✔ Empfohlene Antwort
Hallo liebe karlakolummna,
ich finde deinen Beitrag sehr interessant.. Ja, ich kann mir vorstellen, dass man Angst davor haben kann, keine Angst mehr zu haben. Wenn deine Angst plötzlich weg wäre hättest du ein Leben zu führen, das dir nicht gefällt (wie du schreibst). Und wenn du das nicht mehr möchtest, bist du "gezwungen" dein leben mit Inhalt zu füllen, es zu überdenken, bestenfalls neu zu ordnen, so dass es ein schönes Leben für dich wird..
Ganz am Anfang dieser Diskussion hab ich mal geschrieben, was ich tun würde, wenn ich gesund wäre.. Rausgehen, das machen, was ich immer vorhatte und nie gemacht habe, Hobbys suchen, die Freizeit genießen, aber wenn ich länger drüber nachdenke, würde ich genau das gleiche machen, wie jetzt, nämlich hier auf dieser verdammten Couch sitzen und nicht wissen, was mit meiner Zeit anfangen. Es würde sich nichts ändern.. Und das ist das Problem, denke ich. Ich wünsche mir soooo sehr, endlich diese Angst vor der Angst los zu sein, meine Agoraphobie zu überwinden, wieder unbeschwert zu sein und rausgehen zu können, wieder studieren zu können ohne stundenlange Quälerei im Vorfeld, aber ich denke, solange ich mir immer noch die Frage stelle "Warum sollte ich eigentlich rausgehen?" "Was erwartet mich schon draußen?" (also im übertragenen Sinn) wird das nicht funktionieren. Eigentlich hab ich ja auch eine Antwort auf diese Fragen "ich will leben", aber wie das funktioniert, keine Ahnung.. ich dachte immer, es funktioniert alles gut, ich war stark, dann kam meine Krankheit und zwingt mich, mich mit meinem Leben auseinanderzusetzen, zwingt mich, zu lernen, dass ich auch mal hilflos sein muss, die Kontrolle abgeben soll, Freizeit genießen und und und. Alles Dinge, die ich nicht akzeptieren kann, weil ich so nicht bin..
Freue mich weiterhin auf regen Austausch.
Alles Liebe
Klara
12.12.2012 12:28 •
#30
Zum Beitrag im Thema ↓