halt ne halbe Stunde irgendwo hin - notfalls auf den Fußboden. Da dein Chef weiß, dass du gesundheitliche Probleme hast, wird der wohl kaum denken, dass du faul bist und Mittagsschlaf machst.............

08.08.2018 11:21 • #5


Lokalrunde
Über weitere Krankmeldungen entscheidet der Arzt und der Medizinisch Dienst. Hört sich auch gut an mit dem Arbeitgeber vorab mit der Krankenkasse eine Wiedereingliederung zu vereinbaren, da du aber unbezahlten Urlaub hattest wird dies nicht ganz so einfach sein da die Kasse den Verdienstausfall übernehmen muss. Therapie unbedingt weiter machen und mit dem Chef sprechen was genau los ist und was passieren könnte. Schau auch mal in Richtung Selbsthilfegruppen in deiner Umgebung. Ich war deswegen auch mal 7 Monate AU und als es wieder los ging habe ich erst mal Teilzeit vereinbart, auch eine Überlegung wert. Aber so blöd es sich auch anhören mag, der Wiedereinstieg ist ein Segen und lenkt ab, vor allem aber kommt so der ganz normale Trott in die Gänge. Alles gute dir ...

08.08.2018 11:36 • #6


Bolle2012
Hallo ich bin nun seit 8 Wochen schon krank geschrieben aufgrund meiner angststörung und Depressionen.habe als Therapie escitalopram bekommen und warte auf ambulante Verhaltenstherapie.nun macht sich immer mehr die Warterei bemerkbar in Form von Nervosität bin den ganzen Tag allein zuhause und das macht es nicht besser merke das ich wieder sehr zurück Fälle ich weiss nicht was ich machen soll.nun überlege ich ob es besser wäre wenn ich wieder zur Arbeit gehe.am Freitag habe ich wieder Termin bei meiner Neurologin.ich werde es mal ansprechen.aber vielleicht hat hier jemand einen Rat für mich

17.09.2018 14:55 • #7


laribum
Ablenkung, Ablenkung und nochmals Ablenkung

17.09.2018 19:09 • #8


Blueblack
Mir wurde auch geraten arbeiten zu gehen, auf der einen Seite denke ich vlt hilft es die Ablenkung auf der anderen Seite hab ich Angst auf der Arbeit eine Panikattacke zu bekommen bin auch hin und her gerissen

17.09.2018 19:59 • #9


kl Schnecke
Zitat von Blueblack:
Mir wurde auch geraten arbeiten zu gehen, auf der einen Seite denke ich vlt hilft es die Ablenkung auf der anderen Seite hab ich Angst auf der Arbeit eine Panikattacke zu bekommen bin auch hin und her gerissen :
Ich habe eine Frage, du bekommst eine Panikatake, wie macht sich das bemerkbar und warum?

17.09.2018 20:05 • #10


Blueblack
Zitat von kl Schnecke:
Ich habe eine Frage, du bekommst eine Panikatake, wie macht sich das bemerkbar und warum?


Also ich bekomme meistens eine Panikattacke durch mein Herzstolpern dann geht's los mit Herzrasen hohem puls und dann renne ich nur noch durch die Wohnung weil sitzen gar nicht mehr geht. Ich steigere mich dann einfach zuviel rein.

17.09.2018 20:07 • #11


kl Schnecke
Zitat von Blueblack:

Also ich bekomme meistens eine Panikattacke durch mein Herzstolpern dann geht's los mit Herzrasen hohem puls und dann renne ich nur noch durch die Wohnung weil sitzen gar nicht mehr geht. Ich steigere mich dann einfach zuviel rein.
Das muss doch einen Grund haben.
Ich gehe mal davon aus das du körperlich durchgescheckt bist und man dir gesagt hast das du gesund bist

17.09.2018 20:10 • #12


Wie wäre es mit dem Besuch einer Tagesklinik, auch als Wiedereingliederungsmaßnahme gibt es da etwas.

17.09.2018 20:12 • #13


Blueblack
Zitat von kl Schnecke:
Das muss doch einen Grund haben.
Ich gehe mal davon aus das du körperlich durchgescheckt bist und man dir gesagt hast das du gesund bist


Ja ich wurde durch gecheckt aber das kommt bei mir im Kopf nicht an.

17.09.2018 20:14 • #14



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