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Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Wildrose
Mein Vater war da immer etwas ratlos.
Einmal sagte er ," ich verstehe das nicht.
Deine Geschwister hatten doch nie solche
Probleme. "

#21


Wildrose
Zitat von Sisterryan:
Ich bin seit längerem wegen Angst und -Panikstörungen krankgeschrieben und warte momentan auf meinen Ambulanten Therapieplatz, das am Dienstag beginnt bzw. das Erstgespräch dazu stattfindet.


Ich wünsche dir alles Gute.
Ich habe letzten Winter eine stationäre und
anschließend tagesklinische Therapie gemacht
und fand es sehr positiv.

#22


A


Wenn die Familie einfach kein Verständnis zeigt

x 3


-Leeloo-
@Sisterryan
Das tut mir sehr leid, vielleicht können sie es nach einer gewissen Zeit akzeptieren. Nichts ist schlimmer, als wenn man gerade in der schlimmen Phase steckt und obendrein kein Mitgefühl bekommt oder eine Unterstützung oder Bestärkung z. B.zu sagen: ich finde es toll, dass du den Schritt machst und es wird dir bestimmt helfen. Oder vielleicht auch mal Interesse an deiner Person zu zeigen und nachzufragen, eben damit man weiß, wie man mit psychisch kranken Menschen umgehen kann/sollte.
Selbst wenn man zum Beispiel in einer tiefen Depression steckt, fehlt sogar oft der Anlauf, sich überhaupt um eine Therapie zu kümmern.
Aber deshalb können wir hier im Forum uns gut austauschen. Ich finde es hilft auch immer ein wenig, weil man weiß, dass man nicht allein da steht. Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg. knuddeln

#23


S
Danke, Cati und Leeloo. Akzeptanz ist ein gutes Stichwort, auf beiden Seiten. Dass die beiden so auf mich reagierten, muss ich jetzt verarbeiten und annehmen. Ich habe mich schon langsam ausgeheult und freue mich nun weiter auf den morgigen nächsten Schritt.

x 1 #24


Wildrose
Das finde ich echt stark von dir !

Daumen hoch

#25


E
Hallo,

Ich wünsche dir das du sehr viel Mitgefühl für Dich aufbringen kannst .
Selbstliebe .
Ich lese hier sehr oft ,ach jeden Tag im Forum ,dass sehr viele Menschen hier ,soviel Mitgefühl für andere aufbringen können, ja ich auch ,nur leider ,bringe ich mit viel zu wenig , Mitgefühl .
Was Unfair , oder wie seht ihr dass ?

#26


O
Hey,
viele Menschen sehen in sich selbst nur einen geringen Wert. Das passiert häufig unterbewusst.
Deshalb sind viele Menschen in bestimmten Situationen sehr zuvorkommend. Häufig wenn es ihnen sehr schlecht geht.
Man sollte erst sich selbst zu schätzen wissen und mit positiver Energie dann dieses Gefühl anderen entgegen bringen.
Jeder kann seine Ziele erreichen und glücklich werden.
Glaubt an Euch.

viel Kraft uns allen
Ollivia

x 2 #27


L

Panik bei der Familie

Hey,

mir ist aufgefallen, dass ich immer wieder Herzrasen und Unruhe bekomme, sobald ich weiß, dass etwas mit der Familie ansteht. Sei es zusammen einkaufen, zusammen essen oder etwas zusammen unternehmen.

Leider hab ich das Ganze nie unter Kontrolle und oft gipfelt es dann in einer Vorstufe zur Panikattacke. Bevor ich eine bekomme, melde ich das bereits meiner Familie und gehe nach Hause.
Ich versuche so lange es geht auszuhalten, aber sobald ich schon die Blicke merke, dass man mir ansieht, dass ich nicht ganz "da" bin, bekomme ich Angstgefühle.

Dies trifft auf sehr viel Unverständnis. Ich soll mich zusammen reißen. Ich nerve langsam. Mir würde das langsam Spaß machen. Ich mach alles kaputt damit. Immer muss man sich nach mir richten.

Ich weiß, dass meine Familie sich sorgt. aber dadurch machen sie es so viel schlimmer und mittlerweile habe ich stets Angst, dass mir das wieder passiert, wenn ich mit ihnen unterwegs bin. Ein Teufelskreis eben.

Ich habe das schonmal angesprochen, aber es ändert sich nichts.

Mittlerweile glaub ich, dass ich wirklich an allem Schuld bin, alles kaputt mache und ich hasse mich dafür. Aber mir macht das doch auch kein Spaß mit Herzrasen, Zittern und das Gefühl umzukippen bei denen zu sitzen.

Habt ihr einen Rat für mich?

#28


Meteora
Kontaktpause, - Einschränkung oder - abbruch kommt für dich nicht infrage? Einen anderen Rat habe ich leider nicht. Mir geht es aber genauso. Ich stehe es halt durch, vier Tage um die Weihnachtszeit und ein paar Besuche, sonst sehen wir uns kaum im Jahr. Ich sage mir dann immer: in x Stunden ist es vorbei. Hilft mir ein bisschen.

x 1 #29


Schlaflose
Zitat von LadyHope:
mir ist aufgefallen, dass ich immer wieder Herzrasen und Unruhe bekomme, sobald ich weiß, dass etwas mit der Familie ansteht. Sei es zusammen einkaufen, zusammen essen oder etwas zusammen unternehmen.

Leider hab ich das Ganze nie unter Kontrolle und oft gipfelt es dann in einer Vorstufe zur Panikattacke. Bevor ich eine bekomme, melde ich das bereits meiner Familie und gehe nach Hause.


Wenn ich das so halten würde, wäre ich seit über 30 Jahren nicht mehr aus dem Haus gegangen. Herzrasen und Unruhe habe ich so oft, dass mir das überhaupt nichts mehr ausmacht. Vor 35 Jahren hatte ich 6 Monate lang wirkliche Panikattacken, wo ich sowohl zuhause als auch egal wo außerhalb mehrmals am Tag welche bekam, mit dem Hauptsymptom gleich umzukippen oder tot umzufallen. Selbst da bin ich nach 2 Wochen nur zuhause wieder ganz normal überallhin, weil ich gemerkt habe, dass trotz allem nichts passiert.

x 1 #30


L
Liebe Schlaflose,

wow, Respekt. Wie schaffst du das?

Ich habe immer so viel Angst, dass ich Luft schnappend am Boden liege und alle kriegen es mit, keiner kann helfen.
Oder das ich so unkontrolliert zittere bei Panikattacken.
Das kann man ja leider nicht verstecken.

Dann hab ich Angst vor der Angst und flüchte wieder nach Hause.
Aushalten hab ich wirklich noch nie hin bekommen, ich finde immer einen Schlupfwinkel.

Dadurch mach ich das Ganze schlimmer, ich weiß.

#31


Schlaflose
Zitat von LadyHope:
Ich habe immer so viel Angst, dass ich Luft schnappend am Boden liege und alle kriegen es mit,


Das hatte ich am Anfang auch, aber nachdem ich ein paarmal festgestellt habe, dass es nicht passiert, verging diese Angst.

x 1 #32


Gorilla
Ich kann ehrlich gesagt nicht erkennen wo deine Familie sich Sorgen macht.

Das sind ja eher Vorwürfe die kommen. Mich nerven auch immer so Aussagen wie reiß dich zusammen.

Als ob man das könnte in so einer Situation.

Ist nicht böse gemeint aber das musst du dir nicht geben.

x 1 #33


blue1979
Du müsstest herausfinden, ob es verselbstständigte angstattacken sind oder ob deine Familie dich antriggert , weil Gründe dahinter stehen. Dafür müsstest du für dich oder Mit Hilfe deine Kindheit reflektieren. Beim zweiten würde ich Kontakt minimieren bis du für dich neue Erkenntnisse gesammelt hast wie du damit umgehen willst , beim ersten erstmal viele Infos zu Paniksymptomen holen und in Schritten Mit den Symptomen konfrontieren .

x 1 #34


VeitFluffy

Familie denkt dass mein Wille zu schwach ist

Ich habe ein Problem. klar, ich weiß, dass ich eine Angststörung mit Agoraphobie habe und Panikstörung noch dazu. aber das packe ich immer zusammen in eins.
Dazu noch schwere depressive Phasen. (Ich hasse es sowas aufzuzählen. will das ja nicht haben)

Ich habe das nun seit einem halben Jahr extrem. habe mein Abitur abgebrochen, da es anfing, dass ich mich nach der Schule immer total schwach gefühlt habe und immer dachte, dass ich umkippe. Irgendwann wurde das Gefühl so schlimm, dass ich Angst hatte aufzustehen nach dem Unterrichtsschluss. konnte mich nicht mehr auf den Schulstoff konzentrieren und hatte dauerhaft Angst. wollte nur alleine sein.

Seitdem bin ich Zuhause und traue mich nicht mehr weiter Weg als Morgens zum Netto.

Mein Partner und meine Familie denken, dass mein Wille nicht stark genug ist (Weil ich es einfach nicht schaffe zu einem Psychologen zu geehen, der eine Stadt weiter ist, aber genau das ist halt meine Angst. ich sitze hier einfach fest. ) und ich einfach nichts verändern möchte. Als ich das gehört habe, habe ich angefangen zu weinen, weil mich das schon berührt hat. "Du möchtest nichts ändern, weil es dir so gefällt".
Das tat so weh zu lesen. NEIN, mir geht es ganz und gar nicht gut so. jede Sekunde möchte ich etwas tun. habe Tatendrang.
Gehe jeden Morgen trotz starker Angst ein wenig spazieren (in der Nähe) und das variiert auch schon von Tag zu Tag wie weit ich es schaffe. Ich mache Zuhause jeden Tag sauber. mache Sport vor dem Fernseher. stehe am Fenster und möchte wirklich wieder Leben (Da kommen wieder die Tränen) und dann wird mir gesagt, dass ich gar nicht möchte. richtig. ich möchte diese Angst nicht mehr haben. Ich versuche jeden Tag dieser Angst in den Ar*** zu treten . aber sie ist nun mal sehr stark. ich bekomme immer noch ab und zu Panikattacken. ich möchte so nicht Leben. ich hab ein Funkeln in den Augen, wenn ich Videos schaue wo sie ganz "normal" draußen rumlaufen. spazieren. Dinge erleben. und ich . habe gleichzeitig totale Angst, dass ich durch die Anstrenguing beim Laufen sterbe. dass mir schwindelig wird. ich hyperventiliere. mein Herz probleme macht. es ist einfach so zum verzweifeln! Ich möchte wirklich so sehr etwas verändern.

Habt ihr ein ähnliches Problem? :/

#35


Icefalki
Ich denke, damit hat jeder zu kämpfen, der eine Angsterkrankung hat. Was aber stimmt, dass einen die Angst total einsperrt.

So oder so, es ist uninteressant was andere sagen oder denken, es ist dein Leben und von daher deine Entscheidung, ob du Hilfe annimmst, oder eben nicht.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass es manchmal besser ist, gefühlt beim Versuch der Änderung zu sterben, als gar nix zu tun. Interessanterweise stirbt es sich eben nicht, gut, fühlt sich so an, aber in Wirklichkeit passiert nix Schlimmes.

Bei Hyperventilation atme in eine Papiertüte, die kann man immer mitnehmen.

#36


FeuerWasser
Zitat von VeitFluffy:
(Ich hasse es sowas aufzuzählen. will das ja nicht haben)

Diese Selbstleugnung wird dir zusätzlich im Weg stehen nebst dem, dass dich deine Angst regelrecht lähmt. Ich denke auch nicht, dass ein Psychotherapeut für dich aktuell der beste Ansprechpartner ist sondern ein stationärer Aufenthalt zur Stabilisierung. Ich denke an Klienten die weinend und panisch in der Klinik eintrafen vor Angst und bei 20min Fahrtweg. Nur, wenn man etwas ändern möchte muss man diesen 1. Schritt machen. Den kann dir keiner abnehmen, ganz gleich ob ein möglicher Weg der Psychotherapeut ist, ein voll- oder teilstationärer Aufenthalt. Du kannst natürlich auch zuhause bleiben, wertvolle Lebenszeit und Lebensjahre verschenken. Das Problem wird sein, dass dein Zustand keinen Deut besser- sondern immer schlechter wird. Das kannst du haben bis zur endgültigen Verwahrlosung.
Ich kann sehr gut verstehen, dass dein Umfeld auf dich einredet, ein "dein Wille ist zu schwach" nicht ausgesprochen wird weil man dich tatsächlich für schwach hält sondern da spielt auch viel Überforderung und Hilflosigkeit eine Rolle. Dein Partner, deine Freunde, deine Eltern, die wollen sicher alle, dass es dir mal besser geht, dass du ein lebenswertes Leben hast und für dich selbst sorgen kannst, was derzeit nicht der Fall ist. Die wollen, dass du auf die Beine kommst.

Wenn du aus dieser Angstspirale raus willst musst du dir langsam einen Plan machen und in die Aktion kommen. In der Klinik anrufen, sagen "ich brauche Hilfe, ich habe starke Ängste und kann die Wohnung kaum verlassen, was kann ich tun?". Es ist ein Satz der von dir kommen muss.

x 1 #37

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VeitFluffy
Ein Anfang ist ja schon gemacht..
Bin in einer Tagesklinik angemeldet, nur momentan ist das Problem, dass es noch lange dauern kann, dank dem Virus, bis ich dort wirklich hin kann :/ was verständlich ist!
Aber ich fange ja dinge an.. kümmere mich darum.. nur jetzt z.B kann ich einfach nicht weit weg gehen zum Spazieren :/

#38


FeuerWasser
Ja, das ist derzeit eine furchtbare Lage. Bei uns wurden Patienten aus einer laufenden Suchttherapie- und selbst aus der Geschlossenen entlassen (wo es noch verantwortet werden konnte) weil die Kapazitäten nicht mehr vorhanden sind und die Ärzte anderweitig gebraucht werden. Derzeit darf einem nicht viel fehlen.

Es ist sehr gut wenn du diese regelmäßigen Spaziergänge aufrecht erhältst. Vielleicht wäre es hilfreich dich mit progressiver Muskelentspannung auseinanderzusetzen bevor du das Haus verlässt und nachdem du wieder nach Hause kommst um diese Spannungszustände abzubauen. Das sollte man langfristig anwenden.
Empfehlenswert wäre zB das hier:
https://www.amazon.de/Progressive-Muske...182&sr=8-1

x 1 #39


M

Konflikt mit Vater und seiner Freundin

Ich muss das jetzt alles hier mal loswerden, weil ich gerade ziemlich am Ende bin. Es ist ziemlich viel Text.

Zu mir:
22 Jahre alt
wohne noch bei meinem Vater
bin transsexuell (lebe bereits vollständig als Mann, hatte auch schon ein paar Op's)
zurzeit arbeitslos

Allgemein & Vorgeschichte: Meine Eltern trennten sich als ich 14 war. Meine Mutter hatte meinen Vater betrogen und ist in die Schweiz ausgewandert. Dazu wurde ich gleichzeitig in der Schule gemobbt genau zu der Zeit. Musste dann die Schule wechseln deswegen, habe aber zum Glück meinen Realschulabschluss geschafft. Ich war psychisch schon ziemlich im Eimer. Gleichzeitig kam die Erkenntnis hinzu, dass ich im falschen Körper stecke.

Meine Mutter war dann ja weg und mein Vater hat sich früher NIE um mich gekümmert als ich kleiner war. Sie hat immer alles allein gemacht. Er half auch nie im Haushalt. Als sie weg war, wurde es noch schlimmer. Er schrie mich dauernd nur an und sagte bei allem was ich tat, dass es nicht gut genug ist bzw. ich zu dumm bin und gar nichts kann. Ich war nur noch depressiv, hatte Selbstmordgedanken und sah einfach keinen Sinn mehr.

Ich fing mit 16 eine Ausbildung an, die ich dann nach 2-3 Monaten abbrach, weil ich psychisch komplett am Boden war. Alte Schulkameraden von mir hatten alle schon ihre Ausbildung fertig und ich saß mit nichts daheim, weil mir keiner bei irgendetwas half. Ich lag nur im Bett und er schrie mich noch an, wieso ich nur im Bett rumliege. Habe dann zwischendurch auch mal gearbeitet für ein halbes Jahr, bis es psychisch nicht mehr ging. Lernte zu der Zeit auch meine jetzige Freundin kennen. Machte sogar Sport ll und letztes Jahr im Winter hatte ich meine ersten Op's (wegen trans). Zu den Op's fuhr meine Mutter mit mir. Sie unterstützt mich sehr bei der Sache! Mein Vater zwar auch, aber dafür behandelt er mich sonst wie Dreck.

Meine Mutter versteht auch wie schlecht es mir psychisch geht, ich kann sehr gut mit ihr reden, sie ist trotzdem für mich da, auch wenn sie weiter weg ist. Er dagegen sagt immer, ich habe einen Knall und tu nur so, als würde es mir schlecht gehen und dass ich endlich meinen Ar. hochkriegen und damit aufhören soll "rumzuheulen". Ich mache das aber ja nicht mit Absicht. Er nimmt es nicht ernst. Als ich dann vor ca. 6 Monaten zu ihm sagte, dass ich mich bewerbe und mir eine Arbeit suche, antwortete er mit: "Haha, du kriegst sowieso nichts auf die Reihe und eine Wohnung wirst du auch nicht finden." Er hat meine Hoffnung wieder "niedergestampft" mit seinen Worten. Jetzt habe ich noch mehr angst, mir eine Arbeit zu suchen bzw. eine Wohnung, weil ich denke, dass ich eh zu blöd für alles bin und versagen werde.

Er hat seit ca. 4 Jahren eine neue Freundin, die immer nur über's wochenende hier ist. Ich habe keine nähere Verbindung zu ihr, aber redete immer normal mit ihr. Ich hatte jedoch immer das Gefühl, dass sie mich nicht leiden kann und hinter meinem Rücken schlecht über mich redet.

Sie und mein Vater waren jetzt 1 Woche im Urlaub und kamen vorhin wieder. Während der Woche habe ich seinen Online-Shop für ihn übernommen (er ist selbstständig). Ich habe auch Ordnung im Haus gehalten! Habe mir sehr viel Mühe gegeben! Vorhin kam er in mein Zimmer und schrie mich an: "Wieso hast du nicht in der Waschküche Staub gesaugt? Du hast wieder keinen Handschlag gemacht, die ganze Woche nur faul rumgelegen und gegammelt." Ich sagte dann: "Ich habe aber Ordnung gemacht, gab mir Mühe bei allem, habe die Waschküche wohl leider übersehen." Er dann: "Nein hast du nicht, hör auf zu lügen." Er hat sich nicht mal dafür bedankt, dass ich seinen Online-Shop übernommen hatte.

Dann hörte ich nur, wie seine Freundin unten herumflüsterte und hörte, dass sie mich vor meinem Vater 'runtermachte. Sie sagte Sachen wie: "Der ist sowas von stinkend faul. Wie kann man so selten dämlich sein." Mein Vater hat mich nicht verteidigt, sondern nur zu ihr "Pscht" gesagt. Sie hatte mich damals schonmal hinter meinem Rücken beleidigt und er gab ihr Recht (ich verdrängte es damals, sprach sie nicht drauf an).

Dann bin ich vorhin in die Küche. Mein Vater kam dann und ich habe ihn darauf angesprochen, wieso seine Freundin hinter meinem Rücken über mich lästert und mich 'runtermacht. Er sagte: "Es ist doch die Wahrheit, da hat sie recht." Ich darauf: "Vorne herum tut sie so, als würde sie mich mögen und hinten herum dann so. Da hört es bei mir auf. Ich lasse mir sowas sicher nicht gefallen." Das bekam sie dann mit und kam in Richtung Küche, während sie sagte: "Pass nur auf, jetzt kriegst du richtig was zu hören." (damit meinte sie mich). Dann fing sie an mich anzuschreien und sagte Dinge wie: "Du bist so faul und machst gar nichts, liegst den ganzen Tag nur im Bett herum. Du hast nicht einen Finger krumm gemacht die ganze Woche, was ist nur los mit dir." Dann sagte ich: "Ich kann es nicht leiden, wenn man hinter meinem Rücken schlecht über mich redet. Wenn du mir was sagen möchtest, dann sag es mir in's Gesicht, du bist eine 50-jährige Frau, da hatte ich mir erhofft, dass du auf mich zukommst, wenn dich etwas an mir stört. Ich hatte auch bis dato Respekt vor dir und sagte nichts schlechtes über dich. Du bist nur am Wochenende da und weißt fast gar nichts über mich oder was in meinem Leben bis jetzt abging, also kümmer dich um dein Leben und deinen eigenen Sohn." Die dann so: "Du bist 22 und kriegst gar nichts auf die Reihe, das ist echt traurig. Mein Sohn ist in der Firma seines Vater angestellt, arbeitet von früh bis spät und hat sein Leben im Griff. Und jetzt weiß ich ja, dass ich dir egal bin, dann muss ich dich ja auch nicht mehr bei deinem jetzigen Vornamen ansprechen (hatte den gerichtlich geändert). Dann nenne ich dich ab jetzt *alter Name* Und hör auf dich aufzuregen, dass deine Großeltern es nicht so gut hinbekommen dich so zu nennen wie du jetzt heißt, die kannten dich ihr Leben lang nur als *alter Name* und dann akzeptier das gefälligst und kümmer dich mal um wichtige Dinge im Leben und nicht um so einen sch. die ganze Zeit, was läuft nur falsch mit dir?"

Mein Vater stand daneben, gab ihr recht und redete auch schlecht auf mich ein. Er verteidigte sie zu 100%. Er schrie mich an und sagte Dinge wie: "Ich zerr dich gleich an deinen Löffeln in den Hof und schrei im ganzen Dorf deinen Namen von früher herum und dass du trans und stinkend faul bist und nichts auf die Reihe bekommst." Seine Freundin lachte mich, während er das sagte, aus. Dann ging er in einen anderen Raum und hat die Tür zugeknallt und die hackte weiter auf mir herum: "Wenn ich hier her komme will ich, dass es sauber ist und da hast du vorher zu putzen und nicht faul im Bett herum zu liegen." Ich darauf: "Ich verstehe nicht wieso du hier her kommst wenn dir eh nichts passt, dann geh doch wieder nach Hause. Keiner zwingt dich." Sie dann so: "Und hör auf mit deiner Mitleidstour, das geht allen schon auf die Nerven. Wir bekommen auch alle unser Leben auf die Reihe und mein Sohn bekommt auch alles hin." Ich dann: "Es ist mir egal was dein Sohn macht. Kümmer dich um ihn und hör auf dich über mich aufzuregen, du hast kein Recht dazu, weil du nicht meine Mutter bist. Bei deinem Sohn und vor allem bei dir ist auch alles anders verlaufen, also hör auf euch mit mir zu vergleichen." Sie sagte noch: "Deine Mutter ist damals abgehauen, also tu nicht so, als wäre sie ein Engel. Die lügt dich auch nur an, bilde dir mal nichts darauf ein, wenn sie dir mal bei etwas hilft."

Dann ging es noch ein paar Minuten so weiter. Das sind alle Sätze, an die ich mich erinnern kann. Es sind noch schlimmere Sätze gefallen, aber wie gesagt, ich weiß nicht mehr alles bis in's Detail. Was ich noch weiß, ist, dass er zwischendurch, als ich ihr meine Meinung sagte (ich bin sachlich geblieben, hab niemanden beleidigt!) schrie: "Ich klatsch dir gleich eine, dass es richtig scheppert und das ganze Dorf es hören kann."

Ich bin seitdem wieder in meinem Zimmer. Er steht im Hof und grillt bzw. pfeift gut gelaunt zu Musik und sie staubsaugt die ganze Zeit (obwohl ich das die Woche über schon gemacht hab). Eben kam er in mein Zimmer, öffnete die Tür und sagte mit einem Grinsen: "Schäm dich". Dann schloss er sie wieder. Mit ihr redet er seitdem richtig lieb. Die tun so, als wäre nichts gewesen.

Ich bin gerade echt so am Boden und weiß nicht was ich machen soll. Ich habe auch keine Freunde, weil ich ja damals nur im Bett lag, deshalb hab ich alle verloren. Meine Schwester wohnt bei ihrem Partner und das ist auch 1h entfernt. Meine Mutter wohnt in der Schweiz. Am liebsten würde ich hier weg, aber ich weiß nicht wohin. Ich würde gerade lieber im Wald schlafen als hier. Meine Freundin wohnt auch 3h entfernt. Jetzt liege ich hier und weiß einfach nicht mehr weiter.

Mich würde mal interessieren wie Außenstehende das Ganze bewerten. Ich suche immer die Fehler bei mir. Und ich verstehe nicht wieso mein Vater nicht auf meiner Seite steht und sie dabei unterstützt auf mit herum zu trampeln.

Ich bedanke mich für jede Antwort!

#40


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Dr. Reinhard Pichler
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