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Hallo,

ich habe vor 3 Jahren das erste Mal Angst-und Panikattacken gehabt, diese verschwanden durch Zoloft vollständig und nach 1 1/2 Jahren konnte ich die Tabletten wieder absetzen und es ging mir bis dieses Jahr gut.

Anfang April ging es dann wieder los, nur heftiger als vor 3 Jahren und mit tiefen Depressionen. Nehme jetzt Sertralin am Anfang 50mg und seit 3 Wochen 100 mg. Dennoch gehts mir an manchen Tagen absolut nicht gut, mir ist schwindelig, habe ganz weiche Beine und denke ich stehe neben mir. Habe dann immer eine Angst, dass ich vielleicht doch einen Gehirntumor oder überhaupt Krebs haben könnte. War zwar schon eine Nacht im Krankenhaus, aber die Bluttests warne in Ordnung und man sagte mir, ich wäre organisch total fit.

Dennoch habe ich diese Angst, dass die Ärzte was übersehen haben könnten. Wem geht es genauso und hat für mich eventuell Tipps, wie ich diese Angst in den Griff bekommen könnte?
Denn mittlerweile beruhigt mich die Aussage, dass alles in Ordnung ist, nicht mehr ! Möchte auch die Dosis nicht weiter erhöhen, da bei der ersten Erhöhung die Nebenwirkungen schon krass waren und ich noch eine behinderte Tochter habe, welche auch beachtet werden muss.

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand schreiben würde, denn ich weiß echt nicht mehr weiter.

11.05.2007 18:39 • 16.06.2007 #1


26 Antworten ↓


HAllo Gini
ich kenne diese Symtome auch nur zu gut,leide seid mittlerweile 11 Jahren uner Angst und Panik und zeitweise depressiven Phasen.Habe auch hin und wieder zeiten wo es mir ganz gut geht und wenn man meint jetzt ist alles gut geht es wieder los Meine dann auch jedesmal das da bestimmt doch irgend etwas ist,aber mein Therapeut hat mir schon mehrmals gesagt,das wenn da was schlimmes wäre würde es doch in den zeiten wo es mir gut geht nicht auf eimal weg sein.Dann hätte man den schwindel oder kopfdruck und was man sonst so alles an symtomen spürt auch dann. Das hat mich dann zumindest eine Zeitlang beruhigt bis wieder was anderes auftritt,dann fange ich wieder an zu überlegen obwohl es ja eigendlich Sinn macht was der Therapeut sagt.Hast du schon mal darüber nachgedacht eine therapie zu machen? Ich mache jetzt seid 8 monaten eine Verhaltenstherapie und finde schon das ich Mittlerweile ganz anders mit der Angst umgehe. Ich lasse mich nicht mehr so wie es früher war da reinfallen sondern versuche zu aktzeptieren das sie zwar da ist ,sie mich aber nicht immer so runter zieht. Zur Zeit klappt es ganz gut .

lieben Gruß Bettina

11.05.2007 19:07 • #2



Trotz Antidepressiva Angstattacken?

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Hallo Bettina,

ja, ich stehe zur Zeit auf der Warteliste einer Psychologin. Ich bin ja schon soweit, dass ich über meinen Schatten springe und zum Beispiel in die Stadt shoppen gehe, auch wenns mir da nicht gut geht ziehe ich das durch, denn ich sage mir in solchen Momenten (zur Angst): "Du bekommst mich jetzt nicht in den Griff". Das funktioniert auch und mir gehts unterwegs gut, aber wie heute ist so ein Tag, wo mich der Schwindel irre macht, obwohl es mir eigentlich gut geht, nur dadurch "reitet" man sich wieder rein.

Ich habe auch teilweise das Gefühl, dass einen die Ärzte nicht richtig für voll nehmen, klar kommen die Symptome von der Psyche, aber manchmal "kann" auch wirklich was dahinter stecken, dies wird aber für irrelevant gehalten, weil mans ja "nur" mit der Psyche hat.

Ich gehe mal davon aus, dass ich jetzt soviel in Krankheiten reininterpretiere, weil meine Oma letzten August an einem Gehirntumor gestorben ist, dies absolut schnell ging (innerhalb von 4 Monaten) und sie meine absolute Bezugsperson war.

Dennoch, ich möchte endlich wieder so sein, wie ich vor der psychischen Sch... war und nicht ständig neben mir stehen zu müssen.

Viele Grüße Gini

11.05.2007 19:49 • #3


Hallo Gini
ja das man sich von Ärzten nicht mehr für voll genommen wird war und ist für mich auch schon mal ein thema. Habe aber meinen Hausarzt daraufhin mal angesprochen,und er sagte mir das,das nicht so wäre und er eigendlich solche Leute besonders grünlich untersuchen würde. Weil man ja da nie weiß was ist psychisch und wann ist da doch mal was .Hat mich schon etwas beruhigt

lieben gruß Bettina

11.05.2007 20:16 • #4


Hallo Bettina,

als ich im April, als es wieder losging, den Notarzt gerufen habe, brachte ich gleich mit an, dass ich vor 3 Jahren schonmal unter A.und P. litt. Das wurde dann auch gleich auf dem Notarztbericht geschrieben und im Krankenhaus wurde immer nur auf der Psyche rumgeritten, keine weiteren Tests ausser die Bluttests. Auf der Station durfte ich mir dann noch von der Schwester anhören: "Wegen was ist die hier? Wegen Angstattacken? Ach das ist doch nichts!" Ich hätte der an die Gurgel springen können, weil sie gar nicht weiß, wie das ist darunter zu leiden. Ich hatte da überhaupt nicht das Gefühl ernst genommen zu werden, weder von den Schwestern noch von den Ärzten. Aber das ist halt unser Gesundheitssystem.

Liebe Grüße
Gini

11.05.2007 20:32 • #5


Huhu
gut wenn du das wie in diesem Fall schon erlebt hast wäre ich auch arg skeptisch, aber der Krankenschwester wünsche ich nichts schlechtes aber das sie nur einen Tag mal spürt wie schlimm solch eine Angsterkrankung sein kann! aber soche Leute trifft es leider nicht. Bist du verheiratet weil du schriebst das du eine Tochter hast? Hast du irgend eine Unterstützung mit der oder dem du auch mal sprechen kannst wenn es Dir schlecht geht?

lieben Gruß Bettina

11.05.2007 21:45 • #6


Hey,

nein, bin alleine mit meiner Tochter. 7 Jahre ist sie und an Taubheit grenzend schwerhörig, habe mich die ganzen letzten Jahre für sie aufgeopfert, damit sie sprechen kann wie wir, mit Erfolg, aber nun hat meine Psyche rebelliert, weil ich in der ganzen Zeit nie an mich gedacht habe

Vor drei Jahren wusste absolut niemand was mit mir los war, das hatte ich so gut wie es ging versteckt, hatte mich von meinen Freunden zurückgezogen, weil ich dachte es versteht sowieso keiner. In diesem Jahr ging es genau da wieder los, wo ich mit meinen engsten Freunden, von damals, wieder zu tun hatte, alle haben es mitbekommen, war mir aber egal. Fakt war, dass mich alle unterstützt haben und es auch immer noch tun, sie wissen bis ins kleinste Detail, was los ist, ich kann mit ihnen reden und sie verstehen es auch, wenn ich mal irgendwas absage. Das ist schon eine Hilfe..

Wie sieht es bei Dir aus? Wie ging es bei Dir los und wie äussert es sich bei Dir?

Liebe Grüße

11.05.2007 22:24 • #7


hallo Gini
Ich bin verheiratet und habe eine 17 jährige Tochter dazu noch 2 Hunde und 2 Katzen.Mein Mann sagt immer wir wären die Aussenstelle vom Zoo . Bei mir hat es vor 11 Jahren von jetzt auf gleich angefangen .Die symtome sind unterschiedlich,schonmal kommt auch was neues dazu reagiere sehr stark auf körperliche Beschwerden wie Schwindel den ich sehr häufig habe,dann druck und ziehen im Kopf Magen/Darm,und noch so einige Sachen diese Beschwerden lösen dann wenn ich mich da lang genug reingesteigert habe die Angst und Panikattacken aus. Ich war vor 5JAhren auch schon mal für 5 Monate in einer Tagesklinik hat mir sehr geholfen danach hatte ich lange Ruhe,aber es kam wieder. Ich nehme 2 verschiedene Medikamente .Seid ca.1 Jahr sind dann auch noch depressive Phasen dazu gekommen,bin dann total Antriebslos und weiß nicht warum,das geht aber zur zeit ganz gut

lieben Gruß Bettina

11.05.2007 23:04 • #8


Hallo Bettina,

Du redest mir aus der Seele, meine Angst ist darauf aufgebaut, schwer krank zu werden und dann zu sterben. Was ist dann mit meinem Mäusel?? Einige Wochen ging es ja jetzt gut, aber nun geht es wieder los, dass ich mir über jeden Schmerz oder andere Regung meines Körpers Gedanken mache, es könnte wieder was sein. Es ist so furchtbar in diesen Gedanken eingesperrt zu sein.
Nun ist es so, dass ich Angst habe Brustkrebs zu haben, denn die Schmerzen bringen mich noch um, habe erst am 15.Juni einen Arzttermin und was ist, wenn sie mir dann sagt, dass da tatsächlich was ist? Klar kann ich dann sagen, ist endlich die Ursache für die Angst gefunden, aber habe ich dann soviel Kraft das alles durchzustehen? Ich weiß es nicht.

Lieben Gruß Gini

12.05.2007 14:03 • #9


Hallo Gini
Ich weiß wie du dich zur Zeit fühlst,versuche doch am Montag das du einen früheren Termin bekommst oder gehe einfach hin mit Beschwerden sollte oder muß dich der Arzt dran nehmen. Ich denke du wirst wieder ruhiger wenn Dir dann versichert wird das da nichts gefährliches ist.Hatte vor einigen Wochen ständige Bauchbeschwerden ich bin bald bekloppt geworden vor Angst,es wurde auch dadurch das ich da ständig drüber nachdachte immer schlimmer.Mein Hausarzt hat mich dann zur Darmspieglung geschickt,bei der nichts festgestellt wurde.Ein paar Tage später waren diese Beschwerden weg.


lieben Gruß Bettina

12.05.2007 22:16 • #10


Hallo Bettina,

das ist ja das komische, man geht zum Arzt, der stellt nichts fest und dann fängt man an, sich wieder eine "neue Krankheit" zu suchen, obwohl man es gar nicht will.

Habe schon so viele Angstbücher gelesen, welche auch helfen, aber in Momenten, wo es einem schlecht geht kann ich einfach nicht weiterlesen, da es einem dann noch besch.... geht.

Wie machst Du es zur Zeit? Hast Du noch schlimme Anfälle und wie gehst Du in solchen Momenten damit um?

Lieben Gruß Gina

13.05.2007 12:20 • #11


hey Gini
zur Zeit geht es ganz gut,bis auf den häufigen Schwindel aber wenn er nicht da ist vermisse ich schon was! weiß nie wie lange es anhält ,kann sich ständig ändern. Versuche zur Zeit auch nicht viel darüber nachzudenken,was mir teilweise schwer fällt.So bald irgend etwas zwickt werde ich schon unruhigund denke was könnte das sein.Anstatt mich zu freuen das es einem mal ganz gut geht versucht man sich was neues einzureden.Verrueckt oder? Durch die Medikamente und die Therapie war es gottseidank schon etwas länger nicht mehr ganz so schlimm ,schaffe es ganz gut mich da wieder raus zu holen,oft dann auch mit hilfe meines Therpeuten.Versuche auch so viel wie möglich Ablenkung zu beschaffen,gehe viel mit meinen Hunden spaziereno der besuche eine Freundin komme damit nicht immer aber öfters wieder runter wenn es schlimmer ist.

lieben Gruß Bettina

13.05.2007 17:18 • #12


Hallo Bettina,

ja Ablenkung hilft immer ganz gut, aber zu Freunden gehe ich eher seltener, sie müssen dann zu mir kommen (Agoraphobie.
Jeder Gang in die Stadt ist dann schon eine Hürde, aber wenn man erstmal in der Situation ist und sich dieser stellt, könnte ich dann noch stundenlang bleiben Komisch oder? Hab heute auch ganz spontan mal wieder meinen Tennisschläger ausgepackt und eine Runde gespielt, tat richtig gut, habe auch in den letzten Tagen mal wieder viel altbewährtes Zeug gemacht, was ich damals schon gern tat, eine willkommene Abwechslung und Gedankenvertreibung...

Viele Grüße
Gina

14.05.2007 22:21 • #13


Hi Gini,
allein das Sertralin kann nach meiner persönlichen Erfahrung schon, in höherer Dosis, diese Symptome - Schwindel, starke Kopf- u. Muskelschmerzen, Zittern, weiche Knie und nicht zuletzt Angst - verursachen. Ich habe es nach einer Dosissteigerung von 50 auf zunächst 75 mg schon bemerkt. Seit ich wieder nur 50 mg nehme haben diese "Zusatzsymptome" wieder nachgelassen. Die Angststörung ist dadurch natürlich längst nicht im Griff.
Aber permanente starke Nebenwirkungenen erschienen mir persönlich dann auch nicht eträglich.
Alles Gute und viele Grüße Ani

15.05.2007 11:08 • #14


Hallo Ani,

ja das habe ich auch schon mitbekommen, das Zoloft damals, obwohl es derselbe Wirkstoff ist, hat nicht solche Nebenwirkungen verursacht wir das Sertralin. Habe jetzt Sertralin von Ratiopharm, vorher Sertralin von Beta Pharm und ob man es glaubt oder nicht, bei der Sorte von Beta Pharm ging es mir hundeübel, habe mal die Packungsbeilagen verglichen und in dem Beta Pharm ist ein Zusatzstoff mehr drin als im Ratiopharm, kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen warum, aber es ist so.

Liebe Grüße
Gina

15.05.2007 11:45 • #15


Hallo gina
Ich denke so kommen wir nur vorwärts wenn wir einfach wieder Sachen machen die wir immer mehr gemieden haben.Uns nicht von unserem körper fertig machen lassen,sondern dagegen steuern .Es wird immer mal wieder Tage geben wo das nicht wirklich gut funktioniert aber jeder kleine Erfolg zählt.Wir fahren anfang Juni in Urlaub das ist eigendlich jedes Jahr ein Angang würde lieber zu Hause bleiben,aber meiner Familie zuliebe muß ich mich am Riemen reißen .HAbe sonst schon immer wochen vorher irgend welche körperlichen Symtome gehabt wenn ich nur dran dachte,diesmal versuche ich es einfach zu übergehen klappt zur Zeit ganz gut.hoffendlich bleibts so!

lieben Gruß Bettina

17.05.2007 11:28 • #16


Hallo Bettina,

bei mir klappts zur Zeit auch ganz gut, komme sogar endlich früh gleich aus dem Bett und bin voller Tatendrang. Zur Zeit gehe ich auch bewusst Sachen an, wo ich genau weiß, dass sie eigentlich die Hölle sind, aber es funktioniert und ich bin dann stolz, es geschafft zu haben. Habe heute z.B. mal das Schlafzimmer komplett ausgemistet, was da alles weggeflogen ist...unvorstellbar. Nun bekommt man wieder "Luft" darin In nächster Zeit werden dann noch mehr Veränderungen folgen, denn man sagt ja immer, wenn man anfängt auszumisten oder umzuräumen, will der Mensch einen Neuanfang machen und genauso ist es auch. Ich lass mich doch von der Angst und Panik nicht mehr unterkriegen. Sage dann immer im Zwiegespräch: "Na los komm doch und überwältige mich, aber noch gehört der Körper mir und ich lass es nicht zu so schwach zu sein" Es funktioniert ganz gut zur Zeit. Klar gibt es auch schlechtere Tage, aber die nehme ich dann auch gelassen und sage mir, dass es auch in gesunden Zeiten schlechte Tage gab und es nicht so schlimm ist.

Also ich wünsche Dir ganz viel Kraft und einen Angstfreien Urlaub. Das schaffst Du schon.

Ganz liebe Grüße Gina

17.05.2007 14:45 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo Gini,

ich habe auch schon Zoloft genommen und habe dann zu Sertralin gewechselt, weil ich bei Zoloft nicht mehr aus dem Bett kam so müde war ich. Unter Setralin sind leider auch die PA`s wieder da. Nicht so häufig wie früher, aber ganz ohne würde ich mich auch wohler fühlen.
Ich hab leider noch das Problem, das ich leiber gar nicht erst zum Arzt gehe, aus Angst er könne irgendwas finden.

LG Nicole

09.06.2007 07:28 • #18


Hallo Nicole,

also scheint es ja doch an dem Sertralin zu liegen...heute war auch wieder ein ganz schlechter Tag, habe zum ersten Mal seit Wochen wieder eine richtige PA gehabt. Beim nächsten Termin zum Neurologen lass ich mir wieder Zoloft geben, das vertrag ich besser und ich hatte nicht so schlechte Tage wie jetzt teilweise, nehme zur Zeit 100mg, die reichen aber echt nicht aus, um die ganzen Symptome zu unterdrücken, damals mit Zoloft (100mg und selbst 50mg) war es überhaupt nicht so, da lief nach ein paar Monaten alles wieder gut.

Das mit dem früh nicht aus dem Bett kommen durch Zoloft kenne ich auch, aber das ist wesentlich erträglicher als bis nachmittags/abends zu warten, bis es einem mal besser geht, oder man schon Angst hat irgendwelche Wege zu erledigen, weil man denkt, es überfällt einem wieder eine PA...

Liebe Grüße
Gina

09.06.2007 21:50 • #19


Hallo Gini,

es muss doch auch noch eine andere Möglichkeit geben. Ehrlich gesagt widerstrebt es mir ab sofort nur noch mit Tabletten mein Leben geniessen zu können und vor allem auch meinen Job meistern zu können. Ich fange morgens um 06.30h an zu arbeiten, mit Zoloft hatte ich dauernd verschlafen, deswegen kommt das für mich nicht mehr in Frage. Aber es ist schon komisch das Du gestern auch einen schlechten Tag hattest. Denn bei mir fing es in der Nacht auf Samstag an und hörte erst so gegen morgen auf. Gestern abend ging es dann aber schon wieder los, weil ich da wieder Panik bekam ins Bett zu gehen.

Vielen Dank für Deine Antwort und
LG Nicole

10.06.2007 07:56 • #20



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