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Lucy81
Hey,
Ich probiere das Schreiben in einem Forum dieser Art zum 1. Mal aus - ich hoffe ihr habt Vllt einen Tipp ... oder auch 2
ich versuche mal kurz mein Leben zusammen zu fassen. Ich bin 34, arbeite in leitender Position. Unverheiratet aber in einer Beziehung. In meiner Familie gibt es einen schwerbehinderten Bruder, 2 psychisch kranke Schwestern und einen Vater mit den selben Problemen.
Ich habe Freunde, Hobbys, Geld und Spass an meinem Job.
Ich bin denke ich ziemlich beliebt und werde als sehr selbstbewusst wahrgenommen, was ich eig nicht bin.

Jetzt zum Problem.
Ich kann nicht verreisen. Nicht mal 10 km kann ich Auto fahren, wenn ich aufgeregt bin und einen wichtigen Termin habe oder es um etwas geht. Sobald ich mich darauf konzentriere bzw mir bewusst wird, das ich aus einer Situation nicht weg kann, bekomme ich Panik. Herzrasen, Hitze, schwitze Hände, hyperventiliere, Übelkeit - und das schlimmste ist, das ich sofort Durchfall habe.... sofort eine Toilette brauche und ist keine in Reichweite, wird das Problem umso größer und die Panik steigt ins Unermessliche.

Bin ich allein, passiert das in der Regel nicht. Sobald Menschen um mich herum sind die das mit kriegen könnten habe ich Angst, das es passiert. Auch wenn ich mit meinem Freund fahre habe ich dieses Problem.

Zug fahren ist noch erträglich, da es eine Toilette gibt - dennoch habe ich dann Angst, das ich es dort nicht hin schaffe und alle es mitkriegen.
Fliegen ist ein grosses Problem, da die Enge des Raumes das ganze verstärkt und auch das Gefühl, die Situation nicht verlassen zu können, es schwierig macht die Angst zu unterdrücken.
Beim Auto fahren ist die größte Angst, zur Toilette zu müssen und keine zu haben - und in einen Stau zu geraten, wo genau das ebenfalls zum Problem werden würde.
In solchen Situationen brauche ich vor allem Ablenkung - manchmal hilft das und ich schaffe es, eine aufkommende Angst vor der richtigen Panik noch abzuwenden. Manchmal reicht das aber nicht. Im Notfall nehme ich Tavor expidet 1mg, was in der Regel gut wirkt - allerdings meist direkt nach der Einnahme, also wahrsch erstmal eher ein Placebo Effekt.
im Kino oder Hörsaal sitze ich übrigens immer am Rand um unbemerkt weg zu können, wenn was ist.

Das alles schränkt mich sehr ein. Phasenweise habe ich auch andere diverse Ängste. Vor dem Leben an sich und vor dem Tod und davor Menschen zu verlieren. Neuerdings habe ich auch Angst vor Arzt Besuchen und Untersuchungen jeglicher Art. Manchmal auch auf der Arbeit (Krankenhaus), ganz plötzlich und grundlos. Dann will ich einfach nur weg. Seit etwa einem Jahr habe ich das Gefühl das es immer schlechter wird.

Zwischenzeitlich war es mal besser. Vor allem wenn ich mich damit konfrontiert habe und einen Trip überstanden habe. Das hilft auch immer noch aber ich stelle mich der Situation kaum noch...

Es gibt in meinem Leben viele Dinge die mich belasten. Die Familie vorne weg, die nicht wirklich was von meinen Problemen weiß, und die ich nicht damit belasten möchte.
Ich fühle mich verantwortlich für alle und habe das Gefühl funktionieren zu müssen. Dass das nicht gesund ist weiß ich aber ich kann es nicht abstellen. Ich denke immer, ich kann es meiner Mutter nicht antun, auch noch psychisch krank zu sein. Ich weiss, das sie sich nur auf mich verlässt - ich könnte zum bsp nie weit weg ziehen.
Meinen Schwestern ist alles egal. Mit einer habe ich auf Ihren Wunsch keinen Kontakt mehr, mit der anderen sporadisch - beides gilt für die ganze Familie.
Ich weiß, das alles an mir hängen bleiben wird. Das macht mir Angst und ich versuche, nicht darüber nachzudenken.
Ausserdem habe ich das Gefühl planlos zu sein. Ich weiss nicht was ich will. Ich habe Angst, Chancen zu verpassen, aber ich wüsste auch nicht, wie ich Kinder haben bzw schwanger sein oder auch nur heiraten sollte, so lang das Problem besteht. Einfach weil ich fürchte eine Hochzeits Zeremonie nervlich nicht durchzuhalten - denn bei sowas ist Durchfall ja sehr schlecht..... und einfach weg rennen unmöglich. Ebenso bei 9 Monaten Schwangerschaft.
Scheint so, als greift die Angst, die früher nur beim fahren bestand, nun auf alles über. Meine Entscheidungen fühlen sich langsam nicht mehr wie die eigenen an.
Ich bewundere andere für alles, was sie sich trauen, weil mir bei all dem die Angst im Wege stünde. Dadurch bin ich sarkastisch geworden und ziehe alles durch den Dreck.
Ich weiß das Konfrontation mit der Angst gut ist. Aber langsam fühle ich mich, als hätte ich nun ein dauerhaftes psychisches Problem, das mir die Kraft nimmt, die Angst anzugehen.
Das alle anderen mich für wahnsinnig tough halten und ich privat wie beruflich gezwungen bin, kompetent und selbstbewusst, sozusagen gesund zu wirken, erhöht den Druck enorm.

Vllt noch erwähnenswert :
Ich hatte als Kind immer Reise Übelkeit. War immer aufgeregt bei Reisen.
Als ich 9 war, war ich mit meinem Vater im LKW unterwegs als er einen Mann überfahren hat, der starb. Ich habe das gesehen und bemerkt und ihm gesagt. Der Mann schlug bei mir an der Beifahrer Tür auf. Ich musste allein im engen Fahrerhaus bleiben bis die Polizei zu mir kam um mich zu vernehmen. Bewusst habe ich darüber nicht mehr nachgedacht. Es ging mir laut meiner Mutter gut, denn ich war ja ein toughes Kind, aber ich bin nie mehr mit gefahren.
Irgendwann danach fing das mit der Angst an.

Ich habe bereits 2 Therapien begonnen, schon länger her - die haben nichts besser gemacht.
Was kann ich tun?
Wie nehme ich der Angst die Kontrolle und wie verhindere ich, das sie sich auf mein ganzes Leben ausbreitet?
Hat jemand Erfahrungen?
Und was kann ich gegen die körperlichen Symptome tun?

DANKE FÜRS LESEN!
Es sollte nicht so ein langer Text werden, ist aber so schwer zu beschreiben...

10.03.2016 03:52 • 18.03.2016 #1


10 Antworten ↓


Hallo Lucy,

willkommen im Forum. Wie du hier (vielleicht) schon gelesen hast, bist du mit deinem Problem nicht alleine.
Psychische Probleme kennst du ja leider schon von Haus aus. Haben deine Geschwister und dein Vater ähnliche Probleme wie deine, oder liegen die in einem vollkommen anderen Feld?

Das Erste, was ich dir sagen möchte: Du musst nicht für andere Menschen stark sein. Man muss mit einem psychischen Problem nicht hausieren gehen, aber es zu verschweigen bzw. wegzudrängen macht das Ganze meistens um einiges schlimmer als besser. Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Mama etwas davon hat, wenn du ihr eine Lüge vorlebst. Andere Krankheiten würdest du ihr auch nicht verschweigen, warum also genau diese? Sie ist in diesem Bereich ja schon fast ein alter Hase.
Eine gewisse Anfälligkeit für psychische Krankheit kann innerhalb einer Familie durchaus vorkommen.

Zitat von Lucy81:
Zwischenzeitlich war es mal besser. Vor allem wenn ich mich damit konfrontiert habe und einen Trip überstanden habe. Das hilft auch immer noch aber ich stelle mich der Situation kaum noch...

Das ist die Methode, die mir persönliche am Meisten geholfen hat. So lernt das Gehirn, dass eine gewisse Situation nicht gefährlich ist, sondern einfach nur falsch interpretiert wird. Ich lese aus diesem Satz, dass du die selben Erfahrungen gemacht hast wie ich. Warum hast du damit aufgehört? Es ist natürlich kräftezehrend und zeitraubend, aber wenn es dir geholfen hat, solltest du direkt wieder damit anfangen

Mit Traumata kenne ich mich gar nicht aus. Meine Panikattacken haben einen anderen Ursprung, den ich aber ebenfalls mit einer Therapie angegangen bin. Welche Therapieformen hast du denn schon hinter dir? Inwiefern waren sie hilfreich?

Fragen über Fragen. Sorry

10.03.2016 16:14 • #2



Viele Baustellen und 1 Panik Problem

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Lucy81
Hey,
Danke für die liebe Antwort.
also mein Vater ist schwer depressiv gewesen, inklusive Suizidalität und Aufenthalt in einer geschlossenen Psychiatrie. Heute hat er weiterhin rez depressive Episoden. Das ganze zieht sich bewies über fast 20 Jahre.
Schwester 1 hat Depressionen und diverse, vor allem soziale Phobien - sie gibt meinen Eltern und mir die Schuld daran das sie ist wie sie ist und hat den Kontakt komplett abgebrochen.
Schwester 2 ist am ehesten manisch-depressiv, war ebenfalls mal suizidal und auch essgestört.

Mit meiner Mutter habe ich damals als ich in Therapie war über alles gesprochen (war eine ambulante Therapie ein halbes Jahr lang bei einem Psychotherapeuten, dasselbe hatte ich vorher bereits einmal gemacht ohne spürbare Erfolge) und ich habe ihr den Schock förmlich an der Nase angesehen.
Weiss ich ob sie es wirklich so gesagt hat s er frei nach dem Motto jetzt fängst du auch noch an - ich habe wohl alles falsch gemacht...
Meine Mutter leidet sehr unter meinen Schwestern und deren Anschuldigungen und da gibt es seit Jahren kein Ende in Sicht. Die Anschuldigungen werden immer furchtbarer und ich denke immer nur, wenn sie das wirklich ernst meinen, sind sie wohl in einer anderen Familie aufgewachsen als ich.
ich habe schon oft Angst gehabt, das meine Mutter, die all das seit 20 Jahren schultert, inklusive meinem schwerbehinderten Bruder, irgendwann zusammen bricht und zum Strick greift... sie sagt oft wenn sie mich nicht hätte usw.
Daher ist es mir so wichtig, meine Mutter da raus zu halten.
Ich finde es arm das meine Schwestern die schuld für ihre Leben meinen Eltern zu schieben, denn ich bin der Meinung, daß jeder sein Leben selbst in der Hand hat!

Was die Konfrontation betrifft - ja das kostet einfach extrem viel kraft. Es ist soviel einfacher sich aus den Situationen raus zu ziehen.
Auch deswegen, weil einem erst dann bewusst wird, das etwas nicht stimmt mit einem.
Ich plane dieses Jahr aber in den Urlaub zu fliegen, zusammen mit meinem Freund. Das bedeutet sozusagen den größt möglichen Stress für mich, weil es vor ihm am schlimmsten für mich ist.
Er kennt das Problem natürlich und normalerweise macht es das besser, weil ich mich sicherer fühle, wenn die Leute um mich herum Bescheid wissen. In seinem Fall sieht das leider anders aus - einmal ist es vor ihm sehr heftig passiert während einer Heimfahrt von einem Festival. Nicht mal Tavor hat geholfen. Er war komplett überfordert und hat es nicht geschafft, mich irgendwie abzulenken oder runter zu bringen. Die Erinnerung daran verunsichert mich sehr. Ich will ihn keinesfalls zum bsp dann im Flieger, wo es jeder mitkriegen würde, blamieren.

Ich kenne mich nicht so aus, habe mich zwar schon etwas bellen aber bin unschlüssig - fällt das alles auch in die Kategorie Reizdarm?
Denn das ist wirklich das Hauptproblem und die Hauptangst. Mittlerweile nehme ich zuvor 2 Immodium wenn ich es mal wieder probiere.... gibt mir etwas Sicherheit, tut mir aber danach gar nicht gut.
Abgesehen davon habe ich eine Anämie und diverse Probleme im Magen Darm Bereich, die ich demnächst abklären lassen muss... ich schiebe das seit einem Jahr vor mir her, weil ich so extreme Angst vor den Untersuchungen und auch den Ergebnissen habe. Ich befürchte das nicht zu schaffen. Also ohne Panik.

In letzter Zeit frage ich mich, ob ich nicht einfach eine Therapie anfangen sollte. Eine zeit lang war es so schlimm, vor allem die Sache mit unprovozierten Ängsten auf der Arbeit (die ich eig liebe), das ich kündigen wollte weil ich dachte, ich breche hier einfach zusammen wenn ich heute, dann morgen. Ich wusste nicht warum ich das dachte. Es war einfach so. Ich fühlte mich vollkommen mit den Nerven runter, hab extrem viel geweint.
Aber wie gesagt. Damals hat das nicht geholfen. Es hat vor allem deprimiert und weh getan.
ich weiss ja das mir Konfrontation hilft - aber abgesehen von der Panik fühl ich mich eben mittlerweile generell psychisch angeschlagen.
Doch der Weg zum Therapeuten ist dann quasi das Kind beim Namen nennen.
Ein Eingeständnis eben.
Und das fällt mir extrem schwer.

10.03.2016 17:16 • #3


Vergissmeinicht
Liebe Lucy,

heiße Dich ganz herzlich bei uns Willkommen und freue mich, das Du hier Dir erstmal alles von der Seele schreiben kannst. Das was in der Kindheit geschehen ist, sehe ich auch als Traumata und das gilt es aufzuarbeiten.

Zu alledem trägst Du noch familiär eine eigentlich nicht tragende Last mit Dir rum. Weißt Du, die Ängste verlieren sich nicht einfach so, sondern wie Du selber feststellst, greifen sie weiter.

Du schonst Deine Ma und gehst selber drauf und das ist nicht Sinn der Angst. Du musst ihr Einhalt gebieten und das ganz sicher mit fachlicher Hilfe. Dies ist kein Beinbruch; trau Dich und tue es für Dich.

10.03.2016 18:21 • #4


Lucy81
1000 Dank für Deine lieben Worte.
Es ist einfach so schwer für mich mir diese Probleme einzugestehen ...
aber wenn ich so wie grade Deinen Text lese, rollen sofort die Tränen und allein das zeigt mir, das ich das, was du da schreibst, genauso empfinde. Ich versuche es nur zu verdrängen.
Erstaunlich ist aber, daß mir das Schreiben hier wirklich gut tut.
Es ist wie gesagt mein 1. Versuch mit sowas, aber grade in meinem Fall tut es irgendwie sehr gut,die Fassade mal fallen lassen zu können. Und sei es nur virtuell und anonym.
Ich habe die Dinge ewig nicht derart beim Namen genannt, gegenüber wem auch?! Ich glaube, ich war zuletzt nicht mal vor mir selbst ehrlich.
Seit meinem 1. Post hier fühle ich mich irgendwie etwas befreiter.

11.03.2016 00:21 • #5


Vergissmeinicht
Liebe Lucy,

das freut mich sehr. Vielleicht erstellst Du hier auf der Plattform ein eigenes Tagebuch. So kannst Du besser verstehen, wann und warum es Dir schlecht geht. Würde Dich dort gerne weiter begleiten.

11.03.2016 09:42 • x 1 #6


Der erste und schwerste Schritt ist es sich einzugestehen, dass man ein Problem hat. Wenn dieser Schritt getan ist, ergeben sich die Nächsten meist von selbst.
Den ersten Schritt hast du hier schon getan, indem du dich offenbart hast. Ob anonym oder nicht ist vollkommen bedeutungslos. Hauptsache es tut dir gut. Und diesem Gefühl solltest du jetzt auch weiter nachgehen

11.03.2016 14:29 • x 1 #7


Lucy81
Ja ihr habt wohl recht. Darüber zu reden macht es erträglicher und irgendwie sind die Gedanken durch das schreiben hier wie aus dem Kopf gelassen. Als ob ich mich nur damit befasse, wenn ich her komme und das tun WILL. Schon verrückt.
@Vergissmeinnicht
Wie geht das mit dem Tagebuch? Oder erstelle ich dafür einfach einen Thread und nenne ihn Tagebuch?

Gestern und heute ging es mir übrigens nicht gut. Rauszufinden woran das lag war nicht schwierig - ich war gestern bei meinen Eltern, die berichteten, das mein Vater eine seiner rez depr. Episoden hat und vorerst krank geschrieben ist. Meine Mutter war sehr besorgt.
Auslöser war wohl ein Unfall mit dem Lkw vor 2 Wochen (Blechschaden) der die Bilder von damals, also unserem gemeinsamen Trauma mit dem tödlichen lkw Unfall vor 25 Jahren, wieder hoch geholt habe.
seither habe er beim fahren Angst und Panikattacken.

Für mich war das ein fieses Gefühl denn natürlich holte das Gespräch auch bei mir Erinnerungen hoch an ein Thema, das in meinem Leben indirekt präsent ist, seit es geschehen ist. Nur wissen meine Eltern das nicht, da ich es ja nun mal von Ihnen fernhalte.
ich mußte also schwer mit mir kämpfen mir nichts anmerken zu lassen, als sie davon sprachen - bis meine Mutter mich plötzlich grade heraus fragte, wie ich denn eig mit diesem Erlebnis klar gekommen sei.....

Ich war wie vom Blitz gerührt.
Was sollte ich sagen?! Ich habe das ganze dann verharmlost, nach dem Motto na jaaa, ihr wisst ja, ich fahre nicht gern im Auto mit und so und reisen fällt mir schwer aber ich konfrontiere mich damit und gut ist. Und das ich auch nicht weiss ob es mit dem Unfall damals zu tun hat oder nicht.
Ich habe Ihnen aber auch gesagt, das ich diese Probleme schon ewig habe aber nun mal von ihnen fern halten wollte. Gab keinen Kommentar ihrerseits dazu.

Als ich weg fuhr ging es mir schlecht.
Weil ich mich bestätigt fühlte, das ich meinen Eltern das nicht antun kann. Vor allem meinem Vater der es sich nicht verzeihen könnte, wenn diese Sache mich traumatisiert hätte.
ich musste anschließend zur Arbeit was mich gut ablenkte, aber der Gedanke an alles führte direkt zu Tränen. Weil mein Vater mir so leid tut. Er konnte nichts für den Unfall damals und er hat sich so verändert
ich hab gestern eine Tavor genommen um die Gedanken los zu werden. Klingt Vllt blöd aber ich wollte einfach nicht auf diesem Meer aus Problemen anderer davon schwimmen und darin versinken - und mehr als Tavor nehmen fiel mir als Lösung nicht ein.
Beruflich ist die Woche auch so extrem viel los das ich meinen Kopf brauche und keine Zeit habe, irgend etwas als Ausgleich zu treiben.
Ich versuche vorerst alle Gedanken daran zu verdrängen. Doch am Samstag übernachte ich bei den Eltern und habe schon jetzt Angst, das sie mit mir über Papa's Psyche reden wollen...
weder kann ich das, noch will ich das, noch tut es meinen Problemen gut.
Aber wie soll ich das Leuten sagen, die mich für den Fels in der Brandung halten...?!

18.03.2016 02:40 • #8


Vergissmeinicht
Hey Lucy,

es gibt hier ein eigenes Board für Tagebücher. Dort machst Du dann ein neues Thema auf.

Melde mich später nochmal zu Deinen niedergelegten Zeilen.

18.03.2016 10:41 • #9


Vergissmeinicht
Liebe Lucy,

denke, Du kriegst den Unfall alleine nicht aus dem Kopf raus und solltest Dich jemandem anvertrauen und die Sache aufarbeiten.

Mit den Eltern in Schutz nehmen ist so eine Sache, Du leidest ja. Es scheint lange her zu sein und dennoch ist das Ganze immer noch Thema.

Ne Tavor hilft im Augenblick, löst aber Dein Problem nicht.

18.03.2016 12:09 • #10


Irgendwann wirst du dich dem Thema stellen müssen. Wenn du jetzt merkst, dass du dich bei einem Gespräch über den Unfall zusammenreissen musst, aber dir hinterher die Tränen kommen, dann wird es auch nicht lange dauern bis die alleinige Erwähnung des Unfalls dich zum weinen bringt. Spätestens dann werden deine Eltern wahrscheinlich genauer nachfragen.
Stelle deine Probleme also bitte nicht zuweit hinten an. Die innere Stimme zu betäuben (auf welche Art auch immer) hilft meistens nur eine gewisse Zeitspanne. Sich mit dem eigenen Problem zu befassen, sei es alleine, via Therapie, Freunde, Medikamente (Notfallmedikamente natürlich nur im Notfall!) usw. hilft auf die Dauer besser, als Probleme zu verdrängen.

18.03.2016 18:01 • #11



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