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Tina67

Tina67
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Ich war gerade 18 als es bei mir ausbrach,hatte gerade meine Lehre abgeschlossen.Ich musste schon früh verantwortung übernehmen und nach Abschluss meiner Lehre dachte ich;so jetzt bin ich dran..und bääähhmm da war sie denn aufeinmal die Ängste die Panikanfälle,bin dann ins Krankenhaus gegangen und habe da um hilfe gebeten und ich sage es euch..die haben gesagt die können mir nicht helfen.Da stand ich nun;hatte keine Unterstützung ..auch nicht von meiner familie; naja und ihr kennt es ja ,dann ist man nur am vermeiden, es war dann irgendwann so das ich nicht mal mehr meinen Müll rausbringen konnte und niemand war da.
irgendwann besuchte mich eine Nachbarin, der ich das dann erzählte,sie ging dann für mich einkaufen und dann habe ich es so gemacht das ich ihr immer ein stück entgegen gegangen bin...bis ich dann auch im Laden stand.Von da an ging es dann etwas berg auf, aber immer wieder mit Rückfällen begleitet.Habe es bis jetzt auch nicht geschafft mein Viertel hier zu verlassen und das seit fast 30 jahren.

30.09.2015 #1


87 Antworten ↓
Schogette

Schogette
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Ich war auch schon soweit. Konnte kaum noch vor die Tür gehen...

Aber geh mal ganz anders an die Sache ran. Ich würde an deiner Stelle etwas "geplanter" an die Sache rangehen.

z.B: In kleinen Schritten.

Frag dich selber:

> Welche Situationen machen mir keine Angst ?
> Welche Situationen machen mir etwas Angst ?
> Welche Situationen machen mir viel Angst?
> und welche Situationen machen mir soviel Angst, das es unmöglich ist dies zu tun ?

Sozusagen machst du dir selbst eine Angstskala von 1-10 (1 easy - 10 unmöglich)
Dann gehst du einfach an 3-4er Situationen ran. Dinge die du von deiner Selbsteinschätzung schaffen kannst. Wenn du diese kleinen Situationen schaffst, werden die nächsten Situationen einfacher. D.h. deine Angstskala verkleinert sich stetig.

Das Dauert lange, aber es vergrößert deine Lebensqualität. Planung ist meiner Meinung nach wichtig. Dinge die du "realistisch" schaffen kannst angehen. Die 10er Situationen vergiss erstmal. Die sind nicht wichtig.

Bei mir war es so:
>Vor die Tür > An die Strassenecke stellen
>Dann ins Kiosk
>Dann einen Spaziergang
>Dann wieder ins Auto 2 Straßen fahren, 4 Straßen fahren, durch die Stadt fahren.
>Dann einkaufen > Kino
>Dann Landstraße fahren, Autobahn usw... (Das war für mich am Anfang ein 10er Ding...sozusagen unmöglich)

Nur so hab ich das geschafft und bin immer noch an vielen Situationen dran (Hochhäuser, Felder usw...ganz schwierig bei mir.). Es gibt natürlich auch noch die Extrem-Variante direkt in die stärkste Angst reinzugehen. Ich rate davon allerdings ab, da bei Misserfolg ein Rückschlag kommt und die Angst noch größer wird. Da muss man auch richtig Kraft für haben.

Achso und wichtig: Du musst dir klarmachen, das bei jeglichen Panik-Training auch mal ein Rückschlag kommt (Schlechter Tag, Stress, Ärger usw...). Das ist normal. Aber dann versuch die bestehenden Situationen zu halten. Sprich nicht vermeiden was du schon kannst. Dann kannst du den Rückschlag sozusagen abfangen und etwas später weitermachen.

Hoffe ich konnte helfen. Und nicht aufgeben Smile

07.09.2015 12:29 • x 1 #61


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Seit fast 30 Jahre

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Icefalki

Icefalki
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Du kannst mal in den Ratgebern gucken, da ist es noch besser beschrieben. Aber mal auf die schnelle:

Um überleben zu können, brauchen wir die Angst. Die macht uns schnell, um auf eine Gefahr reagieren zu können.

Es heißt also: kämpfen oder flüchten. Dazu gibt es z.B..das Adrenalin, und das unser Körper herstellen kann. Bei Gefahr wird das bereitgestellt. Das bedeutet wir werden wachsam, der Herzschlag beschleunigt sich, Atem wird schneller, Muskulatur macht sich bereit, selbst Blase und Darm können sich entleeren, damit die Flucht, oder der Kampf gelingen kann.

Bei einer angststörung passiert das gleiche, nur gibt es keine wirkliche Gefahr. Und das ist der Mist bei der ganzen Sache. Da man also total überrumpelt wird, meint man sterben zu müssen und fühlt den Körper, weiss aber nicht, was da passiert.

Dadurch auch immer die blöden Symptome. Und die sind schrecklich..

Und da man sich so schrecklich fühlt, bleibt diese Angst im Körper drin. Das Adrenalin wird nicht abgebaut, bzw. man macht Örtlichkeiten, Situationen dafür verantwortlich und meidet sie.

Und wenn man Pech hat, bekommt man bald überall diese Angst. Und die Angst vor der Angst.

Ist aber nur Chemie, wenn man es genau nimmt.

Die Frage ist nach dem warum? Und das ist dann ein Riesenthema. Und darum muss man sich sehr damit beschäftigen.

Es verstehen wollen. Dann liegt es an deinen Möglichkeiten, wie du damit umgehen kannst. Manche erlernen Mechanismen, die Angst zu beherrschen, medis helfen auch, dann die Hintergründe zu entdecken, warum die Angst das Leben bestimmen will.

Aber das alles ist viel Arbeit, die sich aber lohnt.

Frag ruhig nach, hier gibt es viele "Experten" auf diesem Gebiet.

Wenn du willst, helfen wir dir gerne auf diesem Weg.

02.09.2015 23:48 • #25


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T
Hallo Tina,
Willkommen.
Was willst du in Zukunft an deinem Leben ändern?

#2


T
oder gefällt dir dein bisheriges leben und du wolltest dir einfach mal Luft machen?

#3


Tina67
natürlich möchte ich es schaffen wieder unternehmungen zu machen ausserhalb meines Radius,ich kann mich einfach nicht durchringen mich der Angst zu stellen,es war schon so oft ,kennt man ja

#4


Vergissmeinicht
Hey Tina,

Du hast jetzt zweimal den gleichen Thread. Würde Dir empfehlen nur auf einen zu antworten, sonst kommst Du nachher noch selber durcheinander und für uns als User ist es auch nicht hilfreich Confused

#5


Tina67
Hallo Vergissmeinich,
tut mir leid,ich finde mich hier noch nicht so zurecht... schäm
Liebe Grüße Tina

#6


Vergissmeinicht
Schon ok; wollte es Dir nur so schreiben Very Happy

#7


Tina67
danke das ist sehr nett von dir Wink, ist alles noch sehr fremd für mich hier,habe und hatte nie jemanden mit dem ich über meine Ängste mich so austauschen konnte

#8


K
Tina,ich habe auch Zeiten gehabt ,wo ich nicht aus dem Haus konnte.
Das ist vorbei.
Ich kann heute sogar weit weg fliegen.

In der Klinik, in der ich war, musste ich am ersten Tag für die Therapeutin ins Dorf laufen und Niv.Creme kaufen.
Ich habe vor Angst geheult.
Die Therapeutin hat auf den Koffer gezeigt und mir war klar ,wenn ich das verweigere muss ich nach Hause.
Dieser Weg ins Dorf ,er war schrecklich.

Aber,
er war auch meine Befreiung.
Es gab keinen anderen Weg aus der Vermeidung als diesen.
Üben ,üben und nochmal üben.

Die alles Gute
Kaffeebohne

#9


Tina67
Hallo Kaffeebohne,
Ich weiss,wie recht du doch hast,ich glaube ich habe mich wohl mit meiner Situation angagiert und bin trotzdem so unglücklich damit,es ist wohl weil ich damals als es anfing niemanden hatte und jetzt bin ich wohl dem allem müde gegenüber geworden; wenn ich das alles lese was ich hier alles schreibe, spüre ich ...ich bin eine Meisterin im vermeiden..ist ironisch gemeint

#10


Icefalki
Tina, hast du in den ganzen Jahren keine Hilfe geholt?

Und von was lebst du? Bin nur neugierig.

#11


K
Tina ,dann ist das deine Entscheidung.
Unglücklich und sich abgefunden.

#12


Tina67
Doch...War doch gleich als es anfing ins kh gegangen,sagten mir Sie könnte mir nicht helfen und andere Therapien gemacht, haben mich alle nicht weiter gebracht,ich muss auch zugeben das es sehr schwer ist mich zu erreichen;meine jetzige Therapeutin hat mich erreicht nur leider drücke ich mich vor der Exposition;ich bin jetzt seit jahren Erwerbsunfähig.

#13


Icefalki
Tina, welche Diagnose wurde da gestellt?

#14


Tina67
Damals nannte man es Angstneurose,hatte Medikamente bekommen und benötige jetzt nur noch ein antideppresivum.
Ich fühle mich als wenn ich die ganzen Jahre im Knast saß und jetzt nicht mehr ins Leben draussen gehen mag..traue mich nicht.
Och fühle mich nicht unterstützt,da ich keinen Partner und Familie habe.
Ich hoffe ich ziehe euch nicht runter...

#15


Icefalki
Mich zieht das nicht runter.

Natürlich bist du im "Knast". Aber die Frage ist, welchen Radius würdest du gerne haben?

Und was tust du gegen deine Isolierung?

#16


Tina67
Ich würde gerne wieder mit Bus und Bahn fahren können,schwimmen ins Kino ect machen.
Bis jetzt mache ich das beste aus meinem Leben, denke immer positiv aber nur solange bis es heisst an meine Ängste zu gehen (das habe ich schon gemerkt)Ich kann es mir einfach nicht vorstellen wenn ich mich ihr stelle das es besser wird

#17

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K
Mich zieht das auch nicht runter .
Warum auch.

Es gibt keinen anderen Weg ,als sich der Angst zu stellen.

#18


Icefalki
Tina, Konfrontation bedeutet, dir Stück für Stück Lebensqualität zu holen.

Ich habe das damals gemacht, zwar unbewusst, und auch mit Vermeidungen, aber es ging halt irgendwie. Und die Angst hat mich 17 Jahre begleitet. Dadurch konnte ich arbeiten, Familie versorgen, einen relativen Freiraum haben. Aber jeder Veränderung hat mich aus der Bahn geworfen. Immer und immer wieder. Daher kenne ich das sehr gut.

Erzähle uns mal, welche Angst du hast, was dir bei der Konfrontation passieren könnte.

#19


Tina67
Hallo Icefalki,
ja was kann passieren in der Konfrontation,das ich diese Angst nicht aushalten kann und sie nicht weniger wird.Ich nehme gerne Tipps entgegen und danke das ihr ein Ohr(Auge ) für mich habt;
Bin hier wirklich sehr gerührt und habe tränen in den Augen

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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