Update:
Erstmals ein größerer Fortschritt. Um ein Beispiel zu nennen. Am Donnerstag musste ich auf die Uni. Zuerst bliebt der voll besetzte Zug stehen, ich hatte schnellen Herzschlag, aber nur wenig Angst, achtete nicht auf ihn. Dann rein in die volle U-Bahn und ab zur Uni. Aufzug kaputt, 5 Stockwerke zu Fuß gehen... Treppen, auch eine Sache die ich liebe (sarkasmus off). Eh schon zu spät und musste ich auch noch in den vollen Hörsaal, wo mich jeder beim reingehen sieht. Im Endeffekt, ist es während der Veranstaltung aber gegangen, es war eine Grundanspannung da, aber keine Angst. Danach ging ich in mein "Angst-Cafe" und traf einen Kollegen, bei dem ich auch immer eher heftigere Symptome hatte. Ging eigentlich auch schon vorm B.. Klar waren die Symptome im Hintergrund, aber es machte mir kaum Angst.
Grad fallt mir ein, dass ich einen Tag übersprungen habe und zwar den Mittwoch. Mit meiner Stiefmutter zur Halbschwester gefahren, eh schon Symptome gehabt. Dann hat sie in einem Geschäft noch was abgeholt. Ich war ziemlich derealisiert und hatte schlimme Luftprobleme, hatte sehr starke Angst, dass ich ersticken müsste und dazu Todesgedanken. Habe mich dann gezwungen ganz ruhig und wenig durch die Nase zu atmen, hat geholfen. Jedenfalls gings dann weiter, auf der Strecke im Stau gestanden, insgesamt noch immer erhebliche Angst gehabt. Am letzten 1/4 des Weges legte es sich schön langsam. Bei meiner Schwester angekommen legte sich die Angst dann nach einer halben Stunde komplett und ich war für 1-2 Stunden symptomfrei, endlich.
Gestern morgen zur Mass. gegangen. 2 Stunden hatte ich im Wartezimmer zu warten. Anfangs gings mir erstaunlich gut, da ich ja im Warteraum immer erhebliche Angst hatte, Durchbruch geschafft? Nicht ganz. Ich ging eine rauchen, mit der Rückkeht ins Wartezimmer wurde mir schwindlig und die Derealisation stieg. Auch die Angst keimte mehr auf. Insgesamt war es besser als normal, aber dennoch zu viel Angst, als dass ich sie als besiegt hätte sehen können. Am Abend bin ich mit einem Freund wieder in mein "Angst-Cafe" gefahren. Auf der Zugfahrt noch alles recht gut, in der U-Bahn und mit dem Näherkommen, intensivierten sich die Symptome. Dort angekommen war mir wieder schwindlig und mein Körper wollte mich wieder verrückt machen. Zugegebenermaßen hatte ich die Angst etwas schlechter wie die Tage davor im Griff, aber noch immer besser wie sonst üblich.
Heute wieder ein paar Symptome mehr, Angst hält sich in Grenzen, ist wohl auch die Enttäuschung schuld, dass ich mir vom gestrigen Tag noch mehr erwartete hätte. Sollte eher darauf schauen, dass ich zwar noch die Symptome intensiv habe, aber mir sie weniger Angst machen. Darauf gilt es jetzt aufzubauen, um das Kapitel "was tun in Situationen der Angst" zu beenden

derzeitige Gedankengänge: Das übliche halt, ist es vl doch eine Krankheit? Wieso habe ich in letzter Zeit selbst bei Alk. noch immer Symptome, wo er doch die Angst immer geblockt hat. Allerdings macht mein Hirn Fortschritte zu verstehen, dass es nur die Psyche ist.
derzeitige Übungen: Symptome annehmen und als harmlos abstempeln bzw sie ignorieren.
Fortschritt: Trotz Symptome wenig Angst.
*beep* happens: Wieso schaffen meine 3 B. keine komplette Befreiung mehr? (um es klar zu stellen, ich habe das B. nie als Vermeidung getrunken oder aufgrund der Angst, sondern trinke es in Gesellschaft, so wie alle anderem am Tisch auch. Dass es mir nach 3 B. immer super ging, war ein netter Nebeneffekt)
derzeitige Symptome: Derealisation im Mundbereich, schlechter Geschmack im Mund, leichter Schwindel, leichte Derealisation
Ziele erreicht/verfehlt: Neg: Am Leben noch immer rein gar nichts geändert. Weder mehr Sport, noch Hobbies etc gesucht. Pos: Kann Gedanken und Angst viel besser kontrollieren.