Hallo Phoebe,
Tavor oder ein anderes Benzodiazepin bekommst Du vom Arzt, wobei Fachärzte Dir als Bedarfsmedikament eher kein Benzodiazepin verschreiben werden, sondern vorzugsweise Atosil (Promethazin) oder Opipramol. Benzodiazepine haben nunmal ein hohes Abhängigkeitspotential, so dass Fachleute damit sehr zurückhaltend sind.
Zitat von phoebe:Ich lese hier sehr häufig, dass viele über Jahre hinweg Tavor nehmen.
Hm, das habe ich hier noch nicht gelesen. Und wer über Jahre hinweg Tavor nimmt, hat noch ganz andere Probleme als nur eine Angststörung, die er/sie "ohne Tabletten" nicht in den Griff bekommt. Tabletten sind doch nicht gleich Tabletten! Und der Entzug bei einer Benzodiazepinabhängigkeit (auch im Niedrigdosisbereich) kann sehr, sehr unangenehm und ohne ärztliche Kontrolle auch gefährlich werden...
Zitat von phoebe:Bin zur Zeit oft Streß ausgesetzt und hätte Tavor als Bedarf gebraucht.
Gegen Tavor als Bedarfsmedikation ist m.E. nichts einzuwenden. Aber: Das Wort "oft" deutet darauf hin, dass es in diesem Fall eher kontraindiziert wäre. Wenn diese Stressphase nicht sehr kurz ist, wird Dir kein verantwortungsbewusster Arzt ein Benzodiazepin verschreiben.
Zitat von phoebe:Hab auch schon alles ausprobiert, aber die Angst bleibt.
Was alles? Das soll kein Vorwurf sein. Ich habe aber häufig den Eindruck, dass - wenn "alles ausprobiert" wurde - nach z.B. einem Fehlschlag mit VT diese als unwirksam abgetan wird, ohne den Grund für den Fehlschlag zu hinterfragen. Aus verständlicher Frustration heraus. Trotzdem lohnt es sich m.E., genau zu schauen, warum etwas, das enorm hohe Erfolgsquoten hat, in einem Fall nicht (ausreichend) hilft.
Liebe Grüße
Christina