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Hallo! Ich bin seit kurzem in der neuen Ausbildung an einen neuen Ort. Ich wusste, dass mich all die Veränderung schütteln wird und hatte viel Angst davor. Gerade psychosomatisch habe ich immer bis mittags echt zu kämpfen. Mir ist übel oder ich habe stechende Kopfschmerzen. Ist der "Unterricht" vorbei, ist alles plötzlich entspannt. Ich habe mir auch vorgenommen positiv zu denken. Aber ich wache täglich auf, fürchte mich sofort schrecklich vor den körperlichen Symptomen die mein Körper wieder zeigen wird und ab da bin ich voll im Stress. Es ist ein Teufelskreis. Ich komme da einfach nicht raus. Der Unterricht, das Umfeld, es gibt nix was ich wirklich fürchten muss. Trotzdem sitze ich drin, hab Angstsymtome und irgendwelches körperliches Zeug. Ich bin mittags erschöpft und ausgelaugt von diesem täglichen unnötigen inneren Kampf. Ich male seit einer Woche Karokästchen auf meinem Block aus. Damit ich beschäftigt bin. Bloßes Zuhören macht mich total wirr. Bekomme Sehstörungen und kann mich nicht konzentrieren. Alles im Nebel. Was kann ich machen, dass ich nicht schon ab dem Aufstehen meine eigenen gedanklichen Prophezeiungen erfülle? Meine Erwartungshaltung ist so chronisch verfestigt. Ich arbeite mich selbst auf und trau mir nichts mehr zu.

13.09.2019 21:24 • 27.08.2020 x 1 #1


3 Antworten ↓


Kimsy
Hallo, gerade an dem Punkt wo du schreibst, dass du da nicht mehr rauskommst, solltest du dir professionelle Hilfe holen. Mit dem Therapeuten kannst du herausarbeiten, was dich in diesen Zustand katapultiert hat. Für mich hörst du dich so an, als bist du extremst überfordert und überflutet mit Reizen. Ist das wirklich die Ausbildung die du machen willst, diese Frage solltest du dir selber ehrlich beantworten. Lg kimsy

14.09.2019 09:28 • x 2 #2



Tägliches Aufwachen schon mit Angstgedanken

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Hotin
Hallo Kiliane,

meiner Ansicht nach gibt es zwei Möglichkeiten, mit denen Du eventuell eine Verbesserung
erreichen kannst.

Zum einen herausfinden, was Dich an dem Unterricht so stresst.

Zum anderen, Deine eigenen gedanklichen Prophezeiungen verändern und
dadurch innerlich gelassener werden.

Wie gut kannst Du mit Menschen zurechtkommen? Kann es sein, dass Dir der Unterricht
viel Konzentration abfordert, weil Du etwas wenig Selbstbewusstsein hast und immer
auf der Hut bist, wegen den anderen Menschen, keine Fehler machen zu dürfen?

Fehler dürfen wir jedoch alle machen. Gerade wenn wir uns in einer Ausbildung befinden,
sind auch größere Fehler nicht schlimm.

Viele Grüße

Bernhard

14.09.2019 10:02 • x 2 #3


squashplayer
Wenn ich heute nochmal studieren sollte, ich wüsste nicht, wie das gehen soll Bin froh, dass ich das hinter mich gebracht habe, wo die Panik noch "im Rahmen" war. Eigentlich ein glücklicher Zufall.

Insofern verstehe ich, wie grausam das ist. Man kann es ja nicht einfach abschalten! Je mehr man das will, umso schlimmer wird es. Einmal hatte ich unter Agoraphobie einen Spanischkurs, das war eine grausame Erfahrung.

Ja, vielleicht kannst du ein bisschen was erzählen über dich und diese Ausbildung (musst ja nicht sagen, was es ist) und über dich und die Beziehung zu den Menschen dort. Welche Gedanken hast du? Kannst du die Ängste formulieren, oder sind sie diffus? Meistens hat man ja im Kopf so eine bildliche Vorstellung, was "passieren könnte", hast du da irgendwelche Horrorszenarien?

27.08.2020 18:49 • #4




Dr. Christina Wiesemann