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Hi Ihr Lieben,

mich beschäftigt den ganzen Nachmittag schon das Thema, weil ich der Situation ausgesetzt war, wie Ihr mit den Ängsten in Bezug auf eure Umwelt umgeht.
Wissen bei euch nur die engsten Familienmitglieder davon..
Wie verhaltet Ihr euch bei gemeinsamen Unternehmungen mit Bekannten oder Arbeitskollegen..
Was ist im allgemeinen eure Erfahrung mit Offenheit bzgl. der PA..

Ich hatte hier schon in der Newbie-Ecke geschrieben, das ich meine Ängste noch immer nicht ganz annehmen kann, da ich -und das macht mich mittlerweile fertig, oftmals den Eindruck der anderen über mich, versuche gerecht zu werden und demnach bei einer Absage zu Unternehmungen, nicht gerade die besten Symphatien bekomme.
Gestern fragte mich jemand, ob ich im Bereich Journalismus tätig wäre und in den Moment musste ich in Gedanken lachen und mir sagen, das ich zurzeit nicht mal fähig bin, die einfachsten arbeiten zu machen, da mein Stresspegel nicht im geringesten den grünen Bereich trifft!! -und es blieb leider auch beim Gedanken.

Liebe Grüße,
Mayla

07.09.2012 18:33 • 14.09.2012 #1


13 Antworten ↓


Eine von Vielen
Ich denke, wem man sich anvertraut, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Meine Familie und Freunde wissen bescheid.
Freunde gehen super damit um, die Familie zum Teil.

Es muss verdammt schwer sein, sich in jemanden mit PA hineinversetzen zu können.
Verständnis zeigen eher die, die selbst schon mal betroffen waren oder eine ähnliche Erkrankung hatten/haben und was mir auch auf fiel : Berufsgruppen, die sich in der Ausbildung oder auch eim Job mehr oder weniger schon mal mit dem Thema auseinander gesetzt hat.

Bsp. : Eine Bekannte von mir ist Altenpflegerin, wir haben uns über meine PA etc. unterhalten. Sie konnte es nicht so recht nachvollziehen, wie schlimm es ist. ( War ganz am Anfang meiner Ängste ).
Als ich ihr sagte, ich hätte nun auch ein Beruhigungsmittel für den Notfall bekommen, wollte sie wissen welches.
Als ich sagte "Tavor" machte sie große Augen und sah mich besorgt an. Seit dem versteht sie mich besser.

Ich habe übrigens gute und schlechte Erfahrungen damit gemacht, ehrlich zu sein und Menschen von meinen Ängsten zu erzählen.

Ich hatte dieses Jahr zwei Vorstellungsgespräche abgesagt.
Bei dem Ersten, hatte ich mir eine Ausrede einfallen lassen, als ich dann einen Ersatztermin bekam und es wieder nicht schaffte, sagte ich die Wahrheit. Da ich persönlich niemand erreicht habe, habe ich auf den AB gesprochen -

Ich habe nie wieder was gehört. Dazu muss man auch noch sagen, dass ich in einem therapeutischen Beruf tätig bin und man meinen sollte, das man sich als Therapeutin hineinversetzen kann, wenigstens bis zu einem gewissen Grad..

Bei dem zweiten Vorstellungsgespräch habe ich direkt die Wahrheit gesagt und bekam total positives Feedback.
Man war sehr dankbar für meine Offenheit und rechnete mir das hoch an. Ich kann mich jeder Zeit wieder bewerben.

08.09.2012 11:26 • #2



Ängste und Verständnis der Mitmenschen

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Zitat:
Freunde gehen super damit um, die Familie zum Teil.

Da fällt mir ein Satz von meiner ehemaligen Psychologin ein, die mir in einer Minute Small-Talk erzählte, das Freundschaften bei Ihr schon immer einen höheren Stellenwert hatten, als die eigene Familie. Ist nur eine persönliche Meinung, der ich mich aber anschließen kann.

Zitat:
"Es muss verdammt schwer sein, sich in jemanden mit PA hineinversetzen zu können."

Habe ich lange lange gebraucht um zu begreifen, wie schwer es anderen fällt, sich hineinzufühlen.
Es gab Zeiten, in denen ich noch fragte; "Hey, aber Du kennst doch sicher das Gefühl schwitzige Hände zu haben und ein wenig Angst/Bauchschmerzen....einfach nur weg zu wollen"..meistens kam ein lächeln mit den Worten; "Ja, als Kind vielleicht". Heute lache ich einfach mal mit.

Bei dem Wort "Tavor"mach aber auch ich große Augen. Seitdem ich vor einiger Zeit jemanden kennengelernt habe, der in dem Moment also kaum noch ansprechbar war, habe ich davor Respekt.
Wobei es sicher auch verschiedene Dosierungen gibt! Kenne mich mit Medikamentöser Behandlung nicht aus.

Schön zu hören das es positives Feedback gab, gerade von einem potenziellen Arbeitgeber!
Hatte vor 2 Wochen auch ein Bewerbungsgespräch abgesagt, ohne aber die Möglichkeit für einen Ersaztermin zu geben. Wenn schlechte Phase, dann hält Sie auch ein paar Tage..oder auch wie aktuell, ein paar mehr.

In dem Sinne; es kann nur besser werden

11.09.2012 12:43 • #3


Als ich damals Diagnostiziert war auf die Angststörung bin ich meinem Vorgesetzten gegenüber offen damit umgegangen - das sah ich irgendwie auch als meine Pflicht an, da ich als Justizvollzugsbeamtin im Gefängnis gearbeitet habe. Ich hatte täglichen Umgang mit Gefangenen und da passt Angst einfach nicht gut hin immerhin geht es dort ja auch um die Sicherheit. Da ich Gefangene auch zum Arzt außerhalb des Gefängnisses fahren mußte, war ich verpflichtet dies meinem Arbeitgeber anzuzeigen, da ich die Sicherheit nicht gewährleisten konnte.
Ich hatte zudem natürlich irgendwann hohe Ausfallzeiten die meine Kollegen natürlich nicht verstanden, deswegen habe ich mich auch ihnen gegenüber erklärt - Verständnis kam dort nur bedingt. Wie schon gesagt Dir fehlt ja kein Arm oder Bein - man sieht Deine Krankheit, als solche bezeichne ich dies, ja nicht.
Jedoch war mein Bereichsleiter sehr verständnisvoll.
Ich glaube deshalb : Mit der Wahrheit fährt man immer am Besten und wer dafür kein Verständnis aufbringen kann dem bin ich nicht böse - aber es interessiert mich auch nicht, denn am Ende ist es so das ich mit meinem Leben klar kommen muß und nicht andere.
Familie weiß Bescheid aber intensiver nachfragen und sich damit befassen tut sich auch keiner. Meine beste Freundin (ist auch meine einzige Freundin) interessiert sich dafür und betont, wenn wir unterwegs sind, immer das ich bescheid sagen soll wenn etwas ist oder ich anfange mich blöd zu fühlen. Als sie mitbekam das mir manchmal in solchen Situationen Zucker in irgendeiner Form hilft hat sie mir eine Butterbrotdose voll mit Traubenzucker und anderen Dingen geschenkt, die ich jetzt unterwegs immer dabei habe.
Was den Beruf angeht so hat mich der Amtsarzt damals auf unbestimmte Zeit in "Rente" geschickt und bis jetzt bin ich auch noch nicht wieder im Dienst.
Es ist in unserer Gesellschaft nicht einfach auf Verständnis zu stossen aber schlußendlich muß uns das dann auch egal sein. Unser aller Leben die wir diese Probleme haben ist echt NICHT EINFACH !

11.09.2012 13:16 • #4


In meinem Famielien-, Freundes- und Bekanntenkreis, so auch auf der Arbeit wissen alle, dass ich Panikattackenprobleme hin und wieder habe. Wenn einer wissen will, wie das für mich ist, sage ich, es ist wie Achterbahnfahren ohne Achterbahn. - So ist es halt bei mir. Wie sie damit umgehen? Neugierig, interessiert, verständnisvoll, mitfühlend, hilfsbereit.

Ich finde, Panikattacken sind keine "Krankheit", die man verstecken muss. Jeder hat heute irgend ein Problem und Depressionen sind angeblich die Volkskrankheit Nummer 1 ! Für Panikattacken gibt es keinen Grund sich zu schämen. Sie sind eine körperliche und seelische Störung. Wenn man damit offen umgeht, staunt man, wie viele im Bekanntenkreis das selbe oder ein ähnliches Problem haben. Darüber reden, tut gut!

11.09.2012 13:30 • #5


Gina, das ist genau das, an was ich immer denken muss..sogar vorhin bei meinem Beitrag. Achterbahn fahren, so ist es -obwohl ich Achterbahn fahren liebe!?!? -der Sinn erschließt sich mir schon wieder nicht

Depressionen und andere psychosomatische Probleme sind weit verbreitet, richtig, doch wird es ungern angenommen, das wissen wir alle. Als Personaler, und da bin ich ehrlich, würde ich auch keinen favorisieren der seelische störungen hat! -mit aller Menschlichkeit.
Ich persönlich schäme mich, das ich diese Defizit habe und kann mir sicherlich noch ein Beispiel an vielen nehmen und versuchen damit einfach offen umgehen! In was ich Dir zustimme, ist das reden! Mir tut es auch unglaublich gut, meinen wahren Gefühlen, freien Lauf zu lassen.

Deine Einstellung bzgl. Offenheit gefällt mir auf jeden Fall.

11.09.2012 14:47 • #6


fennek, als erstes fiel mir das "Zucker" auf...wenn ich unterwegs bin, habe ich gefühlte 2 vollbepackte Taschen an Hilfsmitteln dabei: Dextro ( was mir ungemein hilft ), Taschentücher, natürlich mein handy, eine Zeitschrift, immer eine Cola und wenn mir danach ist, MP3 player. Übrigens süß, mit der Butterbrotdose!! Daran sehe ich auch, das ich nie und niemals spontan war. Für mich sind ein paar Stationen mit dem Bus immer eine Weltreise *lach

Zitat:
man sieht Deine Krankheit, als solche bezeichne ich dies, ja nicht


Ja das ist das schlimme. Es gab Momente ich denen ich mir wünschte, man würde mir ansehen, das mir etwas ( am Körper ) fehlt. Hab diesen aber schnell wieder verworfen.

Interessant zu hören, das sich viele Familienmitglieder nicht wie man es sich vorstellt, mit der Thematik beschäftigen.

Deinem letzten Satz stimme ich absolut zu!

Alles Liebe Dir!

11.09.2012 15:07 • #7


Hi Mayla,

kann ich verstehen. Für mich ist es auch ne gefühlte "Weltreise" 10 Minuten bis zum nächsten Ort zu fahren

Was die Familie angeht ist es vielleicht auch eine gewisse Hilflosigkeit ihrerseits das sie sich nicht beschäftigen mit der Thematik.

Meine Mutter sagt immer : Ich glaub wenn Du alle Medikamente weglassen würdest und wieder Vollzeit arbeiten gehen würdest dann ginge es Dir viel besser.

Glaubt man sowas ? Das ist meiner Meinung nach die absolute Ignoranz oder Verdrängung - sie ist nämlich bedingt durch meine Kindheit hauptverantwortlich für diesen Zustand !

LG Fenn

12.09.2012 01:09 • #8


@ Fennek: Aber das sind ja genau DIE Sprüche, die man hört und wegen denen man sich nicht traut, es zu erzählen. Meine Familie hat mir beim letzten Mal (vor 10 Jahren) auch solche Sachen gesagt. "Wird schon nix passieren", "Zusammen reißen", "Nicht so anstellen", "Willst du denn in der Klappsmühle landen?" etc. etc. Und jetzt ist es wieder so. Bloß leben mein Opa und meine Oma nicht mehr. Meine Mutter, die zwar auch schon an sowas gelitten hat, aber nun alleinstehend ist, ist der Auffassung, dass es nix bringt, dass es nur nervlich ist und sie kann sich damit nicht mehr abgeben, da sie für ihren Lebensunterhalt alleine verantwortlich ist, während ICH doch einen Mann habe... Und Freundinnen traue ich mich nicht, das zu sagen. Es ist eben so, dass andere damit nix anfangen können.
Es ist erstaunlich: Ich war den Müll 10 Jahre lang komplett los! Und hatte während dieser Zeit, obwohl ich es selbst ja hatte (und das extrem) keinerlei Verständnis für Angst- und Panikpatienten! Ich hielt die für Bekloppte und war fest überzeugt, dass ICH sowas ja niemals wieder kriege. Dass ich so irre nicht mehr bin usw. Kleinlaut muss ich nun sagen, dass ich mich da wohl schwer getäuscht habe!

12.09.2012 09:08 • #9


Hallo ihr Lieben,

Ich habe oftmals den Verdacht, dass schlicht und ergreifend eine ungünstige Zusammensetzung der individuellen "Gehirnsuppe" das Kernproblem darstellt.

Tavor kann übrigens auch in kleinen Krümeln noch gut helfen, in eine gefürchtete Situation zu gehen. Erstaunlich, was so ein bischen von einer Substanz im Gehirn verändern kann...

LG Julia

12.09.2012 22:07 • #10


derhimmelmusswarten...bei der älteren Generation ist es sicher kein leichtes, auf Verständnis zu stoßen. Meine Pflegeeltern, bei denen ich bis zum 15. Lebensjahr gelebt habe, sind jetzt in den 80igern. Waren also beide Kriegskinder und weit davon entfernt, für solche "banalitäten die sich nur im Kopf abspielen", ein Wort des Mitgefühls zu äußern -und ich mache Ihnen keinen Vorwurf.


Ja, da Angstzustände einem mehr oder weniger das ganze Leben begleiten können, darf man vorsichtig mit Aussagen sein bzgl. der Menschen die keine "Pause" der Ängste geniessen dürfen.
Ich habe den kleinen Mann in meinem Kopf, wie ich Ihn liebevoll nenne, auch für 4 Jahre ins Asyl geschickt, aber da hat's ihm wohl nicht gefallen und nu nervt er mich jeden einzelnen Tag auf's neue..und er macht es gut!!


Mayla ♥

13.09.2012 09:47 • #11


Hi Julietta, nehme selbst keine Medis bin aber auch kein Gegner dessen. Alles was dem einzelnen in Angstmomenten hilft, soll er auch anwenden. Wir kennen ja alle dies erlösende Gefühl, wenn sich der Körper endlich beruhigt und wie in meinem Falle, vor Erschöpfung in den "möchte schlafen modus" geht.

Finde es überhaupt erstaunlich, wie sich die "Gehirnsuppe" allein schon auf natürliche Weise in der PA verändert.
Entferne mich dann aber von jeglicher Unterhaltung, da mein Kopf mich an die Momente erinnert, als sich die Leute wohl fragten, ob ich gerade mit Absicht auf dämlich stelle. Kann mittlerweile ein wenig drüber lachen...aber auch nur ein wenig.

Lieben Gruß

13.09.2012 10:43 • #12


Hallo ,

Ich glaube das Leute wie wir alles andere als "dämlich" sind, im Gegenteil ich glaube das gerade wir durch unsere Schwierigkeiten sehr empfindsame Menschen sind und uns fehlt es auch nicht an Mitgefühl für unsere Umwelt. Außerdem habe ich seit der Angststörung mein Augenmerk verlegt auf Sachen die wirklich wichtig sind ! Ichhinterfrage immer was wirklich wichtig ist im Leben. Meiner Meinung nach ist das die Bindung zu anderen Menschen. Beobachten was um uns herum geschieht, helfen wenn jemand Hilfe braucht.

LG fenn

13.09.2012 21:01 • #13


*LittleAngel*
Hey

Dämlich sind wir sowieso nicht, wenn man so sehr auf die zeichen seines körpers und seiner seele hört. Es gibt Menschen die total unachtsam sind, psychische Trampel, kein bisschen feinfühlig, warum sollte das erstrebenswert sein? ich bin froh, dass ich hellhörig, feinfühlig und sensibel bin, klar, es macht das leben manchmal echt kompliziert, aber missen wollte ich das auf garkeinen fall. Ich bin nunmal sehr emotional, aber ich schäme mich dafür nicht.

Also jedem würde ich das nicht erzählen, denn es gibt einfach Menschen in meinem Leben die geht das nichts an. Ich würde ja auch nicht jedem erzählen wenn ich Krebs hätte (einen den man nicht auf den ersten blick sieht) oder sonst irgendeine krankheit. Für mich ist Vertrauen wichtig und da ich von Natur aus eher misstrauisch bin, dauert es etwas bis ich mich öffnen kann.

Generell finde ich es aber wichtig, wenn man mit einem Thema offen umgehen kann. Es sollte nur meiner Meinung nach im richtigen Rahmen offen behandelt werden.

Meine Familie weiß es, aber hier auch nicht jeder. Onkel und Tanten, Cousinen Cousins usw wissen das nicht. Habe zu denen eher weniger Kontakt und daher keine richtige Vertrauensbasis. ich weiß von denen auch nicht alles und sehe auch absolut keinen Grund es denen zu erzählen. Die könnten mit dem Thema nichts anfangen weil sie keinen richtigen bezug zu mir und meinem leben haben und mir würde das überhaupt nichts gebracht haben, wenn ich mich denen geöffnet hätte. Wenn aber wiederum einer zu seiner Cousine ein Verhältnis wie zu einer besten Freundin hätte, warum nicht mit ihr drüber reden? Dann hilft es und fördert sogar weiter die Vertrauensbasis.
Mal abgesehn davon ist es auch nicht bei jedem auf Verständnis gestoßen. Ich denke dass es gerade für Menschen, die einem gegenüber eine Art beschützerfunktion haben (Eltern, Großeltern, ältere Geschwister), sehr schwer ist, ein Leiden hilflos mitanzusehen und nichts dagegen tun zu können. klar hören die zu, aber die kriegen gleich nen tatendrang, aber wissen genau, sie können jetzt nichts machen und ich denke dass macht sie dann fertig, weil sie uns beschützen wollen.

Bei meinem Freund ist das ähnlich. Er hört sich das auch nur bedingt an und wechselt dann das Thema, ohne groß etwas dazu gesagt zu haben. Er fühlt sich dem gegenüber machtlos und das erträgt er nicht, dass er nicht helfen kann und dann blockt er ab. Mich trifft das sehr, weil er von allen Menschen auf der Welt derjenige ist, zu dem ich die größte Vertrauensbasis habe. Aber ich kann es auch verstehen. Bei ihm reicht mir, dass ich im Notfall immer auf ihn zählen kann, das hat er mehr als einmal bewiesen.

Gute Freundinnen sind immernoch meine liebsten, wenn es um das Thema Angst geht. Keine von denen hat das gleiche Problem, aber die hören mir einfach am besten zu, kommen mit lösungsvorschlägen, holen mich aus meinem Heim wenn sie merken dass ich wieder anfange mich zu verkriechen, lachen mit mir, weinen mit mir, sind einfach nur für mich da, egal ob das thema für sie befremdlich ist oder nicht. Sie nehmen mich einfach so wie ich bin, auch mit Angst.
Hier gibt es aber nur zwei oder drei, mit denen das so ist, zu allen anderen guten Freundinnen, die ich auch sehr gern hab, habe ich diese Art von Vertrauen und Losgelöstheit nicht. Mit denen verbringe ich auch gerne meine Zeit, sie sind lieb und lustig, einfach gute Zeitgenossen, aber von meiner Angst wissen die nicht.
Ich denke was Freundschaften angeht, so muss man spüren, ob man es erzählen kann/will oder nicht.

Was Arbeit und Arbeitgeber/kollegen angeht, so finde ich es nicht unbedingt verkehrt, es denen zu erzählen. Aber auch hier suche ich mir aus, wem ich es erzähle. Bei mir weiß es nur eine Kollegin, zu der ich einen guten Draht habe und die versteht es sehr gut. Ich weiß dass ich zu 100% auch kolleginnen habe, die denken würden, dass ich das nur als Ausrede benutzen würde, um Vorteile zu haben was Fehlzeiten usw angeht. Die geht das natürlich einen sch*** Dreck an. Bei meiner Chefin bin ich vorsichtig. Nicht weil sie mies ist, sondern weil sie so eine überliebe, extrem verständnisvolle Person ist. Sie hätte auf jeden Fall verständnis, aber ich hätte Angst dass sie mich dann in Watte packt, selbst wenn ich sie darum gebeten hätte, das nicht zu tun. Denn das will ich ja dann auch nicht, ich will schon ein vollwertiges mitglied im team sein. Wenn es aber so garnicht gehen würde, würde ich dann mit ihr das Gespräch suchen, denn dann würde ich mich ja eh nicht als arbeitsfähig einstufen. Solange das aber nicht der Fall ist, nehme ich bei Patzern, die aufgrund der Angst passiert sind, dann auch ihre Standpauke hin, wobei man sagen muss, dass sie viel zu lieb für eine ernsthafte Standpauke ist ^^

In der Uni zb nehme ich jetzt Hilfe vom Studentenhilfswerk in Anspruch. Ich wusste nicht genau, an wen in der Uni ich mich wenden sollte, denn es wirkt sich schon sehr auf die Uni aus, ich habe bisher kaum was geschafft und will endlich mal voran kommen. Aber Dozenten oder Kommolitonen würd ich das nicht erzählen, es sei denn es wäre eine richtige Basis da. Aber im Studentenhilfswerk hat man hoffentlich ein offenes Ohr für mich

Ich denke man hat das irgendwann im Gefühl, mit wem man darüber reden kann und bei wem es nur auf Desinteresse und Missverständnis stößt. Wenn man es Menschen erzählt, die ''falsch'' damit umgehen oder es vllt sogar noch gegen einen verwenden, dann weiß man es beim nächsten mal besser, man lernt draus. Vllt bin ich auch einfach nur zu misstrauisch den Menschen gegenüber und könnte noch einen Tick mehr offenheit gebrauchen Vllt kommt das ja noch ;p

LG

14.09.2012 05:06 • #14



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