Man sagt ja und ich kann es für mich auch bestätigen, dass eine Struktur im Alltag wichtig ist. Das gibt Halt und Sicherheit, hält einen "am Laufen" (man rostet nicht ein), lastet einen (körperlich und geistig) aus und verschafft Erfolgserlebnisse.
Ich würde mir meinen Tag so strukturieren, wie ich denken würde, dass ich damit genesen kann, z.B. so
- morgens nicht zu lange schlafen
- Sport, dehnen oder Meditation
- duschen, pflegen, schminken, Haare, anziehen
- gesund frühstücken
- Haushalt (was so ansteht: Wäsche, putzen, ausmisten, einkaufen)
- gesundes Mittagessen kochen und schön anrichten
- danach vielleicht etwas ausruhen oder lesen, Musik hören
- raus gehen
- mit jemandem telefonieren, schreiben, sprechen
- Abendessen
- Fernsehen
- Bett fertig machen, vielleicht baden, pflegen
- lesen
- schlafen
So würde ich es machen, nach meinen Vorlieben, du hast vielleicht z.T. andere oder würdest sie zu anderen Tageszeiten machen. Wichtig ist nur, denke ich, möglichst jeden Tag mehr oder weniger gleich zu strukturieren und möglichst immer machen, auch, wenn es am Anfang schwer fällt. Wie ein Stundenplan, der einfach durchgezogen werden muss. Du könntest dir das als tägliche To Do Liste aufsetzen, die du abstreichst und vielleicht sogar Sonnen oder so als Bewertung dran malst. Wenn die dann mehr werden, merkst du, es geht aufwärts

Ich persönlich finde, dass man bei so psychischen Geschichten aus dieser Abwärtsspirale des Ausruhens, nachgrübelns, zu viel Googelns, schlafens, fernsehens raus muss. Wieder Richtung aktives Leben.
Alles Gute!