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Mein Name ist Petra. Bin 41 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 21, 17 und 16 Jahren. Ich leide seid der Geburt meines ältesten Kindes vor 21 Jahren an PA. Diese PA sind psychosomatisch bedingt.
Ich freue mich ein Forum gefunden zu haben um mich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

LG Petra

20.08.2010 14:19 • 22.08.2010 #1


6 Antworten ↓


jadi
hallo petra und willkommen....was hast du alles in den 21 jahren gegen deine symptome gemacht?lg jacky

20.08.2010 14:30 • #2



Psychosomatische Panikattacken nach Geburt des Kindes

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Hallo,

erstmal bei den Lebensumständen die sich so im Leben ergeben wurden die Symptomatiken immer schlimmer. Ich wurde schirr verrückt vor lauter Angst, ich sterbe und das jeden Tag. Von Herzschmerzen, Halsenge, Globusgefühl, Angst vor Ersticken, Muskelverspannungen,Ameisenlaufen immense Schlafstörungen morgens nicht mehr aufzuwachen etc..etc..Therapien/Sitzungen habe ich gemacht die mir nach meiner Wahrnehmung überhaupt nicht geholfen haben. Für einen Klinikaufenthalt war ich "zu gesund". Man hat mich nicht genommen nach den Vorgesprächen. Mein Umfeld habe ich auch zur Verzweiflung gebracht, sie konnten mit meinen Ängsten nicht umgehen und haben sich von mir distanziert; traurig aber wahr.
Habe lange Antideppresiva genommen. Wie sie alle heissen weiss ich nicht mehr. Das beste aus meiner jetzigen Sicht und für mich sehr verträglich war Mirtazapin davon allerdings nur 15 mg und das nur Abends einnehmen eine halbe Stunde vor zum Bett gehen. Hat mich in meinem Alltag nicht beeinflusst und ich stand auch nicht neben der Spur. Habe eine sehr innere Ruhe gefunden. Bei den anderen Antid. bekam ich starke Nebenwirkungen. Ich bin auseinandergegangen wie ein Hefekloss und fühlte mich damit auch nicht glücklich.
Habe soviele Ärzte und Untersuchungen durch gehabt, organisch alles in Ordnung. Nach einem wiederholten Arztwechsel kam endlich mal jemand darauf, mich zum Radiologen zu schicken damit mal meine Schilddrüse untersucht wurde. Denn ich habe nicht gewusst das o.a. Symptomatiken auch bei einer Schilddrüsenerkrankung vorkommen können. Kropfbildung oder dergleichen hatte ich nicht. Das hätte ich optisch gesehen. Hmm..warum man das nicht bei den etlichen Blutabnahmen nicht untersucht hat ist mir schleierhaft.
Ja, die Schilddrüse ist krank. Ich muss jeden Tag Thyronojod 125 mg nehmen vor dem Frühstück. Ferner habe ich meine Ernährung in ballaststoffreiche Kost umgestellt.
Nach vierwöchiger Einnahme der Jodtabletten hatte ich endlich Erleichterung von meinen psychosomatischen "Krankheitsbildern". Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch.
Konnte wieder bewusst am Leben teilnehmen. Horsche nicht mehr ständig in mich rein oder untersuche meinen Körper nach irgendwelchen Knoten oder Veränderungen.

Aber je nach Stressfaktor kommen auch wieder psychosomatische Beschwerden. Allerdings kann ich jetzt besser damit umgehen. Ich mache mich nicht mehr selber verrückt und renne auch nicht mehr voller Unruhe in der Wohnung hin und her. Denn: Ich habe nichts. Das rede ich mir dann ein. Es ging schon soweit das ich meinen Körper gehasst habe da ich täglich mit diesen Symptomatiken zu kämpfen hatte. Das Mirtazapin ist mit Absprache des Arztes für mich nur noch eine Bedarfsmedikation. Meine Psyche weiss "Da liegt es". Das entpannt mich auch ungemein. Bis jetzt brauchte ich es nicht einzunehmen; habe es bis jetzt immer so hinbekommen, wenn ich mal wieder eine PA bekomme lenke ich mich ab und schau mir fröhliche Filme an, fahre zu meinem Pferd, gehe unter Menschen (was lange Zeit auch nicht ging; noch nicht mal einkaufen). Da bekam ich auch PA

Puuhh langer Text..wenn Du noch Frage hast, gerne.

20.08.2010 18:45 • #3


jadi
uiuiui das hört sich alles sehr hart an.......... und ja man hätte schon vorher mal auf die SD kommen können...ich war am anfang meiner PAs auch ultraschal machen lassen und habe etliche bluttests durch...auch SD doch leider ist wohl meine gesund........und ich habe die PAs nicht krankheitsbedingt.....du ja und jetze wo deine SD behandelt wird gehen sie natürlich nicht weg weil dein körper sie als normal empfindet du hast dir quasi die angst anerlernt.aber so wie ich lesen kann bist du auf einem guten weg.du lässt sie zu...bewertest nicht mehr alles über ...das ist super und genau der richtige weg.............ich hoffe manchmal noch insgeheim das sie doch mal was organisches finden bei mir was das alles auslöst...........und dann bekomm ich medis und fertig.aber dieses wunschdenken haben viele von uns........und wir alle müssen den weg gehn ob organisch oder nicht und uns die angst wieder abgewöhnen.......und das geht nur mit zulassen......ich wünsch dir alles gute du bist auf einem guten weg.lg jacky

20.08.2010 19:55 • #4


Vielen, lieben Dank für Deine freundlichen Worte. Wenn ich die Angst nicht zulassen würde, hätte ich längst suizid begangen oder man hätte mich in eine geschlossen gesteckt. Was für mich auch sehr prägend war ist die Situation beim FA gewesen. Ich erzählte ihm von meiner Angst, das ich mir einbilde Krebs zu haben in der Brust. Er schrieb auf die Überweisung: CA Phobie..soweit ist es also schon mit mir gekommen dachte ich. Die Mammographie hat keinen Befund ergeben, sowei der Abstrich "Der Neue" den man für 50,00 Euro selber zahlen muss, dort werden die Zellen nochmal einzeln zerlegt und untersucht, (hat drei Wochen gedauert) und auch hier ist nichts von Krebszellen gefunden worden. Was mich natürlich sehr gefreut hat. Nun ja..Vorsicht ist besser als Nachsicht und wieder hat die "Angst" an Krebs erkrankt zu sein gesiegt und
mich beim Facharzt vorstellig werden lassen. Ich wollte einfach nicht mehr das meine Ängste mein Leben beherrschen. Und ich ständig von Arzt zu Arzt rennen möchte da eh nichts dabei rumkommt und ich gesund bin. Was ich natürlich sehr begrüsse. Es kommen zwar halt hier und da Ängste hoch, jedoch kann ich jetzt besser damit umgehen und verfalle nicht mehr in Panik wie es früher war. So ganz werde ich davon nicht befreit sein. Damit habe ich mich auch abgefunden.

21.08.2010 12:34 • #5


Hallo Monti

Auch von mir ein herzliches Willkommen. Mir wurde auch in diesem Jahr die Schilddrüse untersucht und bin ein Grenzfall, mein Hausarzt meinte dazu nur ich wäre kein Neuwagen mehr (bin 39). Wenn ich nicht so Probleme mit dem rausgehen hätte, wäre ich schon zu einem Facharzt gegangen, aber dazu fühle ich mich nicht in der Lage. Ich habe übernächste Woche einen Termin bei meinem Gyn. das erste mal seit ich die PAs habe, ständig habe ich die Termine abgesagt, aber wenn ich jetzt nicht gehe bekomme ich die Pille nicht mehr verschrieben. Auch hier werde ich dann mal wieder alles zur Sprache bringen.
Warte auf ein Wunder der mir den Tip geben kann.


Lg Tatjana

22.08.2010 08:14 • #6


Hallo Tati1,

ganz ehrlich. Das Gespräch beim Gyn. über meine Ängste das ich mir sämtliche Krankheiten einbilde hat mir persönlich viel mehr gebracht als die ganzen Gesprächstherapien bei den Therapeuten. Vielleicht lag es auch daran, das der Gyn schon älter ist und ich nicht so die Scheu hatte ihn von mir und meinen Ängsten zu erzählen. Er hat sich sehr, sehr..viel Zeit genommen. Das tat auch meiner Seele gut. Da fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Und wenn was ist, solle ich anrufen, dann bekomme ich auch sehr schnell einen Termin oder wie ich möchte auch ein Gespräch am Telefon. Er ist so anders wie die Ärzte die ich sonst in meinem Leidensweg kennengelernt habe. Hatte die Wahrnehmung ich werde nicht für so ganz "voll" genommen. Und es gab stets und ständig nur irgendwelche Medis die ich in der Hoffnung einnahm endlich von den Symptomatiken befreit zu werden. Manche Medis haben auch hier das
Gegenteil bewirkt. Mir ging es statt besser immer schlechter.
Auch wenn ich meinen Eisprung (Mittelschmerz) der sehr heftig auftritt jeden Monat bekomme habe ich mir eingebildet mein Blinddarm platzt. Hallo ?!! den habe ich bereits seid 1987 draussen. Oder bekäme einen Darmverschluss. Mein Problem ist auch, das ich von Beruf Krankenschwester bin; hier höre/hörte ich noch viel intensiver auf meine Symptome.In diesem Beruf kann ich aufgrund dessen nicht mehr arbeiten. meine Ängste stehen/standen mir selber im Weg.

Ja, die Schilddrüse..kann einen auch richtig krank machen. Morgen z.B. habe ich wieder einen Termin. Früher habe ich tagelang unter Durchfall, Atemnot, Enge in der Brust gelitten Angst einen HI zu erleiden, das ich meinte ; jetzt wirst Du aber sterben, wenn ich wusste wann ich den nächsten Termin habe damit die Schilddrüse kontrolliert wird. Hmm..was wird der Radiologe denn finden, kalte oder warme Knoten..muss die SD doch operiert werden?!? Quälende Gedanken und die Angst, was kommt bei der Untersuchung raus? Das hat mir wieder Halsenge bescherrt. Vom Zittern und Schweissausbrüchen ganz zu schweigen.

Ich muss mich zwingen meinen eigenen Schw..hund bekämpfen die Untersuchung muss ein.
Habe auch hier mit dem Doc. meine Angst besprochen und es wird dort auch sehr gut auf mich eingegangen. Was mir auch sehr entgegen kommt. Letztens habe ich geschlagene, gefühlte 15 Minuten vor dem Eingang verbracht. Ich hatte nicht den Mut die Schwelle zur Praxis zu übertreten. Ich war wie gelähmt und blockiert vor lauter Angst. Bildete mir auch wieder ein zu hyperventilieren. Schon war der Teufelskreis wieder da. Habe es letzlich doch geschafft in die Praxis zu kommen, obwohl mir echt speiübel war. So kam auch das Gespräch mit dem Doc zustande. Und rausgekommen ist auch hier wieder nichts. Bin mit der Dosis gut eingestellt.
Morgen werde ich versuchen es garnicht so weit kommen zu lassen. Nehme meinen Mann mit der immer in der Nähe ist. Er hat die Ruhe weg, was auch mir sehr gut tut.

22.08.2010 11:07 • #7





Dr. Hans Morschitzky