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Berggeist
Nach langer Zeit bin ich nun auch mal wieder hier.
Ich hatte in den letzten Wochen immer mal wieder stundenlange Angstanfälle, immer wenn etwas Ungeklärtes mich belastete.
Seit Dezember wurden Termine in der Psycho-Kardiologie immer wieder verschoben wegen Corona und letzte Woche durch den dicken Schnee kam der Therapeut nicht durch und ich auch nicht zu ihm (ca.20 km über Land). Nächster Termin ist Anfang März.

Heute war ich zum 3. Termin beim neuen Hausarzt, den ich seit November umzugsbedingt habe. Komplett furchtbares Erlebnis! Er wußte nicht mehr, daß er mich im Dezember zum Psychotherapeuten überwiesen hatte, daß ich nur unter Panik hohen Blutdruck bekomme. Daß ich sein verschriebenes Medikament Felodipin nicht vertrage, kann ja gar nicht sein, daß ich selber meinen Blutdruck kontrolliere war dieses Mal auch falsch. Naja und daß ein Bereitschaftsarzt eine Empfehlung auf den Vertretungsschein geschrieben hatte, brachte ihn völlig aus der Fassung. Mein gerade geschriebenes EKG heftete er wortlos ab ohne es mit mir zu besprechen.
Entweder war er besoffen oder komplett von der Rolle. Der Streß mit ihm hat mich gleich wieder in die Panik rutschen lassen mit hohem Blutdruck, Herzrasen, Brustenge usw. Tavor eingenommen!
Das sich entwickelnde Vertrauensverhältnis ist zerstört!
Morgen suche ich mir eine andere Praxis.

Solche Erlebnisse sind immer sehr "aufbauend" für mich und entsprechend belämmert geht es mir heute.

18.02.2021 17:47 • #1181


Flame
Ja,aber trotzdem gut,dass Du jetzt weisst ,was zu tun ist.

Alle Kraft zusammen nehmen und einen neuen Arzt suchen.

Ich hatte auch mal einen ,da kam ich hingekrochen.
Der meinte,körperlich sei nichts zu finden und aufgrund dessen könne er mich max. 2 Tage krankschreiben.

Ich lebe in Bremen und dann bin ich von Bremen nach Oldenburg (meiner Heimatstadt) gefahren (was in meiner derzeitigen Verfassung schwer zu bewältigen war) um dort zu einem Arzt zu gehen,der mir sofort geholfen hat.

Er hat mir umfassend zugehört und er hat mir versichert,dass er mich solange krank schreibt bis ich wieder auf dem Damm bin.
Er hat aber auch gesagt,dass ich zu einem Psychiater gehen soll,was ich dann auch getan habe.

Und so hat es dann auch geklappt.

Bei dem ersten Arzt war ich dann nochmal wegen einer Erkältung und er hat mich dann gefragt,warum ich zu meinem alten Hausarzt nach Oldenburg gefahren bin.

Da hab ich gesagt:"Weil der mir geholfen hat in meiner schlimmsten Zeit".
Er hat sich dann entschuldigt und gemeint,ab jetzt könne ich auch auf ihn zählen (inhaltlich).

Es hat ihm offenbar im Nachhinein leid getan,dass er mich so hat sitzen lassen.
Und er hat jawohl auch gesehen,dass es sehr wohl möglich ist,einen Menschen krank zu schreiben ohne körperliche Symptome...

Da konnte ich mir in der Zeit .als es mir so übel ging leider nix von kaufen.
Der Weg von Bremen nach Oldenburg war fast unüberwindlich mit den Panikattacken.
Deswegen hab ich auch Abstand genommen von dem Arzt.

18.02.2021 18:07 • x 1 #1182


Berggeist
Zitat von Flame:
Deswegen hab ich auch Abstand genommen von dem Arzt.


Ja, ich denke auch, daß ich keinen weiteren Versuch bei ihm machen sollte, so wie eine zweite Chance oder so.
Mit meinen "alten" Hausärzten vor dem Umzug konnte ich auf Augenhöhe reden. Sie wußten alle daß die Psyche eine Menge Beschwerden auslösen kann und haben mich deswegen nicht als gaga oder unmündige Patientin gesehen.
Ich halte mich durchaus für eine gut informierte und mitdenkende Patientin, die ihr Wissen nicht nur von Dr. Google hat.

18.02.2021 18:20 • x 1 #1183




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