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U

urmel56
Gast

freundliches hallo in die runde,

heute war ich bei meiner psychaterin und sie stellte mir genau diese frage

sie meint meine angsterkrankung erfüllt einen bestimmten zweck und erst wenn ein adäquater ersatz gefunden wäre könnte ich sie los lassen

was meint ihr dazu



liebe grüsse
urmel

15.12.2012 #1


31 Antworten ↓
K

katrin-k.
Mitglied

Beiträge:
3
Mitglied seit:
hallo,
die angst vor der angst?
ich habe eigentlich keine angst vor der angst mehr, weil ich mir sage...eine panikattacke kann ich auch auf den mond kriegen. Die sachen die mir angst gemacht haben, sind mittlerweile nicht mehr schlimm. ich habe einfach angefangen, die sachen zu machen, am anfang ist es schwierig, aber irgendwann wird es routine und es wird alltag und dann verschwinden die symptome.
ich war heute beim bowlen, mein sohn sein teeniegeburtstag, laute musik, viele menschen, viel blinkelicht....vor einem jahr wäre ich wahrscheinlich umgekippt, heute war ich total entspannt, obwohl ich sehr müde war, was die symptome bei mir verschlimmert.
da ich im letzten jahr lautstärke, viele menschen usw. bewußt aufgesucht habe, habe ich übung, es macht mir nichts mehr aus, ich habe mich anscheinend daran wieder gewöhnnt.
ich arbeite in einer förderschule, dort ist es sehr laut teilweise, mir war sehr oft sehr komisch und ich hatte auch schon eine panikatacke in der schule. das habe ich alles nichtmehr, ich habe aber auch keine angst mehr davor.
man muss über sein schatten springen und einfach anfangen und üben üben üben. es nützt nichts von allein passiert nichts.
mich nervt es auch oft, dass ich an meine grenzen komme, ich bin schneller kaputt, brauche wirklich zeiten nur mit mir selbst, muss sport machen und muss mich auch mit meinen gefühlen auseinandersetzen, ich merke mittlerweile sogar, wann ich überfordert bin.
das ist aber gut, so kümmere ich mich um mich selbst und bin nett zu mir und das tut mir gut.
ich fühle mich im moment fast wieder gesund und freue mich wie ein kullerkeks, dass dieser albtraum mal ein ende hat, hat aber auch 1,5 jahre gedauert.
das kämpfen hat sich gelohnt.
und selbst, wenn es nochmal schlimm wird und ich eine panikattacke kriege, schlimmer als letztes jahr kann es nicht werden und das habe ich auch hingekriegt.
auch gesunden menschen geht es mal schlecht.....man darf nur nicht aufgeben, man muss wirklich wieder aufstehen sich schütteln und weitermachen, es nützt nichts, es bleibt einem nichts anderes übrig.

in diesem sinne wünsche ich euch und mir viel kraft, ausdauer und erfolg!
einen schönen 3. advent!
lg
katrin

16.12.2012 00:32 • #32


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A


Wie würdet ihr ohne die erkrankung sein?

x 3


K

Klara1409
Mitglied

Beiträge:
109
Themen:
14
Mitglied seit:
Hallo liebe karlakolummna,

ich finde deinen Beitrag sehr interessant.. Ja, ich kann mir vorstellen, dass man Angst davor haben kann, keine Angst mehr zu haben. Wenn deine Angst plötzlich weg wäre hättest du ein Leben zu führen, das dir nicht gefällt (wie du schreibst). Und wenn du das nicht mehr möchtest, bist du "gezwungen" dein leben mit Inhalt zu füllen, es zu überdenken, bestenfalls neu zu ordnen, so dass es ein schönes Leben für dich wird..

Ganz am Anfang dieser Diskussion hab ich mal geschrieben, was ich tun würde, wenn ich gesund wäre.. Rausgehen, das machen, was ich immer vorhatte und nie gemacht habe, Hobbys suchen, die Freizeit genießen, aber wenn ich länger drüber nachdenke, würde ich genau das gleiche machen, wie jetzt, nämlich hier auf dieser verdammten Couch sitzen und nicht wissen, was mit meiner Zeit anfangen. Es würde sich nichts ändern.. Und das ist das Problem, denke ich. Ich wünsche mir soooo sehr, endlich diese Angst vor der Angst los zu sein, meine Agoraphobie zu überwinden, wieder unbeschwert zu sein und rausgehen zu können, wieder studieren zu können ohne stundenlange Quälerei im Vorfeld, aber ich denke, solange ich mir immer noch die Frage stelle "Warum sollte ich eigentlich rausgehen?" "Was erwartet mich schon draußen?" (also im übertragenen Sinn) wird das nicht funktionieren. Eigentlich hab ich ja auch eine Antwort auf diese Fragen "ich will leben", aber wie das funktioniert, keine Ahnung.. ich dachte immer, es funktioniert alles gut, ich war stark, dann kam meine Krankheit und zwingt mich, mich mit meinem Leben auseinanderzusetzen, zwingt mich, zu lernen, dass ich auch mal hilflos sein muss, die Kontrolle abgeben soll, Freizeit genießen und und und. Alles Dinge, die ich nicht akzeptieren kann, weil ich so nicht bin..

Freue mich weiterhin auf regen Austausch.

Alles Liebe
Klara

12.12.2012 12:28 • #30


Zum Beitrag im Thema ↓


A
Hm, also dem ersten Teil des Satzes würde ich sofort zustimmen, die Angsterkrankung erfüllt immer einen Zweck, quasi den einen Wegweisers, der einen in die richtige Richtung lenken soll zu einem zufriedeneren Leben bzw. zu einem selbst. Aber dass man dazu das passende Äquivalent als Ersatz braucht um die Angst loszulassen...das würde ich anders formulieren. Wenn die "Lösung" gefunden ist kann man loslassen, so würde ich es sehen. Ich weiss zum Beispiel genau was die Lösung in meinem Falle wäre aber ich kann sie mir nicht selbst basteln sozusagen Aber sie kommt, in der Zukunft.
Wie ich ohne die Erkrankung wäre? Sicherlich aktiver und kontaktfreudiger, gelassener und ausgeglichener aber trotzdem verändert einen die Erkrankung ja was grundlegende Prioritäten im Leben und Einstellungen betrifft, genau wie vorher wäre ich also nicht auch ohne Erkrankung ist ja aber was positives, man entwickelt sich schließlich weiter.

#2


K
Hallo,

also ich würde dem ersten Teil auch zustimmen. Die Erkrankung zeigt uns, dass wir unser bisheriges Leben überdenken sollten. Ich denke auch, wenn man Probleme, die einen belasten, gelöst bekommt, der Druck auf der Seele, der Knoten im Magen oder was auch immer weniger wird.

Wie würde ich sein? Ich würde rausgehen, jede freie Minute draußen genießen. Nicht immer sagen, ich mach das und das irgendwann mal, sondern ich würde es jetzt tun. Ich würde endlich das studieren, was mir Freude macht, ohne zu schauen, ob man damit Arbeit bekommt. Ich wäre unbeschwerter, würde nicht ständig schauen, ob ich „funktioniere“. Und ich weiß mittlerweile (seit 9 Monaten wegen Agoraphobie und Panikstörung daheim) was und wer mir wichtig ist im Leben.

LG, Klara

#3


P
Also ich stimme auch dem zweiten Teil zu! ich denke, gemeint war, dass wir die Erkrankung als "Strategie" im Umgang mit unseren Gefühlen haben. Diese können wir nicht gut zulassen und akzeotieren sie nicht, deshalb suchen sie sich einen anderen Weg - und sobald wir eine "richtige" Strategie haben, zb lernen, dass Gefühle was sehr wichtiges und positives sind, sie wertschätzen und zulassen, wäre die Erkrankung geschichte. da bin ich mich ziemlich sicher

VG Eure Püppi

#4


U
danke ihr lieben für eure meinung,

wenn es doch nur nicht alles so schwer wäre wie bitte setzt man das um??

wie ihr vielleicht in einem anderen tread von mir gelesen habt habe ich die TK abgebrochen bzw. garnicht erst richtig angefangen...lt. therapeutin hätte ich das gemacht weil man mich dort heilen könnte
und dann ? worauf kann ich mich berufen wenn ich mal NEIN sagen möchte?

möchte nicht jeder von uns den mist endlich los werden? wäre solch ein gedankengang nicht völlig gaga?
als hausaufgabe soll ich mir nun vorstellen wie mein leben ohne angst werden soll.


ganz liebe grüsse

urmel

#5


K
Hallo Urmel,

ich habe mal von einem Thera gehört, dass man die Angst behält, weil es einfach das einzige ist, was man momentan "hat" im Leben. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber ich verstehe das so.. Wenn ich morgen aufwache und gesund bin, habe ich plötzlich ein Leben, das ich wieder mit Inhalt füllen muss, weil alles, was ich vorher hatte, ist irgendwie auseinandergebrochen. Ich bin gezwungen, mein Leben in die Hand zu nehmen, ihm Struktur zu geben. Ich muss aktiv werden. Und das ist soooo schwer. Ich habe z.B. Studium und Nebenjob aufgeben müssen, konnte kaum raus und und und.. Vielleicht hast du Angst vor dem Leben, weißt nicht, wie du ihm Inhalt geben sollst? Ich z.B. kann mit Freizeit nichts anfangen, habe kaum Hobbys und werde schlimm depressiv, wenn ich nichts zu tun habe, ich finde aber nichts.

Stell dir doch vor, was du alles tun würdest, wenn du gesund wärst, fallen dir Dinge ein? Und dann frage dich, warum mach ich das eigentlich nicht? Ich habe Beine, die mich tragen, einen Körper, der alles allein reguliert und dem du vertrauen darfst. Ich weiß, die Angst ist sooooo unglaublich stark und schlimm und glaube nicht, dass es mir gut geht, ich bin selbst oft an die Couch gefesselt, aber du könntest versuchen, anfangen nachzudenken, was du tun möchtest und anfangen, dir zu vertrauen..

Wenn du dich austauschen möchtest, immer gern, auch über PN.


LG, Klara

#6


U
hallo klara,

melde mich gerne morgen bei dir ,es ist schon so spät



l.g.urmel

#7


P
Hundertprozent richtig, Klara!!!

#8


L
Guten Morgen in die Runde,

Klara,du hast es schön geschrieben "Beine, die einen tragen, einen Körper.....usw." WAS hindert uns daran zu leben. Klar, vordergründig die Angst. Ich bin wie ausgebremst, nachdem ich in den Tagen davor sehr motiviert war, s. mein Thread. Ich vertraue meinem Körper nicht, ich bin in den Symptomen drin.

Es gibt Menschen, die wirklich ernsthaft krank sind (das befürchte ich natürlich bei mir auch minütlich), aber die es schwarz auf weiß haben und eine wunderbare Einstellung zum Leben haben!!
Ich weiß, dass nur ICH den Schalter umlegen kann, tappe aber heute im dunklen Zimmer und suche den Schalter.....

Alles Liebe,

Charly

#9


K
Hallo Charlie,

ich verstehe dich so gut. Wir wissen das eigentlich alles und doch fällt es meistens so schwer, auch nur einen Schritt zu machen. In Momenten, wo meine Beine wie Gummi sind, selbst bei kleinen Dingen, wie Zähneputzen, kann ich auch kein Vertrauen in meinen Körper finden. Und immer, wenn man kleine Erfolge hat, versucht die Angst, dich wieder mit neuen Symptomen zu quälen. Und dann nicht aufzugeben, die Angst anzunehmen fällt so schwer. und wir müssen immer weiter üben, jeden Tag einen kleinen Schritt, für mich persönlich ist das eine echte Qual, so oft möchte ich einfach nur ausruhen dürfen Ich weine oft, weil das kämpfen so “weh“ tut, so anstrengend ist, man sich jeden glücklichen Moment erkämpfen muss.. Aber ich hab für mich beschlossen, 9 Monate auf der Couch reichen, seit 2 Wochen übe ich, ganz kleine Schritte..

Ich wünsch dir alles Liebe
Klara

#10


L
Hallo Klara, hallo ihr Lieben,

ich kann dich bestens verstehen, wie oft bin ich verzweifelt und denke, das kann doch nicht mein Leben sein??!!
Den Ansatz, dass man "außer der Angst nichts im Leben hat" habe ich auch schon von meiner Therapeutin gehört und mich oft gefragt, ob das stimmt - und ich finde eigentlich nicht.

Ich kann für mich sagen, dass ich sehr, sehr gern Mutter bin (habe allerdings auch fast 10 Jahre auf das Kind "hingearbeitet, Jahre, die sehr traurig waren für mich), ich habe einen liebevollen Mann, liebe Freunde......hm, natürlich habe ich all das auch schon angezweifelt, nämlich, ob ich mir etwas vormache. Das "Außen" stimmt, ich gehe auch einem Beruf nach, der mir Spaß bringt, "nebenbei" mache ich noch eine Zusatzausbildung/Studium.......Ich habe neben der Angst eigentlich genug, in manchen Phasen schon zuviel. Aber bin ich da ehrlich zu mir selbst? Ich hinterfrage jeden Tag alles. Vielleicht sollte man mal mit dem Denken pausieren...
Wie geht es euch mit der Frage:"Was für Ziele hast du?" Ich finde diese Frage sehr hoch gegriffen, haben wirklich soviele Menschen richtige Ziele oder ist es nicht so, dass man Glück und Zufriedenheit aus dem Alltag, dem ganz normalen Leben ziehen kann und sollte? Ich habe jedenfall keine Ziele in dem Sinne, ich möchte einfach nur leben.......

Klara, das ist doch toll, dass du seit zwei Wochen übst, ich eigentlich auch seit genau zwei Wochen, habe aber die letzten Tagen einen ordentlichen Durchhhänger.
Was hat dich bewogen vom Sofa aufzustehen? Wie kam es dazu?

Alles Liebe,

eure Charly

#11


K
Liebe Charly,

ich denke auch nicht, dass ich außer der Angst nichts habe. Ich habe einen wundervollen Mann, ein tolles Studium und nen guten Nebenjob, eine Familie, die mich liebt, eine zuckersüße Nichte, meine Liebe zur Musik, Kunst und Mittelaltermärkten Aber alles das hab ich erst jetzt nach dem "umfallen" erkannt.

Ich bin jahrelang einem Sinn, einem Ziel hinterher gelaufen, hab danach gesucht und bin fast verzweifelt, weil ich nichts gefunden habe.. Aber jetzt ist mir klar, was wirklich wichtig ist, wie du schon schreibst, die "kleinen" Dinge im Leben sind die größten!!

Ja, warum bin ich aufgestanden? Ich wollte kein "Baby" mehr sein, nicht mehr nur "vegetieren". ich hab versucht, die Angst anzunehmen, dagegen hab ich mich 8 Monate gewehrt.. Es ist eine Qual, aber ich hab gemerkt, dass man alles machen kann, auch wenn die Angst dabei ist.. Ich hab mir einfach gesagt "ich kann hier auf der Couch sitzen und langsam kaputt gehen oder ich kanns mal mit leben versuchen". Es sind kleine Schritte, die ich mache, die Angst vor der Angst lässt mich noch längst nicht in Ruhe, aber wenn sie nichts Besseres zu tun hat, soll sie doch mitgehen in die Küche oder in den Supermarkt


LG, Klara

#12


L
Wunderbar, Klara.
Glaube mir, ich könnte mir zwecks Abklärung ein Dauer-MRT ins Wohnzimmer stellen, immer nach dem Duschen morgens mal schnell´rein, alles gut, ok, mein Leben kann beginnen..........

Ich kann es noch nicht, aber ich bin ja gezwungen daran zu arbeiten, dass das Leben immer Risiko ist. Aber für jeden Menschen. Ich hingegen möchte alles kontrolliert haben. Aber alle Untersuchungen sind eben auch nur Momentaufnahmen, daher muss ich, wie du auch, das Leben leben. Dann eben erst mal mit der Angst.

Eine gute Nacht wünscht,

Charly

#13


P
MH also ich denke wirklich dass es nicht so gemeint was dass man "nichts" hat ausser der angst. die formulierung von klara denke ich kommt aber sehr gut hin. Ich glaube, viele von uns haben eher "zu viel" im leben als zu wenig. Wir opfern uns doch eigentlich alle total gern auf für die sachen die wir haben und die uns viel bedeuten. dsa, was uns fehlt ,ist glaube ich etwas psychisches - die fähigkeit, konflikte gesund zu verdauen, kritik gut wegzustecken ohne uns verrückt zu machen und stress und anspannung so wegstecken zu können, dass wir nicht dran kaputt gehen. Deshalb ist die angst etwas sehr wichtiges für uns glaube ich. denn sonst würden wir durchdrehen durch die ganzen gefühle die in uns sind uns nicht rauskönnen.

#14


U
hallo ihr lieben alle ,

habe ,so glaube ich schon erwähnt wie meine "hausaufgabe" lautet...ich soll visionen hoch kommen lassen wie ich mir die zukunft vorstelle ohne angst.

was würdet ihr denn da schreiben? also,ich habe es schon klara geschrieben,ich glaube es bliebe alles wie bisher nur ohne angst!!
und vor allem ohne diese starke unruhe die mich bei jedem bisschen befällt mein blutdruck landet dann in den wolken,sei es ich muß zum doc,prüfung,amt,große feier ja selbst so ein doofer elternabend macht mir zu schaffen
meinen mund bekomme ich dann auch nicht auf,meine führerscheinprüfung ging dadurch in die hose aber ich kann es verflixt nochmal nicht ablegen
ja,das wäre schön all diese dinge ganz gelassen angehen


l.g. urmel

#15


K
hallo in die runde,
ich denke, dass durch die panikstörung sich mein leben positiv verändert hat. ich war letztes jahr 8 wochen in der psychatrie und mache seit 15 monaten eine psychotherapie.
ich habe eine panikstörung.
ich habe viel über mich gelernt und meine lebensqualität hat trotzallem enorm zugenommen, ich habe früher nur funktioniert, jetzt lebe ich und achte auf mich.
ich habe die panikstörung zu meiner freundin erklärt, immer wenn ich in meine alten verhaltensmuster falle, meldet sie sich, ich kriege keine attacken mehr, mir wird nur richtig komisch, dann reflektiere ich mich und reiße das ruder rum. das klappt ganz gut.
meine panikstörung heißt erika.
ich wäre ohne meine erika jemand, der einen viel zu hohen leistungsanspruch hat, immer für andere da ist, nie nein sagt, die immer über ihre persönlichen grenzen geht und keine gefühle zuläßt.
so, will ich nichtmehr leben.
jetzt mache ich sogar mal blau, wenn ich merke, es wird zuviel (arbeite in der intensivpflege kinder) und habe kein schlechtes gewissen, sondern sitze hier und schreibe.
mein kritiker, er heißt karl habe ich in den feierabend geschickt.

lg
katrin

#16


L
Guten Morgen in die Runde,

@Püppi, Urmel, Katrin........Ja, es ist komisch mit den Gefühlen. Ich denke ja, dass ich meine Gefühle wahrnehme bzw. keine anderen Gefühle zu haben als die, die ich ausmachen kann.
Ich gebe mich in vieles mit Leib und Seele ein, so wie Püppi schon schreibt, eher zuviel. Aber ich merke es nicht in dem Moment. Ich kann es oft nur an meiner totalen Eerschöpfung , ja und wohl auch an der Angst erkennen. Es wird wohl so sein, aber ich habe noch nicht den unmittelbaren!!Zusammenhang "zuviel tun --- Gefühle negieren--- Konsequenz Angst" wahrgenommen.
Aber da ist die ständige innerliche Unruhe.... Urmel.

Katrin, hat man dir das in der Klinik beigebracht, die Angst als Freundin anzusehen? Interessanter, sicherlich nicht unbekannter Ansatz. Es fällt mir dennoch schwer, "etwas", das mir das Leben schwer macht, mir schon die schönsten Momente meines Lebens versucht hat zu vermiesen und es auch teils geschafft hat, als Freundin zu bezeichnen. Aber es ist toll, dass du wieder so auf die Beine gekommen bist und viel aus deiner Situation gelernt hast.
Ich versuche zur Zeit, wenn ich mich wegen der Symptome vor Angst verjage, mir zu sagen:" Ok, hallo Kopfschmerzen, was auch immer......du bist die Angst, dich kenne ich schon, bitte komm mit, aber ich habe keine große Zeit für Beachtung für dich." Heute klappt es gut.

Vielleicht ist das folgende Buch etwas für euch, das ich mir gestern gekauft habe. Es heißt:

"Wer nichts riskiert, verpasst das Leben- wie ich 365 Mal meine Angst überwand" von Noelle Hancock. In Romanform, lustig aber auch sehr inspirierend, bin allerdings noch nicht weit.....

Bis bald ,

eure Charly

#17

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K
Guten Morgen an alle

@urmel: Zu deiner Hausaufgabe.. Sag doch, dass du mit deinem Leben zufrieden bist, abgesehen von der Angststörung. Ich denke, das ist schon eine wichtige Erkenntnis. Und dann, dass du dir mehr Gelassenheir vorstellst, mehr Ruhe in dir, so dass du “schwierige“ Situationen angehen kannst.


@Katrin k.: Schön zu lesen, wie du mit der Panikstörung umgehen gelernt hast.. Kannst du mir vllt sagen, wie du es geschafft hast, dass sich deine Lebensqualität verbessert hat? Ich bin nach 9 Monaten endlich soweit zu versuchen, die Angst anzunehmen, versuch kleine Schritte wie Körperpflege, Hausarbeit usw. Aber es ist so unglaublich anstrengend und mit vielen Tränen verbunden Wie kann ich die Angst zur „Freundin“ machen, ich kann doch nicht vergessen, was für schlimme Symptome und unbekannte Gefühle sie auslösen kann?


Seid lieb gegrüßt
Klara

#18


U
hallöchen ihr lieben,


also katrin,ich finde es super wie du mit der angst umgehst und vernünftig wenn du dir eine auszeit nimmst aber mir geht es da wie klara und charly ich sehe die verbindung zwischen stress und symptomen nicht.
wenn ich z.b.hier sitze und schreibe kann es sein das aus heiterem himmel mein herz anfängt zu stolpern und dann bekomme ich panik also ich fühle mich echt wohl und dann ...bumms,panik.

kann sein das ich nicht die richtigen worte finde aber ich hoffe ihr versteht trotzdem was ich sagen will
wie kann ich die angst meine freundin nennen wenn sie mich bei etwas was ich gerne mache so in angst und schrecken versetzt??
kannst du das bitte noch mal näher erläutern?also ich versteh das nicht

liebe klara, du hast recht genauso werde ich die hausaufgabe der therapeutin präsentieren denn anders wüßte ich nichts zu sagen.


ganz liebe grüsse

urmel

#19


U
hallöchen ihr lieben,


also katrin,ich finde es super wie du mit der angst umgehst und vernünftig wenn du dir eine auszeit nimmst aber mir geht es da wie klara und charly ich sehe die verbindung zwischen stress und symptomen nicht.
wenn ich z.b.hier sitze und schreibe kann es sein das aus heiterem himmel mein herz anfängt zu stolpern und dann bekomme ich panik also ich fühle mich echt wohl und dann ...bumms,panik.

kann sein das ich nicht die richtigen worte finde aber ich hoffe ihr versteht trotzdem was ich sagen will
wie kann ich die angst meine freundin nennen wenn sie mich bei etwas was ich gerne mache so in angst und schrecken versetzt??
kannst du das bitte noch mal näher erläutern?also ich versteh das nicht

liebe klara, du hast recht genauso werde ich die hausaufgabe der therapeutin präsentieren denn anders wüßte ich nichts zu sagen.


ganz liebe grüsse

urmel

#20


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Dr. Reinhard Pichler
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