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Hallo!

Ich hab grad ein großes Problem...

War etztes Semester von der Uni beurlaubt, weil es mir so schlecht ging...Mittlerweile denke ich, dass das ein Fehler war...
Am Montag geht die Uni bei uns wieder los, und ich hab grad richtig Panik davor. Mir wird schon richtig schlecht, wenn ich nur dran denke, und Dauerschwindel hab ich grad auch noch... 2 Tage vorm letzten Semester hatte ich so schlimme Panikanfälle, das ging echt gar nicht mehr, hab mich nur noch übergeben...Obwohl ich die ganzen 2 Jahre vorher nie Panik in der Uni hatte oder beim Gedanken daran!
Höchstens bei Prüfungen, denn ich hab echt schlimme Prüfungsängste, aber sonst hab ich mich meist auf die Uni gefreut...

Im Moment kann es mir einfach gar nicht mehr vorstellen, wieder "normal" zu studieren! Abgesehen davon stehen mir noch 2 schwere Jura-Prüfungen und eine mündliche Prüfung bevor...
Ich kann mich grad einfach so gar nicht dazu motivieren, es am Montag wenigstens zu versuchen, hinzufahren...

Ich war in der letzten Woche zwar ein paar Mal in der Mensa, aber das war irgendwie was anderes, da war ich ja freiwillig und "zum Spaß", da gabs ja keine Anwesenheitspflicht oder so...

Ich weiß grad einfach nicht, wie ich mit meiner Angst und der kompletten Lustlosigkeit umgehen soll...Ich weiß, dass es keine Lösung ist, sich noch ein Semester beurlauben zu lassen, denn es ging mir damit ja nicht besser...Andererseits ist der Gedanke ans Studium grad auch der Horror für mich...Fühlt sich an wie ein Riesenberg, der vor mir steht und ich denke, dass jetzt mein Leben ab Montag wieder komplett anders wird, und das macht mir Angst...

Habt ihr vielleicht nen Tipp für mich?

Hinzu kommt, dass ich ja seit Monaten körperlich und seelisch total erschöpft bin, sodass ich mich manchmal kaum auf den Beinen halten kann...Ist nicht so ganu sicher, ob es ne Depression ist oder was mit meiner Schilddrüse zu tun hat...Nehme jetzt was gegen beide "Probleme", aber bisher hilft es nix
Die eine Stunde Anfahrtszeit zur Uni machen die Überwindung übrigens auch nicht leichter...

Danke für eure Antworten!

04.04.2008 00:06 • 08.04.2008 #1


6 Antworten ↓


Christina
Hallo,

kannst Du nicht versuchen, etwas den Druck rauszunehmen? Du hast doch verschiedene Möglichkeiten: Wenn es tatsächlich nicht gehen sollte, kannst Du Dich im laufenden Semester immer noch beurlauben lassen. Damit im Hinterkopf könntest Du es probieren. Außerdem könntest Du Deinen Stundenplan schonend gestalten, also nicht gleich voll einsteigen, zugepflastert mit lauter präsenzpflichtigen Seminaren, sondern eher Vorlesungen und davon auch nicht zu viele. Wenn es wegen Studiengebühren oder Lebenslaufkosmetik nötig sein sollte, Dich doch beurlauben zu lassen, ist es Dir in dieser Zeit ja nicht verboten, die Uni zu betreten. Du könntest trotzdem Vorlesungen besuchen, Dich in die Bibliothek setzen und lernen, ggf. fürs nächste Semester vorarbeiten. Aber dann eben "nur zum Spaß", ohne Druck.

Von der Vorstellung, jetzt im Moment voll leistungsfähig sein zu müssen (oder zu können), würde ich mich verabschieden. Und Du musst Prioritäten setzen - Gesundheit oder Studium, wobei Studium eigentlich Gesundheit voraussetzt. Wie sieht's denn bei Dir mit Therapie aus? Machst Du eine? Wenn nicht, solltest du das mit Hochdruck angehen. Und wenn Du eine Therapie machst, müsste der Fortgang Deines Studiums da jetzt auf dem Programm stehen. Falls Du Dich tatsächlich beurlauben lässt, hättest Du natürlich auch eine gute Gelegenheit, die Angst mit einem Klinikaufenthalt sehr gezielt anzugehen. Wie auch immer Du Dich entscheidest, tu etwas, das ist m.E. wichtig, sonst wird auch das nur ein verlorenes Semester.

Liebe Grüße
Christina

04.04.2008 10:25 • #2



Studieren trotz Panik?

x 3


Hallo Miss Sixty!
Mir ging es am Dienstag genau so weil bei uns die Uni wieder anfing am 1.4.
Habe durch die beschissene Krankheit wieder einige Klausuren absagen müssen obwohl ich mir ganz sicher war diese zu schreiben, aber es ging halt nicht (Kopfschmerzen/druck, Hitzewallungen, allgemeines Unwohlsein... die volle Pallete halt). War mal wieder ziemlich depressiv deshalb, weil sich der Berg der Klausuren die noch bevorstehen immer mehr anhäuft. Da mich im Moment die PAs wieder gut im Griff haben^^, hatte ich doch ziemliche Bedenken wieder zur Uni zu fahren (habe übrigens auch immer ne gute Stunde Anfahrt jeden Tag vor mir ). Mir gings auch wieder mal gar nicht gut die letzte 2 Ferientage, wie bei dir Übelkeit und nur negative Gedanken, wie z.B. "Ich schaffe das nicht!", "Was ist wenn ich umkippe, weil es mir ja sowieso nicht gut geht" usw. Kennst das ja bestimmt alles nur zu gut. Habe dann auch erst wieder gesagt, ich fahre noch nicht, fühle mich noch nicht fit genug dafür. Ich fange dann erst nächste Woche an blablabla
Dann sagte mir aber doch mein "Innerer Schweinehund" ich solls doch wenigstens mal versuchen. Das war dann am Montag! Ich dachte mir so: Ja morgen früh stehst du auf jeden fall mal auf und probierst es. Wenns dann nicht klappt kannst du immer noch zu Hause bleiben!
Das ganze hat dann auch funktioniert. Bin dann ins Auto gestiegen (immer im Hinterkopf, dass ich ja wieder umdrehen kann und nicht verpflichtet bin anwesend zu sein bzw. wir haben keine Anwesenheitspflicht!) Hole morgens immer einen Studienkollegen ab und wir haben einfach geredet. Ich bin dann ganz unbewusst ohne irgendwelche Hintergedanken in den Zug gestiegen und nachher auch in den Bus hoch zur Uni. Und plötzlich war ich da und ganz überrascht, dass ich mir weiter keine Sorgen gemacht habe und es jetzt probieren kann. Ich hatte zwar wieder so extreme Hitze in der Vorlesung, was ja auch wieder durch Angst hervorgerufen wird, aber ich habs durchgezogen (--siehe doch mal meinen Bericht "ERFOLGSERLEBNIS!!!"). Hab dann wirklich trotz mehrerer Symptome und Kreislaufprobleme den ganzen Tag von 8-17.30 Uhr durchgezogen, obwohl wir auch Freistunden hatten und ich da am liebsten schon wieder gefahren wäre. Glaub mir es hilft. Als ich zwar total erschöpft nach Hause kam war ich dennoch froh den ersten Tag geschafft zu haben.
Man ist sofort und anderer Mensch und gewinnt wieder mehr Selbstvertrauen obwohl dass ja bei "normalen" Menschen nichts besonderes wäre!!! Ich wünsche dir dass du es anpackst

LG Ron

04.04.2008 12:35 • #3


@Christina Danke für deine Tipps!

Naja, aus finanziellen Gründen muss ich mein Studium (bin im letzten Jahr) schnellstmöglich abschließen...Die anwesenheitspflichtigen Seminare, die ich noch machen muss, muss ich jetzt machen, da die immer nur alle 2 Semester angeboten werden...Und wenn ich die jetzt nicht mache, muss ich für 2 Veranstaltungen oder so nochmal über 700 Euro bezahlen, und dass kann ich mir nicht leisten
Ich versuche mir irgendwie klarzumachen, dass die ausstehenden Klausurnoten nicht soooo wichtig sind, da sie "nur" vom Nebenfach sind und ich da schon einige gute Noten habe...Eine Juraklausur werd ich dennoch auf den Winter verschieben, das wird mir dieses Semester zuviel...

Für die Beurlaubung habe ich nur 30 Tage nach Semesterbeginn Zeit, aber wie gesagt, da ging es mir ja auch nicht besser...

In Therapie bin ich seit der Beurlaubung, aber seitdem sind leider noch einige aktuelle Sachen in meinem Privatleben passiert, die viel Kraft und Zeit gekostet haben, sodass wir mit der Studienproblematik noch nciht sooo weit sind...Mein Therapeut hatte mir letztes Jahr auch eine Klinik vorgeschlagen, aber er meint, im Moment sei ich eigentlich wieder stabil genug für die ambulante Therapie...

@Ron Du sprichst mir aus der Seele!! Genauso geht es mir auch mit den negativen Gedanken und so! Und dass ich mir denke "ach, ich kann es ja auch nächste Woche noch versuchen". Ich werd es aber am Montag auf jeden Fall versuchen, denn dann ist ein Seminar, das mir Spaß macht, und ich hoffe mal, dass es dann nicht so schlimm wird...
Dummerweise fängt die Uni erst am Nachmittag an, und ich hab Angst, dass ich vormittags bis mittags durchdrehe vor Angst...

Bin letztes Semester nach der Beurlaubung auch ziemlich depressiv geworden! Vorher hab ich eine Klausur nicht mitgeschrieben, aber nicht wegen PAs, sondern wegen einer anderen Prüfung, für die ich echt viel lernen musste...Tja, und als dann die Nachschreibklausur 4 Monate später war, ging es mir bereits so schlecht mit Depression und PAs, dass an mitschreiben nicht mehr zu denken war, obwohl ich es mir so fest vorgenommen hatte..Und das hat mich dann noch depressiver gemacht
Blöderweise muss ich jetzt den ganzen Kram mit Vorlesung und 2 Std Tutorium nochmal machen, obwohl es mir beim 1. Mal schon zum Halse raushing...

Deine Geschichte macht mir dennoch Mut!

Danke!

04.04.2008 23:27 • #4


Ok das freud mich für dich! Pack die Sache einfach mal an und du wirst sehen, so schlimm ist das Ganze doch gar nicht

LG Ron

05.04.2008 10:28 • #5


Danke fürs Daumendrücken! Also versuchen werd ich es auf jeden Fall, auch wenn ich grad etwas Panik kriege, weil es jetzt schon Samstagabend ist... Ich hätte nur gerne noch mehr Zeit, um mich irgendwie besser darauf vorzubereiten und fit zu werden...*seufz*
Naja, umso schneller ist das Semester wieder rum

05.04.2008 19:10 • #6


hallo,

ja man kann mit pa´s studieren! ich habe es auch geschafft und im dez 07 mein 1.staatsexamen bestanden.
gut, es war nicht immer leicht und an manchen tagen habe ich es gar nicht geschafft zur uni zu fahren oder ich habe stundenlang im auto gesessen, weil ich einfach nicht aussteigen konnte.
trotzdem habe ich es geschafft, oft muss man wirklich einfach die zähne zusammen beißen, denn wenn man erstmal da ist, geht es meist besser.

man sollte es einfach immer wieder probieren, auch wenn man vlt. länger für sein studium braucht, als "gesunde".ich habe 2 semester länger gebraucht, aber das ist nicht schlimm, wichtig ist, dass man es durchzieht.

also, nur mut und ab zur uni...es kann so schön sein.

als kleiner tipp für den notfall habe ich immer bachblüten-notfalltropfen bei mir, die helfen mir schnell, wenn es mal gar nicht mehr geht.


alles gute und kopf hoch.

08.04.2008 13:16 • #7




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