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F
Hallo ihr,

Ich hab hier gestern schon gesessen und nen kleinen Aufsatz verfasst, mich dann aber doch umentschieden und das ganze wieder gelöscht. Jetzt muss ich aber doch mal um Rat oder Zuspruch bitten, oder was auch immer.. So ganz genau weiß ich das irgendwie gar nicht.
Worum es im Groben geht, sagt ja schon die Überschrift. Bevor ich ausführlicher werde, fass ich mich mal kurz zusammen: Agoraphobie/generalisierte AS mit Panikattacken seit etwa 8 Jahren. Allerdings niemals Krankheitsängste gehabt oder körperliche Symptome (außer eben in akuten PA und Angstzuständen natürlich). Ich hab normalerweise kein Problem, wenns mal hier zwickt und zwackt, also ist das jetzt tatsächlich ne relativ neue Situation für mich.

Zum Problem:

Ich hab seit etwa einer Woche abends im Bett permanent ein Kribbeln im Bein, als ob es einschlafen würde. Wirklich nur abends und nur das rechte. Habe mir nichts weiter dabei gedacht, son Bein kann ja mal einschlafen. War aber schon nervig, weil ich so schlecht einschlafen konnte. Kribbelnde Gliedmaßen beunruhigen mich eigentlich nicht besonders, weil ich zb vor ein paar Monaten in der Hand ständiges Kribbeln hatte (wovon ich nachts und morgens sogar wach wurde) und der Verdacht auf Karpaltunnel-Syndrom im Raum stand, aber war dann eben wieder weg und deswegen hab ichs nicht weiter verfolgt oder beachtet.
Jetzt ists so, dass ich vor 2 Wochen Physiotherapie verschrieben bekommen hab, weil meine Schulter einen weg hat und als ich da morgens hin bin, kribbelte mein Bein schon wieder. Es hatte sich jetzt also von nur abends auf ständig verlagert. Fand ich ärgerlich und komisch, aber ich dachte halt, vielleicht wirds einfach schlecht durchblutet grade, in 2 Wochen haste ja nen Arzttermin, kannste ja mal ansprechen. Meinen Termin bei der Physio hatte ich um 9, danach war ich zum Blutabnehmen beim Hausarzt (die checken jeden einmal pro Quartal durch) und bin dann nach kurzem Einkauf nach hause gegangen. Da war es dann ca halb 11. Und da nahm das Drama dann seinen Lauf. Ich hatte das Gefühl, als würde ich vom Sport kommen, weil mein Herz gefühlt am rasen war ohne Ende. Da dachte ich noch, das kommt vom Einkäufe tragen, Treppen hochschleppen, geht gleich wieder. Ruhst dich kurz aus und trinkst nen Schluck. Nun, es hörte nicht auf, also wirklich überhaupt nicht. Als ich gestern schonmal hier schreiben wollte war es fast 17 Uhr und da pochte mein Herz immer noch bis zum Hals und ich war echt tierisch angepisst
Jedenfalls häuften sich die Symptome dann ein wenig. Ich hab ebenfalls seit ca einer Woche tagsüber hin und wieder sonen Sekundenschwindel, den hatte ich das letzte Mal, als ich vor ein paar Jahren ein AD ausschleichen musste. War aber auch nix, was mich groß behindert hätte. Doch jetzt war es eben alles auf einmal: Mein Herz fühlte sich an, als würde es grade auf Höchstleistung arbeiten, mir war alle paar Minuten schwindelig, ich war wahnsinnig zittrig, selbst beim Atmen hab ich dieses Zittern gemerkt, ich war richtig matschig im Kopf und meine ganze rechte Seite fühlt sich leicht taub an. Wollte meinen HA anrufen, eigentlich nur um zu fragen, ob die evtl Ultraschall von den Arterien/Blutgefäßen generell im Bein machen würden, weil mir der Gedanke kam, dass es vielleicht was mit Krampfadern zu tun haben könnte (liegt in der Familie/mir wurde vor ein paar Jahren schon gesagt, dass ich wohl dazu neigen würde). Aber konnte ich gar nicht, ich war so matsch im Kopf, ich hätte keinen graden Satz zustande gebracht und hab gleich wieder aufgelegt.

Das klingt auch für mich alles nach ner klassischen Panikattacke. Das Ding ist, ich hatte aber keine Panik. Ich mein, ich weiß ja wie sich ne PA anfühlt und die Angst in dem Moment Aber da war nix. Klar, es hat mir irgendwie Sorgen bereitet, dass da jetzt alles in mir offenbar verrückt spielte, aber ich hatte keine Angst im üblich gestörten Sinne (ihr versteht denke ich, was ich meine).
Ich bin auch normalerweise echt nicht der Typ für psychisch bedingte körperliche Symptome und ich neige auch nicht zur Dramatisierung von Schmerzen oder Symptomen, sondern bin da absolut entspannt.
Um mein Verhältnis zu meiner Gesundheit/meinem Körper mal kurz zu beschreiben: Ich denke mir bei Beschwerden nie, dass ich schlimm/ernsthaft krank bin. Wenn ich Unterleibschmerzen hab, dann denk ich mir, dass meine Periode ansteht, wenn ich Halsschmerzen hab, kündigt sich ne Erkältung an usw. Und mir wurden schon so oft Horrordiagnosen genannt, die eventuell sein könnten, dass ich vieles nicht mehr Ernst nehme, was die Ärzte sagen.
Beispiel: Vor ein paar Jahren stimmten meine Blutwerte nicht, mögliche Ursache vom Arzt genannt: Nebennierentumore. Da war es aber schon so, dass mir diese Horrorszenarien von den Ärzten derartig auf den Keks gingen, dass ich mir sehr sicher war, dass auch da nichts sein würde. Genau wie zuvor bereits beim Thema Leukämie, Tumore auf den Eierstöcken usw.. Mittlerweile fällt es mir auch schwer einzuschätzen, ob es wirklich gefährlich werden könnte, oder wieder nur Panikmache ist (die jedenfalls so bei mir ankommt). 2011 wurde beim MRT in meinem Hirn eine kleine Veränderung festgestellt. Die Ärzte meinten ich soll zur Abklärung/Beobachtung 3 oder 6 Monate später nochmal in die Röhre. Nun.. da war ich bis heute nicht mehr. Ich hab halt die Denke wenn es gefährlich wäre, würde ich entweder mittlerweile was davon merken oder ich wäre schon tot.

Und so hab ich das mit dem Bein auch gesehen, bis ich vorhin endlich meinen HA erreicht hab x) Ich wollte irgendwie doch nicht bis in 2 Wochen warten, weil ich nicht einschätzen konnte, wie gefährlich das doch sein könnte, falls wirklich was ist. Ich fragte nach dem US im Bein, weil es ständig am kribbeln/einschlafen sei und da sagte die Sprechstundenhilfe Wegen Thrombose oder was? Ne, da kannste nicht so lange warten. Dann komm mal morgen gegen 12 vorbei.
BÄM. Thrombose, ich hab eigentlich keine Ahnung was das ist, ich les hier nur immer wieder, dass manche Angst davor haben und da ich kein Symptome/Krankheitsgoogler bin, weiß ich nicht, was los ist. Und grade jetzt will ich das auch gar nicht googlen, weil ich mich nicht weiter bekloppt machen will. Zumal es mir jetzt, im Vergleich zu gestern jedenfalls, wieder relativ normal geht. Gestern wusste ich mir nicht anders zu helfen, hab mir ne Tavor eingeworfen und mich hingelegt, 4 Stunden geschlafen und da war es auch schon ein bisschen besser. Und nun muss ich noch 24 Stunden rumkriegen, ohne mich verrückt zu machen.
Die Gedanken kreisen jetzt natürlich, ob psychosomatisch oder wirklich krank, weil das eben sehr untypisch ist für mich und auch zu einem Zeitpunkt wäre, wo es sowas von keinen Sinn ergibt.
Mich macht es stutzig, weil es eben 1. wie gesagt nicht üblich für mich ist, 2. weil ich keine Panik hatte, was irgendwie auch nicht für eine Panikattacke spricht und vor allem 3. weil es mir seit Herbst eigentlich so gut geht, wie ewig nicht mehr. Ich arbeite seit November (immerhin) 1x die Woche, ich bin gut drauf, ich hatte lange keine PA mehr und kürzlich hab ich mich das erste mal seit über 4 Jahren wieder mit einem Mann verabredet, was mich unglaubliche Überwindung gekostet hat und für mich ein riesen Schritt war. Ich wurde kürzlich sogar beim einkaufen und auf der Straße von wildfremden Leuten angesprochen, von wegen man würde mir anmerken, dass mir grad die Sonne ausm A*sch scheint (nicht wörtlich natürlich, aber in dem Sinne). Und so wars auch eigentlich, mein Vater war die Tage hier und fragte auch, ob was passiert sei, ich würd so frisch aussehen. Das geht natürlich runter wie Öl Und dann so völlig aus dem nichts diese komischen Symptome? Ich verstehs echt nicht und es geht mir furchtbar auf den Keks. Ich hab Sorge, dass mich das so zurückwirft und ich wieder da stehe, wo ich vor nem halben Jahr stand: komplett arbeitslos, ohne sinnvolle Beschäftigung, von jeder Kleinigkeit gestresst, soziale Kompetenzen verkümmern wieder.. Das will ich nicht... Und in solchen Momenten sind die depressiven Verstimmungen eben auch nicht mehr weit (ich fühl mich vom Leben verarscht und so weiter), da hab ich echt keinen Bock mehr drauf.

Wie kommt man in solchen Momenten wieder runter? Ich habs gestern mit Tee trinken versucht, ich hab nix gemacht, was mich irgendwie stressen könnte, Muskelentspannung usw, aber irgendwie hat mich das kein Stück weiter gebracht, weshalb ich dann das erste mal seit Monaten auf die Tavor zurückgegriffen hab. Gestern hab ich auch ungelogen das allererste Mal in meinem Leben meinen Puls gemessen, weil mich das so irritiert hat mit dem Herzrasen, der lag bei 90. Betrete ich grad ein neues Level der Angststörung?
Danke fürs lesen..

02.02.2016 12:44 • 02.02.2016 #1


7 Antworten ↓


Maldur
krass, ich finde mich gerad so derbe in deinem geschriebenen wieder. auch ich hatte gestern seit langem mal wieder einen panikschub, auch ohne erkennbaren grund. auch das mit dem bein kenn ich so ähnlich, meins schläft nicht ein, aber es zwickt ab und an, als wenn da nen muskel verhärtet ist oder so (nur, das is seit monaten so, und bei belastung im gym oder so kein problem) und wenn ich im bett liege oder lange sitze dann fühlt es sich an, als wenn sich was stauen würde, aber eher im muskel nicht aderntechnisch, kp wie ich es beschreiben soll^^

aber gestern abend, keine ahnung, ich fühlte mich den ganzen tag schon nich so super. vll lags am wetter. aber insg is meine situation auch unbefriedigend weil arbeitslos und die absagen reinflattern. das spielt sicher auch mit rein. nur gestern, dass war wieder so nen panischub, so aus dem nichts, wie so wellen der angst die durch meinen körper fluten, ich kann richtig spühren wie es von den füßen hochkommt bis zum kopf und wieder runter geht. 2012 bin ich deswegen so durchgedreht das ich im krankenhaus landete und dort trotz viel diazepam nicht wirklich ruhig wurde. gestern hatte ich schon 5 min bevor es los ging ne tavor genommen, die wirkte danna uch bzw. mir war bewusst, dass es nun ein panikschub war, ich ließ mich drauf ein und versuchte nicht innerlich zu jammern oder alles zu verteufeln sondern mir klar zu machen, dass das wieder vorbei geht und ich weit mehr ahnung von der thematik habe als noch 2012 und die tavor sicher auch gleich wirken wird. als es nach nen paar min besser wurde habe ich eine pmr gemacht, die tat gut, richtig gemerkt 8sicher auch dank der einsetzenden wirkung der tavor), wie der druck langsam in den einzelnen an- und entspannten körperteilen nachließ. am ende schlief ich auch ein.

dennoch, nun fühle ich mich matschig und leer. eig lag/liegt heute einiges an, wollte ins gym, heut abend abteilungsversammlung fußball. aber ich bin gerad irgendwie groggy und nicht zu gebrauchen. und natürlich, im hinterkopf spukt der gedanke, dass nun wieder eine leidenszeit begint, obwohl ich gerad erst zur stationären reha war, dassich nichts mehr packe usw. das nervt, macht mir angst und beeinträchtigt mich ungemein.

zudem bin ich permanent müde. immer müde und im eimer...

02.02.2016 14:07 • #2


A


Plötzlich auftretende Symptome, die mich zurückwerfen

x 3


Angstmaus29
Zitat von fml:
Hallo ihr,

Ich hab hier gestern schon gesessen und nen kleinen Aufsatz verfasst, mich dann aber doch umentschieden und das ganze wieder gelöscht. Jetzt muss ich aber doch mal um Rat oder Zuspruch bitten, oder was auch immer.. So ganz genau weiß ich das irgendwie gar nicht.
Worum es im Groben geht, sagt ja schon die Überschrift. Bevor ich ausführlicher werde, fass ich mich mal kurz zusammen: Agoraphobie/generalisierte AS mit Panikattacken seit etwa 8 Jahren. Allerdings niemals Krankheitsängste gehabt oder körperliche Symptome (außer eben in akuten PA und Angstzuständen natürlich). Ich hab normalerweise kein Problem, wenns mal hier zwickt und zwackt, also ist das jetzt tatsächlich ne relativ neue Situation für mich.

Zum Problem:

Ich hab seit etwa einer Woche abends im Bett permanent ein Kribbeln im Bein, als ob es einschlafen würde. Wirklich nur abends und nur das rechte. Habe mir nichts weiter dabei gedacht, son Bein kann ja mal einschlafen. War aber schon nervig, weil ich so schlecht einschlafen konnte. Kribbelnde Gliedmaßen beunruhigen mich eigentlich nicht besonders, weil ich zb vor ein paar Monaten in der Hand ständiges Kribbeln hatte (wovon ich nachts und morgens sogar wach wurde) und der Verdacht auf Karpaltunnel-Syndrom im Raum stand, aber war dann eben wieder weg und deswegen hab ichs nicht weiter verfolgt oder beachtet.
Jetzt ists so, dass ich vor 2 Wochen Physiotherapie verschrieben bekommen hab, weil meine Schulter einen weg hat und als ich da morgens hin bin, kribbelte mein Bein schon wieder. Es hatte sich jetzt also von nur abends auf ständig verlagert. Fand ich ärgerlich und komisch, aber ich dachte halt, vielleicht wirds einfach schlecht durchblutet grade, in 2 Wochen haste ja nen Arzttermin, kannste ja mal ansprechen. Meinen Termin bei der Physio hatte ich um 9, danach war ich zum Blutabnehmen beim Hausarzt (die checken jeden einmal pro Quartal durch) und bin dann nach kurzem Einkauf nach hause gegangen. Da war es dann ca halb 11. Und da nahm das Drama dann seinen Lauf. Ich hatte das Gefühl, als würde ich vom Sport kommen, weil mein Herz gefühlt am rasen war ohne Ende. Da dachte ich noch, das kommt vom Einkäufe tragen, Treppen hochschleppen, geht gleich wieder. Ruhst dich kurz aus und trinkst nen Schluck. Nun, es hörte nicht auf, also wirklich überhaupt nicht. Als ich gestern schonmal hier schreiben wollte war es fast 17 Uhr und da pochte mein Herz immer noch bis zum Hals und ich war echt tierisch angepisst
Jedenfalls häuften sich die Symptome dann ein wenig. Ich hab ebenfalls seit ca einer Woche tagsüber hin und wieder sonen Sekundenschwindel, den hatte ich das letzte Mal, als ich vor ein paar Jahren ein AD ausschleichen musste. War aber auch nix, was mich groß behindert hätte. Doch jetzt war es eben alles auf einmal: Mein Herz fühlte sich an, als würde es grade auf Höchstleistung arbeiten, mir war alle paar Minuten schwindelig, ich war wahnsinnig zittrig, selbst beim Atmen hab ich dieses Zittern gemerkt, ich war richtig matschig im Kopf und meine ganze rechte Seite fühlt sich leicht taub an. Wollte meinen HA anrufen, eigentlich nur um zu fragen, ob die evtl Ultraschall von den Arterien/Blutgefäßen generell im Bein machen würden, weil mir der Gedanke kam, dass es vielleicht was mit Krampfadern zu tun haben könnte (liegt in der Familie/mir wurde vor ein paar Jahren schon gesagt, dass ich wohl dazu neigen würde). Aber konnte ich gar nicht, ich war so matsch im Kopf, ich hätte keinen graden Satz zustande gebracht und hab gleich wieder aufgelegt.

Das klingt auch für mich alles nach ner klassischen Panikattacke. Das Ding ist, ich hatte aber keine Panik. Ich mein, ich weiß ja wie sich ne PA anfühlt und die Angst in dem Moment Aber da war nix. Klar, es hat mir irgendwie Sorgen bereitet, dass da jetzt alles in mir offenbar verrückt spielte, aber ich hatte keine Angst im üblich gestörten Sinne (ihr versteht denke ich, was ich meine).
Ich bin auch normalerweise echt nicht der Typ für psychisch bedingte körperliche Symptome und ich neige auch nicht zur Dramatisierung von Schmerzen oder Symptomen, sondern bin da absolut entspannt.
Um mein Verhältnis zu meiner Gesundheit/meinem Körper mal kurz zu beschreiben: Ich denke mir bei Beschwerden nie, dass ich schlimm/ernsthaft krank bin. Wenn ich Unterleibschmerzen hab, dann denk ich mir, dass meine Periode ansteht, wenn ich Halsschmerzen hab, kündigt sich ne Erkältung an usw. Und mir wurden schon so oft Horrordiagnosen genannt, die eventuell sein könnten, dass ich vieles nicht mehr Ernst nehme, was die Ärzte sagen.
Beispiel: Vor ein paar Jahren stimmten meine Blutwerte nicht, mögliche Ursache vom Arzt genannt: Nebennierentumore. Da war es aber schon so, dass mir diese Horrorszenarien von den Ärzten derartig auf den Keks gingen, dass ich mir sehr sicher war, dass auch da nichts sein würde. Genau wie zuvor bereits beim Thema Leukämie, Tumore auf den Eierstöcken usw.. Mittlerweile fällt es mir auch schwer einzuschätzen, ob es wirklich gefährlich werden könnte, oder wieder nur Panikmache ist (die jedenfalls so bei mir ankommt). 2011 wurde beim MRT in meinem Hirn eine kleine Veränderung festgestellt. Die Ärzte meinten ich soll zur Abklärung/Beobachtung 3 oder 6 Monate später nochmal in die Röhre. Nun.. da war ich bis heute nicht mehr. Ich hab halt die Denke wenn es gefährlich wäre, würde ich entweder mittlerweile was davon merken oder ich wäre schon tot.

Und so hab ich das mit dem Bein auch gesehen, bis ich vorhin endlich meinen HA erreicht hab x) Ich wollte irgendwie doch nicht bis in 2 Wochen warten, weil ich nicht einschätzen konnte, wie gefährlich das doch sein könnte, falls wirklich was ist. Ich fragte nach dem US im Bein, weil es ständig am kribbeln/einschlafen sei und da sagte die Sprechstundenhilfe Wegen Thrombose oder was? Ne, da kannste nicht so lange warten. Dann komm mal morgen gegen 12 vorbei.
BÄM. Thrombose, ich hab eigentlich keine Ahnung was das ist, ich les hier nur immer wieder, dass manche Angst davor haben und da ich kein Symptome/Krankheitsgoogler bin, weiß ich nicht, was los ist. Und grade jetzt will ich das auch gar nicht googlen, weil ich mich nicht weiter bekloppt machen will. Zumal es mir jetzt, im Vergleich zu gestern jedenfalls, wieder relativ normal geht. Gestern wusste ich mir nicht anders zu helfen, hab mir ne Tavor eingeworfen und mich hingelegt, 4 Stunden geschlafen und da war es auch schon ein bisschen besser. Und nun muss ich noch 24 Stunden rumkriegen, ohne mich verrückt zu machen.
Die Gedanken kreisen jetzt natürlich, ob psychosomatisch oder wirklich krank, weil das eben sehr untypisch ist für mich und auch zu einem Zeitpunkt wäre, wo es sowas von keinen Sinn ergibt.
Mich macht es stutzig, weil es eben 1. wie gesagt nicht üblich für mich ist, 2. weil ich keine Panik hatte, was irgendwie auch nicht für eine Panikattacke spricht und vor allem 3. weil es mir seit Herbst eigentlich so gut geht, wie ewig nicht mehr. Ich arbeite seit November (immerhin) 1x die Woche, ich bin gut drauf, ich hatte lange keine PA mehr und kürzlich hab ich mich das erste mal seit über 4 Jahren wieder mit einem Mann verabredet, was mich unglaubliche Überwindung gekostet hat und für mich ein riesen Schritt war. Ich wurde kürzlich sogar beim einkaufen und auf der Straße von wildfremden Leuten angesprochen, von wegen man würde mir anmerken, dass mir grad die Sonne ausm A*sch scheint (nicht wörtlich natürlich, aber in dem Sinne). Und so wars auch eigentlich, mein Vater war die Tage hier und fragte auch, ob was passiert sei, ich würd so frisch aussehen. Das geht natürlich runter wie Öl Und dann so völlig aus dem nichts diese komischen Symptome? Ich verstehs echt nicht und es geht mir furchtbar auf den Keks. Ich hab Sorge, dass mich das so zurückwirft und ich wieder da stehe, wo ich vor nem halben Jahr stand: komplett arbeitslos, ohne sinnvolle Beschäftigung, von jeder Kleinigkeit gestresst, soziale Kompetenzen verkümmern wieder.. Das will ich nicht... Und in solchen Momenten sind die depressiven Verstimmungen eben auch nicht mehr weit (ich fühl mich vom Leben verarscht und so weiter), da hab ich echt keinen Bock mehr drauf.

Wie kommt man in solchen Momenten wieder runter? Ich habs gestern mit Tee trinken versucht, ich hab nix gemacht, was mich irgendwie stressen könnte, Muskelentspannung usw, aber irgendwie hat mich das kein Stück weiter gebracht, weshalb ich dann das erste mal seit Monaten auf die Tavor zurückgegriffen hab. Gestern hab ich auch ungelogen das allererste Mal in meinem Leben meinen Puls gemessen, weil mich das so irritiert hat mit dem Herzrasen, der lag bei 90. Betrete ich grad ein neues Level der Angststörung?
Danke fürs lesen..



Das mit dem kribbeln in den Beinen hab ich seit Tagen aber ich bin da eben nicht so gelassen und denke direkt an das schlimmste dabei... 2011 wurde bei dir ein MRT gemacht wo Veränderungen festzustellen waren wo du darauf hin aber nicht nochmal zur Kontrolle bist ich kann dir nur raten es nochmal abklären zu lassen auch wenn du es nicht für nötig hälst denn das kribbeln und die Taubheitsgefühle könnten für MS sprechen da wie gesagt im MRT Auffälligkeiten waren will dir um gottes Willen keine Diagnose stellen oder irgendwas dergleichen ist nur ein Tipp kann jetzt auch schon wieder ganz anders aussehen das da nix mehr zu sehen ist

02.02.2016 14:21 • #3


F
@Maldur
Naja, bei nem konkreten oder mehr oder weniger konkreten Anlass, wie bei dir (Jobsuche, Absagen usw) würd ichs bei mir ja echt verstehen. Wenn irgendein Stressfaktor auf einmal da wäre. Aber es ist ja eigl genau das Gegenteil der Fall und das bringt mich echt auf die Palme Ich war grad dabei mich wieder mehr unter Leute zu begeben, weil es mir so gut ging und es mir auch nicht schlechter ging, wenn ich Dinge ausprobiert hab, ich war total motiviert und jetzt komm ich mir vor, als hätt ichn Brett vorm Kopf. Und ich hab den ganzen Kappes ja auch nicht erst seit gestern, wie du ja auch schon meintest, man weiß eigentlich, wie der Hase so läuft, nur genau das bereitet mir grade echt Kopfzerbrechen. Wenn ich sonst sone Hochphase hatte, hielt die nicht lang und dann wurde es noch 3x schlimmer als vorher, nur ich weiß echt nicht, wie ich diesen Kreislauf durchbrechen kann. In mir wehrt sich einfach alles dagegen, wieder in so ein Loch zu fallen, die Angst, dass ich mich irgendwann aufgebe, dringt auch immer wieder in meinen Kopf, weil dieses ewige auf und ab einem jede Lebensqualität nimmt. Und ich sehs kommen, dass ich dann morgen zur Abklärung erstmal wieder von Arzt zu Arzt geschickt werde, Wochen vergehen und ich in der Zeit hier immer schön weiter in diese Abwärtsspirale gerate.

Die Tavor hab ich gestern genommen, um mich gewissermaßen auszuknocken, damit ich nicht so viel nachdenke und den ganzen Stress praktisch verschlafe, aber ist halt auch keine Dauerlösung.. Ich kann mich ja nicht die ganze Zeit zudröhnen, das hilft mir nur für den Moment, aber nicht auf lange Sicht...
Mir ist auch mittlerweile total schlecht, weil ich noch nichts gegessen hab und ich krieg auch einfach nichts runter, bin völlig appetitlos.. _

@Angstmaus29

Ich hab keine Ahnung, wie genau MS erkannt oder diagnostiziert wird, ob nur über Hirnscans, aber ich bin in den letzten Jahren immer mal wieder im CT/MRT etc gewesen (aber ich glaub es war kein Hirnscan dabei), mein Blut wird ständig gecheckt, daher bin ich grundsätzlich eher der Meinung, dass ich an sich gesund bin. Lediglich meine Leukozyten sind permanent erhöht, wofür aber irgendwie noch keine Ursache gefunden wurde, war dann eher als ist dann eben so abgetan (von den Ärzten) und mein Vitamin D Wert ist grottig. Aber ich denke ich werd wohl auf kurz oder lang nicht drum rum kommen, die noch mal in meinen Kopf gucken zu lassen, vor allem, wenn ich das meiner Ärztin morgen einfach mal erzähle. Damals hatte ich noch nen anderen Hausarzt.

02.02.2016 14:32 • #4


Angstmaus29
Zitat von fml:
@Maldur
Naja, bei nem konkreten oder mehr oder weniger konkreten Anlass, wie bei dir (Jobsuche, Absagen usw) würd ichs bei mir ja echt verstehen. Wenn irgendein Stressfaktor auf einmal da wäre. Aber es ist ja eigl genau das Gegenteil der Fall und das bringt mich echt auf die Palme Ich war grad dabei mich wieder mehr unter Leute zu begeben, weil es mir so gut ging und es mir auch nicht schlechter ging, wenn ich Dinge ausprobiert hab, ich war total motiviert und jetzt komm ich mir vor, als hätt ichn Brett vorm Kopf. Und ich hab den ganzen Kappes ja auch nicht erst seit gestern, wie du ja auch schon meintest, man weiß eigentlich, wie der Hase so läuft, nur genau das bereitet mir grade echt Kopfzerbrechen. Wenn ich sonst sone Hochphase hatte, hielt die nicht lang und dann wurde es noch 3x schlimmer als vorher, nur ich weiß echt nicht, wie ich diesen Kreislauf durchbrechen kann. In mir wehrt sich einfach alles dagegen, wieder in so ein Loch zu fallen, die Angst, dass ich mich irgendwann aufgebe, dringt auch immer wieder in meinen Kopf, weil dieses ewige auf und ab einem jede Lebensqualität nimmt. Und ich sehs kommen, dass ich dann morgen zur Abklärung erstmal wieder von Arzt zu Arzt geschickt werde, Wochen vergehen und ich in der Zeit hier immer schön weiter in diese Abwärtsspirale gerate.

Die Tavor hab ich gestern genommen, um mich gewissermaßen auszuknocken, damit ich nicht so viel nachdenke und den ganzen Stress praktisch verschlafe, aber ist halt auch keine Dauerlösung.. Ich kann mich ja nicht die ganze Zeit zudröhnen, das hilft mir nur für den Moment, aber nicht auf lange Sicht...
Mir ist auch mittlerweile total schlecht, weil ich noch nichts gegessen hab und ich krieg auch einfach nichts runter, bin völlig appetitlos.. _

@Angstmaus29

Ich hab keine Ahnung, wie genau MS erkannt oder diagnostiziert wird, ob nur über Hirnscans, aber ich bin in den letzten Jahren immer mal wieder im CT/MRT etc gewesen (aber ich glaub es war kein Hirnscan dabei), mein Blut wird ständig gecheckt, daher bin ich grundsätzlich eher der Meinung, dass ich an sich gesund bin. Lediglich meine Leukozyten sind permanent erhöht, wofür aber irgendwie noch keine Ursache gefunden wurde, war dann eher als ist dann eben so abgetan (von den Ärzten) und mein Vitamin D Wert ist grottig. Aber ich denke ich werd wohl auf kurz oder lang nicht drum rum kommen, die noch mal in meinen Kopf gucken zu lassen, vor allem, wenn ich das meiner Ärztin morgen einfach mal erzähle. Damals hatte ich noch nen anderen Hausarzt.



MS kann man anhand von einem MRT sehen und durch eine Lumbalpunktion im Blut sieht man das nicht... Am besten du sprichst deinen Hausarzt nochmal darauf an und lässt nochmal ein MRT vom Kopf machen

02.02.2016 14:35 • #5


Maldur
hm, jau, also ne schlimme krankheit oder so glaube ich auch nie zu haben, wieso auch, so oft wie ich schon gecheckt wurde und alles super war^^ ja ich hab gerad noch ma ne stunde gepennt, das tat gut, nun gerad bissel bessere laune, gleich ausnutzen und daher nun zum sport fahren. und einkaufen. und dann mal schauen ob ich heut abend noch zur abteilungssitzung gehe^^ gerad hät ich bock.

02.02.2016 15:28 • #6


F
Ne, also Krankheitsängste hab ich eigl nie, ich hab ein recht großes Vertrauen in meinen Körper bzw generell in die Belastbarkeit und dass sich genannte mögliche Diagnosen nie bestätigt haben, hat eher dieses Vertrauen bestätigt Aber selbst, wenn da jetzt irgendwas tatsächlich mal bei rum kommt.. dann ist das so und dann wird dafür eben ne Lösung gefunden.

Ich glaub, ich werd mich gleich einfach mal ne Runde in die Badewanne legen, aber erst muss ich irgendwie mal feste Nahrung runterkriegen. Wollte eigentlich auch ne Runde spazieren gehen, aber es stürmt wie Sau, da meide ich den Wald grade lieber

Maldur, ich hoff du kriegst das hin!

02.02.2016 15:42 • #7


Maldur
jau hier is auch windig bzw wird immer windiger. gerad rad fahren war auch nich gut. im studio hab ich aber gemerkt, dass ich noch ziemlich im eimer bin. hab meine normalen gewichte nicht geschafft und mein puls war im schnitt 20 über sonstigen durchschnitt (hab ne pulsuhr mit brustgurt um). hab daher auch über all etwas reduziert. und nu zu haus un dim eimer^^

naja essen geht bei mir. klar, direkt bei ner pa auch kein hunger bzw mir is übel. aber an sonsten gehts. nu nen kleines corissant dazu nen tee.

02.02.2016 16:56 • #8





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Dr. Christina Wiesemann