Zitat von SchwereGedanken:Das heißt also mein Leben lang ein AD nehmen? Damit kann ich mich im Moment noch nicht anfreunden. Etwas pflanzliches würde ich gerne noch versuchen.....
Was mir da einfaellt ist neurexan. Das nahm ich zu spitzenzeiten und kam gut mit zurecht.
Ich habe angststoerung seid 15 jahren. Angefangen mit angst vorm umfallen. Ich hatte nie darueber gesprochen und verheimlicht. Was mein fehler war.. Da es sich verselbststaendigt hatte und sich genereliesiert hat auf viele bereiche in meinem leben. Ich habe viel gemieden damals und der angst das zepter in die hand gegeben.
Ich habe bis heute keine medikamente in form von ad genommen. Hatte aber 3 stationaere aufenthalte und 2mal verhaltenstherapie. Als ich das alles abgeschlossen hatte, war ich mitten in einem hoch und galt dennoch als austherapiert. Ich verstand die welt nicht mehr und fing von dort an meine angst zuzulassen. Ich nahm sie halt mit durch meinen alltag. Gab ihr raum um sich "zu entladen" in dem ich alles was an sympthomen kam und da war, bewusst aushielt. Das problem ist ja, durch dieses ablehnen der angst, weil man sie nicht haben will (logisch, zeigt ja schwaeche und ist unangenehm).. Wird sie immer staerker..
Heute hab ich zwar immernoch so meine problemchen und werd auch mal heftigst ueberrollt... Und es gibt eine sache die mir bis heute schwer faellt ( der ort wo alles anfing, die bahn) aber ich kanns. Auch wenn ich ab und an mal aussteigen muss zum pipi und durchschnaufen.. Doch ich aergere mich nicht mehr. Es gehoert halt dazu und ich weiss beim naechsten mal klappts bestimmt wieder besser und feiere mich trotzdem tatsaechlich fuer. Goenne mir was oder stoße mit mir selbst an.
Es gab jahre, da schrieb ich sehr viel tagebuch wenn es mir schlecht ginf. Wenn ich mir das heutzutage durchlese muss ich teilweise schmunzeln drueber. Ich weiss zwar noch wie es sich anfuehlte als ich es schrieb aber ich bin immer wieder erfreut beim lesen, dass ich das heute so nicht mehr habe und bin dankbar, dass ich es soweit geschafft habe. Und ja.. Ich bin sehr stolz dies ohne ad geschafft zu haben.
Ich verteufel Medikamente nicht und sie haben ihre daseinsberechtigung. Aber mir machen sie eine heiden angst... Und da muss ich sagen, gegen diese angst hab ich nichts

Weil ich es bisher immer ohne geschafft habe..
Ich hoffe sehr das dir deine therapie helfen kann, dich selbst zu verstehen und 1. du den ursprung rausgefiltert bekommst und 2. Du dich kennenlernst um genau zu wissen, was du in solchen phasen brauchst und du dich unterstuetzen kannst, dass es dir besser geht!
Ps. Koerperhaltung kann schon viel machen. Hast du angst, setz dich wie ein boss an den tisch, leg die beine auf den tisch. Fuehl dich groß...
Oder
Bauch rein, brust raus, laecheln..
Auch wenn dir rein emotional nicht danach ist und du dich vielleicht bekloppt bei fuehlst zu grinsen... Dein unterbewusstsein nimmt das wahr und du wirst merken, dass sich was veraendert in dir.
Was auch hilft ist deine gedankenschleife zu unterbrechen in dem du laut stop rufst oder dir das innerlich sagst. Das reisst fuer einen moment die schleife ab.. Einfach ueben und immer wieder anwenden und zeitgleich etwas anderes tun oder durchziehen was du gerade tun wolltest. Wie zb schuhe anziehen um mit deinem kleinen rauszugehen.
Lg