Hallo Sunny,
auf der Suche nach Lösungen für meinen Burn Out und Depressionen bin ich vor längerem auch über den Vitamin D3 Hype gestolpert. Auch wenn ich niemand bin, der schnell einem Hype folgt, habe ich es ausprobiert. Zu viele der Symptome bei Mangel deckten sich mit meinen Symptomen.
Nach Eigeninformation durch Bücher ließ ich mich messen. Es ergab sich ein Wert von unter 8.
Laut DGE ist alles unter 20 als Mangel anzusehen, aber selbst hier ist sich die DGE nicht einig. Manchmal sind es 20, mal 30. Amerikanische Publikationen sprechen hier aber teilweise von Werten unter 50 als Mangel.
Beim ersten Test verließ ich mich (gezwungenermaßen) auf meine Hausärztin. Welche aber selber zugab, Neuland zu betreten. Ich hielt mich an ihre Anweisungen, zunächst 20.000i. E. pro Tablette, dann Erhaltungsdosis von 1000 i. E. täglich. Der erste Messwert ergab Werte von knapp über 20, welche meine Hausärztin schon bejubelte. Mit der Erhaltungsdosis sanken meine Werte aber binnen 3 Monaten trotz Sommer 2016 wieder auf die Eingangswerte ab.
Ich überzeugte meine Hausärztin von einem zweiten Versuch. Diesmal nutze ich die Empfehlungen aus einem Buch von Dr. Raimund von Helden (Gesund in sieben Tagen: Erfolge mit der Vitamin-D-Therapie). Dabei zielte ich auf einen Wert von 55. Die Eingangsdosis wurde berechnet, ergab sich als 6stellig, die Erhaltungsdosis wurde mit knapp 7000 i. E. berechnet.
Die Eingangsdosis erwies sich als recht zutreffend, ich verfehlte meinen Zielwert nur sehr knapp. Die Erhaltungsdosis erwies sich - obwohl das 7fache der ärztlichen Empfehlung - als zu gering. Jeder folgende Bluttest ergab geringere Werte.
Mein Fazit:
Bei mir wurden durch die bewusste Einnahme und Erhöhung von Vitamin D3 einige Symptome gemildert, andere gestoppt. So hatte ich einen Knochenabbau, der ärztlich bestätigt, nicht mehr weiter verläuft. Allgemein fühle ich mich besser, aber noch nicht gut. Auf meinen Burn Out / Depri hatte Vitamin D3 nur unmerkliche Auswirkungen.
Allerdings ist
Zitat von Rusty Bucket:Vitamin D ist sowas wie ein Schmierfett für den Körper
und an so vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt, so vielen Abhängigkeiten (Magnesium, Calcium, Vit K ...) unterworfen, dass es kaum möglich ist, selber alles zu berücksichtigen oder nachvollziehen. Bei einem Wert von ca. 55 fühlte ich mich deutlich besser, aber dieses Gefühl trat erst nach einer Zeit von etwa 3 Monaten ein. Offenbar braucht es auch einige Zeit, bis 'Schäden' durch Mangel beseitigt sind. Auch scheint es, diese Beseitigung bedarf einen deutlich höheren Bedarf.
Allerdings habe ich Bedenken, derlei ohne medizinische Überwachung zu empfehlen. Und wenn dieses, ist es durchaus auch eine finanzielle Herausforderung. Die Kassen tragen nicht, oder nicht alles.