Pfeil rechts

Chloe89
Liebes Forum,

ich wende mich an euch, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Ich möchte am Liebsten jetzt gerade los laufen zu einem Arzt, ihm sagen, dass ich nicht beschreiben kann was mit mir ist, dass aber irgendwas ist.

Erstmal etwas zu mir.. ich leide seit ich 13/14 bin an Panikattacken. Ich war schon in Kliniken, ambulant und auch stationär, bei mehreren Therapeuten und habe einige Medikamente genommen.

Jetzt ist es so, dass ich nicht mehr so schnell in Panik gerate bei den Symptomen die ich kenne.. da kann ich mich mittlerweile ganz gut beruhigen. Bin ja nun auch schon ein alter Hase, mit 10 Jahren Angst und Panik.. Aber seit Donnerstag stehe ich völlig neben mir. Ich hatte am Freitag das Gefühl ich bin nicht mehr in meinem Körper, bewege mich nicht sondern werde bewegt, konnte nicht aufnehmen was mir erzählt wurde, war wie benommen.. und seit vorgestern ist da so ein schlimmes, ganz ekeliges Gefühl.. das ich nicht beschreiben kann. Es kommt irgendwo aus der Magen- oder Brustgegend, bringt mich dazu nicht ruhig sein zu können (keine Panik!) ist aber auch irgendwie so als wäre man ganz schlapp. So als würde man Hilfe holen müssen, könnte aber nicht sagen wieso, weil man eigentlich ruhig ist. Ganz ganz komisch. Ich habe dann manchmal das Gefühl ich muss mich auf den Boden schmeißen und weinen weil keiner versteht was ich meine, und es gleich zu spät sein kann. Bekomme dann Probleme mich zu artikulieren.. kann nicht sprechen. Mir fehlen dann wirklich die Worte.

Gestern war ich in einer Notfallpraxis beim Psychiater.. Habe Opipramol bekommen. Traue mich aber nicht es zu nehmen, weil ich bei anderen Medikamenten die Erfahrung gemacht habe noch mehr Panik sofort nach der Einnahme zu bekommen und Kreislaufbeschwerden zu haben.

Ich halte das nicht aus dieses Gefühl... hoffentlich kann mir jemand helfen..

Ich drück euch schon mal im Voraus und vielen Dank
Chloe

13.08.2014 17:29 • 18.08.2014 #1


11 Antworten ↓


Hallo Chloe

Erstmal willkommen hier

Das hört sich nach Angst und Adrenalin an, sind dir denn in letzter Zeit belastende Sachen passiert?
Wie haben sich denn bei dir die Panikattacken geäußert?
Was du weiter oben beschreibst kommt meiner Meinung nach davon das man zu intensiv in sich rein hört, die reale Welt außen rum verschwimmt, hatte ich auch schon, man kommt sich vor wie Ferngesteuert.

Lass am besten erstmal abklären das mit deinem Körper alles in Ordnung ist, und kümmere dich danach um eine Therapie. Es tut mir leid das du dich so schlecht fühlst, ich hatte auch schon Tage und Wochen in denen es mir so ging, aber lass dir eines sagen, das ist ein vorübergehender Zustand, nichts bleibt für immer, es wird wieder besser.

13.08.2014 18:53 • #2



Unbeschreibliches Gefühl- Hilfe!

x 3


Chloe89
Hallo Madman

Vielen Dank für deinen Ratschlag. Das Problem ist, dass ich mir schon blöd vorkomme mit irgendwas zum Hausarzt zu gehen, weil es meistens immer die Psyche ist. Aber das kenne ich einfach nicht.

Adrenalin und Angst? Kann das Adrenalin denn so lange anhalten? Es ist wirklich so als müsse man sterben, wisse aber nicht woran oder als falle man gleich vom Tellerrand und niemand merkt es. Ich wünschte es würde weg gehen.. Komischer weiße kommt es verstärkt wenn ich versuche einen klaren Gedanken zu fassen. Zumindest fühlt es sich so an.

Einen Therapeuten habe ich schon.. die Panikattacken seit ich Teenager war. Es fing damit an, dass ich dachte keine Luft zu bekommen, weinte, einen Notarzt anrief, nichts mehr aß, später konnte ich nicht alleine sein, Mama durfte nicht aus dem Haus gehen oder ich musste mit, ich war oft unsicher unter Menschen, musste wegen den Panikattacken mehrmals die Schule abbrechen. Seitdem gibt es mal gute Phasen, sind aber eher selten. Und die Therapie bringt mir gefühlt gar nichts.

Ich frage mich ob das Leben jemals richtig schön sein wird..

13.08.2014 19:15 • #3


Hallo liebe Cloe,

weist du denn was der Auslöser in deiner Kindheit für die Angst und Panikattacken war?

Wichtig ist das man da ansetzt. wenn du mit deiner Therapeutin nicht klar kommst und auch Medis nicht wirklich willst schau dich mal im pflanzl. Bereich um.

Man kann auch zum Beispiel mit Hypnosetherapien muss meist Privat bezahlt werden gute Erfolge erzielen. So ging es mir.

Die Angst und Panikattacken suchen sich immer neue Wege in den Symptomen
wichtig ist das man nach und nach versucht sein Gehirn wieder mit positiven Dingen zu überlisten
so das das Negative mehr und mehr in den Hintergrund gerät.

Es ist oft ein langer Prozess mit viel Training aber es lohnt sich.

Hast du einige techniken gelernt von deiner Therapeutin wie du dir selbst etwas helfen kannst?

EMDR, Atemtechnik,Autogenes Training, Konfrontation... und und

Viel Erfolg wünsche ich dir und gib nicht auf du must nur lernen deinem Körper wieder mehr Vertrauen zu schenken.

13.08.2014 19:22 • #4


Angst und Panik lassen sich immer neue Symptome einfallen. Ich kenne das auch. Die bekannten sind nervig, aber man erträgt sie. Bei den neuen Symptomen aber ist man gleich wieder superpanisch und kann das alles nicht zuordnen, auch wenn man das nacn Jaaahren mit Angst langsam mal drauf haben könnte (ich kanns auch nicht).
Solche ekligen Gefühle, die man nichtmal beschreiben kann, kenn ich auch. Wenn du mich fragst sind die sogar noch übler, als wenn man mal 30 Minuten eine heftige PA hat, es danach aber auch wieder vorbei ist
Hattest du vorher schonmal mit Depersonalisierung/Derealisation zu tun?

Hat sich bei dir in den letzten Tagen etwas verändert? Bei mir kommen solche mehrere Tage anhaltenden Zustände dann oft. Ich versuche es so gut es geht zu übergehen. Zum Arzt gehe ich damit auch nicht, erfahrungsgemäß bringt das gar nix.

Was ich damit sagen will... Ein Mittel dagegen kenne ich nicht. Aber vielleicht hilft es dir ein bisschen zu wissen, dass sowas (zumindest für Leute mit Angststörung) normal ist und dir nichts passiert.

13.08.2014 21:49 • #5


carpediem90
Hallo so wie du deine Symptome beschreibst geht es mir auch. Keiner kann einem da helfen weil man selber gar nicht weiß was eigentlich gerade passiert. Habe die Attacken nun seit März. Zwischenzeitlich wurde einiges beim Arzt untersucht. Natürlich ohne etwas zu finden. Diese kommen mittlerweile auch noch wenn ich mich in neuen Situationen befinde fern vom Alltag zb. In einer anderen Stadt oder im Schwimmbad etc. War beim Psychiater der hat mir Opipramol verschrieben welches am Anfang zu Panikattacken geführt hat ( da der Kopf das Medikament mit seiner Wirkung nicht kennt und nach der Einnahme auf jede kleinste Veränderung reagiert) und auch leichte Kreislaufprobleme verursacht. Allerdings sind das kleine Nebenwirkungen die rasch verschwinden. Bei mir scheint es zumindest die Symptome zu lindern und mich etwas ruhiger werden zu lassen. Auch mit Yoga habe ich angefangen welches von der Krankenkasse getragen wird. Jetzt nur noch einen Therapeuten finden, was sich um Monate handeln kann. Dann sollte in Verbindung des Medikamentes und Yoga und Therapie eine Besserung zu bemerken sein. Mehr Tipps habe ich da auch leider nicht.

13.08.2014 22:03 • #6


Guten Abend Chloe

Wie ging es dir den Heute so, ich hoffe besser.

14.08.2014 18:38 • #7


Chloe89
Liebe Leute,

es tut mir leid, dass ich jetzt erst schreibe. Ich habe so ein Gefühl wie Gelähmtheit, dass mich nicht handeln lässt, außer es ist mit sehr viel Anstrengung verbunden. Ich habe jetzt seit 2 Tagen 25 mg Opipramol genommen, habe aber immer mega Angst sie zu nehmen (starre sie eine Stunde an) und danach auch starke Nervosität bis hin zu Panik. Würde heute eigentlich endlich mal gerne die 50 Mg nehmen, die ich schon gestern nehmen sollte, traue mich aber einfach nicht, da mein Herz davon so schnell rast und ich eher unruhig als ruhig werde. Am Tag bin ich ein wenig gedämpft, allerdings habe ich immer noch durchgängig Panik, komme also nie wirklich zur Ruhe. Gestern Abend war meinem Körper dieser Dauerstress dann zuviel und ich musste mich mehrmals übergeben.. Danach hab ich die Opri genommen und mit Angst und Herzrasen wach gelegen. Hinzu kommt, dass ich so eine starke Traurigkeit verspüre, ich weine ständig, von jetzt auf gleich. Das hatte ich noch nie. Da hatte ich es immer "nur" mit Panikattacken und daraus resultierenden Gewichtsproblemen zu tun. Dieses komische Gefühl ist besser geworden, kommt aber wieder sobald ich dran denke..

Heute war ich nur im Bett.. habe geweint, Panik gehabt, geweint, gegessen- gegessen- gegessen.. und je später es wird desto mehr muss ich weinen.. hinzu kommen Schuldgefühle gegenüber den Menschen die mich lieben, weil ihnen das auch zu schaffen macht wenn ich nur weine, Nachts aufschrecke und Panik habe, weine und Panik habe..

Und ich schaffe es einfach nicht mit dieser Opipramol.. ich habe so fürchterliche Angst. Ich will Leben und tolle Sachen erfahren, aber es wird immer schlimmer.. Ihr kennt das ja wahrscheinlich.. was hilft euch in solchen Momenten?

Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt mir zu schreiben.

Chloe

17.08.2014 19:00 • #8


Chloe89
um noch zu deinen Fragen zu kommen.. nein ich hatte damit vorher nie was zu tun... also mit depersonalisierung. Gar nicht. Es war auch bewusst nichts gewesen was es hätte jetzt so schlimm werden lassen können..

17.08.2014 19:04 • #9


Hm...das erste was mir beim Lesen einfiel war , ob du vllt schwanger bist?
Die Hormone verschlimmern die Angststörung...

17.08.2014 19:15 • #10


Chloe89
Nein Flocke_79. Das kann nicht sein. Wegen meiner Angststörung und meiner Abneigung mir gegenüber habe ich quasi nie Sex. Und das letzte Mal ist schon... keine Ahnung wie lange her. Lange.

17.08.2014 19:26 • #11


Ok. War nur so ne Idee...

18.08.2014 12:43 • #12



x 4





Dr. Reinhard Pichler