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Hallo an alle Nachtschwärmer

Ich sitze hier gerade und weiß nicht wohin mit mir. Meine Katze leidet seit einigen Monaten an einer chronischen Niereninsuffizienz. Sie wird behandelt und war die letzte Zeit soweit topfit. Seit gestern geht es aber rasant bergab. Sie isst nicht und übergibt sich. Vom Tierarzt gab es spät abends (extra Hausbesuch) erstmal eine Spritze für die Nacht, morgen wird sie nochmal richtig untersucht und behandelt.

Ich habe so wahnsinnige Angst, dass es jetzt vorbei ist und sie nicht mehr lange lebt. Ich gehe ständig nach ihr gucken.
Gleichzeitig ertrage ich den Anblick nicht, sie ist so schlapp und abweisend, will nur ihre Ruhe.
Ich kann nicht schlafen weil ich jede Sekunde damit rechne, dass etwas passiert, sie sich z.B. wieder übergibt oder zusammenklappt oder was weiß ich alles passieren kann. Das ging alles so schnell, vor zwei Tagen war sie noch ganz normal. Jeder weiß, dass Tiere nicht ewig leben, aber ich bin gerade völlig überfordert und habe Angst vor dem was (vielleicht) kommt. Ich versuche mir einzureden dass sich auch eine chronisch kranke Katze mal einen harmlosen Infekt oder sowas eingefangen haben kann, aber ich gehe doch immer vom schlimmsten aus...

Ich habe eine generalisierte Angststörung und bin sehr empfindlich bei sowas. Im Alltag komme ich inzwischen einigermaßen klar,
aber das haut gerade wieder voll rein. Mir grummelt der Magen, mir ist schwindelig und meine Atmung spielt verrückt, muss laufend darauf achten nicht ins Hyperventilieren zu verfallen. Ich habe Angst, dass ich morgen nichtmal den Weg in die Praxis schaffe. Wie egoistisch ist das bitte von mir? Ich ärgere mich, weil ich ihr so nicht helfe, kann aber nicht aus meiner Haut, finde keine Entspannung und fühle mich wie in einer Dauer-PA gefangen.

29.01.2015 05:28 • 29.01.2015 #1


9 Antworten ↓


Hallo.

Wie alt ist deine Katze?

Ja, Tiere verlassen uns. Und waren vorher immer für uns da. Sei jetzt da für sie. Sie spürt deine Angst und zieht sich bestimmt auch deswegen zurück...
Sei da für sie. Begleite sie, wenn es ihr Weg zum Sterben ist. So traurig das ist, aber du würdest dir nie verzeihen wenn du jetzt nicht selbstlos für sie da wärest...

29.01.2015 08:51 • #2



Sorge um mein Tier

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nanetou
Hallo Mietzekatze,
ich kann das nachvollziehen, habe auch einen Kater mit Chronischer Nierenisufizienz. Ich habe auch große Angst vor das die Nieren komplet versagen. Mein Kater ist jetzt 14 Jahre. Ich habe mir geschworen wenn nichgs mehr geht, dann lass ich ihn gehen. Es ist wahrnsinnig schwer diesen Schritt zu gehen für mich ist es nicht das erste mal . Ich möchte ihn nicht unötig Quälen und sein Leben um ein paar Tage oder Wochen verlängern, das wäre egoistisch.
Wie alt ist deine Katze denn?
Muss sie sich immer noch übergebenen, oder liegt sie jetzt und schläft?
Atme erst mal richtig durch und setze dich einfach zu ihr, aber bedrenge sie nicht. Ich drücke dir die Daumen das die spritze Wirkung zeigt und sie sich wieder erholt.

29.01.2015 08:55 • #3


nanetou
Hallo Mietzekatze
wie geht es deinem kleinen Sorgenkind? Hat es sich gebessert?

29.01.2015 16:16 • #4


Icefalki
Leider sind die Nieren das Hauptproblem mit den Katzen.

Gib mir mal die Laborwerte von Harnstoff und Kreatinin.

Ich hoffe doch, sie bekommt schon ein Nierenfutter. Sollte sie noch bei dir sein, dann gibt es von der Firma Heel 3 homöopathische Mittel:
Coenzym compositum
Ubichinon
Solidago compositum

diese 3 Mittel zusammen mindestens 5 mal am Tag, oder öfters geben. Hol dir das in der Apotheke. da Nieren nicht mehr regeneriert werden können, muss man den Rest davon so lange wie es geht, erhalten.

Hast du einen ACE-Hemmer für deine Katze bekommen? wird bei Niereninsuffizienz eingesetzt, je früher, desto besser.

ich hoffe für dich, dass du sie noch ein bisschen behalten darfst.

Wenn es aber schon zu spät ist, dann darf sie über die Regenbogenbrücke in ein Land, ohne Schmerzen und Krankheit.
Sei dann für sie stark und begleite sie hinüber.

Viel Kraft wünscht dir

29.01.2015 18:44 • #5


nanetou
Wenn meine damalige Tieräztin meinem Kater keine Überdosis Antibiotikum verabreicht hätte dann hätte er nicht schon so früh ein Chronisches Nierenleiden. Mein dicki hat das ja schon seit ca.6 Jahren. Ich hatte die Möglichkeit sein altes Futter wieder zu füttern, da der Kalzium Phospor gehalt in dem Futter sehr niedrig war. Bis mitte letzten Jahres.
Die Nierenwerte haben sich verschlechtert, leider. Er wurde irgendwie immer dünner, das hat mich doch ziemlich beunruhigt, bin dann fix mit im zum TA. Ja und meine Vermutung lag richtig. Seit dem bekommt er strengste Niedendiät, bis ans Lebensende. Ich hole immer seine Nierendiät aus dem Frespf, das schmeckt ihm. Aber kein Trockenfutter, nur Nassfutter.
Ich musste meine 13 Jahre alte Hündin im August 2012 gehen lassen, das war für mich die Hölle. Sie hatte Krebs. Ich habe es für sie getan, ich konnte sie nicht leiden sehen, das tat unheimlich weh. Sie fehlt mir immer noch und das wird sie auch noch bis ans ende meiner Tage. Ich habe sie sogar Einäschern lassen. Das war mir wichtig. Schließlich war sie ja 13 Jahre lang meine treue Begleiterin.
Auch wenn du deine Mietze irgendwann gehen lassen musst, wirst du in diesem Moment stark sein, für deine Katze.

29.01.2015 20:05 • #6


Hallo ihr drei

Wir hatten über Nacht eine "Spontanheilung". Um 7 Uhr hockte sie noch herum und sah nicht sehr zufrieden aus, um 8 Uhr ging sie dann schon wieder futtern und eine Runde raus. Eine Stunde später kam sie dann von draußen reingerannt als wäre nichts gewesen und hatte einen Mordsappetit. Sie hat heute auch wieder komplett normal (naja, ich gebe etwas kleinere Portionen um den Magen nicht gleich wieder zu überlasten. Sie kommt aber dauernd mit in die Küche und will etwas....) gegessen und sich nicht übergeben, kuschelt ganz entspannt rum und ist aufmerksam. Wäre ich gestern nicht hier gewesen, würde ich nicht glauben, dass sie den Tag vorher so schlecht drauf war.

Bin dann natürlich trotzdem zum Tierarzt. Er meinte ihre Blutwerte sehen ganz ok aus (sie ist übrigens ca. 13. Ich habe sie seit 10 Jahren, das genaue Alter kenne ich leider nicht. Der TA hatte sie letztes Jahr auf 8 geschätzt [bis auf die CNI], aber das kann ja nicht sein ). Er sagte es gäbe Katzen, denen geht es schon mit "ok-en" Werten schlecht und andere haben schlimme Werte und wirken normal, deshalb könnte man nie sagen "Ab Wert soundso kommt das Brechen von der CNI". Er vermutet aber, dass es was anderes war, für so einen Kotztag waren die Werte wohl zu gut. Nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich. Die Blutwerte habe ich mir leider nicht geben lassen, werde ich auf jeden Fall noch tun. Ich verlasse mich nicht gerne auf solche Aussagen sondern habe die Werte Schwarz auf Weiß vor mir, aber vorhin war ich einfach durch den Wind und habe alles vergessen. Nierengerechtes Futter etc. bekommt sie natürlich alles.

Zähne etc. waren ansonsten ok, Bauch nicht hart oder schmerzempfindlich, Rachen minimal gereizt vom Brechen, keine Dehydrationsanzeichen. Sie hat auch viel Gras gefuttert, das habe ich erst vorhin gesehen. Daher wohl das Brechen. Nur ist die Frage eben, warum sie es gegessen hat - Übelkeit? "Normales" Grasfressen ufert ja eher nicht in einen ganzen Kotztag aus.

Hmmm... Ich bin jetzt erstmal erleichtert, dass Tag X noch nicht da ist. Aber wirklich entspannt kann ich trotzdem nicht sein...
Es kommt unweigerlich auf mich zu. Ich weiß nicht, ob ich dann stark sein KANN. Aber der Gedanke sie allein mit dem Tierarzt und meinem Freund zu lassen, nur weil mein Körper streikt, nein das will ich auch nicht.

29.01.2015 20:07 • #7


Wie äußert sich die CNI bei eurem Katzen so im Alltag?
Meine ist heute wie gesagt wie ausgewechselt. Gerade ist sie nur genervt, dass sie immer zur Tür geht und dann eisiger Wind und Schnee entgegenkommt, weshalb sie wieder umdreht und innen spielen will
Komisch ist das...

29.01.2015 20:12 • #8


nanetou
Man, da bin ich aber erleichtert.
Meiner futtert immer ganz gerne, insgesamt habe ich drei Katzen . Angefangen hatte es damals direkt nachdem wir vom TA kamen. Erbrechen, totale Benommenheit, er sackte immer wieder in sich zusammen. Das war übrigens die 2 Spritze Langzeitantibiotikum innerhalb von 2 tagen. Ich rief beim TA an und sagte denen was mit meinem Katerchen los sei, daraufhin meinten sie das wäre vom Antibiotikum, das lege sich wieder. Es wurde immer schlimmer, ich dachte er stirbt. Hab mir den Kater geschnappt und ab zum TA. Da hieß es dann Plötzlich akutes Nierenversagen. . Er bekam sofort Infusionen. Die Blutuntersuchung bestätigte die Diagnose.
So weit ist es bis jetzt zum Glück nicht wieder gekommen. Ich hoffe das bleibt auch noch lange so.
Seit letztem Jahr hat er an Gewicht verloren, der TA hat festgestellt das die Nierenwerte sich verschlechtert haben. Im Moment gehts ihm ganz gu, keine erbrechen nix. Anfang Januar musste ihm ein Zahn gezogen werden, er hatte ne dicke Entzündung im Maul. Danach musste er auch wieder Antibiotikum bekommen, ist bei CNI Katzen ja nicht gerade gesundheitsfördernd. Er bekam dann eins was nicht über die Nieren ausgeschieden wurde, sondern über die Leber. Fand ich auch nicht prickelnd, aber ging ja nicht anders.

29.01.2015 20:51 • #9


nanetou
Wenn so ein Schweinewettee ist wie heute, dann muss er im Haus bleiben. Ich hab immer Angst das er sich noch ne Nierenetzündung, oder was mit der Blase holt

29.01.2015 20:54 • #10



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