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Hallo Leute,

leider hat sich meine Angst weiter ausgebreitet. Nachdem ich vor
2 Wochen auf dem Standstreifen der Autobahn halten mußte, kommen
die PA's immer weiter. Zuerst bin ich weiter Autobahn gefahren - wie
berichtet, es wurde jedoch nicht besser!
Seit 2 Tagen kommen kleine PA's auf der Landstraße auf meinem Arbeitsweg
und sogar beim Mountainbikefahren bei Abfahrten.

Eine Erklärung könnte darin liegen, dass ich wegen eines möglichen
Arbeitsplatzwechsels mir zu viele Gedanken mache, was mich innerlich
irgendwie zerreißt.
- Habe ich das Citalopram zu früh abgesetzt?
- Mache ich wieder zu viel (meine eigene Entspannung habe ich etwas
vernachlässigt ) - ZZ hatte mich ja schon mal vorgewarnt.
- was meint ihr dazu?

Lieben Gruß
Michael

27.06.2008 14:37 • 28.06.2008 #1


4 Antworten ↓


Hi Micha,
das ist ja Sch.....!! Denke mal, die Angst will ich ihre "macht" über Dich zurück. Das hast sie ja schon sehr klein bekommen und durch den Zwischenfall vor 2Wochen will sie wieder mehr.. Mach sie platt! Zeig ihr wieder und weiter das Du der Chef bist! Magst Du ein paar Namen von guten Bachblüten die auch wirklich was bewirken ?
Liebe Grüße
Sonja

27.06.2008 14:58 • #2



Arbeitsplatzwechsel - zu viele Gedanken und Ängste

x 3


Hey Michael

du weißt das es immer wieder mal vor kommt das unsere psyche ein wenig Humbuck mit uns treibt! Ich denke rein vom Gefühl her nicht das du die Medis zu früh abgesetzt hast! Du bist stark, aber du hast einen kleinen Schönheitsfehler begangen! Du hast dich zu wenig um dich gekümmert wie du ja selber sagst! Und nun hole es nach! Man kann es wieder ein Grenzen! Und du bist jemand der das eigentlich sehr schnell kann! Denk an die positiven Dinge!
Wenn ich vor irgendwas angst habe denke ich oft an dieses Forum und dann weiß ich das ich nicht sterben werde in dieser Situation und es geht mir innerhalb weniger Sekunden besser! Ehrlich! Ich mache immer mehr! Und es ist unwahrscheinlich das dir in diesem Moment der Angst etwas geschieht! Den du weißt ja wenn du flüchtest geht es dir besser! Also wird es dir ja auch in der Situation wenn du bleibst auch besser gehen. Nicht gleich aber ein paar Minuten später!
Michael, stell dich deiner ANgst, denn dann kannst du wieder erkennen das es nicht schlimm ist! Ein Rückfall ist in Ordnung, mach dir darüber nicht zu viel Gedanken. Nimm es an! Ich glaube echt ganz feste an dich! Tu du es auch! Und kümmree dich um dich und dein Wohlergehen!

27.06.2008 16:06 • #3


Christina
Zitat von Michael/Saarland:
Eine Erklärung könnte darin liegen, dass ich wegen eines möglichen
Arbeitsplatzwechsels mir zu viele Gedanken mache, was mich innerlich
irgendwie zerreißt.
Das erscheint mir logisch - wobei Du Dir wahrscheinlich nicht zu viele Gedanken machst, sondern Dich möglicherweise zu sehr irrationalen Befürchtungen hingibst. Erinnere Dich an die kognitive Therapie, an den rationalen inneren Dialog... So oder so geht es um eine Entscheidung von ziemlicher Tragweite, da ist es m.E. völlig normal, mit den persönlichen Schwachpunkten zu reagieren.

Zitat von Michael/Saarland:
- Habe ich das Citalopram zu früh abgesetzt?
Das wird Dir niemand beantworten können. Aber Du hast ja die Option, es wieder zu nehmen - so rechtzeitig, dass Du die Panik noch im Griff hast und nicht umgekehrt.

Zitat von Michael/Saarland:
- Mache ich wieder zu viel (meine eigene Entspannung habe ich etwas
vernachlässigt )
Hm, bei mir ist Angst eher ein Signal in qualitativer denn in quantitativer Hinsicht. Soll heißen, sie tritt dann besonders heftig auf, wenn ich mich schwungvoll in die für mich falsche Richtung bewege und/oder mich in überhöhten Ansprüchen verliere, von denen ich bei genauerer Betrachtung auch weiß, dass sie überhöht sind. Weiß nicht, ob Du dieser Perspektive was abgewinnen kannst...

Eine weitere Erklärung für die verstärkte Angst könnte die Befürchtung sein, was, wenn das jetzt alles von vorn losgeht. Und auch da hilft m.E. am ehesten ein rationaler innerer Dialog, vielleicht auch die Kapitulation vor der Angst in dem Sinne, dass Du ausdrücklich das Handeln zum Ziel erklärst - mit oder ohne Angst. Wärst Du nämlich noch nicht so weit in der Therapie, würdest Du jetzt nicht mit Besorgnis reagieren, sondern könntest voller Stolz verkünden, dass Du trotz Angst Auto fährst. Auch hier ist es wieder mal eine Frage der Bewertung, ob ein positives oder ein negatives Gefühl entsteht.

Liebe Grüße
Christina

27.06.2008 16:12 • #4


Hallo Michael,

dein momentaner Zustand hängt mit Sicherheit mit dem geplanten Arbeitsplatzwechsel zusammen.
Ich kenne das zu genüge, schon seit jahrzente immer das gleiche Spiel, habe ich z.B. meiner Tochter versprochen in einer Woche für sie dies oder das zu tun, treten je näher der Termin heran kommt, die gleiche Symptome auf wie bei dir. Ich könnte dir noch hunderte Beispiele nennen, der Körper spielt dann immer verrückt. Ich weiß wie der Körper jedes Mal reagiert, trotzdem kann ich bis heute nicht damit umgehen. Darüber grübeln und sich damit in eine Panik nach der anderen treiben ist typisch für uns.
Ich weiß Michael wie mensch sich fühlt wenn dieser Zustand einen mürbe macht, trotzdem habe ich bis heute alle überstanden und das wirst du auch.
Wenn du dich erst mal eine Woche an deiner neuen Arbeitsstelle eingelebt hast, ist alles vergessen.

Ich drücke dir die Daumen, weil ich weiß dass du es packst.

Gruß Peter

28.06.2008 15:01 • #5




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