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Hallo liebe Leute,

Ich brauche einen Ratschlag. Nach einem Studium, das 5 Semester lang ging, habe ich beschlossen es abzubrechen und ein neues in einer anderen Stadt zu beginnen. Da ich finanziell nicht unabhängig bin, wollte ich mir einen Job suchen, um so wenigstens die ersten Monate mich eingeben zu können ohne mir um das Geld sorgen zu machen.
Vor zwei Monaten dann etwa ging es los mit nächtlichen Panikattacken, vor allem vor dem einschlafen. Zwar nicht jede Nacht, aber immer ging ich mit einer nervosität ins Bett. Bis heute kann ich nur schwer einschlafen ohne Baldrian oder den eingeschalteten Fernseher.

Ich bin mir sicher, dass das alles mit meinen Umzugsplänen zusammenhängt, einerseits, weil der Zeitpunkt immer näher rückt (Wintersemester war geplant) andererseits, weil ich lange Zeit die Organisation(vor allem Jobsuche) vor mir hergeschoben habe und auch jetzt sehr ungerne mache. Vor allem weil ich große Angst vor einer Panikattacke bei dem Vorstellungsgespräch habe.

Ich habe mir vor zwei Monaten auch überlegt zum arzt zu gehen, aber mich dagegen entschieden, weil ich mir dachte ich werde zu einem Psychologen weitergeleitet, bei dem ich Monate auf einen Platz warten muss, was wegen meinem Umzug dann sowieso sinnlos wäre. Nun aber habe ich das Gefühl, das alles nicht alleine auf die reihe zu kriegen. Sollte ich es doch bei einem Arzt versuchen? Oder Zähne zusammenbeissen und nach dem Umzug mich darum kümmern?

11.04.2017 13:58 • 18.04.2017 #1


7 Antworten ↓


Coru
Hey,

also ich würde an deiner Stelle jetzt schon einmal zum Arzt gehen. Soweit ich weiß leiten die einen nicht direkt an einen Psychologen weiter. Den sucht man sich selber. Meiner Meinung nach hilft es schon, wenn man merkt, dass man anfängt dagegen etwas zu tun und das wäre der erste Schritt.

Bei mir hat es genau so angefangen wie bei dir vor ein paar Monaten.

LG

Coru

11.04.2017 14:17 • #2



Panikattacken wegen Umzug

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Hallo Coru,

Danke für die Antwort:)
Was hat den der Arzt dann mit dir gemacht?
Also ich war schon ein mal vor zwei Jahren beim Arzt, weil es mir etwa 6 Monate nach meinem ersten Umzug zu viel wurde und ich große Versagensängste hatte, daraufhin hat mich die Ärztin an eine psychologische Beratung für Studenten verwiesen. Mein Problem ist halt, wie viel Sinn es ergibt noch in dieser kurzen Zeit was zu machen. Aber gut, ich Versuchs dann mal bei einem Arzt.

Soll ich dann zu einem Allgemeinmediziner?

Lg

11.04.2017 14:25 • #3


Schlaflose
Zitat von Adolescent:
Bis heute kann ich nur schwer einschlafen ohne Baldrian oder den eingeschalteten Fernseher.


Wenn du mit Baldrian und Fernseher einschlafen kannst, dann mach es doch damit. Ich sehe da kein Problem.

Ich quäle mich seit 30 Jahren damit herum und wäre froh, wenn Baldrian helfen würde. Bei mir hilft nur die chemische Keule (seit 18 Jahren schlafanstoßende Antidepressiva und bei Bedarf zusätzlich noch Schlaftabletten). Und ich habe mir vor einige Monate extra einen Fernseher fürs Schlafzimmer gekauft, weil mir das auch hilft.

11.04.2017 18:22 • #4


Hallo schlaflose,

Hast du einfach nur schlafprobleme oder auch Panikattacken?

Jedenfalls war ich bei einem Arzt, der hat mich an einen Therapeuten überwiesen mit Verdacht auf Angsterkrankung, aber dieser Therapeut nimmt dieses Jahr keine neuen Patienten auf. Ich hab noch bei weiteren Ärzten probiert, keiner nimmt mich in nächster Zeit auf. Damit war wie befürchtet der ganze Mist umsonst, ich stehe wieder komplett alleine da und muss mich jetzt irgendwie zusammenreissen, ich habe aber keine Ahnung wie ich das hinkriegen soll. Mittlerweile geht es mir auch wieder deutlich schlechter, ich schlafe sehr schlecht und bin tagsüber ständig nervös, abends kommen manchmal auch wieder panikattacken. Ich glaube irgendwie nicht mehr daran, dass ich da noch Hilfe bekomme, aber was würdet ihr mir raten?

18.04.2017 14:28 • #5


Hallo ,
Ich finde deine Entscheidung die du für dich getroffen hast ,etwas gegen deine momentane verfassung zutun ,hervorragend.
Ich bin den selben Weg gegangen und mir geht es gut. Ich war vier Jahre in einer Kognitiven Verhaltenstherapie. Entspnnungsübungen helfen dir etwas herunter zukommen. Oder Fantasiereisen. Hilft vor dem Einschlafen

18.04.2017 14:58 • #6


Hi tuffie,

Sehr nett dass du mir Mut machst. Ich werde auf jeden Fall ne Therapie irgendwann in einem halben Jahr beginnen. Nur hab ich jetzt keine kraft um mich um das wichtige zu kümmern und deshalb habe ich mich hier angemeldet.

Das mit dem Fantasieren hab ich bis Februar regelmäßig gemacht wenn ich einschlafprobleme hatte. Mittlerweile ist das auch besser geworden, aber trotzdem habe ich Nächte in denen mir gerade das Fantasieren angst einjagt. Aber gut mal sehen was die nächsten Tage und Wochen so bringen.

18.04.2017 16:41 • #7


Schlaflose
Zitat von Adolescent:
Hast du einfach nur schlafprobleme oder auch Panikattacken?


Panikattacken habe ich nicht. Hatte ich mal vor über 30 Jahren für einige Monate, das war aber bevor es mit den Schlafstörungen richtig losging. Ich habe eine soziale Phobie und eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung. Die Schlafstörungen fingen erst richtig an, als ich in meinem Beruf als Lehrerin anfing, der für meine Psyche völlig ungeeignet war. Nach 20 Jahren der Quälerei habe ich den Beruf aufgegeben und seitdem funktioniert das Schlafen sehr viel besser, aber ganz ohne Medikamente geht es nicht.

18.04.2017 17:18 • #8




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