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Hasi82

27.01.2015 21:38 • 18.03.2020 #1


33 Antworten ↓


Icefalki
Liebe Hasi,

Leider sind sog. Gesunde Menschen damit überfordert, wenn sie sich mir psChischen Krankheiten konfrontiert sehen. Hättest du eine körperliche Krankheit, also sichtbar, würde dir Verständnis, Anteilnahme und Hilfe zuteil werden.

Es ist schlicht und einfach Überforderung seitens deiner Familie, die damit nicht klar kommt. Und was man nicht sieht, existiert dann halt nicht. Und will es nicht wahrhaben, weil immer noch ein Stigma damit verbunden ist.
Man schämt sich evtl. Vor den bekannten oder Nachbarn, wenn die Tochter nicht mehr richtig tickt. Ich schreibe das mal so krass.
Am Anfang kümmert man sich ja noch, aber dann, bitte, sollte man "das" doch wieder in Griff bekommen.
Und wundert es uns? Wir verstehen es doch selbst nicht so richtig, warum wir das haben.

Was kannst du tun? Akzeptiere dich und akzeptiere das Verhalten der anderen.

Erwarte nicht soviel von deinem Umfeld. Keiner, außer dir selbst kann helfen.

Ich erinnere mich noch an die Geburt meines ersten Kindes. Damals habe ich verstanden, dass ich alleine jetzt da durch muss. Keiner konnte mir es abnehmen.

Ob dir nun Mitgefühl, Unterstützung, Anteilnahme und und und entgegengebracht wird, es ändert trotzdem nichts, du selbst musst da durch.

Kein Mitgefühl der Welt ändert daran etwas. Es ist zwar angenehmer, wenn wir getröstet werden, aber bringt uns das weiter? Frag dich das einmal.

Ich darf dir das sagen, weil ich auch da durch musste. Ich habe versucht, so wenig wie möglich andere damit zu belasten. Nur wenn es gar nicht mehr ging, naja,,dann ging es halt auch nicht.

Versuche bitte mehr an dir, ich hoffe doch, dass du in Therapie bist, evtl. Auch Medikamente nimmst, zu arbeiten um da wieder rauszukommen und verzeihe deiner Familie, die damit, genausowenig wie du, klar kommt.

27.01.2015 22:31 • x 1 #2



Hallo Hasi82,

Wenn die Familie einfach kein Verständnis zeigt

x 3#3


HUHU Hasi82.

Es gibt durchaus verständnisvolle Menschen, die auch psychische Krankheiten akzeptieren können und zumindest versuchen, mit so einer Erkrankung klarzukommen. Dieses Glück habe ich sowohl privat als auch teilweise auf Arbeit. Nicht alle sind so. Aber das erwarte ich auch nicht.

Wenn deine Familie damit nicht klar kommt, dann bleibt dir tatsächlich nur, dich zu emanzipieren und allein für dich zu sorgen. Was z.B. heißt, selbst einkaufen zu gehen, unabhängig zu werden. Und ich denke fast, schon dadurch würde es dir gleich viel besser gehen.

Hast du schon mal die Liste geschrieben? Wenigsten angefangen?

Gib dir einen Ruck, oder willst du dir alles von deiner Angst gefallen lassen?

27.01.2015 22:51 • #3


Hasi82
Hallo

Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ja wahrscheinlich habt Ihr Recht und die Familie ist einfach überfordert... Für mich ist es allerdings doppelt schlimm, da ich sonst nicht wirklich viele Ansprechpartner habe. Andererseits weiss ich auch, dass mir meine Familie nicht wirklich gut tut und ewige Streitereien mich irgendwie kapputtgemacht haben. Ich weiss man soll die Schuld nicht bei anderen suchen aber es war nur noch Zoff...und dann ist man genau von diesen Leuten abhängig....schöner T eufelskreis

28.01.2015 20:07 • #4


Hallo Hasi,
Hast du mal überlegt, deine Eltern vielleicht mal mit zum Therapeuten/ Psychiater zu schleppen? Also falls du in Behandlung bist. Nicht um sie an deiner Therapie teilhaben zu lassen, sondern damit ihnen mal von nem "Profi" erklärt wird, was los ist.
Meine Mutter war zb das genaue Gegenteil von deinen Eltern, hat mich in Watte packen wollen usw und das hat mich einfach nur aufgeregt, gab deswegen auch viel Krach. Sie hat eben nicht verstanden, dass ich trotzdem schon "groß" bin und mein Leben auch mal selber regeln muss. Sie wollte, dass ich ne Betreuung kriege, was ich absolut unnötig und daneben fand, ist bei ihr aber nur auf taube Ohren gestoßen, sie wollte, dass ich wieder in eine Klinik gehe, wogegen ich mich auch massivst gewehrt hab, all so Sachen, wo sie mir die Entscheidung abnehmen wollte, die ich ja aber schon gern selbst getroffen hätte. Dann hatte ich vor 2 Jahren ca endlich nen neuen Psychiater, meine Mutter hat direkt mal angemeldet, dass sie sich mit dem mal unterhalten will.. War erst total dagegen, weil es mich einfach nur rasend gemacht hat, wie sie sich so einmischt in meine Sachen, aber mein Doc meinte "Lass sie kommen, ich unterhalt mich mal mit ihr". Er kannte ja aus meinen Erzählungen die Dramen immer mit ihr. Naja, letztendlich hat es keine 10 Minuten gedauert, bis meine Mutter weinend die Praxis verlassen hat, was mir unheimlich leid tat in dem Moment, aber es hatte gefruchtet, mein Doc konnte ihr (ENDLICH!) klar machen, dass ICH die Verantwortung trage und auch tragen MUSS, wenn ich wieder auf die Beine kommen will, dass es nichts bringt, mir iwelche Maßnahmen aufzuzwingen, die ich aber innerlich blockiere..
Seitdem hab ich meine Ruhe, könnt nicht besser sein Vielleicht würde sowas in die andere Richtung ja auch funktionieren.

28.01.2015 20:29 • #5


OhneAngst
Zitat von Icefalki:
Liebe Hasi,

Leider sind sog. Gesunde Menschen damit überfordert, wenn sie sich mir psChischen Krankheiten konfrontiert sehen. Hättest du eine körperliche Krankheit, also sichtbar, würde dir Verständnis, Anteilnahme und Hilfe zuteil werden.

Es ist schlicht und einfach Überforderung seitens deiner Familie, die damit nicht klar kommt. Und was man nicht sieht, existiert dann halt nicht. Und will es nicht wahrhaben, weil immer noch ein Stigma damit verbunden ist.
Man schämt sich evtl. Vor den bekannten oder Nachbarn, wenn die Tochter nicht mehr richtig tickt. Ich schreibe das mal so krass.
Am Anfang kümmert man sich ja noch, aber dann, bitte, sollte man "das" doch wieder in Griff bekommen.
Und wundert es uns? Wir verstehen es doch selbst nicht so richtig, warum wir das haben.

Was kannst du tun? Akzeptiere dich und akzeptiere das Verhalten der anderen.

Erwarte nicht soviel von deinem Umfeld. Keiner, außer dir selbst kann helfen.

Ich erinnere mich noch an die Geburt meines ersten Kindes. Damals habe ich verstanden, dass ich alleine jetzt da durch muss. Keiner konnte mir es abnehmen.

Ob dir nun Mitgefühl, Unterstützung, Anteilnahme und und und entgegengebracht wird, es ändert trotzdem nichts, du selbst musst da durch.

Kein Mitgefühl der Welt ändert daran etwas. Es ist zwar angenehmer, wenn wir getröstet werden, aber bringt uns das weiter? Frag dich das einmal.

Ich darf dir das sagen, weil ich auch da durch musste. Ich habe versucht, so wenig wie möglich andere damit zu belasten. Nur wenn es gar nicht mehr ging, naja,,dann ging es halt auch nicht.

Versuche bitte mehr an dir, ich hoffe doch, dass du in Therapie bist, evtl. Auch Medikamente nimmst, zu arbeiten um da wieder rauszukommen und verzeihe deiner Familie, die damit, genausowenig wie du, klar kommt.


Das hast du echt toll geschrieben.

18.02.2015 16:10 • #6


mathilda03
Zitat von Hasi82:
Hallo

Vielen lieben Dank für Eure Antworten. Ja wahrscheinlich habt Ihr Recht und die Familie ist einfach überfordert... Für mich ist es allerdings doppelt schlimm, da ich sonst nicht wirklich viele Ansprechpartner habe. Andererseits weiss ich auch, dass mir meine Familie nicht wirklich gut tut und ewige Streitereien mich irgendwie kapputtgemacht haben. Ich weiss man soll die Schuld nicht bei anderen suchen aber es war nur noch Zoff...und dann ist man genau von diesen Leuten abhängig....schöner T eufelskreis

So geht es mir auch das meine familie bzw mutter meine Ansprechpartnerin war und sie es null verstehen wollen auch nix tuen nimmem es nicht für voll und es belastet mich soooo doll muss lernen mich jetzt auch davon abzugrenzen weil nur du kannst es ändern sie leider nicht....harter Lernprozess

20.02.2015 13:21 • #7


Mondkatze
hallo, ,meiner Familie kann ich das gar nicht erzählen.
ich höre immer nur den Satz: "In meiner Familie gab es sowas nie". Das wurde früher immer schon gerne gesagt.
Ich habe auch keinerlei Unterstützung - außer von meinem Mann.
Ich hatte auch immer große Erwartungen an die Familie - seitdem ich keine Erwartungen mehr habe, geht`s leichter zu ertragen.
Ist zwar traurig, aber es ist eben so.
LG
Mondkatze

20.02.2015 16:47 • #8


alice01
Hallo,
ich denke auch dass dies einfach nur an Überforderung und Hilfslosigkeit liegt. Ich hatte mit meiner Familie ähnliche Probleme, vielleicht nicht ganz so sehr. Was ich jedoch merkte war, dass mir die Hilfslosigkeit meiner Leute um mich herum noch weiter zusetzte. Sobald sie sich sorgten und ich das gesehen habe, hatte ich praktisch noch einmal die Bestätigung, dass mit mir etwas nicht stimmt und meine Angst verstärkte sich. Meine Therapeutin dagegen war total gelassen, gab mir das Gefühl, dass sie sich nicht um mich sorgte, sondern mich einfach nur Ernst nahm und vermittelte mir somit das Gefühl: "Du bist ok, du bist in Ordnung! Dir passiert nichts. Das was du hast ist nichts schlimmes, das bekommen wir hin." Und das hat mir ungemein geholfen. Ich dachte,wenn eine Fachfrau sich keine Sorgen machte, muss ich auch nicht übertrieben viel Angst haben. Da ich parallel zu meiner psychischen Erkrankung auch eine organische Geschichte mit unzähligen OPs hatte, konnte ich dieses Phänomen auch bei Ärzten feststellen.
Aus diesem Grund habe ich bewusst meiner Familie nicht mehr so viel erzählt. Und auch heute erzähle ich Ihnen nichts, wenn ich mal wieder Angstzustände habe oder verunsichert bin. Leider hat man nach so einer Geschichte einen Stempel auf der Stirn, der bei jeder Kleinigkeit zu den Menschen um einen herum aufblinkt.

VG
Alice01

20.02.2015 22:20 • #9


Icefalki
Liebe Alice, ich habe lieber einen ängstler um mich herum, als einige der sogenannten Gesunden. Mir liegt nichts mehr an der Oberflächlichkeit vieler Menschen, die Kranksein, egal, in welcher Hinsicht, nicht erfühlen können.

Unser Hauptproblem liegt eben in unserem empathischen Empfinden,,das uns zwar angreifbarer macht, aber auch sehr wertvoll. Wir sind eben anders.

20.02.2015 22:43 • #10


alice01
Hallo Icefalki,

ich glaube nicht, dass wir da grundsätzlich verschiedener Meinung sind. Ich gebe dir Recht, dass die von Dir bezeichneten "sogenannten Gesunden" einem auch nicht gut tun. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass "Ängstler", die mit der Situation überfordert sind, weil sie sie nicht nachvollziehen können, meine Angst verstärkt haben. Während z.B. Gleichgesinnte, wie hier im Forum, oder meine Therapeutin, die mich verstehen, mir wesentlich weiterhelfen konnten. Genau das von dir beschriebene "einfühlen", können Angehörige, die noch nie mit einer solchen Krankheit in Berührung gekommen sind nur sehr schwer.
Verstehst du was ich meine?

20.02.2015 23:15 • #11


mathilda03
Das stimmt menschen die es auch haben können es besser nachvollziehen wie andere die es nicht haben und in meiner Familie ist es ein absolutes tabu thema jetzt nicht mehr so aber sehr s hwierig sehr und für mich ist es so megggggga anstrengend manchmal habe immer dad gefühl mich zurechtfertigen und das ich mich erklären brauch...komm mir total missverstanden vor und das tut mir nicht gut auch vertrauenstechnisch schwierig.......auch null unterstutzung...finde es tot traurig musst halt organisch krank sein dann ist es ok zum kotzen

28.02.2015 18:32 • #12


alice01
ja mathilda, das ist wirklich traurig! Aber ich glaube man darf diesen Menschen keine Vorwürfe machen. Wie schon gesagt, die sind damit einfach überfrodert und wissen es einfach nicht besser. So schlimm das auch für unsereins ist!

28.02.2015 23:16 • #13


Fellfehler
Schön geschrieben @ Icefalki!

28.02.2015 23:23 • #14


mathilda03
Zitat von Mondkatze:
hallo, ,meiner Familie kann ich das gar nicht erzählen.
ich höre immer nur den Satz: "In meiner Familie gab es sowas nie". Das wurde früher immer schon gerne gesagt.
Ich habe auch keinerlei Unterstützung - außer von meinem Mann.
Ich hatte auch immer große Erwartungen an die Familie - seitdem ich keine Erwartungen mehr habe, geht`s leichter zu ertragen.
Ist zwar traurig, aber es ist eben so.
LG
Mondkatze

So geht es mir auch nur mein mann unterstützt mich sonst will es keiner verstehen oder akseptieren....schwierig echt....muss lernen loslassen und damit klarkommen und es allein packen...

12.03.2015 10:58 • #15


alice01
Hallo Mathilda

ja, so schwer es einem fällt! Ich musste bzgl. diesem Thema auch innerliche Distanzen zu mir sehr wichtigen Personen aufbauen. Das fällt einem schwer, aber ich konnte nur so besser damit umgehen.
Und aus der Angst rauszukommen, schafft man sowieso nur alleine. Natürlich fällt es mit Unterstützung leichter. Ich bin da meinem Mann auch sehr dankbar dafür!

Lg Alice

12.03.2015 11:52 • #16


Ich würde gerne das Thema aufleben lassen, weil es mich momentan sehr beschäftigt und ich kein neues Thema eröffnen möchte.
Ich bin seit längerem wegen Angst und -Panikstörungen krankgeschrieben und warte momentan auf meinen Ambulanten Therapieplatz, das am Dienstag beginnt bzw. das Erstgespräch dazu stattfindet. Endlich tut sich was.
Es ist bei mir zurzeit so akut, dass ich mich nicht mehr das Haus zu verlassen wage. Fahre zu Terminen mit dem Taxi oder lasse mich begleiten, selbst Lebensmittel bestelle ich online. Habe Angst vor Medikamenten und ihren Nebenwirkungen. Jetzt sind auch noch meine Lymphdrüsen in den Achselhöhlen um das dreifache angeschwollen und schmerzen. Seit neuestem wache ich noch mit einem tauben Bein auf. Kopfmässig bin ich natürlich auch gerade da.
Meine Mutter war vor einer Woche spontan in der Gegend und kam kurz vorbei (wir wohnen eine Stunde voneinander entfernt) und eine Freundin war zu Besuch. Sie hat die Fürsorgliche gespielt und nahm mich mit, als sie vor meiner Freundin hörte wie schlecht es mir geht. Spontan nahm ich aus der Not die Einladung an und packte meine Sachen. Bin zur Überbrückungszeit also mit. Eine Woche war ich nun bei meinen Eltern. Schlussendlich habe ich meine Situation nur auf ein anderes Haus verlagert, auch da kam ich nicht raus. Saß viel oben in meinem alten Jugendzimmer, was irgendwann zu einem Gästezimmer umgestaltet wurde. Auch wieder allein und isoliert. Mit meinen Gedanken bei der Angst vor einer schwerwiegenden Krankheit und den Attacken.
Meine Mutter ist eine selbsternannte Geistheilerin, verflucht Ärzte und Therapeuten, allein Homöopathie und reines Handauflegen sollte für alles reichen. Beide sind sehr stolze Persönlichkeiten, Schwäche gibt es nicht, auf jeden Fall nicht nach außen. Schwere Krankheiten werden mit Globulis behandelt und abgetan.
Nun kam jeden Tag Druck und Unverständnis von beiden. Warum ich nicht einfach raus gehe und bei jedem Nein wurde mir blanke Wut entgegen gebracht. Teilweise wurde über Stunden nicht mehr mit mir gesprochen. Abends sollte ich mir zur Nacht Rosmarinöl auf den Rücken sprühen und dann völliges Unverständnis, warum es am nächsten Tag nicht wieder besser ist und ich nicht beschwerdefrei sei. Dass ich mich zweimal zum spazieren in den Wald aufgerafft habe, wurde nicht gesehen. Ich sowieso schon für meine Verhältnisse viel mehr getan habe, als in den letzten Wochen und bei mir daheim.
Mehr könne sie dann auch nicht mehr für mich tun, sagte sie. Ich zeige ja keinen Willen etwas zu ändern, indem ich z.B. mit ihr in die volle Stadt auf den Markt fahre oder in ihr überfülltes Lieblings-Café möchte.
Nun ist die Heimfahrt heute im Auto völlig im Streit eskaliert. Was mir diese blöde Therapie ab Dienstag denn bringen soll, die Ärzte wollen nur mein Geld, erzählen einem nur Mist, setzen mich unter Dro., bin für die nur Versuchskaninchen. Nur sie wüsste es besser. Ich sei Beratungsresistent, weil ich von ihren Nahrungsergänzungsmitteln nichts möchte und ich in ihren Augen nicht das tue was sie für richtig hält und es mir deshalb nicht besser geht. Ich sei krank, sagte ich ihr und dass ich mich für meine Krankheit nicht rechtfertigen muss. Wir alle hier suchen uns das nicht aus. Mittlerweile kann ich kaum noch meine Arme heben, weshalb ich das morgen gleich bei meinem Hausarzt abklären möchte. Was soll er denn groß richten oder dazu sagen, sagte sie. Das geht irgendwann von alleine weg. Verachtend und belächelnd kam nur von der Seite, dass ich die Ärzte ja liebe und das dass mein neues liebgewonnenes Hobby sei. Dann kannst du endlich wieder zum Arzt gehen, was? Da freust du dich schon drauf. Und dann wolle sie auch nicht mehr diskutieren, eine weitere Stunde schweigen. Die Türen hat sie zugeschlagen und mir alles gute gewünscht.
Ich bin seit Tagen aus tiefster Seele nur am weinen, was ich von mir so nicht kenne, aber ich kann es einfach nicht verstehen, wie Eltern da so wegschauen können. Dass Familie, die einem doch am nähesten stehen sollte, sich so wenig damit auseinander setzen, wenn es einem Teil davon nicht gut geht. Da werden die Augen verschlossen und mir die letzte Hoffnung mit der kommenden Therapie genommen. Ich kann es nicht begreifen, das mir immer wieder die Tränen kommen. Nur wenn man funktioniert ist man willkommen und wird dementsprechend auch akzeptiert. Ich erwarte von niemandem Verständnis, gerade nicht von Menschen die so etwas nicht selbst durchlebt haben, aber wenigstens von Angehörigen ein Ohr, Mut durch Zuspruch, seis auch einfach nur da sein. Aber dieser blanker Hass und dieses völlige Desinteresse macht mich gerade tief betroffen. Dass ich ihnen von meinem weiteren Verlauf nichts mehr berichten mag und werde liegt nahe.
Wie geht ihr mit solchen familiären Unverständnissen um? Für mich ist es kaum zu ertragen so traurig macht es mich.

30.06.2019 22:54 • #17


Cati
Das ist wirklich traurig.
Tut mir leid.

01.07.2019 00:29 • x 1 #18


Nette73
Zitat von Icefalki:
Liebe Alice, ich habe lieber einen ängstler um mich herum, als einige der sogenannten Gesunden. Mir liegt nichts mehr an der Oberflächlichkeit vieler Menschen, die Kranksein, egal, in welcher Hinsicht, nicht erfühlen können. Unser Hauptproblem liegt eben in unserem empathischen Empfinden,,das uns zwar angreifbarer macht, aber auch sehr wertvoll. Wir sind eben anders.


Du sprichst mir aus der Seele. Toll geschrieben!

01.07.2019 04:31 • x 1 #19


-Leeloo-
Es ist immer schwer für jene, die es nicht kennen. Ich versteh schon, warum ich das habe. Meine Eltern habe ich ein wenig aufgeklärt und sie akzeptieren es. Das allein reicht mir schon, sie wollten ja auch in ihren "Krankheiten" akzeptiert werden. Man kann seine Angehörigen durchaus mal darüber aufklären und sie bitten, es einfach zu akzeptieren. Es muss noch nicht einmal verstanden werden, aber mit Akzeptanz ist manchen vielleicht, mir auf jeden Fall schon sehr geholfen. Gleichzeitig kann man anbringen, dass man selbst an sich arbeitet, indem man eine Therapie macht und/oder Medikamente nimmt.

01.07.2019 09:13 • x 1 #20




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